Teseo
| Werkdaten | |
|---|---|
| Originaltitel: | Teseo |
Titelseite des Librettos von | |
| Form: | Opera seria |
| Originalsprache: | Italienisch |
| Musik: | Georg Friedrich Händel |
| Libretto: | Nicola Francesco Haym |
| Literarische Vorlage: | Philippe Quinault: Thésée (1675) |
| Uraufführung: | 10. Januar 1713 |
| Ort der Uraufführung: | Queen’s Theatre, Haymarket, London |
| Spieldauer: | 2 ½ Stunden |
| Ort und Zeit der Handlung: | Theben, in antiker, mythischer Zeit |
| Personen | |
| |
Teseo (HWV 9) ist eine Oper (Dramma tragico) in fünf Akten von Georg Friedrich Händel.
Entstehung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Teseo ist nach Rinaldo und Il pastor fido Händels dritte Oper für London. Er begann mit der Komposition nur kurze Zeit nach der Fertigstellung von Il pastor fido, aber noch vor dessen Uraufführung. Am 19. Dezember 1712 stellte er die Partitur fertig, wie er in seinem Autograph notierte: „Fine del | Drama | G F H | à Londres | ce 19 de Decembr | 1712“. Die Uraufführung fand am 10. Januar 1713 im Queen’s Theatre statt.
Besetzung der Uraufführung:
- Teseo – Valeriano Pellegrini, genannt „Valeriano“ (Sopran-Kastrat)
- Agilea – Margherita de L’Épine, genannt „La Margherita“ (Sopran)
- Egeo – Valentino Urbani, genannt „Valentini“ (Alt-Kastrat)
- Medea – Elisabetta Pilotti-Schiavonetti (Sopran)
- Clizia – Maria Gallia-Saggione (Sopran)
- Arcane – Jane Barbier (Alt)
- Priester der Minerva – Richard Leveridge (Bass)
- Fedra – unbekannt
Libretto
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Oper stellt die erstmalige Zusammenarbeit mit dem Musiker und Dichter Nicola Francesco Haym dar. Dieser bediente sich für das Libretto einer französischen Vorlage, die Philippe Quinault 1675 für Jean-Baptiste Lully geschrieben hatte: Thésée. Die Übernahme der Struktur dieser Tragédie lyrique brachte es mit sich, dass Teseo Händels einzige Oper mit fünf Akten ist. Haym widmete das Textbuch dem Earl of Burlington. Da Händel eine sehr gute Beziehung zum Earl hatte und von 1713 an beinahe drei Jahre lang sein Gast war, liegt die Vermutung nahe, dass Teseo auch im Burlington House in Piccadilly entstanden ist.[1]

Während der Monate Januar und Februar 1713 bestimmte Teseo vorwiegend den Spielplan des Haymarket-Theaters, nicht zuletzt wegen der neuen Kostüme, Dekorationen und Maschinen, die eigens für diese Inszenierung angefertigt worden waren. Doch während die Oper vor ausverkauftem Haus gespielt wurde, kam es, wie die fälschlicherweise Francis Colman zugeschriebene Opernchronik am 15. Januar 1713 berichtet, hinter den Kulissen zu einer schweren Krise:[2]
“Mr O. Swiny ye Manager of ye Theatre was now setting out a new opera, Heroick. all ye Habits new & richer than ye former with 4 New Scenes, & other Decorations & Machines. ye Tragick Opera was called Theseus, ye musick composed by Mr Hendel. Maestro di Capella di S.A.E. D’Hannover. […] ye Opera being thus prepared Mr Swiny would have got a Subscription for Six times, but could not. – he then did give out Tickets at half a Guinea each, for Two Nights ye Boxes lay’d open to ye Pit. ye House was very full these two Nights […] after these Two nights Mr Swiny Brakes & runs away & leaves ye Singers unpaid ye Scenes & Habits also unpaid for. The Singers were in Some confusion but at last concluded to go on with ye opera’s on their own accounts. & devide ye Gain amongst them.”
