Diskussion:Hamas
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Unterstützung aus der Bevölkerung
[Quelltext bearbeiten]Wie sieht die aus und wie viele unterstützen die Hamas? Diese Infos wären noch wichtig zu ergänzen, falls ich diese nicht übersehen habe. --„It's a man's man's man's Wiki.“ Zartesbitter (Diskussion) 09:42, 5. Jun. 2024 (CEST)
- „Die in dieser Untersuchung analysierten PEW-Daten stammen aus den folgenden Ländern, die zusammen nicht weniger als 42 % der gesamten muslimischen Bevölkerung unseres Globus ausmachen: Ägypten, Indonesien, Jordanien, Libanon, Malaysia, Nigeria, Pakistan, die palästinensisch besetzten Gebiete, Senegal, Tunesien und die Türkei. Es gibt also zumindest standardmäßige und ziemlich zuverlässige PEW-Daten über eine Reihe von muslimischen Gemeinschaften rund um den Globus, die nicht weniger als 42 % der muslimischen Weltbevölkerung ausmachen, und über ihre Solidarität mit terroristischen Gruppen wie der Hamas, der Hisbollah, den Taliban, Al-Qaida und der Rechtfertigung von Selbstmordattentaten, selbst wenn dies den Tod unschuldiger Zivilisten bedeutet.
- Daten des Pew Research Global Attitudes Project Spring 2013: In Ägypten, Malaysia und Tunesien unterstützen mehr als 10 % der erwachsenen Bevölkerung Selbstmordattentate und die folgenden vier terroristischen Organisationen: Hamas, Hisbollah, Al-Qaida und die Taliban.
- In Indonesien und Jordanien gibt es 10 % oder mehr Anhänger der Hamas, der Hisbollah und von Al-Qaida, und 10 % oder mehr der Wohnbevölkerung unterstützen entweder Selbstmordattentate im Allgemeinen oder die Taliban im Besonderen.
- Im Senegal und im Libanon unterstützen 10 % oder mehr der Wohnbevölkerung die Hamas und Selbstmordattentate, und darüber hinaus sind sie entweder für die Taliban oder die Hisbollah.
- Mehr als 10 % der Wohnbevölkerung in Pakistan und Nigeria unterstützen die Hamas und die Hisbollah. Besonders besorgniserregend ist auch die Radikalisierung von Teilen der arabischen Bevölkerung Israels, die zu mehr als 10 % Hamas und Hisbollah unterstützen. Im NATO-Mitgliedsland Türkei gibt es mehr als 10 % der Wohnbevölkerung, die Selbstmordattentate und die Taliban unterstützen.“[1] --„It's a man's man's man's Wiki.“ Zartesbitter (Diskussion) 09:52, 5. Jun. 2024 (CEST)
Chamas im Hebräischen
[Quelltext bearbeiten]Während Hamas im Arabischen laut unserem Artikel "Begeisterung, Eifer, Kampfgeist" bedeutet, ist die Bedeutung von Chamas im Hebräischen "Gewalttat". Ich finde, das wäre eine wertvolle Ergänzung des Artikels. Quelle ist die Dabhar-Übersetzung von Fritz Henning Baader. Screenshot hier. --Schwäbin 17:16, 22. Mai 2025 (CEST)
- Ein direkter Bezug zum Artikelthema wurde nicht belegt. Was das Wort in anderen Sprachen bedeutet, ist offtopic. EinBeitrag (Diskussion) 12:27, 10. Jun. 2025 (CEST)
- Wie bitte? Das erklärte Ziel allen Hasses der Hamas ist Israel. So steht es sogar im Artikel. Und nun darf nicht erwähnt werden, was das Wort bei den Opfern der Hamas bedeutet? (Und zwar schon Jahrtausende, bevor sich die Hamas so nannte.) --Schwäbin 12:42, 10. Jun. 2025 (CEST)
- Naja eben, weil Hebräisch viel älter ist als die Hamas, sind natürlich Hebräisch sprechende Menschen nicht automatisch alle Opfer der Hamas. Was die hebräische Wortbedeutung mit dem Artikelthema zu tun hat, muss also konkret belegt werden. EinBeitrag (Diskussion) 12:54, 10. Jun. 2025 (CEST)
Terrororganisation
[Quelltext bearbeiten]Laut dem Artikel wird die Organisation von 41 Staaten als Terrororganisation eingestuft, folglich von ungefähr 150 Staaten nicht. Es gibt keinen UN-Beschluss dazu. Einige Quellen sprechen von Terror, andere nicht. Wieso steht das also überall im Artikel? Kann das jemand erklären? Hier steht "Ein neutraler Standpunkt beschreibt eine Thematik weder mit abwertendem noch mit sympathisierendem Unterton. Er steht ihr nicht befürwortend, aber auch nicht ablehnend gegenüber. Das heißt nicht, dass Wertungen sich in überhaupt keiner Form im Artikel wiederfinden sollten, sondern vielmehr, dass sie aus einer redaktionell neutralen Sicht dargestellt werden müssen". --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 16:53, 5. Jun. 2025 (CEST)
- Es gibt genug wissenschaftliche Quellen, die die Hamas als Terrororganisation einstufen. Also geben wir das auch so wieder, auch wenn etwa ihre Gesinnungsgenossen sie für einen Verein von Freiheitskämpfern halten. Siehe dazu Falsche Ausgewogenheit: Wenn Wissenschaftler schreiben, dass die Nazis bis zu sechs Millionen Juden ermordet haben, und ein paar Holocaustleugner bestreiten das, dann werden wir doch nicht im Sinne der von dir zitierten Regel schreiben, dass es zum Judenmord der Nazis nun mal unterschiedliche Ansichten gibt. --Φ (Diskussion) 16:58, 5. Jun. 2025 (CEST)
- Es gibt auch viele wissenschaftliche Quellen, die das nicht tun. Vor allem von Wissenschaftlern aus Länder, wo die Organisation nicht so eingestuft wird. Wäre es nicht im Sinne der zuvor zitierten Regel, hier eine neutrale Position einzunehmen? --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 17:10, 5. Jun. 2025 (CEST)
- Welche denn: Helga Baumgarten? Meinst du sie? Die hatte ja ein Buch veröffentlicht das klar als unseriös gelten kann. Quelle kann ich nachliefern.
- Liste uns diese auf. Wenn nicht dann geh weg von dieser Seite.
- Gruß --Adam Aboudou (Diskussion) 17:23, 5. Jun. 2025 (CEST)
- Khaled Hroub, Beverley Milton-Edwards, Fawaz Gerges, Sara Roy, Joseph Massad, Noam Chomsky, wären eine handvoll Wissenschaftler, die die Hamas nicht per-se als Terrororganisation einstufen. Unter arabischen, asiatischen oder afrikanischen Wissenschaftlern ist das generell selten. Da wäre es einfacher die aufzuzählen, die es tun. Es wird auch in fast keiner anderen Wiki Übersetzung gemacht. Deutschland ist politisch sehr "pro israel", aber das Wiki sollte da doch trotz dem neutral bleiben? --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 09:04, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Die Hamas ist ein Ableger der Muslimbruderschaft, die Oma des islamischen Terrorismus. Auch das Wirken der Hamas ist unentwegt terroristisch. Sie hatten den Friedenskurs des Jassir Arafats und den Osloer Friedensprozess vehement abgelehnt. Mit Terroranschlägen (Selbstmordattentaten) auf israelische Zivilisten den Oslor Friedenprozess mit zerstört, Peres Wahlniederlage 1996 mit verursacht und Nethanyahu und Scharon eine gute Vorlage gegeben um diesen Prozess mit den Palästinensern zu beenden. Bei der Übernahme des Gazastreifens haben sie ihre Konkurrenten von Dächern geworfen. Während ihrer Regentschaft, schießen sie Raketen auf israelische Zivillisten. Zur Krönung vergewaltigen und ermorden sie Kinder, Frauen und Männer am 7. Oktober.
- Wie kann diese Organisation terroristisch nennen?
- Und sind die Bücher von den Autoren die du genannt hast, seriös bzw in der Hamasforschung anerkannt ? --Adam Aboudou (Diskussion) 10:38, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Alle genannten Autoren haben bekannte und seriöse Werke zur Hamas veröffentlicht, die oftmals in Wikis zitiert werden. Es gibt sogar Wissenschaftler (zB Noam Chomsky, Ilan Pappe, Richard Falk) die sagen Israel handelt terroristisch. Wenn sich weder Wissenschaftler noch zuständige Organisationen nicht einig sein, dann sollte das Wiki neutral bleiben! --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 11:24, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Ob Israel terroristisch handelt, ist hier egal. Hier geht es daum, ob die Hamas eine Terrororganisation ist. Ich sehe nirgendwo auf dieser Seite einen reputablen Beleg, der das bestreitet. Meines Erachtens ist die Einschätzung als Terrororganisation Konsens in der Forschung. Also entweder bitte Gegenbelege bringen oder schweigen. Eid mubarak --Φ (Diskussion) 11:28, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Ich habe bereits mehrere führende Wissenschaftler genannt, die das nicht oder nur unter bestimmten Umständen tun. Sowie mehrere Regionen der Welt genannt, in denen das quasi niemand tut. Welche Belege braucht es noch? --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 11:42, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Seitenanzahlen von den Büchern oder Rezensionen zu den Büchern --Adam Aboudou (Diskussion) 11:58, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Es ist schwierig eine Seitenanzahl für etwas zu nennen, das nicht gesagt wird. Man kann ja nur beweisen was da ist, nicht was nicht da ist. Ich kann gerne Bücher der Autoren nennen. Diese findet man meistens aber auch ganz oben wenn man nach dem Autor sucht. --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 12:20, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Es *wird* doch gesagt, dass die Hamas eine Terrororganisation ist. Wer behauptet, irgendjemand Seriöses würde das bestreiten, ist verpflichtet, entsprechende Belege zu liefern. Kann er das nicht, scheint es durchaus nicht umstritten zu sein. --Φ (Diskussion) 13:22, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Helga Baumgarten sagt: „Die Hamas wird, vor allem außerhalb der arabischen Region, ausschließlich als terroristische Bewegung wahrgenommen und auf dieser Basis geächtet, verfemt und de-legitimiert. Die Realität ist jedoch eine sehr viel komplexere.“ (Hamas: Der politische Islam in Palästina, 2006, Seite 178.) Wie Joseph Croitoru das Thema in seinem 2024 erschienenen Buch angeht, habe ich hier mal beschrieben. (TLDR: Croitoru spricht beim 7. Oktober eindeutig von einem „Terrorangriff“ und bezeichnet die Qassam-Brigaden als „Kampf- und Terrorgruppen der Hamas“, bezeichnet die Hamas als Ganzes in seinem Buch jedoch als „islamistische (Kampf-)Organisation“ und nicht als „Terrororganisation“.) Ein Papier von Hroub, 2020 veröffentlicht, ist hier über die Wikipedia Library einsehbar: [2]. Er ordnete die Einstufung als Terrororganisation Israel und seinen westlichen Verbündeten zu ("proscription as a 'terrorist organization' by Israel and its Western allies", S. 106). Den Sprachgebrauch dieser Wissenschaftler, insbesondere Croitoru, empfinde ich durchaus als nachahmenswert oder als nützliche Orientierungshilfe, wobei die schärferen Verurteilungen natürlich – mit Standpunktzuweisung – ebenfalls erwähnt sein sollten. Baumgarten und Croitoru sind laut Google Scholar mit Abstand die meistzitierten deutschsprachigen AutorInnen in diesem Themengebiet; Hroub hat Hunderte von Zitationen. --Andreas JN466 17:12, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Seitenanzahlen von den Büchern oder Rezensionen zu den Büchern --Adam Aboudou (Diskussion) 11:58, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Ich habe bereits mehrere führende Wissenschaftler genannt, die das nicht oder nur unter bestimmten Umständen tun. Sowie mehrere Regionen der Welt genannt, in denen das quasi niemand tut. Welche Belege braucht es noch? --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 11:42, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Ob Israel terroristisch handelt, ist hier egal. Hier geht es daum, ob die Hamas eine Terrororganisation ist. Ich sehe nirgendwo auf dieser Seite einen reputablen Beleg, der das bestreitet. Meines Erachtens ist die Einschätzung als Terrororganisation Konsens in der Forschung. Also entweder bitte Gegenbelege bringen oder schweigen. Eid mubarak --Φ (Diskussion) 11:28, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Alle genannten Autoren haben bekannte und seriöse Werke zur Hamas veröffentlicht, die oftmals in Wikis zitiert werden. Es gibt sogar Wissenschaftler (zB Noam Chomsky, Ilan Pappe, Richard Falk) die sagen Israel handelt terroristisch. Wenn sich weder Wissenschaftler noch zuständige Organisationen nicht einig sein, dann sollte das Wiki neutral bleiben! --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 11:24, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Khaled Hroub, Beverley Milton-Edwards, Fawaz Gerges, Sara Roy, Joseph Massad, Noam Chomsky, wären eine handvoll Wissenschaftler, die die Hamas nicht per-se als Terrororganisation einstufen. Unter arabischen, asiatischen oder afrikanischen Wissenschaftlern ist das generell selten. Da wäre es einfacher die aufzuzählen, die es tun. Es wird auch in fast keiner anderen Wiki Übersetzung gemacht. Deutschland ist politisch sehr "pro israel", aber das Wiki sollte da doch trotz dem neutral bleiben? --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 09:04, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Es gibt auch viele wissenschaftliche Quellen, die das nicht tun. Vor allem von Wissenschaftlern aus Länder, wo die Organisation nicht so eingestuft wird. Wäre es nicht im Sinne der zuvor zitierten Regel, hier eine neutrale Position einzunehmen? --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 17:10, 5. Jun. 2025 (CEST)
- Baumgartens Zitat ist von 2006, hoffnungslos veraltet. Das Urteil war damals schon realitätsverleugnend, weil die Hamas 2006 nur durch massiven Terror gegen Fatah-Gegner an die Macht im Gazastreifen gelangt war.
- Croitoru nennt die Hamas in seiner Neuauflage 2024 2x Terrororganisation, mehrmals Terrorgruppe und spricht häufig eindeutig von Terroristen. Dass das alles nur Israels Propaganda sei, sagt er nicht, trotz seines Versuchs, Israels Regierung eine Mitschuld am Hamasmassaker zu geben.
- Wer also solche veralteten Urteile nach dem 7.10.2023 meint wiederholen und verstetigen zu können, der disqualifiziert sich als Mitarbeiter in diesem Thema. Denn Wikipedia hat etabliertes Wissen abzubilden und nicht den POV von Hamasverstehern. EinBeitrag (Diskussion) 18:03, 6. Jun. 2025 (CEST)
- @EinBeitrag@Jayen466 @Phi und die IP: Siehe die Rezensionen im Perlentaucher. Baumgartens Buch ist nicht nur veraltet sondern auch nahe einer "Verteidigungsschrift", eines "Pamphlets" und ihre "Sympathie für die Hamas ist für ihn deutlich spürbar". Sie disqualifiziert sich für Wikipedia. --Adam Aboudou (Diskussion) 18:37, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Sollen demnach auch alle Quellen mit einer "spürbaren Sympathie" für Israel gestrichen werden? Jeder Mensch hat politische Meinungen. Akademiker nicht ausgenommen! Im Wiki sollten Meinung und Fakten unterschieden werden! --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 20:39, 8. Jun. 2025 (CEST)
- Liebe IP: Jeder Wissenschaftler hat naturgemäß eine Meinung, aber der seriöse verschweigt sie ! --Adam Aboudou (Diskussion) 20:41, 8. Jun. 2025 (CEST)
- Nein, ein seriöser Wissenschaftler unterscheidet transparent zwischen seiner Meinung und seiner Forschung! --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 20:53, 8. Jun. 2025 (CEST)
- Das meinte ich mein lieber. Baumgarten kann das nicht. --Adam Aboudou (Diskussion) 21:00, 8. Jun. 2025 (CEST)
- Nein, ein seriöser Wissenschaftler unterscheidet transparent zwischen seiner Meinung und seiner Forschung! --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 20:53, 8. Jun. 2025 (CEST)
- Liebe IP: Jeder Wissenschaftler hat naturgemäß eine Meinung, aber der seriöse verschweigt sie ! --Adam Aboudou (Diskussion) 20:41, 8. Jun. 2025 (CEST)
- Sollen demnach auch alle Quellen mit einer "spürbaren Sympathie" für Israel gestrichen werden? Jeder Mensch hat politische Meinungen. Akademiker nicht ausgenommen! Im Wiki sollten Meinung und Fakten unterschieden werden! --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 20:39, 8. Jun. 2025 (CEST)
- Magst Du die Textstellen von Croitoru zitieren? Soweit ich sehe, tritt das Wort Terrororganisation dort nur in Zitaten auf – und wenn er beschreibt, wer die Hamas als Terrororganisation eingestuft hat. Dass Croitoru im Zusammenhang mit dem Terrorangriff von "Terroristen" spricht, hatte ich hier ja schon gesagt. Alles in allem denke ich, Croitoru schreibt vorbildlich. Dass Baumgarten inzwischen recht veraltet ist, ist natürlich wahr, aber oben hatte jemand den Namen genannt. --Andreas JN466 20:29, 6. Jun. 2025 (CEST)
- @EinBeitrag@Jayen466 @Phi und die IP: Siehe die Rezensionen im Perlentaucher. Baumgartens Buch ist nicht nur veraltet sondern auch nahe einer "Verteidigungsschrift", eines "Pamphlets" und ihre "Sympathie für die Hamas ist für ihn deutlich spürbar". Sie disqualifiziert sich für Wikipedia. --Adam Aboudou (Diskussion) 18:37, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Benutzer:Phi fragte nach seriösen Belegen, die das Label "Terrororganisation" für die Hamas ablehnen. Hier ist ein Beispiel:
- en:Eli Berman: Radical, Religious, and Violent: The New Economics of Terrorism, MIT Press, 2011, S. 131-132. Zitat:
- "In this sense, Hamas is not a terrorist organization using social service provision as a front to disguise its other activities, as is sometimes claimed. ... Hamas is better understood as a radical religious, social service-providing organization, which adopted terrorism, in the mold of al-Banna's Muslim Brotherhood, in order to achieve its political goals."
- "In diesem Sinne ist die Hamas 'keine' terroristische Organisation, die die Bereitstellung sozialer Dienste als Fassade benutzt, um ihre anderen Aktivitäten zu verschleiern, wie manchmal behauptet wird. ... Die Hamas ist eher als eine radikal-religiöse Organisation zu verstehen, die soziale Dienste anbietet und Terrorismus nach dem Vorbild der Muslimbruderschaft von al-Banna einsetzt, um ihre politischen Ziele zu erreichen."
- en:Eli Berman: Radical, Religious, and Violent: The New Economics of Terrorism, MIT Press, 2011, S. 131-132. Zitat:
- Das – geschrieben nach der 2. Intifada, die genauso viele Tote in Israel forderte wie der 7. Oktober – entspricht der Darstellung in Croitorus 2024 veröffentlichtem Buch. Diese Sichtweise ist in der wissenschaftlichen Literatur durchaus Teil des Mainstreams. Sie erscheint zum Beispiel auch auf Seite 137 von:
- Donatella della Porta: Clandestine Political Violence, Cambridge University Press, 2013.
