Trypoxylon
| Trypoxylon | ||||||||||||
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Töpfergrabwespe (Trypoxylon figulus) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Trypoxylon | ||||||||||||
| Latreille, 1796 |


Trypoxylon ist eine Gattung der Grabwespen (Spheciformes) aus der Familie Crabronidae. In Europa kommen 16 Arten vor.[1]
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Grabwespen der Gattung Trypoxylon haben einen charakteristisch langgestreckten, schlanken, schwarzen Körper. Die Augenränder sind innen stark nierenförmig ausgerandet. Die Vorderflügel besitzen nur eine Submarginalzelle. Die Artbestimmung ist mitunter schwierig.[2]
Lebensweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Mitteleuropa legen die Weibchen ihre Nester in hohlen oder markhaltigen Stängeln, in verlassenen Bohrgängen im Holz oder in verlassenen Hautflüglernestern in Löß- oder Lehmwänden an. Die einzelnen Zellen sind mitunter von unterschiedlicher Länge. Sie werden durch Erde oder Lehm voneinander getrennt. An die letzte Zelle grenzt immer eine Leerzelle an, die vermutlich dem Schutz vor Parasitoiden dient. Die Brut wird mit mehreren kleinen Spinnen versorgt. Es gibt nord- und mittelamerikanische Arten, die röhrenförmige Lehmnester an geschützten Stellen anlegen. Diese können bis zu 63 Zentimeter lang sein. Bei manchen Arten hilft das Männchen dem Weibchen beim Nestbau. Es bewacht das Nest, wenn das Weibchen ausfliegt, hilft beim Bau und Verschließen des Nestes, schleppt Baumaterial heran, übernimmt die vom Weibchen erjagte Beute und bringt sie in das Nest ein. Weibliche Nachkommen haben einen erhöhten Nahrungsbedarf. Durch die längere Verproviantierungsphase sind diese Nester empfindlicher gegenüber Parasitoiden, weswegen die Mithilfe des Männchens hier besonders wichtig ist. Nester in Stängeln kann man anhand ihrer Braunfärbung sowie des schwarzen Kots am Ende leicht erkennen. Es gibt eine Reihe von unspezifischen Parasitoiden, wie Goldwespen, Schlupfwespen und Fleischfliegen, die diese Grabwespen parasitieren.[2] In anderen Quellen werden als Parasitoide Melittobia chalybii (Eulophidae), Cleonymus magnificus (Pteromalidae), Caenochrysis doriae (Chrysididae), Sphaeropthalma (Mutillidae), Perithous divinator (Ichneumonidae), Megaselia (Phoridae), Anthrax (Bombyliidae) und Amobia distorta (Sarcophagidae) sowie weitere Vertreter dieser Familien genannt.[3]
Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gattung Trypoxylon umfasst mehr als 630 Arten.[3] Die Gattung ist kosmopolitisch verbreitet.[4] In Nordamerika ist die Gattung mit 29 Arten vertreten.[3]
Arten (Europa)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Trypoxylon albipes F. Smith, 1856
- Trypoxylon attenuatum F. Smith, 1851
- Trypoxylon beaumonti Antropov, 1991
- Trypoxylon clavicerum Lepeletier & Serville, 1828
- Trypoxylon deceptorium Antropov, 1991
- Trypoxylon figulus (Linnaeus, 1758)
- Trypoxylon fronticorne Gussakowskij, 1936
- Trypoxylon kolazyi Kohl, 1893
- Trypoxylon kostylevi Antropov, 1985
- Trypoxylon latilobatum Antropov, 1991
- Trypoxylon medium Beaumont, 1945
- Trypoxylon megriense Antropov, 1985
- Trypoxylon minus Beaumont, 1945
- Trypoxylon rubiginosum Gussakowskij, 1936
- Trypoxylon scutatum Chevrier, 1867
- Trypoxylon syriacum Mercet, 1906
Belege
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Trypoxylon. Fauna Europaea, abgerufen am 23. Juli 2010.
- 1 2 Manfred Blösch: Die Grabwespen Deutschlands: Lebensweise, Verhalten, Verbreitung. 1. Auflage. Goecke & Evers, 2000, ISBN 3-931374-26-2, S. 248.
- 1 2 3 Genus Trypoxylon. In: www.bugguide.net. Iowa State University, Dept. of Plant Pathology, Entomology, and Microbiology, abgerufen am 27. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Trypoxylon Latreille, 1796. In: www.gbif.org. Global Biodiversity Information Facility (GBIF), abgerufen am 27. Mai 2026 (englisch).
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Manfred Blösch: Die Grabwespen Deutschlands: Lebensweise, Verhalten, Verbreitung. 1. Auflage. Goecke & Evers, 2000, ISBN 3-931374-26-2.