„Mr. O. Swiney, der Theaterdirektor, plante nun eine neue Oper, heroisch, alle Kostüme neu und prunkvoller als die vorherigen, mit 4 neuen Bühnenbildern und anderen Dekorationen und Maschinen. Der Titel dieser tragischen Oper war Theseus. Die Musik hatte Händel komponiert. Maestro di Capella di S.A.E. D’Hannover. […] Nachdem die Oper so vorbereitet war, wollte Swiney Subskriptionen für sechs Abende verkaufen, was ihm aber nicht gelang. Dann verkaufte er seine Eintrittskarten zu je einer halben Guinee, zwei Abende lang standen die Logen bis zum Parterre allen Zuschauern offen, das Haus war an diesen beiden Abenden sehr gut besucht […] Nach diesen beiden Abenden machte sich Swiney davon und ließ die Sänger zurück, ohne auch nur die Bühnenbilder und Kostüme bezahlt zu haben. Die Sänger gerieten in einige Verwirrung, beschlossen jedoch zuletzt, die Opern selbständig weiterzuführen und den Gewinn unter sich zu verteilen.“
Nach Swineys Flucht mit den Einnahmen zweier Vorstellungen nach Italien wurde Johann Jacob Heidegger kaufmännischer Direktor des Queen’s Theatre, was ihm sehr behilflich dabei war, seinen Stand als Impresario in London zu etablieren: er sollte danach dreißig Jahre lang ein führender Opernunternehmer an der Themse bleiben, zwischen 1719 und 1728 als Händels Geschäftspartner in der Funktion des Direktors der Royal Academy of Music.[4]
Nach 13 Vorstellungen war dann die letzte Aufführung zu Händels Lebzeiten am 16. Mai 1713 eine Benefizvorstellung für den Komponisten, der sich dafür mit einem Solo auf dem Cembalo bedankte.[1]
Ihre Wiedergeburt erlebte die Oper am 29. Juni 1947 bei den Göttinger Händel-Festspielen. Es spielte das Städtische Orchester Göttingen unter Leitung von Fritz Lehmann. Eine deutsche Textfassung hatte Emilie Dahnk-Baroffio erstellt. Die erste Aufführung des Stückes in historischer Aufführungspraxis sah man in Boston (USA) am 30. Mai 1985 mit dem Boston Early Music Festival Orchestra unter der Leitung von Nicholas McGegan.
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Historischer und literarischer Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der mythologische Inhalt der Oper folgt den Traditionen der Tragédie lyrique. Anders als in den italienischen Opern der Zeit, die heroische und historische Stoffe bevorzugten, blieben diese Sujets in der französischen Oper noch bis zur Revolution vorherrschend. Quinault entnahm die Geschichte der Biografie des Theseus aus Plutarchs Bíoi parálleloi (Parallele Lebensbeschreibungen) sowie der Schilderung der Begebenheit im 7. Buch von Ovids Metamorphosen. Plutarch selbst bezieht sich auf eine Überlieferung, nach der Theseus sich in Naxos von Ariadne trennte, weil sie zum einen Dionysos im Olymp versprochen worden war, zum anderen, weil Theseus sich in Aigle, die Tochter des Panopeus, verliebt hatte.[5]
Erster Akt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Tempel der Minerva. Der Vorhang öffnet sich zu den Klängen einer kriegerischen Sinfonie, dazwischen ist das Klirren der Waffen der kämpfenden Menschen zu hören. Agilea, die unter dem Vormund Egeos steht, tritt mit einem Gefolge von Jungfrauen auf. Sie ist in Teseo verliebt, der gegen die Feinde Athens in die Schlacht zieht. Sie erzählt ihrer Vertrauten Clizia, dass sie um seine Sicherheit sehr besorgt ist. Clizia ihrerseits ist mit Arcane ein Liebespaar. Als Clizia ihn aber bittet, sich über Teseos Befinden zu informieren, wird er eifersüchtig.
Die Athener haben die Schlacht gewonnen. König Egeo erklärt, dass seine angekündigte Hochzeit mit der Zauberin Medea, nun, da er so mächtig, nicht mehr standesgemäß sei. Er wolle die Prinzessin Agilea zur Frau nehmen und zur Königin machen. Diese ist darüber aber zu Tode betrübt, da sie den Mann heiraten will, den sie liebt: Teseo.