- Ähnlich bei:
- Paola Caridi: Hamas: From Resistance to Regime, Seven Stories Press, November 2023. Zitat:
- "The first answer—the hardest, the most controversial, but also the most clearly backed by both facts and experts—is that Hamas is not a terrorist organization, but rather a political movement that has used terrorism, particularly during a certain phase of its history spanning over two decades.
- "Die erste Antwort – die schwierigste, die umstrittenste, aber auch die am eindeutigste von Fakten wie von Experten unterstützte – lautet, dass die Hamas keine terroristische Organisation ist, sondern vielmehr eine politische Bewegung, die sich des Terrorismus bedient hat, insbesondere während einer bestimmten Phase ihrer über zwei Jahrzehnte dauernden Geschichte."
- Paola Caridi: Hamas: From Resistance to Regime, Seven Stories Press, November 2023. Zitat:
- Diese Autoren sind sich in diesen Zitaten einig, dass die Hamas Terrorismus betreibt, hielten aber dennoch das Label "terrorist organization" für die Organisation als Ganzes für unzutreffend. Sie sprechen von einer radikalen politischen oder religiösen Organisation, die zu verschiedenen Zeiten organisierten Terrorismus betrieben hat, und sie halten diesen Unterschied für wichtig genug, ihn zu erwähnen.
- Zur UN siehe [3][4]. --Andreas JN466 22:28, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Eine "politische Bewegung", die phasenweise Terror ausübt, ist kaum von einer Terrororganisation zu unterscheiden. Besonders wenn sie ausdrücklich zur Vernichtung Israels gegründet wurde, die Terrorphasen den Grossteil ihrer Geschichte ausmachen und mit dem lange geplanten Massaker vom 7.10.2023 einen solchen Höhepunkt erreicht haben. Das waren ja eben nicht nur die Qassambrigaden, so dass einige Staaten ihre bisherige Unterscheidung von einem sozialen, politischen und militärischen Arm innerhalb der Hamas fallengelassen und als Irrtum oder Wunschdenken eingeräumt haben. Hinzu kommt, dass die in Katar u.a. sitzenden Hamasführer angekündigt haben, so ein Massaker jederzeit wiederholen zu wollen. Welches andere "politische Ziel" damit verfolgt wird als die Vernichtung Israels und Ermordung möglichst vieler Israelis, ist unerfindlich. Eine Unterscheidung dieser "Bewegung" von ihrem Terror ist daher weder ideologisch noch organisatorisch möglich. Dann fragt sich nur, warum eine "politische Bewegung", die dermassen kontinuierlich und massiv auf Terror setzt, auch über die Gazabewohner selbst, trotzdem nicht als Terrororganisation gelten und eingestuft werden darf. Wenn das schon empirisch und logisch nicht einleuchtet, kann es auch kein aktueller Forschungsstand sein. Viel plausibler ist dann die Annahme, dass hier Hamasapologeten der propagandistischen Selbstdarstellung der Hamas ein wissenschaftliches Mäntelchen umhängen. Für Khaled Hroub z.B. ist dieser Verdacht seit seinem verharmlosenden CNN-Interview von 2024 unabweisbar und wurde bereits für sein (ebenfalls veraltetes) Hamasbuch von Rezensenten geäussert. EinBeitrag (Diskussion) 12:29, 9. Jun. 2025 (CEST)
- Zuerst fragst du nach Belegen. Dann zitiert dir jemand Belege. Dann bezeichnest du es als "wissenschaftliches Mäntelchen". Interessieren dich die Belege überhaupt oder geht es nur darum, deine Formulierung statt einer neutralen Formulierung zu verwenden?? --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 10:05, 10. Jun. 2025 (CEST)
- Auf mehrere Rückfragen, was genau die oben bloss gelisteten Autoren auf welchen genauen Seiten denn dazu schreiben, wie sie die Hamas einstufen, ob und wie sie ausschliessen, dass die Hamas eine Terrororganisation ist, kam von dieser IP keine Antwort. Stattdessen hat sie behauptet, man könne gar keine Seiten angeben für etwas, was die Autoren nicht sagen. (Würden sie nichts dazu sagen, dann wären es logischerweise auch keine Belege für "Man kann die Hamas nicht per se als Terrororganisation einstufen"). Und heute unterstellt sie, mich würden die angebenen Belege (WELCHE?) gar nicht interessieren. Das, nachdem ich mehrere von Jayen genannte Belege intensiv geprüft hatte. Solche Reaktionen beweisen, dass die IP selbst in keiner Weise an gültigen Belegen und Klärung der Streitfrage dieses Threads interessiert ist. Hinzu kommt, dass ich bisher gar keine Introformulierung vorgeschlagen hatte; was derzeit im Intro steht, ist nicht "meine Formulierung". Wenn die angefragten konkreten Belege, Zitate und Seitenzahlen daraus weiter verweigert werden, wird allerdings gar nichts anderes übrig bleiben, als das Intro den gegebenen gültigen Belegen anzugleichen. EinBeitrag (Diskussion) 17:17, 10. Jun. 2025 (CEST)
- Hroub äußerte damals Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Medienberichten über von der Hamas verübte sexuelle Gewalt oder Babyköpfungen. [5] Diese Zweifel waren zum Teil auch berechtigt. Ein nützlicher Nebeneffekt dieser Diskussion ist, dass ich mir Muriel Asseburgs vor ein paar Wochen erschienenes Buch über den 7. Oktober (Der 7. Oktober und der Krieg in Gaza, C.H. Beck 2025) zugelegt habe. Darin sagt sie:
- Gerüchte über geköpfte und verbrannte Babys und systematische sexualisierte Gewalt gingen schnell viral, und auch wenn diese später teilweise entkräftet wurden, prägten sie die Wahrnehmung der Angriffe als bestialische, unmenschliche Taten nachhaltig. [...] Während der Einsatz von grausamer Gewalt gegen Zivilisten nicht zuletzt durch die eigenen Aufnahmen von Hamas-Kämpfern gut dokumentiert ist, lieferten sorgfältige Recherchen bis heute keine forensischen Belege dafür, dass palästinensische Terroristen am 7. Oktober 2023 Dutzende von Kindern geköpft bzw. systematisch sexualisierte Gewalt eingesetzt hätten. Dies festzustellen, bedeutet weder, das erlebte Leid der Opfer von Gewalt in Frage zu stellen, noch abzustreiten, dass es sexualisierte Gewalt gegeben hätte. Eine umfassende und unabhängige Untersuchung steht nach wie vor aus.
- Sie erwähnt in diesem Zusammenhang eine Clarification von Ärzte für Menschenrechte Israel, die sich auf ein im November 2023 veröffentlichtes, prominent in der Presse rezipiertes Gutachten dieser Organisation bezieht. Dort schreibt die Organisation (Übersetzung von DeepL):
- In den umfangreichen Untersuchungen, die in den Monaten nach der Veröffentlichung des Positionspapiers im November durchgeführt wurden, sind einige der darin enthaltenen Aussagen angezweifelt oder als nicht überprüfbar eingestuft worden, und weitere könnten in Zukunft einer ähnlichen Prüfung unterzogen werden. Wir bedauern ihre Aufnahme in das Positionspapier. ... Seit dem 7. Oktober haben die israelische Regierung und andere Stellen Berichte über sexuelle Gewalt auf manipulative und zynische Weise ausgenutzt. Diese Berichte wurden als Teil einer Kampagne zur Entmenschlichung der Palästinenser und als Propagandawerkzeug genutzt, um Israels brutalen militärischen Angriff auf den Gaza-Streifen zu rechtfertigen. Dieser Angriff hat dazu geführt, dass Zehntausende von unschuldigen Zivilisten getötet und verletzt wurden, dass ein Großteil der Bevölkerung des Gazastreifens zwangsumgesiedelt wurde und hungern musste und dass die zivile Infrastruktur, einschließlich Gesundheitseinrichtungen, weitgehend zerstört wurde. Wir sind entsetzt über diese zynische Ausnutzung des Leidens der Opfer, verurteilen sie und betrachten sie als völlige Abkehr von jeglicher moralischen Integrität.
- Asseburg zitiert ferner Bartal: Die Kinder vom 7. Oktober; Bartal erwähnt dort weitere Meldungen, die sich später als Falschmeldungen erwiesen. (In Israel wurden diese Falschmeldungen schon im Dezember 2023 identifiziert; es dauerte ein halbes Jahr, bis sie in der deutschsprachigen Presse thematisiert wurden.) Ich erwähne das nur als Kontext zu dem obigen Kommentar über Hroubs angeblichen Mangel an Integrität. --Andreas JN466 12:15, 15. Jun. 2025 (CEST)
- Zuerst fragst du nach Belegen. Dann zitiert dir jemand Belege. Dann bezeichnest du es als "wissenschaftliches Mäntelchen". Interessieren dich die Belege überhaupt oder geht es nur darum, deine Formulierung statt einer neutralen Formulierung zu verwenden?? --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 10:05, 10. Jun. 2025 (CEST)
- Eine "politische Bewegung", die phasenweise Terror ausübt, ist kaum von einer Terrororganisation zu unterscheiden. Besonders wenn sie ausdrücklich zur Vernichtung Israels gegründet wurde, die Terrorphasen den Grossteil ihrer Geschichte ausmachen und mit dem lange geplanten Massaker vom 7.10.2023 einen solchen Höhepunkt erreicht haben. Das waren ja eben nicht nur die Qassambrigaden, so dass einige Staaten ihre bisherige Unterscheidung von einem sozialen, politischen und militärischen Arm innerhalb der Hamas fallengelassen und als Irrtum oder Wunschdenken eingeräumt haben. Hinzu kommt, dass die in Katar u.a. sitzenden Hamasführer angekündigt haben, so ein Massaker jederzeit wiederholen zu wollen. Welches andere "politische Ziel" damit verfolgt wird als die Vernichtung Israels und Ermordung möglichst vieler Israelis, ist unerfindlich. Eine Unterscheidung dieser "Bewegung" von ihrem Terror ist daher weder ideologisch noch organisatorisch möglich. Dann fragt sich nur, warum eine "politische Bewegung", die dermassen kontinuierlich und massiv auf Terror setzt, auch über die Gazabewohner selbst, trotzdem nicht als Terrororganisation gelten und eingestuft werden darf. Wenn das schon empirisch und logisch nicht einleuchtet, kann es auch kein aktueller Forschungsstand sein. Viel plausibler ist dann die Annahme, dass hier Hamasapologeten der propagandistischen Selbstdarstellung der Hamas ein wissenschaftliches Mäntelchen umhängen. Für Khaled Hroub z.B. ist dieser Verdacht seit seinem verharmlosenden CNN-Interview von 2024 unabweisbar und wurde bereits für sein (ebenfalls veraltetes) Hamasbuch von Rezensenten geäussert. EinBeitrag (Diskussion) 12:29, 9. Jun. 2025 (CEST)
Es gibt eindeutige Maßstäbe, um die heute gültige Einstufung der Hamas festzustellen: WP:BLG verlangt möglichst aktuelle Sekundärliteratur zum Thema. Die nach dem Massaker erschienene deutschsprachige Literatur ordnet die Hamas eindeutig als Terrororganisation ein:
usw., das ist natürlich noch längst keine vollständige Liste.
Aber auch wenn man weiterhin Literatur von 2006 bis 2023 einbezieht, findet man eine klare Mehrheit von reputablen Autoren, darunter Terrorismus-, Islamismus- und Antisemitismusforscher, die die Hamas als Terrororganisation einstufen. Beispiele: 2007, 2016, 2018.
Wenn man zusätzlich nach englischsprachiger Literatur des 21. Jahrhunderts dazu sucht, ist das Ergebnis nochmals völlig eindeutig.
Macht man die Gegenprobe, wer die Hamas explizit "keine Terrororganisation" nennt, findet man außer Baumgarten 2006 nur noch Figuren wie Todenhöfer, Erdogan und antisemitische Hetzer. Die englischsprachige Suche für "Hamas"+"no terror organization" ergibt NULL exakte Treffer.
Die Hauptregel WP:BLG und die Ergebnisse in deutscher und englischer Literatur schließen eine andere Gesamteinstufung der Hamas daher spätestens seit Oktober 2023 aus. Damit ist der seit Artikelanlage ständig wiederkehrende Versuch, diese Einstufung aus dem Intro oder sogar dem ganzen Artikel zu verbannen, erledigt. Neuauflagen dieser Versuche können nur noch als Selbstoffenbarung von POV wider besseres Wissen und als regelwidriges Whitewashing verstanden werden. EinBeitrag (Diskussion) 18:54, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Wenn wie oben Noam Chomsky (völlig fachfremd und Aktivist) als Quelle angeführt wird, sollte man ohnehin aufhören, den vorgetragenen Standpunkt ernst zu nehmen. Gruß --Koenraad (Diskussion) 19:05, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Also Croitoru erschien nach dem Massaker. :/ Und wenn es eine klare Mehrheit gibt, dann sagt man eben, dass es eine klare Mehrheit gibt (und belegt das).
- Google-Suchen der obigen Art sind übrigens keine triftige Methode. Eine Suche nach "Hamas" "terror organization" zum Beispiel findet doch auch Autoren wie Croitoru, die die Einordnung als "terror organization" zitieren, selbst aber von einer "radikalen islamistischen Organisation" oder so sprechen – weil das eben objektiv wahr ist und auch nicht von den Baumgartens und Erdogans dieser Welt bestritten würde.
- Es geht darum, wie man objektiv schreibt – die größten und renommiertesten Nachrichtenorganisationen der Welt wie Associated Press, Reuters, Agence France-Presse und BBC haben z. B. die Grundregel, das Wort „Terrorismus“ und seine Ableitungen nur mit Standpunktzuweisung zu verwenden.
- Dass es "null exakte Treffer" für "no terror organization" gibt, liegt übrigens in erster Linie daran, dass das kein idiomatisches Englisch ist. Suche nach "Hamas" "not a terrorist organization", und es gibt einen Haufen exakte Treffer, darunter etliche seriöse. Aber Treffer zählen ist auch Unsinn. Man muss schon genau hinsehen, was gesagt wird. Oben habe ich ein paar Beispiele zitiert. --Andreas JN466 22:30, 6. Jun. 2025 (CEST)
- Das Problem liegt letztlich am unscharfen Begriff Terrorismus selbst, für den es keine allgemein gültige Definition gibt. Waren etwa die jüdischen Zeloten oder die arabischen Assassinen Terroristen? Terrorismus ist jedenfalls mit Gewalt und mit schweren Straftaten verbunden, einige nationale Strafgesetzbücher zählen terroristische Straftaten taxativ auf, wenn sie das für sinnvoll befinden. Fällt die staatliche Verfolgung solcher Taten weg, dann verwadelt sich jede organisierte Gewalt in eine Art Krieg, wobei die zahlenmäßig schwächere Partei meist einen irregulären Guerilla- oder Partisanenkrieg führt. Ob man das nun Terrorismus, Banditentum oder Genozid (im wörtlichen Sinn) nennt, vernebelt nur die Gegebenheiten. Ein Völkermord ist immerhin ein gewöhnlicher Mord, der einzige Unterschied ist ein besonderer Vorsatz (Motivation) des Täters. Auf diesen Unterschied kommt es manchmal mehr und manchmal weniger an. --El Cazangero (Diskussion) 00:21, 7. Jun. 2025 (CEST)
- Benutzer:Jayen466, wenn ich auf sämtliche Links deiner Google-Suche tippe, ergibt das bei Prüfung der Aussage, dass die Hamas keine Terrororganisation sei, das folgende Ergebnis. Um es vorwegzunehmen. Ziemlicher Humbug, diese Art von Google-Suche
- # Ein Jurist, der ein Buch über die Queen und Hillary Clinton schreibt (The Queen: The Epic Ambition of Hillary) das ist nicht prüfungswert.
- Ein Roman „Das gute Leben“
- Eine Autobiographie über das Leben als Terrorist (Sohn der Hamas: Mein Leben als Terrorist)
- Das Berkeley journal, das schreibt, dass die Hizbollah keine terroristische Organisation sei
- Eine Debatte des House of Commons, die besagt, dass die Hizbollah keine Terrororganisation sei
- International Law Experts: Terrorist Listing of People's Mojahedin of Iran Unlawful, da geht es über die Volkmudschahidin
- Law and policy ebenfalls nix über die Hamas
- Die Jewish Monthly, die die Frage stellt: when is a terrorist organization not a terrorist organization?
- Political Islam: Strategies and tactics. Hier bezieht sich die Aussage auf den libanesischen Widerstand.
- Foreign Policy Making in Israel, hier lässt sich das nicht eruieren, auf welche Gruppierung sich die Aussage bezieht.
- Beijing Review, ebenfalls nicht eruirbar, lediglich Hamas als extremistische Organisation lässt sich in der Vorschau erkennen.
- Im Jahrbuch Terrorismus kommt das Wörtchen Hamas zweimal vor, aber nicht in dem suggerierten Satz
- Die The Encyclopedia of War besagt das genaue Gegenteil
- Im West’s Federal Reporte lautet der inkrimierte Satz „that it was not linked to Hamas and therefore not a terrorist organization.“ Also wieder das genaue Gegenteil
- Im The Middle East and North Africa 2004 bezieht sich der Satz auf die libanesische Regierung
- Im Middle Power in the Middle East bezieht sich der Satz auf die Muslimbrüder
- Im Jewish Political Studies Review steht der Satz im Präteritum
- Im The North Carolina journal of international law bezieht sich der Satz auf die libanesische Regierung
- Comic Art Propaganda, da muss ich wohl nicht reinschauen
- A Knock at the Door: Da steht das genaue Gegenteil
- Im Survey of Arab-Israeli Relations bezieht sich der Satz auf die Einschätzung der libanesischen Regierung über die Hizbollah.
- Im Israel in the Post Oslo Era wird jemand zitiert, der sagt, dass man die Hamas als Feind und nicht als Terroristen betrachten sollte, damit man verhandeln könne.
- TERRORISM: INTERNATIONAL CASE LAW REPORTER 2008 Volume II gibt es nur eine allgemeine Überlegung, dass man eine x-beliebige Organisation nicht unbedingt als Terrororganisation betrachten müsse, wenn ihre Mitglieder sich terroristischer Mittel bedienen.
- Im The SAGE Encyclopedia of Surveillance, Security, and Privacy bezieht der Satz sich auf den ANC
- He Paid a Debt He Did Not Owe ist wohl nicht prüfungswürdig.
- The Middle East, Abstracts and Index hat keine Vorschau.
- Encyclopedia of Criminal Justice Ethics hat zum wiederholten mal in dieser Liste den Satz mit der libanesischen Regierung.
- Im Focus on Terrorism lautet der Satz, wenn Hamas das Ziel hätte, die armen Leuten zu ernähren, dann wäre sie keine terroristische Organisation.
- Think Palestine ist wohl keine fundierte und zitierfähige Quelle, aber der erste Link, der den besagten Satz enthält. Laut Autor sei die Hamas eine Widerstandsbewegung.
- Hamas: From Resistance to Regime. Demnach sei die Hamas keine Terrororganisation, sondern eine politische Organisation, die sich Terrorismus bediene.
- Hamas' Benefactors: A Network of Terror : Joint Hearing ... Der besagte Satz ist ein Zitat von Erdogan, ein bekannter antisemitischer Verschwörungstheoretiker und populistischer Machtpolitiker.
- Terrorists in Our Midst besagt das genaue Gegenteil. Hamas sei eine „Islamist terrorist organization“
- America's Unpatriotic Acts: sagt das genaue Gegenteil. Die Hamas sei eine palästinensische terroristische Organisation
- The History of Jihad besagt, dass die Muslimbrüder die Hamas nicht als Terrororganisation betrachten. Was mir ziemlich logisch scheint. Und als zitierfähige Quelle scheidet die MB auch aus.
