Trueb
| Trueb Fankhusbach, Trubbach | ||||
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Sidelenbrücke (gedeckte Holzbrücke, gebaut 1808) bei Trub | ||||
| Daten | ||||
| Gewässerkennzahl | CH: 1371 | |||
| Lage | Westalpen
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| Flusssystem | Rhein | |||
| Abfluss über | Ilfis → Emme → Aare → Rhein → Nordsee | |||
| Quellgebiet | Zusammenfluss: von Fankhusbach und Brandöschbach südlich von Trub-Ried 46° 56′ 56″ N, 7° 53′ 29″ O Quelle des Hauptstrang-Oberlaufs Fankhusbach : | |||
| Quellhöhe | Quelle des Hauptstrang-Oberlaufs Fankhusbach: ca. 1279 m ü. M.[1]
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| Mündung | bei Trubschachen in die IlfisKoordinaten: 46° 55′ 15″ N, 7° 50′ 36″ O; CH1903: 630824 / 196713 46° 55′ 15″ N, 7° 50′ 36″ O | |||
| Mündungshöhe | ca. 727 m ü. M.[1] | |||
| Höhenunterschied | ca. 552 m | |||
| Sohlgefälle | ca. 40 ‰ | |||
| Länge | 13,8 km[1] mit Oberlauf Fankhusbach
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| Einzugsgebiet | 54,52 km²[1] | |||
| Abfluss an der Mündung[2] AEo: 54,6 km² |
MQ Mq |
1,47 m³/s 26,9 l/(s km²) | ||
| Linke Nebenflüsse | Fankhusbach | |||
| Rechte Nebenflüsse | Brandöschbach, Sältenbach, Twärengraben | |||
| Gemeinden | Trub, Trubschachen | |||
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Mündung der Trueb in die Ilfis bei Trubschachen | ||||
Die Trueb ist ein rund 14 Kilometer langer Bach und rechter Nebenfluss der Ilfis im Schweizer Kanton Bern. Sie entwässert 54,52 Quadratkilometer des Napfberglandes im oberen Emmental.
Name
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der ursprünglich gleichnamige Ort Trub wurde erstmals 1139 als Trŏba urkundlich erwähnt. Der Name geht auf das althochdeutsche *Truoba «die Trübe» zurück. Ein alternativer Name ist heute Trubbach.[3]
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Verlauf
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Oberläufe
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fankhusbach
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Fankhusbach ist der 8,5 km lange linke Oberlauf der Trueb und bildet zusammen mit ihr den hydrologischen Hauptstrang des Flusssystems Trueb. Er hat ein Einzugsgebiet von 22,71 km² und einen mittleren Abfluss (MQ) von 0,63 m³/s.
Der Fankhusbach entspringt am Südhang des Hängst (1372 m) wenig östlich des Napf (1408 m) auf dem Gemeindegebiet von Trub direkt an der Grenze zum Kanton Luzern. Der Bach durchfliesst oberhalb von Trub den Fankhusgrabe in südwestlicher Richtung und nimmt hier mehrere Bäche auf, darunter den Hüttebach und vereinigt sich südlich von Trub-Ried mit dem Brandöschbach zur Trueb.
Brandöschbach
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Brandöschbach ist der etwa 6,9 km lange rechte Oberlauf der Trueb und ist hydrografisch betrachtet ein Nebenstrang des Strangs Fankhusbach →Trueb. Er hat ein Einzugsgebiet von 12,74 km² und einen mittleren Abfluss (MQ) von 0,35 m³/s.
Der Brandöschbach entsteht aus dem Zusammenfluss des rechten Goldbachs mit dem linken Säuberggrabe bei Goldbachbrück. Er fliesst in südlicher Richtung durch den Brandöschgraben und vereinigt sich südlich von Ried mit dem Fankhusbach zur Trueb.
Weiterer Verlauf
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Trueb durchfliesst die Ortschaft Trub, nimmt den Sältebach und den Twäregrabe auf und mündet schliesslich bei Trubschachen von rechts in die Ilfis.
Einzugsgebiet
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das 54,52 km² grosse Einzugsgebiet der Trueb liegt in den Emmentaler Alpen und wird über die Ilfis, die Emme, die Aare und den Rhein zur Nordsee entwässert.
Es besteht zu 56,6 % aus bestockter Fläche, zu 39,5 % aus Landwirtschaftsfläche, zu 2,9 % aus Siedlungsfläche und zu 1,0 % aus unproduktiven Flächen.