Die Athener haben die Schlacht gewonnen. König Egeo erklärt, dass seine angekündigte Hochzeit mit der Zauberin Medea, nun, da er so mächtig, nicht mehr standesgemäß sei. Er wolle die Prinzessin Agilea zur Frau nehmen und zur Königin machen. Diese ist darüber aber zu Tode betrübt, da sie den Mann heiraten will, den sie liebt: Teseo.
Zweiter Akt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Königlicher Palast. Medea ist wütend ob der Demütigung, die sie durch Egeo erfahren hat. Als dieser auftritt, schlägt er ihr vor, sie mit dem Helden Teseo zu vermählen. Dieser Vorschlag gefällt ihr recht gut, da sie bereits in Teseo verliebt ist.
Arcane, der immer noch eifersüchtig ist, warnt König Egeo, Teseo nicht zu vertrauen. Diesem könnte der Ruhm zu Kopf gestiegen sein und er könnte beabsichtigen, Egeo vom Thron zu stürzen, um selbst König von Athen zu werden.
Platz in Athen. Teseo, der ruhmreiche Held, zieht im Triumphzug in Athen ein. Ein Chor der Athener singt und tanzt fröhlich. Als das Volk sich zurückzieht, will Teseo in den Palast gehen, doch Medea hält ihn zurück und versucht, bei ihm Misstrauen zu säen. Sie behauptet, dass Egeo ihn des Verrats verdächtige und nur sie könne den König besänftigen. Teseo sagt ihr, dass er ihr vertraue und begibt sich in ihre Hände. Medea, voller Hass, schwört nun Rache für die Beleidigungen, die sie erfahren musste.
Dritter Akt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Agileas Gemächer. Arcane nimmt sich vor, die Eifersucht in seinem Herzen zu verbannen und will um Clizias Hand anhalten. Diese kündigt ihrer Herrin Teseos baldige Ankunft an. Als er eintrifft, besingt er sein Glück, mit seiner Geliebten wiedervereint zu sein. Nun folgt auch Arcane, der Nachricht von Egeo überbringt: Da Agilea nicht ihn, sondern Teseo liebt, wolle er sie nicht zur Heirat mit ihm zwingen. Er gibt nun seine Zustimmung zur Hochzeit von Agilea und Teseo. Die Liebenden sind überglücklich über diese Nachricht. Doch Medea, erneut beleidigt und zurückgewiesen, stürmt herein, zischt Zaubersprüche, worauf die Szene sich in eine Wüste mit schrecklichen Ungeheuern verwandelt, welche Agilea entführen.
Vierter Akt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Egeo erfährt von Arcane, wie die Entführung Agileas verlief. Dafür schwört der König Rache an der Zauberin.
Medeas Zauberreich. Medea redet auf die gefangene Agilea ein, dass sie den König anstelle von Teseo heiraten müsse, anderenfalls würde Teseo den Tod finden. Agilea aber würde lieber sterben, als ihre Liebe aufzugeben. Um Agilea zu überzeugen, zeigt Medea ihr eine Vision des schlafenden Teseo, der von Furien bedroht wird, die ihn töten wollen. Daraufhin willigt Agilea ein, auf ihn zu verzichten und stattdessen Egeo zu heiraten. Jetzt verwandelt Medea die Szene in eine paradiesische Insel, auf der Teseo Agileas Stimme hört, die ihm sagt, dass sie ihn nicht mehr liebe. Aber ihre Tränen widersprechen ihren Worten. Agileas Trauer rührt Medea. Sie will nicht länger versuchen, die beiden Liebenden zu trennen. Teseo und Agilea singen von ihrem gemeinsamen Glück.
Fünfter Akt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Medeas Mitgefühl für Teseo und Agilea hielt nicht lange an: erneut von Eifersucht gequält, hat sie den König davon überzeugt, dass Teseo eine Bedrohung für ihn darstelle, und gibt ihm Gift, welches er in Teseos Getränk mischen soll.