- Radical, Religious, and Violent: The New Economics of Terrorism besagt, dass die Hamas Sayyid Qutb uns seine globale jihadistische Ideologie nicht gebraucht habe, um zu einer Terrororganisation zu werden.
- Dark Money and Private Spies: Das Buch muss man eigentlich nicht prüfen, aber der Satz kommt in einem ach so geheimen Dialog vor.
- Ein paar Treffer habe ich weggelassen, weil die Sätze komplett identisch waren. Es handelte sich jeweils um die Einschätzung der libanesischen Regierung als Nichtterrororganisation. Möglicherweise habe ich auch eins/zwei Links überklickt.
- Gruß Koenraad (Diskussion) 12:12, 7. Jun. 2025 (CEST)
- Diese Mühe hättest Du Dir nicht machen müssen – ich habe doch oben selber gesagt, das dieses Trefferzählen unsinnig ist (nicht zuletzt, weil es noch andere Ausdrucksweisen und Wortfolgen gibt, die dasselbe aussagen können). Man muss in jedem Fall schauen, was konkret gesagt wird und von wem.
- Für relevant hielt ich die oben zitierten Bücher von Eli Berman, Donatella della Porta und Paola Caridi. Mir wäre eher daran gelegen, dass Du auf diese eingehst (oder Dir eben mal Croitorus Bücher durchliest, einschl. des 2024 erschiedenen). Als von MIT Press, Cambridge University Press veröffentlichte Autoren sind das seriöse Wissenschaftler, die eben dafür plädiert haben, dass die Hamas primär nicht als Terrororganisation verstanden werden sollte. Das sollte eigentlich auch schon dadurch deutlich werden, dass Netanjahus Regierung die Hamas jahrelang über Katar finanziert hat (siehe den oben verlinkten Wolfgang Kraushaar oder Spiegel: Warum Netanyahu die Hamas zur Gefahr werden ließ). Man kann Netanjahu vieles vorwerfen, aber dass er wissentlich und explizit eine Terrororganisation finanziert hätte, gehört wohl nicht dazu.
- Für die UN gilt die Hamas ebenfalls nicht als Terrororganisation (siehe [20], oben schon verlinkt; der für solche Einordnungen zuständige UN-Sicherheitsrat hat bisher keine solche Einstufung vorgenommen [21]). Das kann man gut oder schlecht finden, und es ändert alles nichts daran, dass der 7. Oktober nichts anderes als Terrorismus war, aber es gibt jedenfalls auch jenseits von Erdogan und arabischen Staaten Dissens, ob die Hamas primär oder ausschließlich als Terrororganisation zu verstehen ist oder nicht. Mehr wollte ich hier gar nicht darlegen. --Andreas JN466 14:10, 7. Jun. 2025 (CEST)
- Die hier vorgeführte Diskussionsstrategie ist also: eine beliebige Linkliste aufstellen, um den Eindruck zu erwecken, es gebe Belege für "Hamas ist keine / ist nicht unbedingt eine Terrororganisation" - und wenn dann andere die Liste überprüfen und feststellen, dass sie keine Belege dafür enthält, heisst es, ätsch, sie sei ohnehin nicht dazu gedacht gewesen. Und man müsse "in jedem Fall schauen, was konkret gesagt wird und von wem." Eben das hatte Koenraad ja zuvor gerade mit den angebotenen Links getan. Statt also selbst konkrete Gegenbelege aus Literatur vorzulegen, werden hier die eigenen Hausaufgaben an andere delegiert, die dafür dann redundante Sprüche als Antwort kriegen. - Wo und wann genau della Porta sein Plädoyer gegen die Einstufung der Hamas gedruckt vorgelegt hat (die oben verlinkte Seite 137 von Porta sagt nichts zum Threadthema), auf welcher empirischen Forschung das beruht, wie er sein Urteil begründet, ob es noch aktuell ist und falls ja, ob und warum es den heutigen Forschungsstand repräsentiert: Alles das braucht man diesen Benutzer dann im Grunde nicht mehr zu fragen, da er das vage Namedropping und Linkdropping einer konkreten Klärung des Threadthemas vorzieht. Man kann aufgrund der unten belegten eklatanten Fehldeutung von Bermans Beleg nur feststellen, dass der Benutzer auf Belegtreue und Faktizität nicht allzuviel Wert zu legen scheint. Dann müssen wir zur Klärung der Einstufung der Hamas also wohl erst den UN-Sicherheitsrat anrufen und dessen Einigung in dieser Frage abwarten (warum bloss steht das nicht in WP:BLG?)? Mit solchen Manövern kann man natürlich mühelos jedes klare Diskussionsergebnis und jede klare Aussage im Artikelintro hier aufhalten. EinBeitrag (Diskussion) 09:30, 9. Jun. 2025 (CEST)
- die oben verlinkte Seite 137 von Porta sagt nichts zum Threadthema: Auf der verlinkten Seite 137 von Porta steht:
- Hamas and Hizbollah developed social institutions and helped the local population with day-to-day survival: 'In this sense, Hamas is not a terrorist organization using social service provision as a front to disguise its other activities ... The social services come first" (Berman 2009: 132). In fact, among the social services provided to the community are 130,000 scholarship and 135,000 microcredit loans to needy families managed by Hezbollah and the forty Hamas social welfare organization. These groups provide not only food, clothing, and shelter but also education, training, libraries, sports clubs, and medical relief, amounting to 40 percent of social welfare institutions in the West Bank and Gaza (Pape 2005: 188, 191–192).
- (Nebenbei, della Porta ist eine Frau.) --Andreas JN466 17:38, 11. Jun. 2025 (CEST)
- Sie zitiert also dasselbe Zitat Bermans, dessen Fehldeutung Dir unten nachgewiesen wurde. Der Versuch, soziale Dienste als "Gegenbeweis" für die Einstufung als Terrororganisation zu nehmen, geht von dem Irrtum aus, beides sei unvereinbar. Berman sagt und belegt das Gegenteil: Gerade die Sozialdienste haben den Erfolg der Hamas als Terrororganisation begründet und ermöglicht. Zum Beispiel, dass sie kontinuierlich Familien findet, die ihre Kinder für Selbstmordattentate hergeben. - Damit scheidet also auch della Porta als Beleg gegen diese Einstufung aus. EinBeitrag (Diskussion) 09:15, 12. Jun. 2025 (CEST)
- die oben verlinkte Seite 137 von Porta sagt nichts zum Threadthema: Auf der verlinkten Seite 137 von Porta steht:
- Die hier vorgeführte Diskussionsstrategie ist also: eine beliebige Linkliste aufstellen, um den Eindruck zu erwecken, es gebe Belege für "Hamas ist keine / ist nicht unbedingt eine Terrororganisation" - und wenn dann andere die Liste überprüfen und feststellen, dass sie keine Belege dafür enthält, heisst es, ätsch, sie sei ohnehin nicht dazu gedacht gewesen. Und man müsse "in jedem Fall schauen, was konkret gesagt wird und von wem." Eben das hatte Koenraad ja zuvor gerade mit den angebotenen Links getan. Statt also selbst konkrete Gegenbelege aus Literatur vorzulegen, werden hier die eigenen Hausaufgaben an andere delegiert, die dafür dann redundante Sprüche als Antwort kriegen. - Wo und wann genau della Porta sein Plädoyer gegen die Einstufung der Hamas gedruckt vorgelegt hat (die oben verlinkte Seite 137 von Porta sagt nichts zum Threadthema), auf welcher empirischen Forschung das beruht, wie er sein Urteil begründet, ob es noch aktuell ist und falls ja, ob und warum es den heutigen Forschungsstand repräsentiert: Alles das braucht man diesen Benutzer dann im Grunde nicht mehr zu fragen, da er das vage Namedropping und Linkdropping einer konkreten Klärung des Threadthemas vorzieht. Man kann aufgrund der unten belegten eklatanten Fehldeutung von Bermans Beleg nur feststellen, dass der Benutzer auf Belegtreue und Faktizität nicht allzuviel Wert zu legen scheint. Dann müssen wir zur Klärung der Einstufung der Hamas also wohl erst den UN-Sicherheitsrat anrufen und dessen Einigung in dieser Frage abwarten (warum bloss steht das nicht in WP:BLG?)? Mit solchen Manövern kann man natürlich mühelos jedes klare Diskussionsergebnis und jede klare Aussage im Artikelintro hier aufhalten. EinBeitrag (Diskussion) 09:30, 9. Jun. 2025 (CEST)
- # Ein Jurist, der ein Buch über die Queen und Hillary Clinton schreibt (The Queen: The Epic Ambition of Hillary) das ist nicht prüfungswert.
Eli Berman, "Radical, Religious and Violent" 2011,
- "Almost over night Hamas became the single deadliest terrorist organization in the Israel-Palestine conflict."
- "the central question of this book: Why are religious radicals such effective terrorists?" In der folgenden Aufzählung der "effecive militias and terrorists" steht die Hamas; es folgt eine "failed terrorist organization", so dass klar ist: Berman stellt erfolgreiche und versagende Terrororganisationen gegenüber und zählt die Hamas zu ersteren.
- "the quick ascendancy of Hamas to the status of the deadliest terror organization in the Israel-palestine conflict is really quite remarkable."
- "Hamas built a terrorist organization on top of a social service provision organization in months."
- "Terrorism against Israeli targets allowed Hamas to present themselves as the true nationalists. Hamas did not need Qutb's global jihadist ideology to turn to terrorism." Er beschreibt die weitere Entwicklung der Hamas bis Dezember 2008 und fasst dann zusammen:
- "their first step was to set up a social service provision network... in this sense, Hamas is not a terrorist organization using social service provision as a front to disguise its other activities, ... The social services came first."
Kurz:
- Berman zählt die Hamas ohne jeden Zweifel eindeutig zu den Terrororganisationen, deren Ideologie, Finanzierung und Geschichte er untersucht.
- Die Hamas ist für ihn nur in Bezug auf ihren anfänglichen Sozialdienst keine Terrororganisation gewesen, also in Bezug auf ihre Entstehung.
- Doch Berman betont mehrfach, dass sie sich in kürzester Zeit, nämlich in Monaten, zur tödlichsten Terrororganisation in Palästina entwickelt hat.
- Und er betont, dass es gerade ihre Sozialdienste waren, die die Terrororganisation Hamas so erfolgreich werden ließen. Er stellt also beides nicht beziehungslos nebeneinander, sondern das erste war Bedingung für das zweite.
- Es gibt weder in der Erstauflage seines Buchs noch sonstwo einen Beleg dafür, dass Berman sein Urteil seit 2011 geändert, relativiert oder abgeschwächt hätte.
Fazit: Berman stuft die Hamas eindeutig ab 1988 als Terrororganisation ein. Genauso wird er auch von neueren Fachpublikationen zum Thema verstanden und zitiert, siehe z.B. hier (2017).
Oben wurde also versucht, einen absolut eindeutigen Beleg mittels Auswahl eines Einzelzitats ohne Kontext ins Gegenteil umzudeuten. Hinzu kommt der ständige Rückfall hinter schon erreichte Argumentebenen:
- Staatenmehrheiten repräsentieren keine Forschungsstände,
- UNO-Gremien auch nicht, zumal deren Durchsetzung von Hamas-Sympathisanten längst erwiesen ist,
- seit 7.10.2023 kann man Publikationen, die die Hamas von ihrem organisierten Terror freizusprechen versuchen, nicht mehr als reputabel ansehen.
Wer das nicht anerkennen kann, beweist halt nur seinen realitätsverweigernden Benutzer-POV. Kein weiterer Kommentar. EinBeitrag (Diskussion) 12:40, 7. Jun. 2025 (CEST)
- Wir sind uns einig, dass die Hamas zu verschiedenen Zeiten terroristisch agiert hat und eine Terrororganisation aufgebaut hat. Nur ist sie eben nach Ansicht etlicher seriöser Autoren nicht nur eine Terrororganisation, sondern eine radikale politische oder religiöse Organisation, die eine dem Terror gewidmete Unterorganisation geschaffen hat (insbesondere die Qassam-Brigaden, die auch Croitoru als „Kampf- und Terrorgruppen“ bezeichnet). Berman zitiert einen Experten (2001), laut dem "Approximately 90 percent of its work is in social, welfare, cultural and educational activities"; und das vor dem Wahlsieg der Hamas, nach dem sie als – zunächst demokratisch legitimierte – Regierung des Gazastreifens fungierte.
- Von „anfänglichen“ Sozialdienstleistungen zu sprechen, ist jedenfalls nicht korrekt, denn die liefen mindestens bis zu Beginn des aktuellen Krieges weiter. Auf die gründete sich auch die finanzielle Unterstützung, die der Hamas bis September 2023 von der Netanjahu-Regierung zugeschoben wurde.
- Das von Dir verlinkte Berman-Zitat hier ist interessant. Es geht Dir doch wohl um diese Passage:
- "Berman argues that 'in this front sense, Hamas as a terrorist organization uses social activities to disguise its other activities. It is better to understand that social services are used to support terrorism in order to achive political goals.'"
- Der Autor sagt, das Zitat komme von Seite 79 in einer Ausgabe von Bermans Buch Radical, Religious and Violent, die beim "Milken Institute 2010" erschienen sei. Ich finde diesen Wortlaut in Google Books nur in dem zitierenden Buch [22], nicht aber auf der angegebenen Seite in Bermans Buch – zumindest nicht in der auf Google Books verfügbaren, von MIT Press veröffentlichten Ausgabe von 2011. In der MIT-Press-Ausgabe finde ich zu diesem Thema nur den oben zitierten Wortlaut, der ziemlich genau das Gegenteil davon aussagt.
- So ist das auch von della Porta zitiert: [23]. Die Hamas stellte (2005) demnach 40 Prozent aller Sozialhilfeeinrichtungen für mehrere Millionen Menschen im Westjordanland und dem Gazastreifen. --Andreas JN466 15:08, 7. Jun. 2025 (CEST)
- Noch eine Runde drehen? Das obige Zitat hatte ja niemand bestritten, nur sagt Berman mit "in this sense..." eben im nachlesbaren Kontext nur, dass die Hamas zuerst einen Sozialdienst organisiert hat und dann zum organisierten Terror überging. Er bestreitet damit natürlich nicht, dass sie eine Terrororganisation ist, nur, dass sie von Anfang an eine war. Und die anderen Zitate Bermans waren / sind eindeutig und für jeden nachlesbar, ich habe sie ja oben verlinkt. Die Prozentzahlen ändern an der Gesamteinstufung als Terrororganisation gar nichts, sie erklären ja laut Berman nur, warum die Hamas als Terrororganisation so erfolgreich war. Du kannst dir also weder 1. nur dies eine Zitat aussuchen noch 2. dieses dann auch noch ohne seinen eigenen Kontext umdeuten. Das ist eine Belegverfälschung, da beisst die Maus keinen Faden ab. Wenn Du diese Verfälschung editiert hättest, wärest Du zwangsläufig auf der VM gelandet. Und Deine Ignorierung der übrigen aktuellen Belege, die u.a. Koenraad geprüft hat, bleibt hier auch nicht unbemerkt. EOD. EinBeitrag (Diskussion) 17:09, 7. Jun. 2025 (CEST)
- "seit 7.10.2023 kann man Publikationen, die die Hamas von ihrem organisierten Terror freizusprechen versuchen, nicht mehr als reputabel ansehen."
- Wenn man alle abweichenden Publikationen von vorne herein als nicht reputabel bezeichnet, dann kann man natürlich nichts finden. --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 20:47, 8. Jun. 2025 (CEST)
- Habe ich nicht getan, Lesen bildet. EinBeitrag (Diskussion) 12:42, 9. Jun. 2025 (CEST)
- Was steht sonst in diesem Zitat? Erkläre es mir bitte. --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 09:54, 10. Jun. 2025 (CEST)
- Lesen kannst und musst Du selber. EinBeitrag (Diskussion) 12:06, 10. Jun. 2025 (CEST)
- Was steht sonst in diesem Zitat? Erkläre es mir bitte. --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 09:54, 10. Jun. 2025 (CEST)
- Habe ich nicht getan, Lesen bildet. EinBeitrag (Diskussion) 12:42, 9. Jun. 2025 (CEST)
- Ich habe noch ein paar Veröffentlichungen nach 2023 gesucht. Dort wird die Organisation nicht per-se als terroristisch bezeichnet.
- - Sinwar’s Rise in Hamas: An In-depth Analysis of Internal Dynamics and Regional Interaction
- - Adaptation to Survival: Strategic Evolution in Resistance Movements; Insights from Hamas
- - Hamas: The Rise of Palestinian Resistance and Attempts at Its Containment
- - Crushing Hamas? Origins and Expansion of the Islamic Resistance Movement in Lebanon
- @El Cazangero hat vorhin geschrieben es mangelt an einer einheitlichen Definition für Terrorismus. In Länder wo die Organisation als Terrororganisation deklariert ist, wird sie von Akademikern meistens so bezeichnet. In anderen Ländern, vor allem außerhalb des Westens, ist das meistens nicht so.
- Die Wissenschaftler in arabischen Staaten haben meist eine komplett andere Perspektive. Die halte ich immer auch nicht für richtig! Aber es ist nicht die Aufgabe von einem Wiki über richtige und falsche Meinungen zu entscheiden!!
- Wieso gibt es keinerlei Kompromissbereitschaft von dir @EinBeitrag? Du kannst nicht einfach 3/4 von der Weltbevölkerung im Wiki ausklammern, weil sie dir widersprechen! --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 21:30, 8. Jun. 2025 (CEST)
- Aha, wir machen eine Abstimmung. Da bist du im falschen Film. Selbstverständlich ist die für den Terrorangriff der Hamas auf Israel 2023 zuständige Gruppe eine Terrororganisation.--Tohma (Diskussion) 21:51, 8. Jun. 2025 (CEST)
- Es fehlen in der IP-Liste erneut alle Seitenangaben, Zitate und Zitatkontexte. Offenbar ist WP:BLG der IP unbekannt oder sie ist zu bequem, sich dran zu halten.
- Und ich wäre natürlich privat sehr gespannt auf den Beleg, dass 3/4 der Weltbevölkerung meiner Wenigkeit widersprechen. Endlich mal eine globale repräsentative Umfrage, die die Weltmeinung der Einzelmeinung eines Wikipediabenutzers gegenüberstellt. Das dürfte unwidersprechlich ihre profunde wissenschaftliche Methodik beweisen. Welch unverdiente Ehre! ;-)
- EinBeitrag (Diskussion) 12:42, 9. Jun. 2025 (CEST)
- Dachte bisher auch immer, daß für WP zitierfähige Leitmedien und seriöse anerkannte Wissenschaftler maßgeblich sind. Die IP hat das mit WP als Projekt, an dem sich jede/-r beteiligen kann, etwas sehr wörtlich genommen und eigenwillig ausgelegt. Also müssen wir diverse Artikel wohl gewaltig kippen und umschreiben, z. B. Holocaust, Klimawandel, Terroranschläge am 11. September 2001, eventuell ja auch Protokolle der Weisen von Zion, Ritualmordlegende, Weltjudentum und derartiges. Na dann --Schilderwaldmeister (Diskussion) 10:36, 9. Jun. 2025 (CEST)
- Die Literatur spricht nicht per-se von Terror. Auf keiner Seite. Es gibt kein Zitat für etwas das nicht drinnen steht. Ignorierst du das mit Absicht? --2001:4BB8:2A7:7A01:0:0:CE2F:D5D2 09:51, 10. Jun. 2025 (CEST)
- Melde Dich an und lass das Lügen. Du hattest oben schon behauptet, dass Deine Kronzeugen gar nichts über den Terror der Hamas sagen. Stimmt nicht. Würde es stimmen, könnte man diese Autoren auf keinen Fall als seriös ansehen. EinBeitrag (Diskussion) 17:17, 10. Jun. 2025 (CEST)
Die o.g. Stellen mit dem Stichwort bei Croitoru, Ausgabe 2024, lauten:
- [24]: "Trotz aller Vorsicht, mit der die Islamisten bei ihren Aktivitäten in den besetzten Gebieten vorgingen, wurden die Organisationsstrukturen von den Israelis, die die Hamas im Laufe des Jahres 1989 als Terrororganisation eingestuft und für illegal erklärt hatten, Ende 1990 und Anfang 1991 sukzessive aufgedeckt."