Die Flächenverteilung

Die mittlere Höhe des Einzugsgebietes beträgt 1031,3 m ü. M.[4]
Zuflüsse
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten](Zuflüsse von den Oberläufen bis zur Mündung mit Namen, orographischer Richtungsangabe, Länge in Kilometern, Einzugsgebiet in km², mittlere Abflussmenge in m³/s. Die Namen der Bäche stammen aus dem Geoportal des Kantons Bern.)
- Fankhusbach (linker Oberlauf, Hauptstrang), 8,5 km, 22,71 km², 0,63 m³/s
- Brandöschbach (rechter Oberlauf, Nebenstrang), 6,9 km, 12,74 km², 0,35 m³/s
- Rieglegräbli[5] (links), 0,2 km
- Äschegrabe[6] (links), 2,5 km, 2,3 km²
- Schlössligräbli[7] (links), 0,2 km
- Zälggrabe[8] (links), 0,5 km
- Sandgrabe[9] (rechts), 0,8 km
- Mätteligrabe[10] (links), 0,9 km
- Rappergrabe[11] (links), 0,5 km
- Sältebach[12] (rechts), 4,8 km, 4,24 km²
- Fluegrabe[13] (links), 0,8 km
- Oberfeldgräbli[14] (rechts), 0,6 km
- Sidelegrabe[15] (links), 0,6 km
- Oberfeldhüsigräbli[16] (rechts), 0,5 km
- Underfeldgräbli[17] (rechts), 0,5 km
- Mülistattgräbli[18] (links), 0,5 km
- Neuhusweidligräbli[19] (links), 0,4 km
- Twäregrabe[20] (rechts), 6,2 km, 6,38 km²
- Chalberbodegrabe[21] (links), 0,5 km
- Häliggrabe[22] (rechts), 1,2 km
- Rigenebächli[23] (rechts), 1,5 km
- Marchzungräbli[24] (links), 0,8 km
- Antigergräbli[25] (links), 0,3 km
- Hinders Weggräbli[26] (rechts), 0,8 km
- Heidbüelgräbli[27] (rechts), 0,2 km
- Vorders Weggräbli[28] (rechts), 0,7 km
- Sagibach[29][30] (linke Abzweigung), 0,7 km
- Unders Wegmattgräbli[31] (rechts), 0,3 km
Hydrologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bei der Mündung der Trueb in die Ilfis beträgt ihre modellierte mittlere Abflussmenge (MQ) 1470 l/s. Ihr Abflussregimetyp ist nivo-pluvial préalpin[32], und ihre Abflussvariabilität[33] beträgt 20.

Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Verlauf der Trueb auf dem Geoportal des Kantons Bern
- Verlauf und Einzugsgebiet der Trueb auf dem Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
- Trueb auf schweizerfluss.ch
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b c d e f Geoserver der Schweizer Bundesverwaltung (Hinweise)
- ↑ Modellierter mittlerer jährlicher Abfluss. In: Topographische Einzugsgebiete der Schweizer Gewässer: Gebietsauslässe. Bundesamt für Umwelt (BAFU), archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 18. Oktober 2017; abgerufen am 30. Oktober 2015.
- ↑ Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter, Berlin / Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1, S. 546, «Trueb, die» (Auszug in der Google-Buchsuche).
- ↑ Topographische Einzugsgebiete Schweizer Gewässer: Teileinzugsgebiete 2 km². Bundesamt für Umwelt (BAFU).
- ↑ Rieglegräbli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Äschegrabe auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Schlössligräbli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Zälggrabe auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Sandgrabe auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Mätteligrabe auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Rappergrabe auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Sältebach auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Fluegrabe auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Oberfeldgräbli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Sidelegrabe auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Oberfeldhüsigräbli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Underfeldgräbli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Mülistattgräbli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Neuhusweidligräbli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Twäregrabe auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Chalberbodegrabe auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Häliggrabe auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Rigenebächli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Marchzungräbli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Antigergräbli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Hinders Weggräbli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Heidbüelgräbli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Vorders Weggräbli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Mündet in die Ilfis
- ↑ Der Sagibach (ohne Beschriftung) auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Unders Wegmattgräbli auf dem Geoportal des Kantons Bern.
- ↑ Martin Pfaundler, Rolf Weingartner, Robert Diezig: «Versteckt hinter den Mittelwerten» – die Variabilität des Abflussregimes. In: Hydrologie und Wasserbewirtschaftung. 50. Jg., Nr. 3, Juni 2006, S. 116–123, hier S. 119 (PDF; 3,2 MB).
- ↑ Die Abflussvariabilität beschreibt das Ausmass der Schwankungen des mittleren Abflusses einzelner Jahre um den langjährigen mittleren Abflusswert.
- ↑ Mittlere Abflüsse (m³/s) und Abflussregimetyp für das Gewässernetz der Schweiz. Bundesamt für Umwelt (BAFU).