Teseo und Agilea kommen mit ihrer Hochzeitsgesellschaft herein. Egeo bringt einen Toast auf die neu gefundene Eintracht aus und reicht Teseo den vergifteten Becher. Teseo nimmt sein Schwert, um dem König seine Treue zu schwören, und will gerade den Becher ansetzen, als Egeo das Schwert als dasjenige erkennt, welches er vor Jahren seinem kleinen Sohn mitgeschickt hatte, damit er ihn wiedererkennen würde, wenn er erwachsen wäre. Der König schlägt Teseo den Becher aus der Hand und umarmt ihn als seinen Sohn. Nicht nur Teseo und Agilea werden nun in ehelichem Glück leben, auch Arcane und Clizia können heiraten. Die wütende Medea erscheint auf einem fliegenden Wagen, der von feuerspeienden Drachen gezogen wird. Sie schwört Rache und befiehlt den Drachen, den Palast in Brand zu setzen, doch die Göttin Minerva steigt mit Blitz und Donner vom Himmel herab, verbannt Medea und segnet den König, die beiden Liebespaare und Athen. Alle singen nun von ihrer neu gefundenen Harmonie.[6]

Musik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Musik zu Teseo ist als Autograph nur stark fragmentarisch erhalten. Zum Glück gibt es aber in der Barrett-Lennard-Collection eine von Händel für die Aufführungen benutzte Abschrift.
Die Oper beginnt mit einer Ouvertüre in französischem Stil. Es folgen dann 40 Musiknummern, von denen 29 Arien, vier Duette, zwei Chöre und fünf Accompagnato-Rezitative sind. Charles Burney berichtet über die Kraft von Händels Accompagnato-Rezitativ,
“[…] in which the wild and savage fury of the enraged sorceress, Medea, and her incantations, are admirably painted by the instruments.”
„[…] in welchem die wilde, ungebändigte Wut der rasenden Zauberin, Medea, und ihre Beschwörungen durch die Instrumente erstaunlich deutlich dargestellt werden.“
In der Person der von Leidenschaft ergriffenen Zauberin Medea zeigt Händel erstmals seine Meisterschaft im Zeichnen von Charakterfiguren. Charles Burney ist über die Oper voll des Lobes, bemerkt nur, dass sie noch besser hätte werden können, wenn Händel bessere Sänger zur Verfügung gehabt hätte. Er wundert sich, dass die Oper nicht gedruckt wurde, weil sie doch so viele schöne Arien, Einfälle, gar Geniestreiche enthält.[4]
Struktur der Oper
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Erster Akt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Scena I | Recitativo. Agilea Sia qual’ vuole il mio fato |
| Scena II | Recitativo. Agilea, Clizia Clizia, son gli Ateniesi |
| 1. Aria. Agilea (Ob, Str, BC) È pur bello, in nobil core | |
| Scena III | Recitativo. Agilea, Arcane Ora svelaci Arcane |
| 2. Aria. Agilea (2 Ob, Str, BC) Deh serbate, o giusti Dei, quella vita per cui vivo | |
| Scena IV | Recitativo. Clizia, Arcane Parte Agilea per venerar la Dea |
| 3. Aria. Clizia (2 Vl, BC) Ti credo, sì, ben mio | |
| Recitativo. Arcane, Clizia Comanda dunque, o bella | |
| 4. Aria. Arcane (Vc, BC) Ah! cruda gelosia | |