- [25]: "Eine typische Meldung zu den Bombardierungen schon am Tag des Überfalls war: «Die militärischen Infrastrukturen sind in Hochhäusern untergebracht, was wieder einmal ein Beweis dafür ist, dass die Terrororganisation Hamas ihre Anlagen gezielt im Herzen der Zivilbevölkerung platziert.»"
- [26]: "Man begnügte sich mit den wolkigen Formeln: [...] Ziele, lokalisiert in Hochhäusern, die von der Terrororganisation im Gazastreifen benutzt wurden»."
- Es trifft also zu, dass diese Stellen nur Israels Sicht wiedergeben.
- Dass Croitoru die Hamas deshalb anders sieht, trifft nicht zu. Denn er bestätigt, dass die Israelis die Hamas 1989 nicht bloss so einstuften, sondern diese Einstufung 1990/91 belegten, indem sie die Organisationsstrukturen der Hamas aufdeckten.
- In der alten Ausgabe von 2007 hatte Croitoru dafür zwei Primärbelege genannt (Fußnoten 25 und 26).
- Der Klappentext des Verlags von 2007 fasst Croitorus Position daher (m.E. korrekt) so zusammen:
- [27]: "Israel sieht in der Hamas nur die Terrororganisation und schlägt mit aller Härte zurück - mit begrenztem Erfolg. Joseph Croitoru legt anhand vieler im Westen bisher nicht bekannter Quellen die Ziele und die Funktionsweise der Hamas offen." Nämlich das kontinuierliche Ziel, den Staat Israel und den zeitweisen Friedensprozess mit Terror zu zerstören. Darum sah Croitoru jede Diplomatie des Westens, die eine ideologische Abkehr der Hamas von ihrem Vernichtungsziel unterstellte, schon 2007 äußerst skeptisch. Das kann man, wenn man will, auch in der Ausgabe von 2024 wiederfinden, wenn man alle internen Treffer zu den Stichworten "Terror", "Terroranschlag", "Terrorangriff" und "Terrorismus" durchgeht. Das erspare ich mir, da es die Hausaufgabe derer ist, die Croitoru hier als Kronzeugen für eine gegenteilige Einstufung der Hamas angeführt haben. EinBeitrag (Diskussion) 16:05, 10. Jun. 2025 (CEST)
Der o.g. Autor Beverley Milton-Edwards nennt das Stichwort "terrorist organization" in seinem Buch The Islamic Resistance Movement (2013) 14x, und nicht nur als Zitat oder israelische oder westliche Sicht. Er übernimmt es nicht explizit, macht aber ganz klar, dass die Hamas u.a. durch ihre Selbstmordattentate Angst bei allen Israelis erzeugen wollte; das nennt man Terror. Die Einstufung der Hamas als Terrororganisation kann man mit ihm also nicht ausschliessen. Was er zum Massaker vom 7.10.2023 sagt oder schreibt, wäre zu recherchieren. EinBeitrag (Diskussion) 17:34, 10. Jun. 2025 (CEST)
- Auch Beverley Milton-Edwards ist eine Frau. Danke für den Bericht, dass Milton-Edwards die Bezeichnung in ihrem Buch von 2013 nicht explizit übernimmt, und für die angefragten Belege in Croitoru; so hatte ich das von einer Suche in meiner Kindle-Version auch in Erinnerung. Deiner Logik hinsichtlich er bestätigt, dass die Israelis die Hamas 1989 nicht bloss so einstuften, sondern diese Einstufung 1990/91 belegten, indem sie die Organisationsstrukturen der Hamas aufdeckten kann ich allerdings nicht folgen.
- Du siehst doch aber selbst, dass Croitoru genau wie Milton-Edwards die Bezeichnung nicht explizit für sich selbst übernimmt, mit einer Ausnahme: den Qassam-Brigaden, die er, sozusagen „in seiner eigenen Stimme“, als „Kampf- und Terrorgruppen“ bezeichnet. Die Hamas selbst bezeichnet er als Islamisten usw. Warum können wir nicht dasselbe tun, was wissenschaftlich rezipierte AutorInnen wie Milton-Edwards und Croitoru tun? Milton-Edwards ist eine äußerst angesehene Autorin auf dem Gebiet.
- Hier ist noch eine weitere Quelle, auch von Cambridge University Press:
- Jackson R. Constructing Enemies: ‘Islamic Terrorism’ in Political and Academic Discourse. Government and Opposition. 2007;42(3):394-426. doi:10.1111/j.1477-7053.2007.00229.x Wikipedia-Library-Link.
- Zitat von Seite 401–402, dort geht es um den Terrorismus-Diskurs und den Aufbau von Feindbildern:
- The discourse is first and foremost founded on the deployment of a series of core labels, terms and discursive formations, including, among others: ‘the Islamic world’, ‘the West’, ‘the Islamic revival’, ‘political Islam’, ‘Islamism’, ‘extremism’, ‘radicalism’, ‘fundamentalism’, ‘religious terrorism’, ‘jihadists’, ‘Wahhabis’, ‘Salafis’, ‘militants’, ‘moderates’, ‘global jihadist movement’, ‘al-Qaeda’, and of course, ‘Islamic terrorism’. Crucially, in their textual usage these terms are often vaguely defined (if at all), yet culturally loaded and highly flexible in the way they are deployed. In addition, these labels and terms are organized into a series of dramatic oppositional binaries, such as the West versus the Islamic world, extremists versus moderates, violent versus peaceful, democratic versus totalitarian, religious versus secular, medieval versus modern and savage versus civilized. Such powerful categories function to construct ‘Islamic terrorists’ and ‘extremists’ as particular kinds of subjects within the overall discourse and enforce highly constricting subject positions upon them vis-à-vis other subjects, such as ‘decent people’, ‘democratic states’ or ‘moderate Muslims’, for example. Importantly, they also render unreasonable more nuanced narratives about the often-contradictory identities and characteristics of the narratives’ central actors. The application of labels such as ‘terrorist’, ‘fundamentalist’ and ‘extremist’ to groups like Hamas and Hizbollah for example, functions to obscure their simultaneous existence as political party, social welfare provider, protection force, local association, relief agency, charity, education provider, bank, guerrilla force and the like – as well as position them as the enemy of Western societies.
- DeepL-Übersetzung des unterstrichenen Satzes: Wichtig ist auch, dass sie differenziertere Darstellungen der oft widersprüchlichen Identitäten und Eigenschaften der zentralen Akteure der Narrative als unvernünftig erscheinen lassen. Die Verwendung von Bezeichnungen wie „Terrorist“, „Fundamentalist“ und „Extremist“ für Gruppen wie die Hamas und die Hisbollah dient beispielsweise dazu, ihre gleichzeitige Existenz als politische Partei, Sozialdienstleister, Schutzmacht, lokale Vereinigung, Hilfsorganisation, Wohltätigkeitsorganisation, Bildungsträger, Bank, Guerillatruppe und Ähnliches zu verschleiern – und sie als Feinde der westlichen Gesellschaften darzustellen.
- Den Kern der hier geäußerten Kritik sehe ich darin, dass diese Reduktion auf „Terrororganisation“ eben nicht erhellend ist, sondern nur erhitzt. Unser Ziel sollte doch das Erstere und nicht das Letztere sein. In Bezug auf den umseitigen Artikel würde dies auch gar nicht bedeuten, dass der Begriff „Terrororganisation“ dort nicht mehr vorkäme – er käme dort halt nur so vor, wie er auch bei wissenschaftlichen AutorInnen wie Croitoru und Milton-Edwards vorkommt. Das wäre doch eine Überlegung wert.
- Eine Leseprobe von Milton-Edwards neustem Buch über die Hamas (Wiley, Juni 2024) findest Du übrigens hier. Sie beginnt mit den Worten:
- There is no middle ground with Hamas. In the decades since the Islamist organization emerged from the crucible of the Palestinian-Israeli conflict, it has polarized opinion and will continue to do so. Hamas's credo can be defined simply as 'Islam is the solution.' It offers an Islamic plan to Palestinians living under an Israeli military occupation, wrapping itself in the twin banners of religion and nationalism. Hamas' enemies define it as a terrorist organization that has killed and maimed Israelis for decades, and perpetrating by far its deadliest attack on 7 October 2023. ...
- --Andreas JN466 18:09, 11. Jun. 2025 (CEST)
- Das o.a. Zitat von R. Jackson ist 18 Jahre alt und inhaltlich eher offtopic, da allgemein auf den Begriff Terrorismus bezogen. Konkret auf die Hamas bezogen würde Jacksons Logik (besonders nach 18 Jahren Feindbildkonstruktion durch die Hamas selbst) auch den Umkehrschluss erlauben: Die primäre Einstufung der Hamas als Sozialfürsorgedienst "functions to obscure their simultaneous existence as a terrorist organization".
- Das o.a. Zitat von Milton-Edwards 2024 ist ontopic. Es zeigt sehr klar,
- 1. dass man nach Ansicht dieser Historikerin keinen "neutralen" Standpunkt ("middle ground") zur Hamas einnehmen kann,
- 2. dass die Hamas einen Plan und ein Ziel hat, nämlich ganz Palästina einschließlich Israels dem Islam zu unterwerfen,
- 3. dass sie sich dazu in das Gewand von Religion (Islam) und Nationalismus einkleidet / einhüllt ("wrapping itself in"),
- 4. dass die Einstufung als Terrororganisation auf harten Fakten beruht, nämlich dass die Hamas "seit Jahrzehnten Israelis ermordet und verkrüppelt", bis hin zu ihrem "bei weitem tödlichsten Angriff am 7. Oktober 2023".
- Um daraus zu folgern, dass dieser Beleg die Einstufung als Terrororganisation ausschliesst, muss man also eine enorme Gehirnakrobatik vollziehen:
- das Ziel der Islamisierung ganz Palästinas habe nichts mit dem Terror der Hamas zu tun, sondern widerspreche deren Einstufung als Terrororganisation,
- diese Einstufung sei nur eine Meinung von Feinden der Hamas ohne Faktenbasis,
- die im Beleg genannten Fakten seien für diese Einstufung nicht ausreichend,
- es seien gar keine Fakten, sondern ebenfalls nur Meinungen,
- oder, man könne über diese Fakten geteilter Meinung sein.
- Um das Zitat so zu verstehen, müsste man also nachweisen, dass die Autorin das Massaker vom 7.10.2023 NICHT als geplante Terrortat einstuft und findet, dass es NICHTS mit dem von ihr festgestellten Islamisierungsziel der Hamas zu tun hatte.
- Ich bin sehr auf diesen (sicherlich völlig "unerhitzten", coolen, "neutralen") Nachweis gespannt. Andernfalls wird wiederum auch dieser Beleg nur realistisch gedeutet werden können: Der jahrzehntelange organisierte Vernichtungsterror der Hamas ist schmerzhaft unbestreitbar REAL.
- So real, dass dem gegenüber keine eingebildete Neutralität mehr möglich ist, egal mit welchem "Erhitzungsgrad". Ergo:
- Die Hamas IST tatsächlich eine islamistische Terrororganisation. Ihre Ideologie und ihr Handeln widersprechen sich nicht und lassen sich nicht als zwei "Meinungen" oder Sichtweisen gegenüberstellen, sondern gehören untrennbar zusammen und bilden zwei Seiten derselben Medaille. EinBeitrag (Diskussion) 18:00, 12. Jun. 2025 (CEST)
- Ich habe Milton-Edwards' und Farrells Buch (2024) jetzt durchgesehen; sie beschreiben die Hamas, genau wie Croitoru, als „Islamist movement“ und verwenden das Terrorismus-Label nicht selbst zur Beschreibung der Organisation insgesamt – anders als Croitoru noch nicht einmal in ihrer ausführlichen Beschreibung der Ereignisse des 7. Oktober 2023 (das Wort taucht dort aber mehrfach in sehr eindringlichen Zitaten von Israelis auf). Die AutorInnen sprechen das Thema selbst an:
- Semantics are of immeasurable importance. ‘Terrorism’ versus ‘resistance’ is only of the significant linguistic disputes characteristic of the debate about Israel’s occupation and the ensuing conflict, in which cities, regions and neighbourhoods have different names according to religious or political perspective: Jerusalem or Al-Quds; Hebron or Al-Khalil; Judea and Samaria or the West Bank; Temple Mount or Al-Haram al-Sharif. One person’s Arab terrorist murdering Jewish innocents to conquer Israel’s eternal capital Jerusalem is another’s Palestinian freedom fighter avenging the blood of innocents murdered by Israel to liberate occupied Al-Quds from Zionist military occupation and an apartheid regime founded on a racial prejudice.
- DeepL-Übersetzung: Semantik ist von unermesslicher Bedeutung. „Terrorismus“ versus „Widerstand“ ist nur eine der bedeutenden sprachlichen Kontroversen, die für die Debatte über die Besetzung Israels und den daraus resultierenden Konflikt charakteristisch sind, in dem Städte, Regionen und Stadtteile je nach religiöser oder politischer Perspektive unterschiedliche Namen haben: Jerusalem oder Al-Quds; Hebron oder Al-Khalil; Judäa und Samaria oder Westjordanland; Tempelberg oder Al-Haram al-Sharif. Der arabische Terrorist, der unschuldige Juden ermordet, um Israels ewige Hauptstadt Jerusalem zu erobern, ist für andere ein palästinensischer Freiheitskämpfer, der das Blut Unschuldiger rächt, die von Israel ermordet wurden, um das besetzte Al-Quds von der zionistischen Militärbesatzung und einem auf rassistischen Vorurteilen gegründeten Apartheidregime zu befreien.
- Meine Interpretation ist: Die AutorInnen empfinden es als mit ihrer Aufgabe als WissenschaftlerInnen unvereinbar, in diese Kontroverse einzusteigen – und auch als unnötig. Stattdessen beschreiben sie die Gräueltaten und lassen Betroffene zu Wort kommen. Niemand würde wegen der Abwesenheit des Wortes "Terror" in dem Kapitel über den 7. Oktober auf die Idee kommen, dass Milton-Edwards und Farrell die beschriebenen Ereignisse gut finden oder auch nur entschuldigen. Das empfinde ich als guten Schreibstil.
- Ein weiteres Buch über die Hamas, von der Politikwissenschaftlerin Leila Seurat:
- The Foreign Policy of Hamas: Ideology, Decision Making and Political Supremacy (I.B. Tauris, 2022, pdf verfügbar hier)
- Auch sie verwendet das Terrorismus-Label in ihrem Buch nur in Zitaten oder mit Standpunktzuweisung und spricht ansonsten von einem „Islamist movement“.
- Zwei nach dem 7. Oktober 2023 erschienene deutschsprachige Bücher sind:
- Kraushaar: Israel: Hamas, Gaza, Palästina, Europäische Verlagsanstalt, 2024) spricht von einer „islamischen Terrororganisation“, der „terroristischen Hamas“ usw. Im Kapitel „Die Gleichsetzungen“ kritisiert Kraushaar Agence France-Presse, Associated Press und BBC dafür, dass sie das nicht tun, sich also des Terrorismus-Labels enthalten.
- Asseburg: Der 7. Oktober und der Krieg in Gaza (C.H.Beck, 2025). Asseburg spricht beim 7. Oktober von „Terrorakten“, doch das Wort “Terrororganisation” kommt laut Kindle-Suche nur ein einziges Mal in dem ganzen Buch im Fließtext vor: „2015 wurde die Hamas gar als Terrororganisation eingestuft“ (in Ägypten). Gleiches gilt für den Begriff „terroristische Gruppierung“; dieser erscheint nur in der Passage über die Einstufung als solche durch die USA und EU.
- Du hattest nun oben eine Reihe von Links gepostet. Etliche davon sind in keiner Weise als wissenschaftliche Literatur zu werten – da ist Books on Demand dabei, Journalistisches wie „Die Codes der Extremisten: Wie Links- und Rechtsextreme, Autokraten und Islamisten die Demokratie unterwandern“ usw. Aber gehen wir Deine Links der Reihe nach durch:
- Handbuch Äußere Sicherheit, Richard Boorberg Verlag.
- Rechtswissenschaftliches Werk. Beschreibt Hamas als Terrororganisation.
- Kraushaar 2024 (siehe oben).
- Gabriel Berger: Israel und Gaza: Texte zum Gaza-Krieg nach dem Terroranschlag der Hamas vom 07.10.2023. Books on Demand.
- Im Eigenverlag veröffentlicht. Das ist kein wissenschaftliches oder auch nur wissenschaftlich rezipiertes Buch und nach WP:BLG keine zuverlässige Quelle.
- Die Codes der Extremisten: Wie Links- und Rechtsextreme, Autokraten und Islamisten die Demokratie unterwandern, edition a.
- Der Autor ist kein Wissenschaftler, und edition a ist kein wissenschaftlicher Verlag: [28]
- Krieg der Narrative: Russland, die Ukraine und der Westen, Walter de Gruyter GmbH.
- Das Buch ist sachgebietsfremd. Die Gleichsetzung Hamas = Terrororganisation taucht nur in einem Interview mit der Journalistin Katrin Eigendorf auf. Das ist für diesen Artikel keine belastbare Quelle.
- Susanne Glass, Jenny Havemann: Unser Israel gibt es nicht mehr: Zwei Standpunkte - eine Freundschaft. Langen Müller Verlag.
- Was Glass hier geschrieben hat, ist eine biografisch-journalistische und keine wissenschaftliche Quelle.
- Poettschkes Post Das E-Magazin 7/2023.
- Keine wissenschaftliche Quelle.
- Wilfried von Bredow: Kriege im 21. Jahrhundert: Wie heute militärische Konflikte geführt werden. Bebra-Verlag.
- Beschreibt die Hamas als islamistische Terrororganisation, erwähnt sie aber nur oberflächlich – das Buch behandelt alles Mögliche vom 1. Weltkrieg bis heute.
- Maria Klose: Das Vermächtnis - Der 7. Oktober im Fokus von 2.000 Jahren Antisemitismus, Books on Demand.
- Im Selbstverlag erschienen. Keine Wissenschaftlerin.
- Wolfgang Preikschat: Politische Semantik des Antisemitismus, Books on Demand.
- Im Eigenverlag erschienen. Und nebenbei, Preikschat spricht doch wohl ironisch, wenn er sagt: „Ihre Deutschkenntnisse können Sie auch gleich anbringen, indem Sie der offiziellen Sprachregelung entsprechend Hamas als ,islamistische Terrororganisation‘ einstufen.“ (S. 57).
