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Talmi

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Talmi (von französisch Tallois-demi-or) ist ein Falschgold, das von Tallois, einem Pariser Fabrikanten, zuerst hergestellt wurde. Es war eine Kupfer-Zink-Legierung, die mit Blattgold überzogen wurde. Das Material wurde für Schmuck verwendet. Talmigold wird auch häufig mit abessinischem Gold gleichgesetzt. Der Begriff „Talmi“ wird (veraltet) umgangssprachlich auch für die Bezeichnung von Modeschmuck verwendet.

Im übertragenen Sinn bezeichnet Talmi heute etwas Unechtes, nicht Authentisches, zum Beispiel „Talmi-Philosemitismus“ oder „talmihaft“. Hermann Muthesius verwendete beispielsweise den Begriff „Talmi-Aristokratenkunst“. In der Dialektik der Aufklärung von Max Horkheimer und Theodor W. Adorno findet sich der Ausdruck „Talmi-Mythos der Faschisten“;[1] und Max Scheler spricht in seiner Schrift Über Scham und Schamgefühl von „Talmikultur“.[2] Theodor Lessing spricht in seiner Autobiografie von der „zerklüfteten Talmikultur“ seines Elternhauses.[3]

Wiktionary: Talmi – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

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  1. ↑ Horkheimer, Adorno: Dialektik der Aufklärung. S. 19.
  2. ↑ Max Scheler: Gesammelte Werke. Band 10. S. 131.
  3. ↑ Theodor Lessing: Einmal und nie wieder. [beendet 1928, erschienen 1935]. Ausgabe von 2022, S. 310.