| Recitativo. Clizia, Arcane Dunque all’affetto mio | |
| 5. Duetto. Clizia, Arcane (Str, BC) Addio, mio caro bene | |
| Scena V | 6. Aria. Egeo (2 Vl, BC) Serenatevi, oh luci belle |
| Recitativo. Egeo, Agilea Or ch'affermato ho il soglio | |
| 7. Aria. Egeo (2 Vl, BC) Ricordati, o bella | |
| Scena VI | Recitativo. Agilea Ah, che sol per Teseo arde quest’alma |
| 8. Aria. Agilea (2 Ob, Str, BC) M’adora l’idol mio |
Zweiter Akt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Scena I | 9. Arioso e Recitativo. Medea (Ob, Str, BC) Dolce riposo, ed innocente pace |
| Recitativo. Medea L’infelice Medea | |
| 10. Aria. Medea (2 Vl, BC) Quell’amor ch’è nato à forza | |
| Scena II | Recitativo. Egeo, Medea Delle armi nostre |
| 11. Duetto Medea, Egeo (2 Ob, Str, BC) Sì, ti lascio, altro amore io chiudo | |
| Scena III | Recitativo. Arcane, Egeo Sire, tutto è periglio |
| Scena IV | 12. Coro. (2 Trp, 2 Ob, Str, BC) Ogn’uno acclami il nostro Alcide |
| Recitativo. Teseo Amici, a bastanza mostraste il vostro affetto | |
| Scena V | Recitativo. Medea, Teseo Teseo, dove te n’vai? |
| 13. Aria. Teseo (BC) Quanto ch’a me sian care le luci del mio bene | |
| Recitativo. Medea, Teseo Ai vostri amori, temo qualche fatal incontro | |
| 14. Aria. Teseo (2 Vl, BC) Non so più che bramar | |
| Scena VI | 15. Recitativo accompagnato. Medea (Str, BC) Ira, sdegni, e furore |
| 16. Aria. Medea (Str, BC) O stringerò nel sen |
Dritter Akt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Scena I | 17. Aria. Arcane (2 BlFl, Str, BC) Le lucidel mio bene |
| Recitativo. Arcane, Clizia Opportuna qui giunge | |
| 18. Aria. Clizia (Vc, BC) Risplendete, amiche stelle | |
| Recitativo. Arcane, Clizia Perdona omai, perdona | |
| 19. Aria. Arcane (BlFl, 2 Vl, BC) Più non cerca libertà | |
| Scena II | Recitativo. Clizia, Agilea Quivi sarà fra poco Teseo |
| 20. Aria. Agilea (2 Fg, Str, BC) Vieni, torna, idolo mio | |
| Recitativo. Clizia Teseo qui giunge | |
| Scena III | Recitativo. Teseo, Agilea Pur ti riveggio al fine |
| 21. Aria. Teseo (2 Ob, 2 Vl, BC) S’armi il fato, s’armi amore | |
| Scena IV | Recitativo. Arcane, Agilea, Clizia Egeo di qui venir m’impose |
| Scena V | Recitativo. Medea, Agilea Tu ben sai, principessa, quant’è grave il mio sdegno |
| Scena VI | 22. Recitativo accompagnato. Agilea, Clizia, Arcane (Str, BC) Numi, chi ci soccorre? |
| Recitativo. Clizia, Arcane, Medea Deh, dammi aita, Arcane | |
| 23. Recitativo accompagnato. Medea (Str, BC) Ombre, sortite dall’eterna notte | |
| Recitativo. Agilea O ciel, che mai sara? | |
| 24. Aria. Medea (2 Ob, Str, BC) Sibilando, ululando, fulminate, la rival |
Vierter Akt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Scena I | Recitativo. Arcane, Egeo Sire, come imponesti |
| 25. Aria. Egeo (2 Vl, BC) Voglio stragi, e voglio morte | |
| Scena II | Recitativo. Arcane Amor per Agilea |
| 26. Aria. Arcane (2 Ob, Str, BC) Benchè tuoni e l’etra avvampi | |