- Ednan Aslan, Michael Kramer: Islamistischer Antisemitismus: Studie zu muslimischen Moscheegemeinden in Österreich, Springer Fachmedien Wiesbaden.
- Wissenschaftliche Quelle, erwähnt aber nur beiläufig, dass Ermittlungen gegen einen Iman wegen seines Lobs für die „Terrororganisation Hamas“ eingeleitet wurden; ansonsten kommt das Wort „Terrororganisation“ in dem Buch nur noch einmal in einem Interviewzitat (S. 502) vor.
- Walter Schwimmer: Das Hungerleiderhaus: Die Geschichte einer mitteleuropäischen Familie und ihres Hauses, Böhlau Wien.
- Das ist keine wissenschaftliche Arbeit zum Thema.
- Stefan Goertz: Islamistischer Terrorismus. Analyse – Definitionen – Taktik. C.F. Müller.
- Gute rechtswissenschaftliche Quelle. Spricht von der „palästinensischen Terrororganisation“.
- Handbuch Äußere Sicherheit, Richard Boorberg Verlag.
- In der wissenschaftlichen Literatur ergibt sich auf jeden Fall ein gemischtes Bild. Und ich denke, die wissenschaftlichen Autoren, die wirklich Hamas-ExpertInnen sind – von Joseph Croitoru zu Beverley Milton-Edwards zu Hroub zu Muriel Asseburg – verwenden, im Gegensatz zu Werken mit Schwerpunkt Sicherheitspolitik/Terrorismus/Recht, in der Regel einen Schreibstil, der die Wertungen berichtet, aber nicht übernimmt, aus den oben geschilderten, auch von BBC und den großen Presseagenturen vertretenen Gründen. Das halte ich eigentlich auch für vereinbarer mit dem von Wikimedia/Wikipedia zum Projektgrundsatz erhobenen NPOV-Gedanken.
- Der Fließtext des umseitigen Artikels verwendet aktuell 68 Worte, die „terror“ als Wortbestandteil haben („terroristisch“, „Terrorakt“, „Terrororganisation“ usw.). Von diesen Passagen empfinde ich eigentlich nur etwa acht oder zehn als verbesserungswürdig (was nicht unbedingt bedeutet, dass ich das Wort entfernen möchte). Ich mache da in Kürze ein paar konkrete Textvorschläge. Es sollte mich freuen, wenn Du Dich mit dem einen oder anderen anfreunden könntest. Gruß und sorry für die Länge dieses Posts, --Andreas JN466 23:12, 14. Jun. 2025 (CEST)
- Ich habe Milton-Edwards' und Farrells Buch (2024) jetzt durchgesehen; sie beschreiben die Hamas, genau wie Croitoru, als „Islamist movement“ und verwenden das Terrorismus-Label nicht selbst zur Beschreibung der Organisation insgesamt – anders als Croitoru noch nicht einmal in ihrer ausführlichen Beschreibung der Ereignisse des 7. Oktober 2023 (das Wort taucht dort aber mehrfach in sehr eindringlichen Zitaten von Israelis auf). Die AutorInnen sprechen das Thema selbst an:
Änderungsvorschläge
[Quelltext bearbeiten]So, mit etwas Verspätung, nun wie versprochen ein paar Änderungsvorschläge.
- Intro: Auf dem von 162 der 193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen (UN) anerkannten Staatsgebiet Israels und auf dem Territorium des von 145 der 193 UN-Mitgliedstaaten anerkannten Staates Palästina beabsichtigt die
TerrororganisationHamas einen vom Islam geprägten Gottesstaat zu errichten.- Begründung: Das Intro erwähnt die Einstufung „als terroristische Vereinigung“ durch 41 Staaten, ihre „Terrorakte“, ihren „Terrorangriff“ am 7. Oktober und ihre Einstufung als „Terrororganisation“ durch „Historiker und Politikwissenschaftler, die Europäische Union, die USA und weitere Staaten“. Diese fünfte Verwendung des Terrorbegriffs ist überflüssig – sie macht den Text nicht stärker, sondern schwächer. („Islamistenorganisation“ ginge auch und ist vielfach in wissenschaftlichen Werken belegt, wäre aber hier ein bisschen tautologisch.)
- Absatz Hamas#Charta: Am 18. August 1988 erschien ein lange vorbereitetes, als „Hamas-Charta“ bezeichnetes Grundsatzdokument, in dem die 1987 gegründete
palästinensische TerrororganisationIslamistenorganisation ihr Programm darlegte und ihre Ziele festschrieb.- Begründung: Wissenschaftlicher statt journalistischer Stil – im Folgesatz geht es schließlich auch um religiöse Ziele und Argumentationen.
- Abschnitt Hamas#Wahlsieg und Einheitsregierung: Im Wahlkampf für die Nationalratswahl hielt die Hamas ihre Grundsätze fest und propagierte Sozialreformen und bewaffneten „Widerstand“
(Terror)als gemeinsame Ziele.- Unbelegt (ich habe kein Problem mit der Formulierung, wenn es eine wissenschaftliche Quelle gibt, die im Zusammenhang mit dem Wahlkampf von der Propagierung von „Terror“ spricht, aber so kommt es wie ein Kommentar eines Wikipedianers rüber).
- Abschnitt Hamas#Alleinherrschaft im Gazastreifen: Proteste Oppositioneller bestrafte die
TerrororganisationHamas rigoros – im zunehmenden Maß auch ökonomisch und politisch.- Begründung: Wissenschaftlich neutraler Stil, da keine Standpunktzuweisung vorhanden.
- Abschnitt Hamas#Drittstaaten: Iran, Katar und Saudi-Arabien sind die wichtigsten Geldgeber der Hamas. Ihre
TerrorfFinanzierung richtet sich nach ihren jeweiligen Machtinteressen.- Begründung: Insbesondere die Finanzierung durch Katar geschah auf das Geheiß und mit der aktiven Unterstützung der israelischen Regierung und sollte humanitären (und politischen) Zwecken dienen. Da ist es sachlich nicht korrekt, pauschal von „Terrorfinanzierung“ zu reden.
Der Fließtext (ohne die in den Einzelnachweisen genannten Quellen) enthält aktuell 68-mal das Wort „Terror“, entweder allein oder in Zusammensetzungen wie „terroristisch“, „Terrorgruppe“, „Terrorangriff“, „Hamasterror“ usw. Bei den 63 anderen Textstellen liegt aber immer entweder eine eindeutige Standpunktzuweisung im Text vor oder es geht um terroristische Aktivitäten, für deren Bezeichnung als „terroristisch“ (analog zu Croitoru und anderen AutorInnen) keine Standpunktzuweisung erforderlich erscheint. --Andreas JN466 18:45, 23. Jun. 2025 (CEST)
- Sehr vernünftige Änderungsvorschläge. Danke. --Wordplaygamer (Diskussion) 23:22, 29. Jun. 2025 (CEST)
- Also ist es beschlossen? --Adam Aboudou (Diskussion) 23:31, 29. Jun. 2025 (CEST)
- Nein. Der Vorschlag erfüllt insgesamt nicht die Vorgaben von WP:Intro, wonach das Lemma nach seiner Hauptbedeutung zu definieren ist und die wesentlichen Artikelinfos zusammenfassen muss. Die Hamas ist nach aktuellem Forschungsstand eine islamistische Terrororganisation. Diese Einsicht ist spätestens seit dem 7.10.2023 unausweichlich und wird ja auch von den allermeisten seriösen Autoren zur Hamas nicht bestritten. Wer das nicht anerkennen kann, der ist nicht neutral und kann keinen Konsens zum Intro erreichen. Über den Rest des Introvorschlags könnte man frühestens dann vernünftig diskutieren, wenn die Lemmadefinition anerkannt ist: Die Hamas ist - unabhängig von allem, was sie sonst noch war oder ist - eine islamistische Terrororganisation. Das ist kontinuierlich ihr Hauptmerkmal, also gehört das in Satz 1. EinBeitrag (Diskussion) 11:01, 30. Jun. 2025 (CEST)
- Der Einwand ist für mich nicht nachvollziehbar. Der Satz „Die Hamas ist eine palästinensische sunnitisch-islamistische Organisation, die international von 41 Staaten als terroristische Vereinigung eingestuft wurde“ kommt doch ganz zuvorderst im Intro, und er ist von dem hier diskutierten Textvorschlag gar nicht betroffen. --Andreas JN466 11:38, 30. Jun. 2025 (CEST)
- Nein. Der Vorschlag erfüllt insgesamt nicht die Vorgaben von WP:Intro, wonach das Lemma nach seiner Hauptbedeutung zu definieren ist und die wesentlichen Artikelinfos zusammenfassen muss. Die Hamas ist nach aktuellem Forschungsstand eine islamistische Terrororganisation. Diese Einsicht ist spätestens seit dem 7.10.2023 unausweichlich und wird ja auch von den allermeisten seriösen Autoren zur Hamas nicht bestritten. Wer das nicht anerkennen kann, der ist nicht neutral und kann keinen Konsens zum Intro erreichen. Über den Rest des Introvorschlags könnte man frühestens dann vernünftig diskutieren, wenn die Lemmadefinition anerkannt ist: Die Hamas ist - unabhängig von allem, was sie sonst noch war oder ist - eine islamistische Terrororganisation. Das ist kontinuierlich ihr Hauptmerkmal, also gehört das in Satz 1. EinBeitrag (Diskussion) 11:01, 30. Jun. 2025 (CEST)
- Staaten entscheiden nicht über die Lemmadefinition: oben mehrfach begründet. Deine Formulierung berücksichtigt also die gelaufene Diskussion nicht. (administrativ entfernt, siehe SG-Auflagen zur Arbeit im Thema Nahostkonflikt. --Holder (Diskussion) 18:56, 1. Jul. 2025 (CEST)) So kann ich Deinem Vorschlag natürlich nicht zustimmen. EinBeitrag (Diskussion) 17:50, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Mein Eindruck ist, Benutzer:Wordplaygamer und Benutzer:Adam Aboudou sehen das doch genauso wie ich, oder täusche ich mich da?
- Abgesehen davon sind es die Meinungen in der wissenschaftlichen Literatur, die relevant sind, nicht die unseren. Grundätzlich sehe ich in der wissenschaftlichen Literatur drei Formen des Sprachgebrauchs hinsichtlich dieser Problematik:
- Milton-Edwards und Farrell vermeiden es, ohne Standpunktzuweisung von einer "Terrororganisation" zu sprechen; sie vermeiden es sorgar, von einem "Terrorangriff" zu sprechen; sie erklären auch, warum: Semantik ist von unermesslicher Bedeutung. „Terrorismus“ versus „Widerstand“ ist nur eine der bedeutenden sprachlichen Kontroversen, die für die Debatte über die Besetzung Israels und den daraus resultierenden Konflikt charakteristisch sind, in dem Städte, Regionen und Stadtteile je nach religiöser oder politischer Perspektive unterschiedliche Namen haben: Jerusalem oder Al-Quds; Hebron oder Al-Khalil; Judäa und Samaria oder Westjordanland; Tempelberg oder Al-Haram al-Sharif. Der arabische Terrorist, der unschuldige Juden ermordet, um Israels ewige Hauptstadt Jerusalem zu erobern, ist für andere ein palästinensischer Freiheitskämpfer, der das Blut Unschuldiger rächt, die von Israel ermordet wurden, um das besetzte Al-Quds von der zionistischen Militärbesatzung und einem auf rassistischen Vorurteilen gegründeten Apartheidregime zu befreien. Ähnlich bei Jackson (oben schon zitiert – das ist ein Buch von Cambridge University Press, international das Feinste vom Feinen. (So übrigens auch bei BBC, Associated Press, Agence France-Presse.)
- Joseph Croitoru macht es anders: Er schreibt in seinem Buch (2024) ohne Standpunktzuweisung, in seiner eigenen Stimme, von einem „Terrorangriff“, vermeidet es aber, die Hamas ohne Standpunktzuweisung als „Terrororganisation“ zu bezeichnen. Muriel Asseburg verfährt genauso: das Wort „Terrororganisation“ kommt laut meinem Kindle nur einmal im Text ihres Buches (C.H. Beck 2025) vor, in dem Satz: 2015 wurde die Hamas gar als Terrororganisation eingestuft. (Das Wort erscheint noch ein zweites Mal in einem Literaturhinweis.)
- Kraushaar wiederum spricht ohne Standpunktzuweisung von einer „Terrororganisation“ (zur Referenz: das Wort „Terrororganisation“ kommt sechsmal in Kraushaars Buch vor; im Fließtext des umseitigen Artikels erscheint es 13-mal).
- Das ist, soweit ich sehe, die Bandbreite des Sprachgebrauchs in der wissenschaftlichen Literatur. Mein Vorschlag ist, Joseph Croitoru und Muriel Asseburg zu folgen, die hier den Mittelweg darstellen und zu den renommiertesten deutschsprachigen AutorInnen in diesem Themenbereich gehören. --Andreas JN466 16:50, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Wir schränken die wissenschaftliche Literatur nicht ein auf Autoren, die dem eigenen POV entsprechen. --Fiona (Diskussion) 21:15, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Die oben genannten Autoren haben drei unterschiedliche POVs. Mein Vorschlag ist, uns am mittleren der drei zu orientieren.
- Milton-Edwards/Farrell, Croitoru, Asseburg und Kraushaar sind (zumindest aus deutscher Sicht), soweit mir bekannt, die namhaftesten AutorInnen, die seit 7. Oktober 2023 ein wissenschaftliches Werk über die Hamas vorgelegt haben. --Andreas JN466 21:34, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Bitte erkläre doch, warum du (plötzlich?) Terrororganisation aus dem Intro heraushaben willst. --Fiona (Diskussion) 21:20, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Will ich doch gar nicht. Wir haben im Intro momentan –
- „terroristische Vereinigung“ einmal, ganz zu Anfang, und
- „Terrororganisation“ zweimal, einmal davon ohne Standpunktzuweisung. (Warum ich an einer dieser beiden Stellen ein anderes Wort vorziehen würde, habe ich oben erklärt.)
- --Andreas JN466 21:28, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Um die Hamas als Terrororganisation zu definieren, braucht man keine Standpunktzuweisung. Es geht wohl genau darum. --Fiona (Diskussion) 21:33, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Ich orientiere mich an der wissenschaftlichen Literatur. Ich habe Textsuchen in Digitalkopien der vier oben genannten Bücher (Milton-Edwards/Farrell, Croitoru, Asseburg, Kraushaar) gemacht. Basierend auf dieser Grundlage stellte ich fest:
- Von den vier oben genannten Werken jüngeren Datums verwenden drei (M-E/F, C, A) das Wort "Terrororganisation" nur mit Standpunktzuweisung.
- Drei (C, A, K) sprechen ohne Standpunktzuweisung von einem "Terrorangriff" und "Terrorakten".
- Wenn jemand meint, ich hätte eine Textstelle in einem der Werke übersehen, wäre ich für ein Zitat dankbar. Wenn jemandem sonstige maßgebliche Werke neueren Datum einfallen, bitte ich um Angabe von Titel und Autor.
- Die oben genannten Punkte 1. und 2. sind der Sprachgebrauch, den ich für den umseitigen Artikel vorschlug. --Andreas JN466 21:47, 1. Jul. 2025 (CEST)
- @EinBeitrag@Fiona B. ich werde das Gefühl nicht los das man hier versucht die Hamas als nicht „terroristisch“ zu bezeichnen, was unter dem Deckmantel der „Fachliteratur“ und „Neutralität“ gemacht wird. Diese Kaugummidiskussion über etwas was mit dem bloßen Auge sichtbar ist ( sogar die Palästinenser im Gazastreifen sehen das und sagen es laut! ) dreht sich im Kreis ohne ein Ergebnis zu haben.
- Wann haben wir ein Ergebnis? --Adam Aboudou (Diskussion) 22:04, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Damit mein Standpunkt klar wird: Das offensichtliche einfach benennen, siehe den Hisbollahartikel. Artikeltext (intro): Hisbollah ist eine „islamistisch-schiitische Partei und terroristische Organisation im Libanon, die sich hauptsächlich durch Unterstützung seitens Irans und durch eigene kriminelle Geschäfte finanziert. “. Bis auf einige Änderung (sunnitisch, nicht schiitisch) kann man diese Formulierung problemlos auf die Hamas übertragen. --Adam Aboudou (Diskussion) 22:10, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Danke für die Klarstellung, da habe ich Deinen Kommentar missverstanden.
