The Chaos Engine
| The Chaos Engine | |
| Entwickler | Bitmap Brothers |
|---|---|
| Publisher | Renegade Software, Spectrum HoloByte |
| Veröffentlichung | 1993 |
| Plattform | Acorn Archimedes, Amiga, Atari ST, Amiga CD32, CDTV, Sega Mega Drive, Super Nintendo, MS-DOS, RISC OS |
| Genre | Run and Gun, Shoot ’em up |
| Spielmodus | Einzelspieler, Mehrspieler (2) |
| Steuerung | Joystick, Tastatur |
| Medium | Diskette |
| Sprache | Englisch |
The Chaos Engine ist ein von den Bitmap Brothers entwickeltes Computerspiel. Es erschien im Februar 1993 für Amiga, später auch für den Atari ST, den PC, das Sega Mega Drive und das Super Nintendo. In den USA trug das Spiel den Namen Soldiers of Fortune. 1996 veröffentlichte der Hersteller ein Nachfolgespiel, Chaos Engine 2, das ausschließlich für den Commodore Amiga erschien.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im viktorianischen England durchbricht ein Wissenschaftler, das Raum-Zeit-Gefüge. Die Menschheit befindet sich dadurch in einer von Bestien dominierten Dimension.[1]
Spielprinzip
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Es handelt sich bei dem Spiel um einen sogenannten Isoshooter. Die Spielwelt ist isometrisch aufgebaut, und der Spieler sieht sie aus einer Art Vogelperspektive. Der Spielinhalt besteht darin, sich mit zwei Söldnern durch eine Vielzahl an Levels zu kämpfen und am Ende die namensgebende Chaos Engine des verrückten Erfinders Baron Fortesque zu zerstören. Dabei können beide Spielfiguren von menschlichen Spielern übernommen werden; bei nur einem menschlichen Teilnehmer wird die zweite Figur vom Computer gesteuert. Neben der Action, die aus Kämpfen gegen zahllose Monster besteht, bietet The Chaos Engine etliche Rätselelemente. So muss in jedem Level der Ausgang erst durch Erfüllen bestimmter Aufgaben aktiviert werden; oft sind mehrere alternative Wege durch die Levels möglich. Außerdem kann der Spieler Power-ups sammeln.
Zensur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Deutschland wurde The Chaos Engine am 31. März 1995 auf die Liste der jugendgefährdenden Medien gesetzt. Das Zwölfergremium der Bundesprüfstelle meinte, das Spiel trage „faschistoide Züge“. Man müsse „menschenähnliche Wesen“, die „als eine Art Untermensch präsentiert“ werden, „liquidieren“.[2] Im März 2020 erfolgte nach 25 Jahren die automatische Listenstreichung.
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
| |||||||||||||||||||||||||||||
Die Zeitschrift Aktueller Software Markt bezeichnete es in Bezug auf „Design & Ausführung hervorragend und stimmig“. Den Genremix bewertete man negativ, da er hohe Ansprüche an den Spieler stelle.[3] Bei Amiga Joker wurden hingegen die gelegentlichen Rätseleinlagen als positive Abwechslung bewertet. Die dynamische Musik und die animierten Sprites seien beeindruckend.[4] Power Play bezeichnete es sogar als das beste Action-Spiel des Herstellers. Es böte eine „fast perfekte Präsentation“ und eine „geheimnisvoll-rätselhafte Atmosphäre“. Das Spielprinzip wurde mit Gauntlet verglichen.[7]
„Durchdachte Baller-Labyrinthe für Team-Söldner.“
PC Games gab sich von dem kooperativen Zweispielermodus begeistert.[5] Jörg Langer kritisierte bei PC Player, dass die Grafik für den PC nicht überarbeitet wurde. Für ihn mangele es an grafischer sowie spielerischer Abwechslung. Positiv sah er die Kombination von Taktik und Fingerfertigkeit, bemerkte jedoch auch einen hohen Schwierigkeitsgrad.[6] Bei Power Play wurde die Grafik hingegen als „stilistisch perfekt“ und sehr atmosphärisch beurteilt. Die Spiellogik sei durchdacht und böte knifflige Rätsel. Zudem reagiere die Steuerung sehr präzise.[8]
Retro Gamer bewertete das Spiel in einem Sonderheft retrospektiv. Es böte eine treibende Geräuschkulisse und grafische Schauwerte. Aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrades wurde jedoch aus moderner Sicht abgewertet.[9]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- The Chaos Engine bei MobyGames (englisch)
- The Chaos Engine in der Lemon Amiga Datenbank (englisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Max Magenauer: The Chaos Engine. In: PC Joker. September 1994, S. 72 (Textarchiv – Internet Archive).
- ↑ Tobias Hildesheim: Akte BPjM – The Chaos Engine. In: MANIAC.de. 21. August 2016, abgerufen am 29. August 2026.
- 1 2 Ulrich Mühl: The Chaos Engine – Verne-Issage. In: Aktueller Software Markt. März 1993, S. 20–21 (Textarchiv – Internet Archive).
- 1 2 Richard Löwenstein: The Chaos Engine. In: Amiga Joker. Februar 1993, S. 20 (Textarchiv – Internet Archive).
- 1 2 Harald Wagner: The Chaos Engine – Wozu ein Alibi? In: PC Games. Dezember 1994, S. 54 (Textarchiv – Internet Archive).
- 1 2 Jörg Langer: Chaos Engine. In: PC Player. November 1994, S. 98 (Textarchiv – Internet Archive).
- 1 2 Knut Gollert: Gauntlet für Gourmets – The Chaos Engine. In: Power Play. Februar 1993, S. 12–13 (Textarchiv – Internet Archive).
- 1 2 Knut Gollert: Was lange währt... – The Chaos Engine. In: Power Play. August 1994, S. 40 (Textarchiv – Internet Archive).
- 1 2 Hardy Hessdörfer: Zwei Knarren für ein Halleluja: Chaos Engine. In: Retro Gamer Sonderheft 90er Jahre. 2026, S. 12.
