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Thomas Frost

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Thomas T. Frost (* 7. März 1925 in Wien; † 10. April 2026) war ein US-amerikanischer Musikproduzent österreichischer Abstammung, der mit sieben Grammy Awards ausgezeichnet wurde, insbesondere für seine Alben mit Vladimir Horowitz. Daneben wurde er 21-mal für den Grammy nominiert.[1] Er war der Vater des Produzenten David Frost.

Thomas Frost war der Sohn eines jüdischen Rechtsanwalts und in seiner Jugend Mitglied der Wiener Sängerknaben. 1938, kurz nach dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland, emigrierte er mit seiner Familie in die USA. Er studierte Violine und Klavier an der University of Chattanooga und an der Yale School of Music in New Haven, Connecticut, wo er von Paul Hindemith noch Kompositionsunterricht erhielt.

Anschließend übersiedelte er nach New York, wo er von 1952 bis 1957 als Produzent für das Label Decca Records arbeitete. In dieser Zeit produzierte er unter anderem Alben von Andrés Segovia, Igor Markevitch, Alicia de Larrocha, Barbara Cook und Ruth Slenczynska.

1959 wechselte er zu Columbia Records und war dort von 1974 bis 1978 Leiter der Abteilung Artists and Repertoire. Zu den Künstlern, mit denen er bei Columbia zusammenarbeitete, gehörten Kathleen Battle, Montserrat Caballé, Pablo Casals, Plácido Domingo, Glenn Gould, Eugene Ormandy, Rudolf Serkin, Isaac Stern und George Szell. Außerdem nahm er Murray Perahia und Yo-Yo Ma exklusiv unter Vertrag und arbeitete später mit Hilary Hahn und Arcadi Volodos zusammen.

Danach war er als freier Produzent tätig und erarbeitete u. a. das Debüt-Album des Kronos Quartet, das 1986 bei Nonesuch Records erschien und dem Ensemble zum Durchbruch verhalf.[2] Daneben unterrichtete er an der Juilliard School.

1989 kehrte er als leitender Produzent (Senior Executive Producer) zu Columbia – jetzt Sony Classical – zurück und war dort bis 2001 tätig.[3]

Frosts Aufnahmen mit Horowitz wurden von Columbia, der Deutschen Grammophon und Sony veröffentlicht.

Frost war zweimal verheiratet. Er starb am 10. April 2026 im Alter von 101 Jahren.

Auszeichnungen (Auswahl)

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Einzelnachweise

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  1. Grammy Awards
  2. Kronos Quartet
  3. Discogs