Tetradecan
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | Tetradecan | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen | ||||||||||||||||||||||
| Summenformel | C14H30 | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung | ||||||||||||||||||||||
| Externe Identifikatoren/Datenbanken | ||||||||||||||||||||||
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| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 198,39 g·mol−1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
flüssig[2] | |||||||||||||||||||||
| Dichte |
0,762 g·cm−3 (20 °C)[2] | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
252–254 °C[2] | |||||||||||||||||||||
| Dampfdruck | ||||||||||||||||||||||
| Löslichkeit | ||||||||||||||||||||||
| Brechungsindex |
1,429 (20 °C)[2] | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| Toxikologische Daten | ||||||||||||||||||||||
| Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa). Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C | ||||||||||||||||||||||
Tetradecan ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der höheren Alkane, genauer der Tetradecane. Es kommt in Erdöl und daraus gewonnenen Produkten sowie in einigen Pflanzen vor.
Vorkommen
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Tetradecan ist Bestandteil von Erdöl.[5] Natürlich kommt n-Tetradecan zu etwa 1,9 % beziehungsweise 2,7 % in den flüchtigen Verbindungen aus den Blättern und Samen von Crotalaria (Crotalaria ochroleuca) vor.[6] Es kommt auch in Walnussöl vor.[7] In geringen Mengen wurde es in mehreren Arten der Gattung Vanilla nachgewiesen, wobei der Anteil bei Vanilla madagascariensis etwa höher war als bei den anderen untersuchten Arten.[8]
Unter den organischen Verbindungen des Murchison-Meteoriten wurden Alkane der Kettenlänge 12 bis 26 gefunden, darunter auch Tetradecan als Minderkomponente.[9]
Eigenschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Tetradecan ist eine farblose, klare, wenig flüchtige, brennbare, schwer entzündbare Flüssigkeit, die nahezu unlöslich in Wasser ist.[2][3] Die Verbindung hat einen Flammpunkt von 110 °C.[3] Der Explosionsbereich liegt zwischen 0,5 Vol.‑% (40 g/m3) als untere Explosionsgrenze (UEG) und 6,5 Vol.‑% als obere Explosionsgrenze (OEG).[3] Die Zündtemperatur beträgt 200 °C.[3][10] Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T4.
Verwendung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Tetradecan ist Bestandteil von Kraftstoffen und Brennstoffen wie Petroleum, Kerosin und Diesel.[5] In der EU ist es unter der FL-Nummer 01.057 als Aromastoff für Lebensmittel zugelassen.[11]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Eintrag zu TETRADECANE in der CosIng-Datenbank der EU-Kommission, abgerufen am 11. Mai 2020.
- ↑ a b c d e f g h i j Datenblatt Tetradecan, olefine free, ≥99.0% (GC) bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 12. Dezember 2015 (PDF).
- ↑ a b c d e f g h Eintrag zu Tetradecan in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 2. Januar 2026. (JavaScript erforderlich)
- ↑ Eintrag zu Tetradecan bei TCI Europe, abgerufen am 12. Dezember 2015.
- ↑ a b Osei-Wusu Achaw, Eric Danso-Boateng: Chemical and Process Industries: With Examples of Industries in Ghana. Springer Nature, 2021, ISBN 978-3-03079139-1, S. 240 (google.de [abgerufen am 28. Dezember 2025]).
- ↑ H. J. Bestmann, M. Pietschmann, K. Steinmeier, O. Vostrowsky: Flüchtige Inhaltsstoffe von Crotalaria ochroleuca und deren Wirkung auf Schadinsekten / Volatile Constituents from Crotalaria ochroleuca and Their Effect on Pest Insects. In: Zeitschrift für Naturforschung C. 46, 1991, S. 579–584 (PDF, freier Volltext).
- ↑ Marcela L. Martínez, Miguel A. Mattea, Damián M. Maestri: Varietal and crop year effects on lipid composition of walnut ( Juglans regia ) genotypes. In: Journal of the American Oil Chemists' Society. Band 83, Nr. 9, September 2006, S. 791–796, doi:10.1007/s11746-006-5016-z.
- ↑ Béatrice Ramaroson-Raonizafinimanana, Émile M. Gaydou, Isabelle Bombarda: Hydrocarbons from Three Vanilla Bean Species: V. fragrans , V. madagascariensis , and V. tahitensis. In: Journal of Agricultural and Food Chemistry. Band 45, Nr. 7, 1. Juli 1997, S. 2542–2545, doi:10.1021/jf960927b.
- ↑ J.R. Cronin: Origin of organic compounds in carbonaceous chondrites. In: Advances in Space Research. Band 9, Nr. 2, Januar 1989, S. 59–64, doi:10.1016/0273-1177(89)90364-5.
- ↑ E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen - Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase, Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft GmbH, Bremerhaven 2003.
- ↑ Food and Feed Information Portal Database | FIP. Abgerufen am 29. Dezember 2025.