| Scena III | Recitativo. Agilea, Medea Cruda, ed ancor non vuoi |
| Scena IV | Recitativo. Agilea Che mai veggio, oh Dio! |
| 27. Aria. Agilea (2 Fl, Str, BC) Deh! v’aprite, o luci belle | |
| Recitativo. Medea E ancor su’ gli occhi miei | |
| 28. Aria. Medea (2 Ob, Str, BC) Dal cupo baratro venite, oh furie | |
| Scena V | Recitativo. Agilea, Medea S’arma contro di me tutto l’inferno? |
| Scena VI | 29. Aria. Teseo (Ob, Str, BC) Chi ritorna alla mia mente la perduta rimembranza |
| Recitativo. Medea, Teseo Mira qual cura prendo | |
| Scena VII | Recitativo. Teseo, Agilea Agilea più non m’ama! |
| 30. Aria. Teseo (2 Vl, BC) Qual tigre o qual megera | |
| Recitativo. Teseo, Agilea Tu piangi, e a me l’ascondi? | |
| 31. Aria. Agilea (BC) Amarti sì vorrei | |
| Scena VIII | Recitativo. Medea, Agilea, Teseo Non vi lagnate più |
| Scena IX | Recitativo. Teseo, Agilea Chi di mi più beato? |
| 32. Duetto. Teseo, Agilea (Str, BC) Cara / caro, ti dono in pegno il cor |
Fünfter Akt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Scena I | Recitativo. Medea Dunque per vendicarmi |
| 33. Aria. Medea (Ob, Str, BC) Morirò, ma venticata | |
| Scena II | Recitativo. Medea Scopri i, ma non veduta l’ascosa fiamma |
| Scena III | Recitativo. Medea, Egeo Questo vaso, che miri |
| 34. Aria. Egeo (2 Ob, Str, BC) Non è da re quel cor | |
| Recitativo. Medea, Egeo Ma de’ popoli l'odio avrà quel figlio | |
| Scena IV | 35. Aria. Teseo (2 Vl, BC) Tengo in pugno l’idol mio |
| Recitativo. Teseo, Egeo Sire, a piedi tuoi Teseo s’inchina | |
| 36. Recitativo accompagnato. Teseo (Str, BC) Giuro per questo acciaro | |
| Scena V | Recitativo. Egeo Che miro, o Ciel! |
| Recitativo. Arcane, Egeo, Agilea, Teseo Ah! perfida Medea! | |
| 37. Aria. Agilea (Ob, Str, BC) Sì, sì, t’amo, oh caro | |
| Recitativo. Arcane, Egeo, Agilea, Clizia Signore, in questo giorno | |
| 38. Duetto. Clizia, Arcane (2 Ob, Str, BC) Unito a un puro affetto | |
| Scena VI | Recitativo. Medea Essenti dal mio sdegno ancor non siete |
| Scena VII | Recitativo. Agilea, Clizia, Egeo, Teseo, Arcane Soccorreteci o Numi! |
| 39. Recitativo accompagnato. Minerva (2 Ob, Str, BC) Il ciel già si compiace | |
| 40. Coro. (2 Trp, 2 Ob, Str, BC) Goda ogn’ alma in sì bel giorno |
Arien- und Duettverteilung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Rolle | Erster Akt | Zweiter Akt | Dritter Akt | Vierter Akt | Fünfter Akt | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Teseo | 0 | 1 | 1 | 3 | 1 | 5 Arien, 1 Duett |
| Agilea | 3 | 0 | 1 | 3 | 0 | 6 Arien, 1 Duett |
| Egeo | 2 | 1 | 0 | 1 | 1 | 4 Arien, 1 Duett |
| Medea | 0 | 4 | 1 | 1 | 1 | 6 Arien, 1 Duett |
| Clizia | 2 | 0 | 1 | 0 | 1 | 2 Arien, 2 Duette |
| Arcane | 2 | 0 | 1 | 1 | 1 | 4 Arien, 2 Duette |
Orchester
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zwei Blockflöten, zwei Traversflöten, zwei Oboen, zwei Fagotte, zwei Trompeten, Streicher, Basso continuo (Violoncello, Laute, Cembalo).
Diskografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Erato 2292 45806-2 (1992): Eirian James (Teseo), Julia Gooding (Agilea), Derek Lee Ragin (Egeo), Della Jones (Medea), Catherine Napoli (Clizia), Jeffrey Gall (Arcane); François Basola (Minister)
Les Musiciens du Louvre; Dir. Marc Minkowski (149 min) - Arthaus 100708 (DVD) (2004): Jacek Laszczkowski (Teseo), Sharon Rostorf-Zamir (Agilea), Johnny Maldonado (Egeo), Maria Riccarda Wesseling (Medea), Miriam Meyer (Clizia), Thomas Diestler (Arcane); Mathias Ott (Minister)
Chor der Martin-Luther-Universität Halle; Lautten Compagney Berlin; Dir. Wolfgang Katschner (170 min) - Carus 83.437 (2009): Franco Fagioli (Teseo), Jutta Böhnert (Agilea), Kai Wessel (Egeo), Helene Schneiderman (Medea), Olga Polyakova (Clizia), Matthias Rexroth (Arcane)
Staatsorchester Stuttgart; Dir. Konrad Junghänel (159 min)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Winton Dean, John Merrill Knapp: Handel’s Operas 1704–1726. The Boydell Press, Woodbridge 2009, ISBN 978-1-84383-525-7 (englisch).
- Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-7618-1991-3.
- Bernd Baselt: Thematisch-systematisches Verzeichnis. Bühnenwerke. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 1. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1978, ISBN 3-7618-0610-8 (unveränderter Nachdruck: Kassel 2008, ISBN 978-3-7618-0610-4).
- Christopher Hogwood: Georg Friedrich Händel. Eine Biographie (= Insel-Taschenbuch. Band 2655). Aus dem Englischen von Bettina Obrecht. Insel Verlag, Frankfurt am Main u. a. 2000, ISBN 3-458-34355-5.
- Arnold Jacobshagen (Hrsg.), Panja Mücke: Das Händel-Handbuch in 6 Bänden. Händels Opern. Band 2. Laaber-Verlag, Laaber 2009, ISBN 978-3-89007-686-7.
- Paul Henry Lang: Georg Friedrich Händel. Sein Leben, sein Stil und seine Stellung im englischen Geistes- und Kulturleben. Bärenreiter-Verlag, Basel 1979, ISBN 3-7618-0567-5.
- Albert Scheibler: Sämtliche 53 Bühnenwerke des Georg Friedrich Händel. Opern-Führer. Edition Köln, Lohmar/Rheinland 1995, ISBN 3-928010-05-0.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Partitur von Teseo (Händel-Werkausgabe, hrsg. v. Friedrich Chrysander, Leipzig 1874)
- Teseo: Noten und Audiodateien im International Music Score Library Project
- Libretto (PDF; 518 kB) von Teseo
- Weitere Angaben zu Teseo
- Handlung und Hintergrund von Teseo (englisch)
- „Opera Register“
- Inhalt/Handlung: Teseo – Oper von Georg Friedrich Händel im Kulturmagazin 8ung.info
- detaillierte Angaben zu Teseo (französisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ a b Bernd Baselt: Thematisch-systematisches Verzeichnis. Bühnenwerke. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 1. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1978, ISBN 3-7618-0610-8, S. 138.
- ↑ Albert Scheibler: Sämtliche 53 Bühnenwerke des Georg Friedrich Händel. Opern-Führer. Edition Köln, Lohmar/Rheinland 1995, ISBN 3-928010-05-0, S. 670.
- ↑ Editionsleitung der Hallischen Händel-Ausgabe: Dokumente zu Leben und Schaffen. In: Walter Eisen (Hrsg.): Händel-Handbuch. Band 4. Deutscher Verlag für Musik, Leipzig 1985, ISBN 3-7618-0717-1, S. 59.
- ↑ a b c Christopher Hogwood: Georg Friedrich Händel. Eine Biographie (= Insel-Taschenbuch. Band 2655). Aus dem Englischen von Bettina Obrecht. Insel Verlag, Frankfurt am Main u. a. 2000, ISBN 3-458-34355-5, S. 110 f.
- ↑ Silke Leopold: Händel. Die Opern. Bärenreiter-Verlag, Kassel 2009, ISBN 978-3-7618-1991-3, S. 296.
- ↑ Teseo (HWV9), Synopsis, Handel Hendrix House, abgerufen am 21. September 2025.
- ↑ Charles Burney: A General History of Music: from the Earliest Ages to the Present Period. Vol. 4. London 1789; originalgetreuer Nachdruck: Cambridge University Press 2010, ISBN 978-1-108-01642-1, S. 242.
