Der Tosa (jap.土佐闘犬, Tosa tōken, dt. „Tosa-Kampfhund“ oder 土佐犬, Tosa inu/ken, dt. „Tosa-Hund“ was jedoch auch den Shikoku bezeichnen kann) ist eine von der FCI anerkannte japanische Hunderasse (FCI-Gruppe 2, Sektion 2.1, Standard Nr.260), die auch als Japanische Dogge bezeichnet wird.
Die Rasseentstehung geht zurück auf die Mitte des 19. Jahrhunderts im Lehen Tosa-han des damaligen Japan. Nach Angaben des Rassestandards entstand der Tosa durch Kreuzung des Shikoku-Ken mit westlichen Rassen wie Bulldog, Mastiff, deutschen Vorstehhunden und Deutscher Dogge. Möglicherweise waren auch Bernhardiner und Bullterrier an der Entstehung der Rasse beteiligt. Der Tosa wurde ursprünglich zur Verwendung in Hundekämpfen besonderer Art gezüchtet. Die Regeln sind sehr kompliziert und an die von den Sumo Ringern angelehnt.
Diese größte japanische Hunderasse wird heute gern als Wachhund eingesetzt.[1]
Tosawelpen im Alter von vier Monaten (Foto: Susihurtan)
Der Tosa-Rüde soll nach Rassestandard mindestens 60cm groß sein, die Hündin mindestens 55cm bei einem Gewicht von 50 bis 70 Kilogramm (mitunter werden bis zu 90 kg erreicht). Der kraftvolle, muskulöse Körper soll elegant wirken. Typisch sind dabei ein breiter Schädel mit kräftigem Fang und kleinen, hoch angesetzten Ohren, die herunter hängen, sowie ein hoher gerader Rücken und eine lange Rute.
Das Fell ist kurz und in den Farben rot, schwarz, falb, apricot oder gestromt.[1] Alle Farben sind mit diskreten weißen Abzeichen an Brust und Pfoten möglich, bevorzugt wird jedoch ein warmer, kräftiger Rotton mit oder ohne weiße Abzeichen.