tmux
| Tmux | |
|---|---|
tmux-Sitzung, mit zwei horizontalen und einer vertikalen „Fensterscheibe“ (pane). | |
| Basisdaten | |
| Entwickler | Nicholas Marriott |
| Erscheinungsjahr | 9. Juli 2007[1] |
| Aktuelle Version | 3.6b[2] (20. Mai 2026) |
| Betriebssystem | Linux und andere unixoide Systeme |
| Programmiersprache | C |
| Kategorie | Kommandozeile |
| Lizenz | ISC-Lizenz (freie Software) |
| deutschsprachig | nein |
| tmux.github.io | |
tmux ist ein Open-Source-Terminalmultiplexer für unixoide Betriebssysteme. Die Software erlaubt es, mehrere Terminal-Sitzungen gleichzeitig aus einem einzigen Terminalfenster heraus zu bedienen, also unterschiedliche Kommandozeilen-Programme parallel und voneinander unabhängig in einer einzigen Sitzung im Vordergrund laufen zu lassen.
Laufende tmux-Prozesse können vom aufrufenden Terminal getrennt werden („detach“) und laufen dann auf dem tmux-Server unabhängig vom Terminalfenster weiter, selbst wenn dieses geschlossen wird. Dadurch kann etwa ein längerer Prozess per SSH auf einem entfernten Rechner gestartet, detacht und anschließend die SSH-Sitzung wieder geschlossen werden. Detachte Prozesse können jederzeit wieder in den Vordergrund geholt werden („attach“).[3]
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]tmux setzt die meisten Funktionen von GNU Screen um. Es erlaubt dem Benutzer, Terminal-Sitzungen zu starten, deren Clients nicht an ein spezifisches physikalisches oder virtuelles Terminal gebunden sind. So können innerhalb einer einzigen Terminal-Sitzung mehrere Sitzungen gestartet und danach beliebig von einem virtuellen Terminal auf ein anderes verschoben werden, wobei jede Sitzung mehrere verbundene Clients besitzen kann.
Einige Funktionen von tmux:[4]
- Menüs für das interaktive Auswählen von laufenden Sitzungen, Fenstern oder Clients
- Ein Fenster kann mit einer beliebigen Anzahl von Sitzungen verknüpft werden[5]
- vi-ähnlicher oder Emacs-ähnlicher Befehlsmodus (mit Autovervollständigung) zur Verwaltung von tmux[6]
- Unterstützung für vertikale und horizontale Fensteraufteilung
tmux bietet keine integrierte Unterstützung für serielle Schnittstellen und Telnet.[7] Es verwendet außerdem andere Tastenkombinationen und ist daher kein Drop-In-Ersatz für Screen. Allerdings ist tmux vollständig konfigurierbar und kann daher auch mit zu Screen kompatiblen Keybindings umkonfiguriert werden.
Verfügbarkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]tmux ist Bestandteil des OpenBSD-Basissystems[8] und ist als Softwarepaket über die Paketverwaltung vieler unixoider Betriebssysteme installierbar.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ raw.githubusercontent.com. (abgerufen am 15. August 2015).
- ↑ tmux 3.6b. 20. Mai 2026 (abgerufen am 21. Mai 2026).
- ↑ Getting Started. Abgerufen am 12. Juni 2025 (englisch).
- ↑ Is tmux the GNU Screen killer? | TechRepublic. Archiviert vom am 4. Juli 2011; abgerufen am 12. Juni 2025 (englisch).
- ↑ Interview with Nicholas Marriott on tmux. Abgerufen am 12. Juni 2025.
- ↑ Tmux – the Terminal multiplexer | Linuxaria. Abgerufen am 12. Juni 2025.
- ↑ Is tmux the GNU Screen killer? | TechRepublic. Archiviert vom am 4. Juli 2011; abgerufen am 12. Juni 2025 (englisch).
- ↑ src/usr.bin/tmux. In: OpenBSD source repository.