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Tanja

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Tanja ist ein weiblicher Vorname.

Tanja ist eine russische Koseform von Tatjana.[1] Als Verniedlichung sind im russischen Sprachraum auch Tanjusch(k)a oder Tanjetschka gebräuchlich.

Im deutschen Sprachraum ist Tanja ein Vorname, der vor allem in den 1970er Jahren vergeben wurde, er war in Westdeutschland von 1969 bis 1977 durchgehend einer der zehn beliebtesten Vornamen.[2][3] Noch 1960 war dieser Vorname in Deutschland fast unbekannt, seit Mitte der 1980er Jahre hat die Beliebtheit wieder stark nachgelassen. In der DDR wurde der Vorname Tanja nur sehr selten vergeben.[4] In Österreich gehörte der Name von 1984 bis 2005 zu den Top 100 und bis 1997 sogar zu den Top 30. In den letzten Jahren wird er nicht mehr häufig vergeben.[5] Von 1984 bis 2023 wurden rund 8.900 Mädchen so genannt. Der Name wird in der Schweiz seit den 1950er Jahren jährlich bei der Namenswahl berücksichtigt. Von 1969 bis 2003 lag er stets in den Top 100 und von 1973 bis 1993 in den Top 30. Von 1930 bis 2023 wurde der Name circa 10.400 Mal gewählt.[6]

Der Name lag in Slowenien von der Jahrtausendwende bis 2007 zeitweise in den Top 100.[7] In Dänemark war der Name besonders zwischen 1960 und 1990 beliebt. Der Name gehörte in Norwegen am Anfang der 1970er Jahre zu den populären Mädchennamen. In Schweden wurde er besonders häufig zwischen 1970 und 1990 vergeben.[8] In den Niederlanden kommt der Name seit 1930 fast jedes Jahr in den Hitlisten vor. Von 1971 bis 1975 lag der Name in den Top 100. In Frankreich wurde der Name von Ende der 1960er bis Anfang der 1980er Jahre jedes Jahr vergeben, aber in einem geringen Umfang. Die Vergabe ist auch in Belgien, Liechtenstein, England, Schottland, Irland und Kanada nachgewiesen.[6] In den USA gehörte der Name Ende der 1960er und Anfang der 1970er Jahre zu den Top 1000.[9]

12. Januar

Namensträgerinnen

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Wiktionary: Tanja – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden. Lexikon der Vornamen. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04946-2, S. 351.
  2. Tanja. In: Beliebte-Vornamen. Knud Bielefeld, abgerufen am 23. September 2025.
  3. Beliebteste Vornamen der 1970er Jahre. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 23. September 2025.
  4. Genevolu; Programm mit dem die regionale Häufigkeit von Vornamen ermittelt werden kann. (Memento des Originals vom 17. Februar 2009 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gen-evolu.de
  5. Vornamen der Geborenen. In: STATISTIK AUSTRIA. Bundesanstalt Statistik Österreich, abgerufen am 23. September 2025.
  6. a b Tanja. In: Baby-Vornamen. Baby Vornamen, abgerufen am 23. September 2025.
  7. Popularity in Slovenia. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 23. September 2025 (englisch).
  8. Tanja. In: Nordicnames. Judith Ahrholdt, abgerufen am 23. September 2025 (englisch).
  9. Popularity in the United States. In: Behind the Name. Mike Campbell, abgerufen am 23. September 2025 (englisch).