- Zum Thema: Wir sind doch bei knapp 70 Erwähnungen von „Terror“ im Fließtext des umseitigen Artikels weit davon entfernt, die Taten der Hamas als „nicht terroristisch“ zu bezeichnen. Es ist nicht meine Absicht, das zu ändern. Man kann aber auch über das Ziel hinausschießen. Wolfgang Kraushaar ist bestimmt kein Freund der Hamas, aber sein gesamtes Buch (Israel: Hamas - Gaza - Palästina: Über einen scheinbar unlösbaren Konflikt, 2024) erwähnt das Wort „Terrororganisation“ auf seinen 180 Seiten halb so oft wie der umseitige Artikel. Rhetorisch so richtig „auf die Pauke zu hauen“ ist eben nicht das, was ich mir unter einem wissenschaftlichen oder enzyklopädischen Stil vorstelle. Gruß, --Andreas JN466 01:04, 2. Jul. 2025 (CEST)
- Gerade Kraushaar geht übrigens darauf ein, wie gefährlich es ist, die Hamas einfach nur als Terrororganisation zu verstehen. Er schreibt: Die entscheidende Frage lautet jedoch, ob die Hamas am Ende überhaupt besiegt und damit das Hauptziel des israelischen Kriegskabinetts erreicht werden kann. An skeptischen Stimmen, zumal denen ausgewiesener Experten, hat es jedenfalls von Anfang an nicht gemangelt. So hat etwa der palästinensische, an der Universität Göteborg lehrende Politikwissenschaftler Abdalhadi Alijla zu Bedenken gegeben, dass man von israelischer Seite einer grundlegenden Fehleinschätzung der Hamas aufgesessen sei. Man wisse einfach viel zu wenig über die sich in arabischen Gesellschaften abspielende lokale Politik. Der vollmundig von Netanyahu in Aussicht gestellte „totale Sieg“ über die Hamas erinnere ihn an den seinerzeitigen US-Präsidenten George W. Bush, der sich vor zwei Jahrzehnten in Kabul hingestellt und behauptet habe, sie hätten nun die Taliban besiegt. Mit dem Ergebnis, dass diese nicht nur militärisch betrachtet nie „besiegt“ gewesen seien, sondern 2021 in Afghanistan auch noch politisch an die Macht zurückkehren konnten. Auch die Regierung Netanyahu habe nicht begriffen, dass die Hamas nicht nur eine terroristische Organisation ist. Schließlich sei sie als eine Art islamischer NGO gegründet worden, die der Bevölkerung in dem abgehängten und perspektivlosen Gaza-Streifen „Dienstleistungen“ wie Bildung, Gesundheitsversorgung und anderes mehr angeboten habe. Die Keimzelle der Hamas sei ihre starke Fundierung als eine soziale Basisorganisation gewesen. ... Im Gegensatz zu anderen Experten, die vor allem militärisch argumentieren, rückt Aljla die bei der Einschätzung des Gaza-Krieges weitgehend ausgeblendete soziale Dimension mit in den Vordergrund. ... Ein ganz ähnliches Bild hat der Hamas-Experte Tareq Baconi gezeichnet. In einem Interview mit der New York Times erklärte er, dass die Hamas sowohl eine Bewegung als auch eine soziale Einrichtung sei und man sich deshalb nicht einfach die Hoffnung machen dürfe, sie vollständig vertreiben oder gar auslöschen zu können: „Die Vorstellung, dass Israel die Hamas besiegen oder militärisch dezimieren kann, ist unrealistisch. […] Selbst wenn die Hamas beseitigt würde, die Ideologie eines bewaffneten Widerstands für die Befreiung würde sich in einer anderen Bewegung manifestieren.“20 Auch ein israelischer Militärexperte und Analyst wie der als Hardliner eingeschätzte Kobi Michael teilt diese Einschätzung.21 Ideologische Überzeugungen seien so tief in den Köpfen verwurzelt, dass es ganz anderer Anstrengungen bedürfe, erklärt er, diese zu beeinflussen oder gar qualitativ zu verändern. Ein solcher Prozess wäre vergleichbar mit der in den Jahren nach dem II. Weltkrieg in Deutschland durchgeführten Entnazifizierung. Nicht auszuschließen wäre, dass am Ende des israelischen Militäreinsatzes, der nicht mit dem Ende der Hamas gleichzusetzen wäre, diese zwar personell stark dezimiert und in ihrer Feuerkraft weitestgehend lahmgelegt sein würde, insgesamt jedoch sogar „strategisch gestärkt“ aus dem Konflikt hervorgehen könne. So lautete jedenfalls das Resümee eines für den Spiegel arbeitenden Autorenteams.22 Auch deshalb ist es wichtig, die Hamas nicht einfach nur als Terrorbande zu präsentieren. --Andreas JN466 01:29, 2. Jul. 2025 (CEST)
- "Einfach nur als Terrororganisation" wird sie auch nicht beschrieben. Dann bestünde das Intro nur aus einem Satz. Wir sollten Argumente austauschen. Langzitate können sie nicht ersetzen. --Fiona (Diskussion) 06:39, 2. Jul. 2025 (CEST)
- Das Argument habe ich präsentiert: die einschlägigen wissenschaftlichen Werke schreiben nicht so, wie umseitig geschrieben wird. WP:BLG ist da sehr deutlich:
- „Grundsätzlich sind daher wissenschaftliche Publikationen, insbesondere Standardwerke, begutachtete Veröffentlichungen und systematische Übersichtsarbeiten, die für das Fachgebiet des jeweiligen Lemmas relevant sind, zu bevorzugen. Damit keine veralteten oder überholten Informationen in Wikipedia eingearbeitet werden, sollten möglichst aktuelle Ausgaben Verwendung finden. Ebenfalls zu berücksichtigen ist, inwieweit diese Quellen in den akademischen Diskurs, etwa in akademischen Fachzeitschriften des betreffenden Themengebiets, einbezogen werden und welches Gewicht ihnen darin beigemessen wird.“
- Was speziell den letzten Punkt, also den Eingang in den akademischen Diskurs, angeht, spielt Milton-Edwards da laut Google Scholar als Hamas-Expertin übrigens in einer anderen Liga: [29]. DaWalda, Du hast doch Zugriff auf akademische Zitationsdatenbanken; könnte ich Dich bitten, das mal zu checken, wenn Du eine ruhige Minute hast? (Eilt nicht.) Es geht um den Vergleich der AutorInnen Beverly Milton-Edwards, Joseph Croitoru, Muriel Asseburg und Wolfgang Kraushaar, die alle seit 2024 Bücher über das Themengebiet Hamas veröffentlicht haben: [30], [31], [32], [33], und inwieweit sie als ExpertInnen in diesem Themengebiet rezipiert sind.
- Hierzu möchte ich gleich betonen: Ich will keine der vier genannten AutorInnen als Quellen für den umseitigen Artikel disqualifizieren, mich würde nur interessieren, ob das von Google Scholar vermittelte Bild im Großen und Ganzen stimmt. Zum Teil reflektieren die Unterschiede in den Zitationen sicherlich einfach nur, dass Milton-Edwards auf Englisch schreibt. Kraushaars Buch zu diesem Thema wirkt auf mich aber auch in großen Teilen eher populärwissenschaftlich/journalistisch als streng wissenschaftlich orientiert. Trotzdem natürlich als Quelle brauchbar. --Andreas JN466 00:05, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Sry. Scopus ist überwiegend für Zeitschriftenartikel, keines der genannten Bücher ist da in der Datenbank. Google Scholar ist da schon der richtige Referenzpunkt. --DaWalda (Diskussion) 00:50, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Das Argument habe ich präsentiert: die einschlägigen wissenschaftlichen Werke schreiben nicht so, wie umseitig geschrieben wird. WP:BLG ist da sehr deutlich:
- "Einfach nur als Terrororganisation" wird sie auch nicht beschrieben. Dann bestünde das Intro nur aus einem Satz. Wir sollten Argumente austauschen. Langzitate können sie nicht ersetzen. --Fiona (Diskussion) 06:39, 2. Jul. 2025 (CEST)
- Damit mein Standpunkt klar wird: Das offensichtliche einfach benennen, siehe den Hisbollahartikel. Artikeltext (intro): Hisbollah ist eine „islamistisch-schiitische Partei und terroristische Organisation im Libanon, die sich hauptsächlich durch Unterstützung seitens Irans und durch eigene kriminelle Geschäfte finanziert. “. Bis auf einige Änderung (sunnitisch, nicht schiitisch) kann man diese Formulierung problemlos auf die Hamas übertragen. --Adam Aboudou (Diskussion) 22:10, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Ich orientiere mich an der wissenschaftlichen Literatur. Ich habe Textsuchen in Digitalkopien der vier oben genannten Bücher (Milton-Edwards/Farrell, Croitoru, Asseburg, Kraushaar) gemacht. Basierend auf dieser Grundlage stellte ich fest:
- Um die Hamas als Terrororganisation zu definieren, braucht man keine Standpunktzuweisung. Es geht wohl genau darum. --Fiona (Diskussion) 21:33, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Will ich doch gar nicht. Wir haben im Intro momentan –
- Wir schränken die wissenschaftliche Literatur nicht ein auf Autoren, die dem eigenen POV entsprechen. --Fiona (Diskussion) 21:15, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Staaten entscheiden nicht über die Lemmadefinition: oben mehrfach begründet. Deine Formulierung berücksichtigt also die gelaufene Diskussion nicht. (administrativ entfernt, siehe SG-Auflagen zur Arbeit im Thema Nahostkonflikt. --Holder (Diskussion) 18:56, 1. Jul. 2025 (CEST)) So kann ich Deinem Vorschlag natürlich nicht zustimmen. EinBeitrag (Diskussion) 17:50, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Naja, ich will mich nicht groß einmischen, nur sagen, dass @Jayen466 die Argumente und Vorschläge hat, die einer Enzyklopädie würdig sind. Alles andere, sowie der jetzige Artikel sind ohne jeden Zweifel Standpunktzuweisungen und nicht neutral. Ob die Diskutanten meinen, das Wort Terror für alle richtig definiert zu haben, ist in einer sachlichen Diskussion völlig irrelevant. Wie ich es beurteilen kann, hat Jayen bisher immer Gegenargumente gebracht, die an und für sich sachlich sind.
Weiter so! --Wordplaygamer (Diskussion) 01:01, 2. Jul. 2025 (CEST)
Können wir diese sinnlose Endlosdiskussion bitte beenden? Es ist eindeutiger und etablierter Forschungsstand: Die Hamas ist eine islamistische Terrororganisation. So gehört das in die Artikeleinleitung und nicht, wieviele Staaten dem explizit zustimmen. --Hardenacke (Diskussion) 17:46, 3. Jul. 2025 (CEST)
- Volle Zustimmung zu Hardenacke, keinerlei Änderungen dieser Art sind angebracht.--Tohma (Diskussion) 20:40, 3. Jul. 2025 (CEST)
- Man könnte meinen, du hättest die Diskussion gar nicht gelesen. Da argumentiert jemand inhaltlich und was kommt zurück? Nicht weiter unterlegte Tatsachenbehauptungen. Solche Kommentare - wie auch +1 - halte ich für entbehrlich. --Mandavi מנדבי?¿disk 22:20, 3. Jul. 2025 (CEST)
Finanzierung, Drittstaaten
[Quelltext bearbeiten]"Iran, Katar und Saudi-Arabien sind die wichtigsten Geldgeber der Hamas. Ihre Terrorfinanzierung richtet sich nach ihren jeweiligen Machtinteressen. So überwölbt das gemeinsame Ziel der Vernichtung Israels und Schwächung der PNA, die beide als korrupt und abhängig von Israel und den USA ansehen, den religiösen Konflikt zwischen den Sunniten der Hamas und den Schiiten des iranischen Regimes."
Diese Darstellung ist “at best” veraltet. Niemand würde heute behaupten das Katar und Saudi-Arabien die Vernichtung Israels anstreben. Das mag ja vielleicht mal so gewesen sein aber aktuell kann keine Rede davon sein.
Zudem werden 3 Länder aufgezählt und dann als “beide” bezeichnet.
"Syrien gehörte bis 2011 zu den wichtigsten Geldgebern und ideologischen Partnern der Hamas. Diese stellte sich jedoch im Bürgerkrieg in Syrien seit 2011 mit anderen islamistischen Gruppen gegen Syriens Diktator Baschar al-Assad und beendete damit die Zusammenarbeit."
Wer ist “Diese”?
Warum die politische Unterstützung der Türkei unter “Finanzierung” fällt, ist ein weiteres Rätsel.
Allgemein wäre es hilfreich diesen Teil einfach nach den jeweiligen Ländern zu untergliedern und dann chronologisch zu sortieren. Im Moment ist er sehr verwirrend, gerade was die zeitliche Abfolge betrifft. --~2025-102631 (Diskussion) 18:56, 30. Jun. 2025 (CEST)
- 1. Dass Katar und Saudi-Arabien Israels Vernichtung anstreben würden, stand nie und steht nicht im Text. Genaues Lesen ist notwendige Vorbedingung für Änderungswünsche. Und dass Katar die Finanzierungshilfen für die Hamas gestoppt hat, musst Du erstmal belegen.
- 2. "Beide" bezieht sich in dem zitierten Satz natürlich auf die im selben Satz genannten Sunniten der Hamas und Schiiten des Iranregimes. Kann man durch Satzbau-Umstellung verdeutlichen.
- 3. "Diese" kann sich nur auf die direkt davor genannte Hamas beziehen. Dein Leseproblem ist hier nicht nachvollziehbar.
- 4. Das "Rätsel" ist dort belegt, existiert also nur für den, der Belege ignoriert.
- 5. Nur nach Ländern bzw. Staaten zu sortieren würde chronologisches Sortieren ausschliessen. Nur chronologisch sortieren würde Hin-und-Her-Springen zwischen den Staaten, also viel mehr Durcheinander erzeugen. Darum folgen der Staatenaufzählung im ersten Satz von "Drittstaaten" Passagen zu jedem genannten Einzelstaat. Diese Passagen sind in sich weitgehend chronologisch geordnet.
- EinBeitrag (Diskussion) 08:24, 1. Jul. 2025 (CEST)
- Gehört vielleicht nicht hierher, aber in dem Satz" 2014 erließ Saudi-Arabien Anti-Terror-Gesetze, darunter ein Spendenverbot für Einzelpersonen. Das Verbot richtete sich vor allem gegen von gestützte Terrorgruppen, darunter die Hamas." fehlt wohl das Wort "Iran" zwischen "von" und "gestützte".
- jmy2c --~2025-24672-1 (Diskussion) 18:10, 22. Jul. 2025 (CEST)
Verwendung eines im Selbstverlag erschienenen Buches von Dirk Peddinghaus als Hauptquelle
[Quelltext bearbeiten]Mir fiel gestern die folgende Textstelle im umseitigen Artikel auf:
- Jedoch gehören viele UNRWA-Mitarbeiter im Gazastreifen auch zur Hamas und arbeiten mit ihr zusammen. (Perma-Link: [34])
Belegt ist der ganze Absatz mit Dirk Peddinghaus: Die Hamas und die Finanzierung des Terrorismus im Nahen Osten: Eine Analyse anhand offener Quellen. tredition, Hamburg 2021, ISBN 978-3-347-28096-0.
Der Name des Autors und des Verlags war mir nun kein Begriff. Es stellt sich heraus, dass das Buch – eine der Hauptquellen des umseitigen Artikels, mit an die 20 Belegstellen, oft längere Absätze – im Selbstverlag bei Tredition erschienen ist. Eine akademische Rezeption des Buches ist für mich nicht ersichtlich. An medialer Rezeption sehe ich nur dieses Interview in einem Schleswig-Holstein-Regionalportal: [35]. Dort wird der Autor als Mitarbeiter des German Institute for Defence and Strategic Studies vorgestellt. Auf deren Webseite ist Peddinghaus, ohne nähere Angaben zur Person, als Autor von zwei kurzen, etwa 15-seitigen GIDS-Schrifstücken genannt [36][37].
Eine Erwähnung des von Peddinghaus veröffentlichten Buches über die Hamas habe ich auf der GIDS-Webseite nicht gefunden. Ich habe das Buch auf WP:BLGF mal zur Diskussion gestellt; mir ist nicht ganz wohl dabei, dass ein im Selbstverlag erschienenes Buch (laut WP:BLG sind im Selbstverlag erschienene Publikationen im Allgemeinen keine für Wikipedia geeigneten Quellen) hier als eine der Hauptquellen verwendet wird, wenn es doch etliche Werke von wissenschaftlichen Verlagen gibt, die eine breite Rezeption genießen. Aktuell sind umseitig über 1.000 Worte mit Peddinghaus belegt. Zur oben zitierten, mit Peddinghaus belegten Aussage über UNRWA in Kürze noch mehr. --Andreas JN466 10:24, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Dirk Peddinghaus ist, wie Du selber festgestellt hast, ein Experte und reputabler Autor. Sein Buch ist eins der wenigen zu den Finanzquellen der Hamas. Wenn man es liest, stellt man fest, dass es tatsächlich sehr solide recherchiert ist. Es ist also kein Wunder, dass es für dieses Teilthema hier Hauptbeleg ist. Hast Du einen besseren anzubieten? Falls nicht, kann das Anzweifeln dieses Belegs nur als Versuch gewertet werden, missliebige belegte Informationen aus dem Artikel zu boxen. Das Unwohlsein eines Benutzers ist bekanntlich kein relevantes Argument, und Mitteilungen von Bauchgefühlen braucht es auf Arbeitsseiten wie dieser nicht. EinBeitrag (Diskussion) 11:15, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Selbstverständlich gehören Zweifel an der Zuverlässigkeit und Zitierbarkeit eines Literaturbelegs auf "Arbeitsseiten", insbesondere die Artikeldiskussionsseite. Das Erscheinen im Selbstverlag ist ein valider Ausgangspunkt für solche Zweifel. --Mautpreller (Diskussion) 11:34, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Ist vielleicht seine Disse. Falls nicht oder falls sich das nicht eruieren lässt - aus dem Amazon-Ausschnitt wird das jedenfalls nicht ersichtlich - sind die Regeln von WP:Belege zu Publikationen im Selbstverlag mit Ausnahme von Dissertationen und Habilitationen eindeutig; die Publikationsart fordert dann Streichung.
- Google Scholar kennt ihn noch als Autor zweier Statements der Bundeswehr-Denkfabrik GIDS und als Mitautor eines Artikels über militärische Führungskultur. Nichts davon macht ihn zu einem Hamas-Experten; keine Reputabilität in Sachen Hamas spricht hier für eine Ausnahme von WP:Belege.
- Wie ich das sehe, hängt es vollständig daran, ob das seine Dissertation ist. --DaWalda (Diskussion) 11:43, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Laut der Buchbeschreibung auf Kobo ist das seine Masterarbeit. --DaWalda (Diskussion) 11:58, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Interessant ist https://d-nb.info/gnd/130926175X. --Mautpreller (Diskussion) 11:51, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Selbstverständlich gehören Zweifel an der Zuverlässigkeit und Zitierbarkeit eines Literaturbelegs auf "Arbeitsseiten", insbesondere die Artikeldiskussionsseite. Das Erscheinen im Selbstverlag ist ein valider Ausgangspunkt für solche Zweifel. --Mautpreller (Diskussion) 11:34, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Nun zu der mit Peddinghaus belegten Behauptung: „Jedoch gehören viele UNRWA-Mitarbeiter im Gazastreifen auch zur Hamas und arbeiten mit ihr zusammen“.
- Der Originalwortlaut bei Peddinghaus ist: „Vor allem im Gaza-Streifen gehört ihr Personal zu einem erheblichen Teil der HAMAS an oder sympathisiert mit ihr.“ Er zitiert in der Passage drei Quellen für seine Behauptungen über UNRWA:
- "Cicero (2019)": Alex Feuerherdt: Fragwürdige Institution – Kein Geld mehr für das UN-Hilfswerk für Palästinenser, Cicero (Zeitschrift)
- "Basler Zeitung (2019)": Vincenzo Capodici: «Fehlverhalten» bei UNO-Hilfswerk unter Schweizer Führung, Basler Zeitung
- "Deutscher Bundestag (1018)"[sic], Vorbemerkung der Fragesteller
- Konkret steht in diesen Quellen:
- Feuerherdt (im Personenartikel als „Publizist und Fußballschiedsrichter-Experte“ beschrieben): „Vor allem im Gazastreifen gehört ihr Personal zu einem erheblichen Teil der Hamas an oder sympathisiert mit ihr. Während des Gazakrieges im Sommer 2014 wurden mehrere Fälle bekannt, in denen die Hamas ihre Raketen in UNRWA-Schulen deponiert hatte.“
- Capodici erwähnt die Hamas nicht, sondern thematisiert Al-Jazeera zugespielte Informationen über angebliches Fehlverhalten von Pierre Krähenbühl.
- Bundestag, Vorbemerkung der Fragesteller: „Die UNRWA rekrutiert ihre rund 30 000 Mitarbeiter größtenteils aus ansässigen palästinensischen Flüchtlingen. Es gibt immer wieder Berichte über Verbindungen von Mitarbeitern der UNRWA zur Hamas (vgl. www.faz.net/aktuell/politik/ausland/unrwa-ohne-dollar-zerstoeren-um-voranzukommen-15767995.html ). Umfang und Intensität dieser Verbindungen sind aus Sicht der Fragesteller nicht ausreichend geklärt.“
- In dem angegebenen FAZ-Artikel steht: „Israelische Regierungsvertreter haben UNRWA oft vorgeworfen, Hass auf Israel mitzuverbreiten. Die meisten UNRWA-Mitarbeiter sind lokale, meist palästinensische Angestellte. Vergangenes Jahr entließ die UNRWA-Führung zwei Mitarbeiter, die auf Posten der islamistischen Hamas gewählt worden waren.“
- Was sagen andere zu dem Thema? Asseburg und Spiegel verweisen auf die Ergebnisse der 2024 von Catherine Colonna geleiteten Untersuchung:
- Muriel Asseburg: „Der im April vorgelegte Colonna-Bericht hält fest, es gebe keine sitchhaltigen Belege für die israelischen Vorwürfe, dass ein substanzieller Teil der Belegschaft von UNRWA in bewaffneten Gruppen aktiv sei, und bescheinigt dem Hilfswerk robuste Mechanismen und Verfahren, um seine Neutralität zu gewährleisten.“
- Spiegel: „Eine Untersuchung hat keine Hinweise für die Behauptung Israels gefunden, unter den Mitarbeitern des Uno-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) seien viele Unterstützer von Terrororganisationen.“
- In den Büchern von Beverley Milton-Edwards/Farrell, Croitoru und Kraushaar finde ich mit einer elektronischen Textsuche keinerlei Vorwurf, dass UNRWA von der Hamas unterwandert worden sei.
