Zum Inhalt springen

Tom Combo

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Tom Combo (* 1965 in Winterthur) ist ein Schweizer Autor mit Auftritten Anfang der 2000er Jahre in Poetry-Slams und Musiker. Bekannt wurde er, als er 2000 sowohl Dritter im Einzelwettbewerb als auch Zweiter im Team Bob Schweiz 1 und 2001 Erster im Team Winterthur im Teamwettbewerb der Deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaft wurde.

Tom Combo ist der Künstlername von Thomas Meister,[1] den er laut Eigenaussage ab 1997 bei Poetry Slams verwendete, als er gleichzeitig unter seinem eigenen Namen für verschiedene Zeitungen schrieb. So konnte er seine unterschiedlichen Tätigkeiten besser voneinander abgrenzen.[2] Bekannt wurde er als Poetry-Slammer durch seine Auftritte und Gewinne 2000 und 2001 in Einzel- und Teamwettbewerben bei Deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften.[3] Da es ihm darum ging, etwas Momentanes und für ihn Echtes darzustellen und nicht um Perfektion, fand er es für sich nicht mehr sinnvoll, in den späteren Poetry-Slams der 2010er Jahre aufzutreten, da sich die Gattung seines Erachtens zu stark professionalisiert hatte.[2]

Tom Combo veröffentlicht Artikel in Printmedien und zusätzlich Hörtexte für die Reihe Sounds Subjektiv im Schweizer Radio DRS 3.[1] Er ist Autor von Romanen und Musiker in Gruppen mit unterschiedlicher personeller Zusammensetzung.

Tom Combo lebt in Winterthur[4] und tritt mit seiner Frau als musikalisches Duo Combo Farbheim auf.[5]

Musikalische Karriere

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In seiner musikalischen Karriere mit verschiedenen Bands nutzt Tom Combo die Instrumente Gitarre, Cello, Bass und Keyboards.[6] Mit seiner Band Rasen veröffentlichte er eine CD mit dem Titel Begleitendes Bauen.[1] Er erstellte Soundtracks für Filme und Kunstprojekte wie bei Visions du Réel in Nyon und 2001 das Comic-Musical Einmal noch Ahoi!, das unter anderem in Zürich aufgeführt wurde.[1][7][3] 2003 erschien die CD Born to be here.[1] Er trat in Städten wie Amsterdam, Hamburg, Budapest und St. Gallen auf.[8]

2019 produzierte und bearbeitete er das vierminütigen Musikvideo Unspoken über aggressive Minigolfer mit eigener Musik.[9] 2020 erschien sein musikalisches Album Thaw, für das er sang und Cello spielte.[1][8]

Karriere als Romanautor

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Autor von Romanen trat er ab 2001 mit seinem Debütroman Vielleicht nur Teilzeit: Geschichten und Reportagen (Krimi) an die Öffentlichkeit. 2004 folgte der Thriller Der Spielraum und 2019 der Roman Inneres Lind (Roman über Menschen und ihre destruktiven Aggressionen[10], wie sie in Winterthur leben könnten[3]).[1] Letzterer wurde von Anne Kohlick bei Perlentaucher als „mitreißend“ und als eine Mischung aus „Humor, Bitterkeit und Lebensweisheit“[11] und bei Deutschlandfunkkultur als überzeugend, „temporeich“ und von „starken Dialogen“[12] lebend rezensiert. In der Schweizer Wochenzeitung wurde hervorgehoben, dass durch die „klare Sprache“ Bilder bei Lesern entstehen, die „lange im Kopf bleiben“[13].

  • 1997: Zürcher Journalistenpreis[1][6]
  • 2020: Dritter im Einzelwettbewerb der Deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaft in Düsseldorf[1]
  • 2020: Zweiter im Team Bob Schweiz 1 der Deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaft in Düsseldorf[1]
  • 2021: Erster im Team Winterthur der Deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaft in Hamburg[14][15]
  • Der gesunde Menschenverstand (Hrsg.): Mund Auf, Wort Raus. 10 Jahre Poetry-Slam in der Schweiz. Der gesunde Menschenverstand, Luzern 2008, ISBN 978-3-90582-509-1. (Audio-CD, gesprochener Text: Track 4 auf CD 1 mit: Aquariumfische Für Anfänger)

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Tom Combo – Verbrecher Verlag. Verbrecher Verlag, 2026, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  2. 1 2 Coucou – Das Winterthurer Kulturmagazin: Lesen: Mann mit Deckname. Coucou – Das Winterthurer Kulturmagazin, 8. August 2013, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  3. 1 2 3 Helmut Dworschak: Tom Combo erzählt aus dem Inneren Lind. In: Tagesanzeiger.ch. Tamedia, 6. August 2019, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  4. ↑ Combo Tom. In: Der gesunde Menschenversand. Der gesunde Menschenversand GmbH, 2026, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  5. ↑ home. Homepage Tom Combo, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  6. 1 2 Tom Combo. In: Literaturlexikon. LS, Literatur Schweiz, abgerufen am 19. Oktober 2026 (Schweizer Hochdeutsch).
  7. ↑ bio + presse. Homepage Tom Combo, 2026, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  8. 1 2 Tom Combo. In: Lauschig. Verein für Kulturvermittlung Winterthur, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  9. ↑ Unspoken. Swiss Films, PR & Services, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  10. ↑ Raul Zelik: Tom Combo: Als sie mit Goa anfingen, ging es downhill. In: Woz.ch. WOZ. Die Wochenzeitung, 15. Januar 2020, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  11. ↑ Tom Combo: Inneres Lind. Roman - Perlentaucher. In: Perlentaucher.de. Perlentaucher Medien GmbH, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  12. ↑ Tom Combo: "Inneres Lind" - Was von der wilden Zeit bleibt. In: deutschlandfunkkultur.de. Deutschlandradio, 4. Dezember 2019, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  13. ↑ Inneres Lind: Roman von Tom Combo - Gebundene Ausgabe. In: Medimops.de. momox SE Berlin, abgerufen am 19. Oktober 2026.
  14. ↑ Meisterschaften. In: Poesieschlacht. Abgerufen am 19. Oktober 2026.
  15. ↑ Christian Schmutz: 20 Jahre Schweizer Poetry Slam - «Damals war Zürich Slam-Provinz». SRF Schweizer Radio und Fernsehen, 14. Oktober 2018, abgerufen am 19. Oktober 2026.