Teynkirche
| Teynkirche | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Baujahr: | um 1380 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Baumeister: | Otto Scheuffler und Peter Schmelzer | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Architekt: | Bauhütte Peter Parler (später) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bauherr: | Kirchengemeinde Prag | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Dimensionen: | 27 × 21 × 30 m | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Turmhöhe: |
80 m | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Lage: | 50° 5′ 16,1″ N, 14° 25′ 21,6″ O | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Anschrift: | Altstädter Ring, Týnska ulice Prag, Tschechien | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zweck: | römisch-katholisch; Gottesdienst | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Webseite: | www.tyn.cz | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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- Koppeln: II/I
Gestühl, Taufbecken und weitere Ausstattung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zwei Sedilia (lateinisch singular „sedile“ Stuhl oder Sessel; hier: Sitznischen) am Abschluss der Seitenschiffe sind mit Bildnisköpfen aus der Zeit um 1400 versehen, die unter anderem König Wenzel IV. und dessen Frau Königin Johanna von Bayern zeigen.
Das Seitenschiff beherbergt das älteste aus dem Jahr 1414 stammende Prager Taufbecken aus Zinn. Es hat die Form einer umgedrehten Glocke, ruht auf drei Löwenfüßen, die in Halbfiguren enden. Der Beckenmantel ist mit einem umlaufenden Flachrelief versehen, das Maßwerk und Spitzbögen zeigt, in denen die Zwölf Apostel stehen. Den Deckel erhielt das Becken erst im Jahr 1849 durch den Kunstschmied Josef Goetzel, als Griff dient eine kleine Figur von Johannes dem Täufer aus der Werkstatt von Emanuel Max.
Das Kircheninnere beherbergt sehr viele Holzschnitzereien. Aus dem Jahr 1493 stammt der spätgotische Steinbaldachin aus der Bauhütte von Matěj Rejsek. Der Baldachin wölbte sich ursprünglich über dem Grab des hussitischen Weihbischofs Augustinus Lucián von Mirandola; gegenwärtig steht darunter jedoch der St.-Lukas-Altar aus dem 19. Jahrhundert mit einem Gemälde von Hellmich.
Beim Pfeiler des Presbyteriums befindet sich die Darstellung der Hl. Barbara, ebenfalls aus dem Atelier von Karel Škréta. An der Wand des rechten (nördlichen) Seitenschiffs steht auf dem Nebenaltar eine Statue der Madonna mit Jesuskind. Neben dem Sakristeieingang ist das Grabmal des Vaclav Berka von Duba erhalten.
Ein weiteres Gemälde von Škréta (1648) zeigt den hl. Adalbert und befindet sich am Pfeiler links (also südlich) vom Eingang. An weiteren Pfeilern sind Darstellungen des Hl. Josef, Mariä Verkündigung und der Familie Christi zu finden. Andere bedeutende Maler haben im Lauf der Jahrhunderte für die Marienkirche Heilige und Bibelszenen gestaltet. U. a. M. Strasser, Michael Wenzel Halbax, Ignaz Raab und Franz Xaver Karl Palko.
1846 wurde eine Statue der Slawen-Missionare Kyrill und Method aus Carrara-Marmor aufgestellt. Sie wurde von Emanuel Max von Wachstein geschaffen. 1864 kam ein neuer Altar am Ende des südlichen Seitenschiff hinzu, der die Schmerzensmutter auf einem Gemälde von Antonín Lhota (1812–1905) zeigt. Einzelne ehemalige Ausstattungsgegenstände (Gemälde, ein Flügelaltar aus dem Jahr 1500) befinden sich im Prager Stadtmuseum bzw. in der Nationalgalerie.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Emanuel Poche, Karel Neubert, Antonín Srch: Praha, Kunstdenkmäler (Übersetzt von Lotte Elsner und Karel Bittner), Pressfoto, Praha 1973, S. 72; Dausien Hanau 1972 und 1977, ISBN 3-7684-1288-1.
- Michael Flegl: Prag. Reiseführer Olympia. Olympia, Prag 1988, S. 96 f.
- Erhard Gorys: DuMont Kunst-Reiseführer Tschechische Republik. Kultur, Landschaft und Geschichte in Böhmen und Mähren. DuMont, Köln 1994, ISBN 3-7701-2844-3, S. 50–52.
- Knaurs Kulturführer Tschechische Republik und Slowakische Republik, München 1993, ISBN 3-426-26609-1, S. 210 und 212 f.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ von Friedrich Prinz (Hrsg.): Deutsche Geschichte im Osten Europas: Böhmen und Mähren. Siedler Verlag, 1993, S. 135.
- 1 2 3 4 Historie. In: tyn.cz. Pfarre Týn, 2018, abgerufen am 27. Oktober 2023 (tschechisch, Geschichte der Teynkirche auf der Gemeindehomepage).
- ↑ Kalich na průčelí Týnského chrámu (2018). In: tyn.cz. Pfarre Týn, 2018, abgerufen am 27. Oktober 2023 (tschechisch).
- ↑ Poche, Neuber: Praha.…
- ↑ Hanns-Paul Ties: Zur Bedeutung des Konzils von Trient für die Kunst seiner Zeit. Materialien und offene Fragen. In: Birgit Ulrike Münch, Andreas Tacke, Markwart Herzog, Sylvia Heudecker (Hrsg.): Von kurzer Dauer? Fallbeispiele zu temporären Kunstzentren der Vormoderne. Kunsthistorisches Forum Irsee, Nr. 3. Petersberg 2016, S. 103–125, hier 108 f.
- ↑ Website der Teyn-Kirchgemeinde mit Details zu den Orgeln (tschechisch); abgerufen am 26. September 2014.








