Selten kann es zu Somnolenzen (eine Form der Benommenheit), Hyperkaliämie (Kaliumüberschuss), Verstopfung und einem Kreatinin-Anstieg kommen. Kontraindiziert ist die Gabe bei Patienten mit schweren Leberinsuffizienzen und im zweiten und letzten Schwangerschaftsdrittel. Vorsichtsmaßnahmen und Warnhinweise bestehen unter anderem für das erste Schwangerschaftsdrittel und für Patientinnen mit Kinderwunsch, die Anwendung bei gleichzeitigem Stillen, sowie bei eingeschränkter Nierenfunktion und leichten und mäßigen Leberfunktionsstörungen.[4]
Die Bioverfügbarkeit von Telmisartan liegt bei etwa 40% und die Plasmahalbwertszeit bei 24 Stunden.[5] Telmisartan wird fast vollständig (zu über 99,5%) an Plasmaproteine gebunden. Die Ausscheidung erfolgt fast ausschließlich über den Stuhl (Faeces).[4]
Telmisartan ist ein Derivat der Biphenyl-2-carbonsäure und enthält zwei Benzimidazol-Gruppen. Die vielstufige Synthese von Telmisartan –ausgehend von 4-Amino-3-methyl-benzoesäuremethylester– ist in der Literatur beschrieben:[7]
↑K. Takács-Novák, M. Urac, P. Horváth, G. Völgyi, B.D. Anderson, A. Avdeef: Equilibrium solubility measurement of compounds with low dissolution rate by Higuchi's Facilitated Dissolution Method. A validation study. In: Eur. J. Pharm. Sci., 2017, 106, S. 133–144; doi:10.1016/j.ejps.2017.05.064.
↑Axel Kleemann, Jürgen Engel, Bernd Kutscher, Dieter Reichert: Pharmaceutical Substances. 4. Auflage. 2 Bände. Thieme, Stuttgart 2000, ISBN 3-13-558404-6, S. 1978–1979; seit 2003 online mit halbjährlichen Ergänzungen und Aktualisierungen.
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