- Das UN-Hilfswerk selbst wies diese Anschuldigungen zurück: [38]
- Es bei dieser Quellenlage umseitig lapidar als erwiesene und unwidersprochene Tatsache zu beschreiben, dass viele UNRWA-Mitarbeiter im Gazastreifen auch zur Hamas gehören und mit ihr „zusammenarbeiten“ (Peddinghaus sprach von „sympathisieren“), erscheint mir nicht angebracht.
- In einer ähnlichen Passage heißt es umseitig aktuell:
- Um den Gazastreifen vollständig zu islamisieren und die Dominanz der PLO zu brechen, brachte Yasin 1984 die Islamische Universität Gaza unter seine Kontrolle und vergrößerte stetig den Einfluss seines Vereins in Berufsverbänden, Waqf-Stiftungen und Flüchtlingshelfergruppen der UNRWA in Gaza.
- Belegt ist das mit Croitoru (2010), S. 53–58. Das entspricht aber nicht genau dem, was Croitoru schreibt. Bei Croitoru heißt es auf Seite 55:
- Bereits 1985 hatten die Islamisten etwa ein Viertel der Mandate im Ingenieur-, Ärzte- und Anwaltverband an sich gerissen, und auch in den Verbänden der Lehrer und Arbeiter, die mit der UN-Hilfsorganisation UNRWA assoziiert waren und – wie der Mudschama auch – in den Flüchtlingslagern ihre Basis hatten, gewann Jassins Organisation zunehmend an Einfluss.
- Das ist die einzige Erwähnung von UNRWA, die ich in der Seitenspanne finde. Das sollte umseitig meiner Meinung nach quellentreuer formuliert werden. --Andreas JN466 13:00, 4. Jul. 2025 (CEST)
Noch interessanter: [39]. Die Qualifikation und Expertise des Autors ist angesichts der Verlage, Themen und Fachzeitschriften, wo er seit 2016 publiziert, nicht zu bestreiten. Sie übertrifft die Qualifikation von Wikipediabenutzern für dies Thema auf jeden Fall bei weitem. Bessere Belege wurden von keinem Vorredner angeboten. EinBeitrag (Diskussion) 12:55, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Seufz. Die ersten fünf Angaben dort betreffen sämtlich denselben,hier problematisierten Titel (zweimal als Ankündigung, dreimal als vorliegend). Dazu kommen zwei Papers mit 17 bzw. 13 Seiten sowie ein vierseitiger Zeitschriftenbeitrag, verfasst gemeinsam mit zwei anderen Autoren (erscheint viermal im Katalog). Eines der Papers hat zumindest lockeren Bezug zum Thema Hamas, mehr aber nicht; die anderen haben gar nichts damit zu tun. Das ist aber erstmal auch egal. Die zitierte Schrift entspricht nicht den Regeln zur Literaturverwendung in der Wikipedia, da im Bezahlverlag erschienen. Ob sie dennoch ausnahmsweise verwendet werden kann, hängt davon ab, wie sie zu beurteilen ist und wie das geschieht. Angesichts der obigen Evidenz kann man nicht davon ausgehen, dass die zitierten Aussagen von Peddinghaus gesichertes Wissen sind, sie sind nicht nur durch die angegebenen Zitate nicht gedeckt, sondern weichen von denen anderer Beobachter (die zweifelsfrei Experten sind) ganz erheblich ab. Sie wären daher bestenfalls mit Standpunktzuweisung zu verwenden, besser gar nicht. --Mautpreller (Diskussion) 13:56, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Mindestens müsste zu der ersten problematisierten Aussage der Colonna-Bericht berücksichtigt werden. --Mautpreller (Diskussion) 14:10, 4. Jul. 2025 (CEST)
Ich bin für einen Überarbeiten-Baustein im Abschnitt "Finanzierung". Ich habe gerade drei Nicht-Peddinghaus-Quellen überprüft. Das Referat von Zanotti habe ich gerade überarbeitet, das war sehr schief wiedergegeben. Clarke 2015, S. 5 und Winslow 2015 sprechen beide gar nicht von Hamas. Laut Google-Books-Suche ist bei Clarke von Hamas zuerst auf S. 3 die Rede, wo es heißt, dass Hamas sich von Hezbollah unterscheide, und dann erst wieder auf S. 17 - das dürfte also auch kein Seitenfehler sein, sondern reine Belegfiktion. --DaWalda (Diskussion) 16:13, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Naja, DaWalda, bei Clarke ist das wohl wirklich ein Seitenzahlen-Fehler. Es gibt ein Hamas-Kapitel S. 95ff. (es ist Kapitel 5, natürlich nicht Seite 5), wo tatsächlich auch von "Smuggling, Trafficking, and Counterfeiting" die Rede ist (S. 101), darunter auch von Drogenhandel (was allerdings offenbar gegenüber den "Charity Transfers" nicht stark ins Gewicht fällt). Da braucht man Peddinghaus sicher nicht. --Mautpreller (Diskussion) 16:31, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Zugegeben. Ich habe dann nicht weitergelesen. --DaWalda (Diskussion) 16:35, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Also der Abschnitt "Internationale Organisationen" jedenfalls ist so insgesamt schlicht nicht tragfähig. Mal ein anderes Beispiel: "Norwegische Volkshilfe" ist Norsk Folkehjelp (oder en:Norwegian People's Aid). Auch hier ist die Darstellung mindestens ungenau. --Mautpreller (Diskussion) 17:09, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Was schlägst du also vor? Ich seh noch ein paar Stellen, die auf den ersten Blick problematisch sind. Z.B. der letzte Absatz im Drogen-Abschnitt, der nur mit dem Klatsch-Blatt B.Z. belegt ist. Oder den letzten Absatz vor diesem Abschnitt, über Mohammed El-Halabi, der nur mit Israelnetz belegt ist (der ist aber primär deshalb schief, weil schon der Israelnetz-Artikel desinformiert). --DaWalda (Diskussion) 18:45, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Den Überarbeiten-Baustein für den Abschnitt Finanzierung würde ich mittragen. Es ist genügend zusammengekommen, um ihn zu begründen. Meine erste Idee war eigentlich, den Unterabschnitt "Internationale Organisationen" mit einem Baustein zu kennzeichnen, weil der wirklich total windig ist. Aber die etwas größere Lösung scheint mir mittlerweile auch berechtigt. --Mautpreller (Diskussion) 18:49, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Ich warte noch auf eine dritte Stimme pro Baustein. Auf dem Fließband haben sich zwei Wikifanten positiver zu Peddinghaus geäußert als du, ich und Andreas hier (allerdings vor Andreas Analyse). --DaWalda (Diskussion) 19:03, 4. Jul. 2025 (CEST)
- "Wikifanten" ist eine abfällige Bezeichnung. Muss das sein? --Fiona (Diskussion) 09:26, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Hm? Nein, oder? Ich benutze es jedenfalls nie abwertend. Wenn das so ist, würde ich das Wort konsequent falsch verwenden. --DaWalda (Diskussion) 09:46, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Falls noch jemand hierauf stößt: Ich habe mal nur nach der Phrase "Wir Wikifanten" gesucht. Demnach ist "Wikifant" nicht per se abwertend. Allerdings habe ich bei einer sehr kurzen Suche wirklich auch einige abwertende Verwendungen gefunden. Mindestens die Konnotation hat das also offenbar schon. Ich werde das hiermit aus meinem Wortschatz streichen. --DaWalda (Diskussion) 09:59, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Danke. --Fiona (Diskussion) 10:45, 14. Aug. 2025 (CEST) Meist wird es freundlich-scherzhaft verwendet, doch nicht in einer Sachdiskussion.--Fiona (Diskussion) 10:46, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Der Ausdruck wirkt ein wenig infantil. Das scheint auch der Ursprung zu sein, behauptet jedenfalls die Google-KI. Ich hab da allerdings keine Probleme mit, wenn die rechte Seite von "Antifanten" spricht. Zeigt nur deren eigene Infantilität. ~2025-24233-2 (Diskussion) 12:32, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Danke. --Fiona (Diskussion) 10:45, 14. Aug. 2025 (CEST) Meist wird es freundlich-scherzhaft verwendet, doch nicht in einer Sachdiskussion.--Fiona (Diskussion) 10:46, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Falls noch jemand hierauf stößt: Ich habe mal nur nach der Phrase "Wir Wikifanten" gesucht. Demnach ist "Wikifant" nicht per se abwertend. Allerdings habe ich bei einer sehr kurzen Suche wirklich auch einige abwertende Verwendungen gefunden. Mindestens die Konnotation hat das also offenbar schon. Ich werde das hiermit aus meinem Wortschatz streichen. --DaWalda (Diskussion) 09:59, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Hm? Nein, oder? Ich benutze es jedenfalls nie abwertend. Wenn das so ist, würde ich das Wort konsequent falsch verwenden. --DaWalda (Diskussion) 09:46, 14. Aug. 2025 (CEST)
- "Wikifanten" ist eine abfällige Bezeichnung. Muss das sein? --Fiona (Diskussion) 09:26, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Ich warte noch auf eine dritte Stimme pro Baustein. Auf dem Fließband haben sich zwei Wikifanten positiver zu Peddinghaus geäußert als du, ich und Andreas hier (allerdings vor Andreas Analyse). --DaWalda (Diskussion) 19:03, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Den Überarbeiten-Baustein für den Abschnitt Finanzierung würde ich mittragen. Es ist genügend zusammengekommen, um ihn zu begründen. Meine erste Idee war eigentlich, den Unterabschnitt "Internationale Organisationen" mit einem Baustein zu kennzeichnen, weil der wirklich total windig ist. Aber die etwas größere Lösung scheint mir mittlerweile auch berechtigt. --Mautpreller (Diskussion) 18:49, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Peddinghaus stellt in dem Abschnitt seine Meinung, dass es UNRWA gegenüber UNHCR „zu gut“ hat, explizit der Meinung der deutschen Bundesregierung gegenüber, deren Vorgehen er kritisiert („In Deutschland ist die Bundesregierung derzeit nicht bereit, den Status von UNRWA zu hinterfragen“). Seine Meinung ist nicht so relevant, dass sie hier erwähnt werden müsste.
- Peddinghaus beruft sich in dem Kapitel auf Alex Feuerbach und Florian Markl (er meint Alex Feuerherdt, [40]) sowie auf diesen Artikel (2019) von Mena-Watch [41] und diesen Artikel in Israel heute [42], in denen es nicht um UNRWA und Hamas geht, sondern um die Palästinensische Autonomiebehörde. (Deren Schulbücher sind auch von UNRWA kritisiert worden: [43], UNRWA zitiert [44]). Direkt im Anschluss an den Israel-heute-Artikel fasst Peddinghaus zusammen: „Mit diesen Fakten wird deutlich, das die UNRWA zwar nicht direkt zur Finanzierung der HAMAS beiträgt, aber einen erheblichen Anteil an der Funktionalität der Machtstrukturen der HAMAS im Gaza-Streifen hat. Sie trägt somit zum Funktionieren der Organisation HAMAS bei und muss sich deshalb auch den Vorwurf der Terrorismusunterstützung gefallen lassen.“ Mir ist das zu windig. --Andreas JN466 19:18, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Ein Mangelbaustein ist das mindeste. Man kann die Abschnitte, die nur mit der Magisterarbeit aus dem Bezahlverlag belegt sind, auch gleich löschen. Bei der B.Z. mach ich das gleich selbst, Boulevardpresse geht gar nich. --Φ (Diskussion) 19:29, 4. Jul. 2025 (CEST)
- Hier sehe ich durchaus noch ein weiteres Problem. Was hat die UNRWA denn überhaupt im Kapitel "Finanzierung" zu suchen, wenn selbst Peddinghaus sagt, dass sie "nicht direkt zur Finanzierung der HAMAS beiträgt" (was in dem entsprechenden Abschnitt natürlich nicht zitiert wird)? Es ist nicht nur so, dass Peddinghaus als Beleg nicht akzeptabel ist, er wird auch noch sinnentstellend zitiert. Der gesamte Unterabschnitt "Internationale Organisationen" gehört gelöscht, nicht nur wegen ungeeigneter Belege, sondern vor allem, weil er gar nichts zur Finanzierung der Hamas aussagt. --Mautpreller (Diskussion) 12:00, 5. Jul. 2025 (CEST)
- Also raus damit. --Φ (Diskussion) 13:18, 5. Jul. 2025 (CEST)
- Korrekt --Koenraad (Diskussion) 13:35, 5. Jul. 2025 (CEST)
- Also raus damit. --Φ (Diskussion) 13:18, 5. Jul. 2025 (CEST)
- Was schlägst du also vor? Ich seh noch ein paar Stellen, die auf den ersten Blick problematisch sind. Z.B. der letzte Absatz im Drogen-Abschnitt, der nur mit dem Klatsch-Blatt B.Z. belegt ist. Oder den letzten Absatz vor diesem Abschnitt, über Mohammed El-Halabi, der nur mit Israelnetz belegt ist (der ist aber primär deshalb schief, weil schon der Israelnetz-Artikel desinformiert). --DaWalda (Diskussion) 18:45, 4. Jul. 2025 (CEST)
Nachfrage: moniert wird der Satz Jedoch gehören viele UNRWA-Mitarbeiter im Gazastreifen auch zur Hamas und arbeiten mit ihr zusammen. Dass es so ist, wurde von der UN bestätigt; neun Mitarbeiter wurden entlassen.--Fiona (Diskussion) 10:37, 14. Aug. 2025 (CEST)--Fiona (Diskussion) 10:37, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Nein. Es ging bei dieser Untersuchung nicht um Zusammenarbeit mit Hamas, sondern um Beteiligung am Angriff vom 7. Oktober. Israel hat 19 Mitarbeiter bezichtigt, beteiligt gewesen zu sein. Nach Nachuntersuchung hat sich das bei 10 nicht erwiesen. Bei 9 hielt es UNRWA für möglich, "sofern sich [die israelischen Informationen] bestätigen ließen", und hat sie vorsorglich entlassen. "Bestätigt" wurde da noch nichts, und um "Zusammenarbeit mit Hamas" ging es von Anfang an nicht. Vgl. UN News 2024. Das dort erwähnte Statement ist hier. Die relevante Passage lautet: "For the remaining nine cases, the evidence – if authenticated and corroborated – could indicate that the UNRWA staff members may have been involved in the attacks of 7 October. I have decided that in the case of these remaining nine staff members, they cannot work for UNRWA. All contracts of these staff members will be terminated in the interest of the Agency." --DaWalda (Diskussion) 10:58, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Ich kenne die Quellenlage. Wenn sie am 7. Oktober beteiligt waren, sind sie dann keine UNRWA-Mitarbeiter gewesen? --Fiona (Diskussion) 11:03, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Die Frage ist nicht, ob es UNRWA-Mitarbeiter waren (das ist ja klar so), sondern ob sie tatsächlich am 7. Oktober beteiligt waren, was dann noch mal was anderes ist als "ob sie mit Hamas zusammengearbeitet haben". --DaWalda (Diskussion) 11:27, 14. Aug. 2025 (CEST)
- In dem beanstandeten Satz geht es doch gar nicht darum. --Fiona (Diskussion) 12:22, 14. Aug. 2025 (CEST)
- ? Im Satz gehts darum, ob UNRWA-Mitarbeiter "zur Hamas gehören und mit ihr zusammenarbeiten". Du unterstütztest das mit Hinweis auf die entlassenen neun Mitarbeiter. Darauf antworte ich: Bei diesen neun Mitarbeitern ging es nicht darum, ob sie "zur Hamas gehören und mir ihr zusammenarbeiten". --DaWalda (Diskussion) 12:29, 14. Aug. 2025 (CEST)
- UNRWA-Mitarbeiter sind UNRWA-Mitarbeiter. Sie arbeiteten mit der Hamas zusammen. --Fiona (Diskussion) 13:26, 14. Aug. 2025 (CEST)
- ? Im Satz gehts darum, ob UNRWA-Mitarbeiter "zur Hamas gehören und mit ihr zusammenarbeiten". Du unterstütztest das mit Hinweis auf die entlassenen neun Mitarbeiter. Darauf antworte ich: Bei diesen neun Mitarbeitern ging es nicht darum, ob sie "zur Hamas gehören und mir ihr zusammenarbeiten". --DaWalda (Diskussion) 12:29, 14. Aug. 2025 (CEST)
- In dem beanstandeten Satz geht es doch gar nicht darum. --Fiona (Diskussion) 12:22, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Die Frage ist nicht, ob es UNRWA-Mitarbeiter waren (das ist ja klar so), sondern ob sie tatsächlich am 7. Oktober beteiligt waren, was dann noch mal was anderes ist als "ob sie mit Hamas zusammengearbeitet haben". --DaWalda (Diskussion) 11:27, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Ich kenne die Quellenlage. Wenn sie am 7. Oktober beteiligt waren, sind sie dann keine UNRWA-Mitarbeiter gewesen? --Fiona (Diskussion) 11:03, 14. Aug. 2025 (CEST)
Weitere auf diesem Buch basierende Passagen
[Quelltext bearbeiten]@Mautpreller, Phi, Koenraad, DaWalda: Danke euch. Nun müssten wir uns konsequenterweise auch die anderen Passagen ansehen, die mit der Magisterarbeit von Peddinghaus belegt sind. Eine weitere problematische Passage, eingefügt hier, ist:
- Danach warb die Hamas weiter in Deutschland um Spenden, etwa über Ansaar International und World Wide Resistance Help. Deren Webseite warb mit Parolen wie „Sei Teil der Revolution“ im „größten Freiluftgefängnis weltweit“ für fünf Projektbereiche im Gazastreifen und gab an, sie habe das Stromnetz von Gaza-Stadt maßgeblich bezahlt. Der Verein hatte im Jahr 2018 allein in Nordrhein-Westfalen einen Umsatz von 18 Millionen Euro, hunderte Aktivisten in Deutschland und Ableger wie die Blck Stone GmbH für Haddsch-Pilgerreisen, die Marke Ansaar Clothing, einen Second-Hand-Shop, einen Ummashop und ein Restaurant. Am 10. April 2019 ließ das BMI 90 Vereinsobjekte durchsuchen, 2021 verbot es den Verein.[129]
Bei Peddinghaus steht:
- Doch nicht nur diese mittlerweile verbotenen Organisationen zeigen, dass die Sammlung von Spenden über sogenannte Sozialvereine zu einer wichtigen Einnahmequelle der HAMAS zählt. Dass die HAMAS auch nach dem Verbot der zuvor beschriebenen Vereine weiter an der Erschließung dieser Einnahmequelle arbeitet, zeigt u.a. eine Aktion der deutschen Justiz, die am 10.04.2019 insgesamt 90 Objekte von Organisationen durchsucht hat, die im Verdacht stehen, die HAMAS mit Spendengeldern zu unterstützen. „Im Fokus steht die Organisation Ansaar International und der mit ihr eng verbundene Verein World Wide Resistance Help. Beiden Vereinen und ihrem Netzwerk werfen die Ermittler vor, die palästinensische HAMAS zu unterstützen, die von der EU, Israel und den USA als islamistische Terrororganisation eingestuft wird.“91 Nach Erkenntnissen des Innenministers von Nordrhein Westphalen verfügt die Organisation Ansar International Düsseldorf e.V. „über mehrere sogenannte „Ansar [sic] International Teams‟, die im Namen des Vereins Spenden sammeln und Werbeaktionen durchführen. Gegenwärtig werden Spenden größtenteils online über Messenger-Dienste und über die eigene Facebook-Seite gesammelt.“92 Die Bedeutung dieser Organisation wird deutlich, wenn man sich die Summe der zur Verfügung stehenden Finanzmittel vor Augen führt. Im Lagebericht Salafismus Nordrhein-Westfalen stellt der Innenminister fest: „Eigenen Angaben zufolge hat der Verein in den letzten Jahren rund 12 Millionen Euro bewegt und bindet nach Einschätzung des Verfassungsschutzes alleine in Nordrhein-Westfalen rund 170 aktive Anhänger ein. [...] Im Laufe des Jahres 2017 wurde in Düsseldorf ein Ladenlokal mit dem Namen "Ummashop" eröffnet, wo u.a. auch die Kleidung der Marke "Ansaar clothing" vertrieben wird. Ferner wurde die „Blck Stone GmbH“ gegründet. „Blck [sic] Stone“ bietet Muslimen die Möglichkeit, im Rahmen eines All-lnclusive-Pakets die „Umra“ (kleine Pilgerfahrt) bzw. die „Hajj“ (Pilgerfahrt) durchzuführen. [...] Laut eigenen Angaben fließen die Gewinne dieser Geschäftsfelder zu 100 Prozent in die Projekte von Ansaar.“93 Auf seiner Internetseite wirbt der Verein u.a. mit der Unterstützung von fünf Projektkategorien im Gaza-Streifen. Bezeichnend ist der letzte Satz dieser Webseite, wo es heißt „Be Part of Revolution! Now!“. Nach meiner Interpretation der Verfassungsschutzberichte komme ich zu dem Schluss, dass damit die Unterstützung der Revolution im GazaStreifen gemeint ist, die sich eindeutig gegen den Staat Israel richtet. Als weiteres Indiz für meine Sichtweise ist die Verwendung verschiedener Wortwendungen, die u.a. von den Bewohnern „im größten Freiluftgefängnis weltweit im Gazastreifen (Palästina“94 [sic] sprechen.
