Transrapid 01
| Transrapid 01 | |
|---|---|
| Anzahl: | 1 |
| Hersteller: | Krauss-Maffei |
| Baujahr(e): | 1969 |
| Länge: | 50 cm |
| Dienstmasse: | 50 kg |
| Antrieb: | Asynchron-Kurzstator-Linearmotor |
| Sitzplätze: | keine |
Der Transrapid 01 war ein reiner Magnetschwebebahn-Technologie-Demonstrator, dessen Bedeutung in der Technikgeschichte von Relevanz ist. Das Gerät stellte den ersten praktischen Beleg dar, dass elektromagnetisches Schweben im Bahnverkehr technisch realisierbar ist.[1]
Die theoretischen Grundlagen von Magnetschwebebahnen reichen bis in die 1930er-Jahre zurück. Aufbauend auf dem vom Ingenieur Hermann Kemper angemeldeten Deutschen Reichspatent Nr. 643.316 mit dem Titel „Schwebebahn mit räderlosen Fahrzeugen“ vom 14. August 1934 sollte in den 1960er-Jahren endlich ein derartiges Fahrzeug gebaut und getestet werden.[2] Im Jahr 1969 wurde ein Testvehikel von Krauss-Maffei fertiggestellt und einem Fachpublikum präsentiert, im Nachgang erhielt es die Bezeichnung Transrapid 01. Das nur 60 cm lange und 50 kg schwere Labormodell arbeitete mit einem elektromagnetischen Schwebesystem und wurde von einem Asynchron-Kurzstator-Linearmotor angetrieben. Der Transrapid 01 fuhr auf einer kurzen Versuchsstrecke und somit konnte die Magnetschwebebahntechnologie erfolgreich demonstriert werden. Nach dem Gelingen dieses Experiments begann Anfang der 1970er-Jahre die Entwicklung größerer und personentragende Versuchsträger. Bereits 1971 entstanden das „MBB-Prinzipfahrzeug“ sowie der Transrapid 02, der bis zu sechs Personen transportieren konnte und eine Maximalgeschwindigkeit von 164 km/h erreichte.[1] Das Labormodell Transrapid 01 befindet sich im Fundus des Deutschen Museums München.[3]
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 David Harder: Der Transrapid: Einführung in die gesamte Transrapid-Thematik für Neulinge. 2022, S. 2 (researchgate.net – alternativ als Buch: ISBN 979-8-37351950-2).
- ↑ Franz Büllingen: Die Genese der Magnetbahn Transrapid - Soziale Konstruktion und Evolution einer Schnellbahn (1997)
- ↑ Merkur-Artikel (2009): Der lange Schatten des schnellen Schwebers (abgerufen am 11. Mai 2026)