Das Rennen bestand aus drei Etappen auf der großen Flussinsel Chongming Dao im Jangtsekiang gegenüber von Shanghai. Die Streckenführung war sehr ähnlich zum Vorjahr, mit geänderter Abfolge der drei Etappen. Die erste Etappe bestand aus einem elfmal befahrenen, 10,8km langen Rundkurs im Ort Chongming. Die dritte und sechste Zieldurchfahrt galten als Zwischensprints, die neunte als Bergwertung des Tages. Die zweite Etappe begann auf der Nachbarinsel Changxing Dao, führte von dort über die Jangtsekiang-Brücke, und dann durch die östliche Inselhälfte nach Chongming. Am höchsten Punkt der Brücke befand sich eine Bergwertung, und unterwegs gab es zwei Zwischensprints. Die dritte Etappe durchquerte den nordwestlichen Teil der Insel, sie begann und endete im Inselhauptort Chongming. Auch hier gab es unterwegs eine Bergwertung und zwei Zwischensprints.[2]
Das Profil der drei Etappen war außerordentlich flach. Für die Gesamtwertung waren in erster Linie die Bonussekunden für die ersten Drei der Zielankünfte (10, 6 bzw. 4 Sekunden) sowie an den sechs Zwischensprints (3, 2 bzw. 1 Sekunde) maßgeblich.
Ausreißversuchen war kein Erfolg beschieden, weil die Teams der favorisierten Sprinterinnen die Zwischensprints um Bonussekunden nutzen wollten. Im Anlauf zum ersten Zwischensprint kam es zu einem größeren Sturz, der das Feld in zwei Gruppen spaltete, die erst nach einiger Zeit wieder zusammenkamen. Im Zielsprint setzte sich Kirsten Wild gegen die Vorjahressiegerin Chloe Hosking durch. Letztere führte aufgrund ihrer Zwischensprints dennoch das Gesamtklassement an.[3]
Lucy Garner holte die Bergwertung auf der Jangtsekiang-Brücke. Die folgenden Zwischensprints gingen an Chloe Hosking und Jolien D’hoore. Letztere, die seit dem Massensturz auf der ersten Etappe bandagiert war, gewann dann auch den Zielsprint vor Kirsten Wild und übernahm die Gesamtführung.[4]
Auch die dritte Etappe lief auf einen Massensprint hinaus, den wiederum Jolien D’hoore vor Kirsten Wild und Chloe Hosking gewann. In derselben Reihenfolge belegten diese drei Fahrerinnen das Podium der Gesamtwertung.[5] Hosking lag zudem im Punkteklassement vorn. Die Bergwertungen der drei Tage waren an drei verschiedene Fahrerinnen gegangen; als höchstplatzierte im Gesamtklassement unter diesen drei wurde Xenija Dobrynina ausgezeichnet.[6] Mit ihrem neunten Platz im Gesamtklassement war Maria Vittoria Sperotto die beste Nachwuchsfahrerin. In der Mannschaftswertung gewann Alé Cipollini.