Trin
| Trin | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Staat: | ||||||||||||
| Kanton: | ||||||||||||
| Region: | Imboden | |||||||||||
| BFS-Nr.: | 3734 | |||||||||||
| Postleitzahl: | 7014 Trin-Dorf, Trin-Digg 7016 Trin-Mulin | |||||||||||
| Koordinaten: | 746581 / 188333 | |||||||||||
| Höhe: | 876 m ü. M. | |||||||||||
| Höhenbereich: | 595–3247 m ü. M.[1] | |||||||||||
| Fläche: | 47,17 km²[2] | |||||||||||
| Einwohner: | 1557 (31. Dezember 2024)[3] | |||||||||||
| Einwohnerdichte: | 33 Einw. pro km² | |||||||||||
| Ausländeranteil: (Einwohner ohne Schweizer Bürgerrecht) | 12,8 % (31. Dezember 2024)[4] | |||||||||||
| Website: | www.trin.ch | |||||||||||
Trin und die Ruine Canaschal | ||||||||||||
| Lage der Gemeinde | ||||||||||||
| Blasonierung: «In Gold (Gelb) über schwarzem Zinnentor vier sechsstrahlige rote Sterne» | |
|
Grundlage des Wappens war ein Gemeindesiegel, das jedoch vereinfacht übernommen und in den Farben der Herrschaft Hohentrins und Hewen gestaltet wurde. |
Bevölkerung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Bevölkerungsentwicklung | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1803 | 1850 | 1900 | 1930 | 1950 | 1980 | 1990 | 2000 | 2005 | 2013 | 2020 | |
| Einwohner | 686 | 919 | 755 | 661 | 695 | 830 | 922 | 1108 | 1142 | 1276 | 1479 | |
Sprachen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]


Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts sprach die gesamte Einwohnerschaft eine bündnerromanische Mundart. Obwohl dies eine mittelbündnerische Mundart war, wurde traditionell in allen Gemeinden des Bezirks Imboden das Surselvische als Schriftsprache gebraucht. In dieser Eigenschaft ähnelten sie den Gemeinden Bergün und Filisur, wo ebenfalls mittelbündnerische Mundarten in Gebrauch waren bzw. sind, als Schriftsprache aber das Oberengadinische (dort, historisch gesehen, hauptsächlich aus konfessionellen Gründen) in Gebrauch war.[8]
Der Sprachanteil des Romanischen sank von 1880 bis 1910 von 95,6 Prozent auf 87,7 Prozent. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs blieben die Romanischsprachigen eine schrumpfende Mehrheit (1941: 75,4 Prozent). Danach breitete sich Deutsch immer mehr aus, doch der Sprachwechsel erfolgte erst in den 1980er-Jahren. Im Jahr 2000 verstanden immer noch 41,3 Prozent der Einwohner Romanisch. Trin ist neben Domat/Ems die einzige Gemeinde im Bezirk Imboden, in welcher Deutsch und Romanisch Behördensprache ist. In der bilingualen Primarschule lernen ausserdem sämtliche Schüler Rätoromanisch. Die Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte zeigt folgende Tabelle:
| Sprachen in Trin GR | ||||||
| Sprachen | Volkszählung 1980 | Volkszählung 1990 | Volkszählung 2000 | |||
| Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | Anzahl | Anteil | |
| Deutsch | 340 | 40,96 % | 566 | 61,39 % | 806 | 72,74 % |
| Rätoromanisch | 379 | 45,66 % | 270 | 29,28 % | 219 | 19,77 % |
| Italienisch | 59 | 7,11 % | 23 | 2,49 % | 33 | 2,98 % |
| Einwohner | 830 | 100 % | 922 | 100 % | 1108 | 100 % |
Herkunft und Nationalität
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von den Ende 2005 1142 Bewohnern waren 1013 (= 88,70 %) Schweizer Staatsangehörige. Ende 2013[9] betrug die Wohnbevölkerung 1276, wovon 1077 Schweizer Staatsangehörige waren.
Brauchtum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Jeweils anfangs Oktober werden die Muntinadas begangen.
Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Punt Ruinaulta in der Rheinschlucht
- Festungsmuseum Sperre Trin
- Solarwohnhäuser, Architekt: Andrea Rüedi[10]
- Reformierte Kirche Trin
- Crap Sogn Parcazi
- Ruine Canaschal
Bilder
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Trin Mulin
- Ebene von Trin
- Trin Digg
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Johannes Caprez (1701–1777), evangelischer Geistlicher und Pietist, der sich für die Herrnhuter Brüdergemeine einsetzte.
- Peter Peyer (* 1965), Grossrat und Regierungsrat (SP)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin Bundi: Trin. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 2014.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Offizielle Website der Gemeinde Trin
- Trin auf der Plattform ETHorama
- Naturmonument Ruinaulta
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
- ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991–2024. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 28. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst).
- ↑ Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach institutionellen Gliederungen, Staatsangehörigkeit (Kategorie), Geschlecht und Alter, 2010-2024. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2024 zusammengefasst. Abruf am 28. August 2025
- ↑ Wanderwege in und um Trin, Graubünden
- ↑ Rätisches Namenbuch, Band II, 869.
- 1 2 3 4 5 Martin Bundi: Trin. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht. - ↑ Lia Rumantscha (Hrsg.): Romanisch – Facts & Figures. 2., überarbeitete und aktualisierte Ausgabe. Chur 2004, ISBN 3-03900-034-9. S. 31.
- ↑ Gemeinde in Zahlen
- ↑ Solarwohnhäuser in Trin auf espazium.ch



