Dieser Artikel behandelt die Trubach, einen linken Nebenfluss der Wiesent bei Pretzfeld. Zwei weitere linke Nebenflüsse der Wiesent heißen Truppach und Trubbach.
Trubach
DerMühlbach,rechterBacharmderTrubach,inPretzfeldDer Mühlbach, rechter Bacharm der Trubach, in Pretzfeld
Blickvom"Burggraf"überdasTrubachtalbeiUntertrubach49°40′56″N,11°16′55,5″O49.6822211.28207Blick vom "Burggraf" über das Trubachtal bei Untertrubach 49°40′56″N, 11°16′55,5″O49.6822211.28207
Das Gewässer wurde 1412 erstmals schriftlich erwähnt[3]. Als Ortsname tritt der Name als Truobaha schon im Jahr 1001 schriftlich in Erscheinung.[4] Das Präfix Trub- kommt wohl vom althochdeutschen Adjektiv ‚truobi‘ und Trubach bedeutet mithin trübe Ache. Im frühen 19. Jahrhundert war für den Oberlauf die Bezeichnung „Stuhbach“ gebräuchlich. Erst unterhalb des Zuflusses des Großenoher Baches war sie auf einer Karte als „Trubach“ bezeichnet.[BA 2]
Wegen dieser Wortherkunft ist der Name feminin, nicht etwa „der Tru·bach“, wie manchmal irrtümlich vermutet.[5]
Nach stärkeren Regenfällen werden aus den zahllosen kleinen Quellen helle Schwebstoffe in den Bachlauf eingebracht oder entsprechendes Sediment aus dem Grund aufgewirbelt, was eine rasche Trübung des ansonsten klaren Baches hervorruft.[6]
Die Trubachquelle ist eine Karstquelle am südwestlichen Rand von Obertrubach und entspringt unterhalb der Felsen am Hexenstein und neben der Trubachtalstraße (St2260). Sie ist in Beton gefasst und mit einem Holzgeländer versehen. Früher entsprang die Trubach in einer der Karstgrotten, diese Quelle versiegte aber im Laufe der Jahre.
Der größte Teil des Einzugsgebietes liegt im Weißjura der Frankenalb. Unterhalb von Untertrubach liegen Flusslauf und Talgrund im Braunjura. Am Rande des oberen Einzugsgebietes liegen auf der Weißjuradecke einzelne Inseln von Oberkreide.[BA 4]
Ein etwa 19 Kilometer langer Wanderweg bietet neben dem Ausblick auf das Trubachtal auch viele Sehenswürdigkeiten.[7] Kanu- und Kajakfahren sind ganzjährig verboten.[8]
Geangelt wird vor allem auf Salmoniden. Die Fischereirechte sind größtenteils in Privatbesitz.[9] Auf einem 1,2km langen Abschnitt der Trubach im Bereich der Ortschaft Schweintal werden Tageskarten für Angelscheininhaber angeboten.
↑Die Nürnberger Briefbücher III (1409-1412), bearb. von Simon Bürcky, Julian Krenz, Martin Mayr, Katharina Neumeier (Quellen und Forschungen zur Geschichte und Kultur der Stadt Nürnberg, Bd. 46), Nürnberg 2024, S. 518, Nr. 1489, online unter Nürnberger Briefbücher online.