Was sich mir hier zuerst einmal nicht erschließt, ist, worauf die Aussage im umseitigen Artikel basiert, der Verein hätte "im Jahr 2018 allein in Nordrhein-Westfalen einen Umsatz von 18 Millionen Euro" erzielt, wenn Peddinghaus den Innenminister zitiert: „Eigenen Angaben zufolge hat der Verein in den letzten Jahren rund 12 Millionen Euro bewegt ...“. Kommt das aus einer anderen Quelle, EinBeitrag? Die Zeichenfolge "18 Millionen Euro" finde ich jedenfalls in dem gesamten Buch von Peddinghaus nicht. Die Jahreszahl 2018 kommt laut Textsuche nirgendwo auf den zitierten Seiten 54–61 vor. Weiters schreib Peddinghaus zweimal "Blck Stone". Das ist ein offensichtlicher Schreibfehler (übernommen aus einem Text des NRW-Innenministeriums) – es muss „Black Stone“ heißen. Auch dieser Fehler findet sich im umseitigen Artikel wieder.
Zweitens wird umseitig (und von Peddinghaus) der Eindruck erweckt, Ansaar sei eine Hamas-Initiative gewesen – und hätte eben allein im Jahr 2018, allein in Nordrhein-Westfalen, 18 Millionen Euro für die Hamas gesammelt – während das von Peddinghaus zitierte NRW-Innenministerium von 12 Millionen über mehrere Jahre sprach, die über mehrere Länder verteilt wurden. (Das Innenministerium schrieb 2017: Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist einer der Schwerpunkte der Arbeit von Ansaar International e.V. die humanitäre Hilfe für die syrische Zivilbevölkerung. Eigenen Angaben zufolge betreibt der Verein ein Krankenhaus in Aleppo und ein Facharztzentrum (Ansaar Medical Clinic) in Idlib. Zudem werden Projekte unter anderem in Afrika im Internet stark beworben. In dem Lagebild 2018, aus dem Peddinghaus zitiert, war die Hamas nicht erwähnt. Siehe Lagebild, Seite 18 ff.: Ansaar International: [...] Der Verein ist nach eigenen Angaben u.a. in Syrien, Somalia, Marokko, Burma, Indonesien, Tschetschenien, Libanon, Ghana, Afghanistan, Palästina, Bosnien und Deutschland aktiv. Der Bau von Moscheen, Schulen, Brunnen, Krankenhäusern sowie Hilfe für Witwen und Waisen sollen zu den grundlegenden Aktivitäten gehören.)
Das Bundesinnenministerium sah ein paar Jahre später nach weiteren Ermittlungen ein weniger rosiges Bild. Als Ansaar 2021 verboten wurde, zitierte die Frankfurter Allgemeine Bundesinnenminister Horst Seehofer, Ansaar International habe Geld gesammelt, um es „unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe“ an ausländische Terrororganisationen weiterzuleiten, „insbesondere die Al-Nusra-Front in Syrien, an die palästinensische Hamas oder an Al-Schabab in Somalia.“ In der Verlautbarung des Bundesinnenministeriums hieß es über die von Ansaar generierten Spenden:
- „Diese werden entgegen eigener Angaben nicht nur für humanitäre Zwecke, sondern insbesondere zur Unterstützung terroristischer Organisationen wie Jabhat al-Nusra, Hamas sowie Al-Shabab verwendet. Ansaar betreibt weiterhin aktiv salafistische Missionierung und verbreitet islamistisch-extremistische Inhalte.“
Die Hamas war also nach den Erkenntnissen des Bundesinnenministeriums – neben Terrororganisationen in Syrien und Somalia und humanitären Projekten – einer der Geldempfänger, aber eben nicht, wie umseitig und von Peddinghaus dargestellt, der einzige oder der Drahtzieher hinter der gesamten Organisation. --Andreas JN466 22:37, 6. Jul. 2025 (CEST)
- Ich denke, das sinnvollste ist, mit Phi grundsätzlich die Peddinghaus-Passagen zu streichen. Ist ja unproblematisch: Zu grauen und schwarzen Einnahmen bietet Clarke einen sechs Seiten langen Überblick, der schön gegliedert und einwandfrei zitierbar ist; Zanotti mit den Terrortunneln und den Zakat-Zweckentfremdungen gehört eigentlich auch vom "Steuereinnahmen" dorthin verschoben, und dann ist es nur noch der zweizeilige erste Absatz über Steuereinnahmen, für den ein Ersatz für Peddinghaus gefunden werden müsste. --DaWalda (Diskussion) 22:59, 6. Jul. 2025 (CEST)
- Seh ich auch so. --Φ (Diskussion) 07:30, 7. Jul. 2025 (CEST)
- Da sieben Wochen lang kein Widerspruch kam, hab ich den Vorschlag jetzt umgesetzt. Der Mangelbaustein ist dadurch obsolet geworden, ich hab ihn ebenfalls rausgenommen. --Φ (Diskussion) 21:08, 14. Aug. 2025 (CEST)
- Seh ich auch so. --Φ (Diskussion) 07:30, 7. Jul. 2025 (CEST)
Wort fehlt und dadurch die ganze Aussage
[Quelltext bearbeiten]Beim Abschnitt "Geschichte": Erste Intifada - Beginn des 3. Absatz
Oktober 1988 wurde der Anführer in Gaza.
Was wurde er in Gaza? Wäre wirklich wichtig das zu berichtigen..ich weiß nich, was er wurde.und wie die Ersteller das ausgedrückt haben wollen.
LG, KleineHeXe666 --Zia0815 (Diskussion) 02:04, 25. Jul. 2025 (CEST)
Hilfsorganisation
[Quelltext bearbeiten]Das Wort taucht nur einmal im Text auf. Wie ist die aufgebaut, welchen Einfluss hat die? --Bummibaer (Diskussion) 19:32, 28. Jul. 2025 (CEST)
Bitte folgendes im Artikel zur Geschichte unterbringen
[Quelltext bearbeiten]Mehrere arabischen Staaten, darunter Saudi-Arabien, Katar und Ägypten, forderten die Hamas im Juli 2025 dazu auf, die Kontrolle über Gaza abzugeben und die Waffen niederzulegen. Quelle: TAZ. Damit distanzieren sich mehrerere Arabische Staaten ist deutlich von den Zielen der Hamas. Dis sollte meines Erachtens im Artikel erwähnt werden.--~2025-30354-9 (Diskussion) 23:17, 31. Jul. 2025 (CEST)
Beleg zur Mitgliederschätzung?
[Quelltext bearbeiten]"Ihre gesamte Mitgliederzahl wurde bis Oktober 2023 auf 35.000 bis 80.000 geschätzt. Das erklärte Ziel der Hamas ist es, den Staat Israel zu vernichten."
Keine Quelle, nichtmal ein Hinweis darauf, wer hier so massiv über den Daumen geschätzt hat. Wie kann sowas in der Wikipedia sein? --~2025-36655-4 (Diskussion) 18:42, 10. Aug. 2025 (CEST)
- Lies den Artikel, dort stehen die Belege. Ein Intro fasst den Artikel zusammen, daher muss dort nichts nochmal belegt werden. EinBeitrag (Diskussion) 19:56, 10. Aug. 2025 (CEST)
- "Die Mitgliederzahl der Hamas wird auf 80.000 geschätzt." steht übrigens in der frei zugänglichen der beiden Quellen - ohne Beleg, ohne Quelle. --~2025-36726-8 (Diskussion) 02:29, 11. Aug. 2025 (CEST)
- Anfrage nach Primärquellen muss an die Landeszentrale für politische Bildung gerichtet werden. Und kurz nachgedacht: Da Infos zur Hamas wie die Mitgliederzahl alle von der Hamas selbst stammen und diese nicht für Wahrheitstreue bekannt ist, können solche Belege nur Schätzungen anbieten. Heute, nach 22 Monaten Krieg, erst recht. Die Frage nach Primärquellen mit genauen Mitgliederzahlen ist also als solche schon reichlich realitätsfremd. EinBeitrag (Diskussion) 07:56, 12. Aug. 2025 (CEST)
- "Die Mitgliederzahl der Hamas wird auf 80.000 geschätzt." steht übrigens in der frei zugänglichen der beiden Quellen - ohne Beleg, ohne Quelle. --~2025-36726-8 (Diskussion) 02:29, 11. Aug. 2025 (CEST)
"Die Hamas feierte den Beschluss" (Kapitel Internationale Einstufung)
[Quelltext bearbeiten]So einen Satz halte nicht für enzyklopädischen Stil. Der Beleg ist ein Zeitungsbericht. Und fehlt da nicht etwas? 18 arabische Staaten verurteilten inzwischen den Terroir der Hamas, forderten ihre Entwaffnung und Demilitarisierung.
Wenn der Artikel schon neswtickert, dann bitte konsequent. --Fiona (Diskussion) 16:35, 12. Aug. 2025 (CEST)
Widerstand
[Quelltext bearbeiten]In dem Artikel kommt 14 Mal das Wort Widerstand vor, doch nicht ein Mal der palästinensischen Widerstand gegen die Hamas in Gaza. Es heißt nur: Im März 2025 kam es erstmals zu größeren Protesten von Männern und Kindern gegen die Hamas und für eine Beendigung des Gazakrieges. Es war nicht das erste Mal und Widerstand ist mehr als ein einzelner Protest. -Fiona (Diskussion) 16:39, 12. Aug. 2025 (CEST)
Gründung
[Quelltext bearbeiten]Wurde die Hamas nun 1928 oder 1987 gegründet? --Rita2008 (Diskussion) 08:28, 24. Aug. 2025 (CEST)
- Wieso? Das beantwortet der Artikel doch sehr eindeutig. EinBeitrag (Diskussion) 18:50, 25. Aug. 2025 (CEST)
- Dann habe ich wohl den Satz "Die Hamas entstand aus der 1928 in Ägypten gegründeten Muslimbruderschaft." falsch verstanden. Ist vielleicht etwas missverständlich, die Hamas gleich im ersten Satz bei "Entstehung" zu erwähnen. --Rita2008 (Diskussion) 22:07, 25. Aug. 2025 (CEST)
- Wo denn sonst? Da geht es ja genau um die Entstehung der Hamas aus der Muslimbruderschaft, von der das Intro vorher redet. Verstehe Dein Problem nicht. EinBeitrag (Diskussion) 22:16, 25. Aug. 2025 (CEST)
Doppelte Benennung als terroristische Organisation in der Einleitung
[Quelltext bearbeiten]In der Einleitung wird zweimal erwähnt, dass Hamas von verschiedenen Staaten und internationale Organisation als terroristische Organisation eingestuft wird. Würde einmal nicht genügen? --Bisam (Diskussion) 14:53, 26. Sep. 2025 (CEST)
- Da fehlt eher etwas im einleitenden Satz: ... ist eine islamistische Terrororganisation....--Tohma (Diskussion) 19:08, 26. Sep. 2025 (CEST)
Intro
[Quelltext bearbeiten]Im Intro fehlt immer noch ein Einleitungssatz, der das Lemma definiert: die Hamas ist eine islamistische Terrorganisation und das spätestens seit dem 7. Oktober. Das Fehlen wird umgangen. Ob und von wie vielen Staaten sie so eingeordnet wird, ist dabei für die Lemma-Definition unerheblich. --Fiona (Diskussion) 13:52, 17. Okt. 2025 (CEST) Auch die Dreiteilung, die vor dem 7. Oktober gegolten haben mag, stimmt so nicht mehr.--Fiona (Diskussion) 13:59, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Ja, wir sind anders - dennoch als Denkanstoß: en:WP:TERRORIST Oder in anderen Worten - ich halte in-Text-Attribution (die Nennung dessen, wer das so sieht) für unverzichtbar. Auch in der Einleitung. --Mandavi מנדבי?¿disk 14:40, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Ich denke, darüber, dass Hamas eine terroristische Organisation ist, gibt es heute keinen Dissenz. --Hardenacke (Diskussion) 14:44, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Das ist nicht mein Punkt. --Mandavi מנדבי?¿disk 14:47, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Dann ist Dein Punkt irrelevant. Staaten stimmen nicht über Fakten ab. Dass die Mehrheit von Wissenschaftlern für die Einstufung maßgebend ist, wurde schon vor Jahren festgestellt. - Alle Hauptinfos zur Hamas im Intro ausser dieser stehen seit 7.10.23 unter dem Vorbehalt, dass sie überholt sind oder sein könnten. EinBeitrag (Diskussion) 14:54, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Bei so einer Antwort frage ich mich, ob dich die Existenz von en:WP:TERRORIST überhaupt nicht irritieren kann. So viel Unerschütterlichkeit hätte ich auch gerne. --Mandavi מנדבי?¿disk 15:00, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Die kannst Du Dir hierzu seit mehr als 2 Jahren mühelos verschaffen. Und dass Wikipedia nie Wikipedia belegt, weiss auch jeder Mitarbeiter. - @all: 'nuf said', die Introänderung ist überfällig. Handeln ist angesagt. EinBeitrag (Diskussion) 15:20, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Die Einleitung ist aktuell passend zum Artikel. Der Hauptteil des Artikels selbst versucht den Beweis als Terrororganisation fast ausschließlich über die Einstufung der Staaten, siehe Kapitel "Internationale Einstufung". Dort ist nur ein einziger Wissenschaftler erwähnt (Matthew Levitt) und der ist von 2008, alles andere sind Staaten.
- Gegeben den Zustand des Artikels wäre die vorgeschlagene Änderung des Intros unangebracht, denn das Intro soll nichts Neues etablieren, nur den Artikel zusammenfassen. Zuerst müsste dieser wissenschaftliche Konsens deutlich aus dem Artikel selbst hervorgehen, belegt mit Quellen. Danach wäre eine Änderung des Intros möglich. --Eddy 97 (Diskussion) 15:23, 17. Okt. 2025 (CEST)
- + 1. Natürlich ist die Hamas eine Terrororganisation, aber eben nicht nur. Sie hat neben den „Kämpfern“, also den eigentlichen terroristischen Verbrechern, auch einen „politisch-adminstrativen Arm“ (so jedenfalls nennt es die Zeit in einem Artikel von gestern), der sich vor der Zerstörung des Gazastreifens um Erziehung, Verwaltung und Gesundheitswesen kümmerte. --Φ (Diskussion) 15:34, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Lb. Phi, auch der „politisch-administrative Arm“ dient vor allem dem Terrorismus gegen Israel: Erziehung zum Hass, Verwaltung = Korruption und Versorgung der Kämpfer zulasten der Zivilbevölkerung, Gesundheitswesen zur Tarnung der Terroristen (Krankenhäuser, „Kranken“transporte). --Hardenacke (Diskussion) 16:30, 17. Okt. 2025 (CEST)
- +1. Wir sollten dem sehr reputablen Joseph Croitoru folgen. Siehe Leseprobe.
- In seinem Buch (2024) beschreibt Croitoru die Hamas kein einziges Mal als „Terrororganisation“ oder „islamistisch-terroristische“ Organisation. Wohl sagt er, dass die Hamas „Terroranschläge“ verübt hat, dass der 7. Oktober ein „terroristischer Überfall“ war, den „Terroristen, Mitglieder der Qassam-Brigaden der Hamas, der Al-Quds-Brigaden des Islamischen Dschihad und weiterer Milizen aus dem Gazastreifen“ verübten usw. Auch wird erwähnt, dass Israel die Hamas als „Terrororganisation“ einstuft, und das Wort tritt fünfmal in direkten oder indirekten Zitaten israelischer Sprecher auf, aber Croitoru selbst beschreibt die Hamas als „islamistisch“, als „Islamisten-Organisation“, als „Radikale“, als „islamistische Kampforganisation“ usw. Das Wort „Terrorgruppe“ verwendet Croitoru einmal in seinem Buch, nämlich für die Qassam-Brigaden, die „Kampf- und Terrorgruppen der Hamas“.
- Die internationalen akademischen Quellen schreiben in der Regel ähnlich wie Croitoru. --Andreas JN466 16:24, 17. Okt. 2025 (CEST)
- + 1. Natürlich ist die Hamas eine Terrororganisation, aber eben nicht nur. Sie hat neben den „Kämpfern“, also den eigentlichen terroristischen Verbrechern, auch einen „politisch-adminstrativen Arm“ (so jedenfalls nennt es die Zeit in einem Artikel von gestern), der sich vor der Zerstörung des Gazastreifens um Erziehung, Verwaltung und Gesundheitswesen kümmerte. --Φ (Diskussion) 15:34, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Bei so einer Antwort frage ich mich, ob dich die Existenz von en:WP:TERRORIST überhaupt nicht irritieren kann. So viel Unerschütterlichkeit hätte ich auch gerne. --Mandavi מנדבי?¿disk 15:00, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Dann ist Dein Punkt irrelevant. Staaten stimmen nicht über Fakten ab. Dass die Mehrheit von Wissenschaftlern für die Einstufung maßgebend ist, wurde schon vor Jahren festgestellt. - Alle Hauptinfos zur Hamas im Intro ausser dieser stehen seit 7.10.23 unter dem Vorbehalt, dass sie überholt sind oder sein könnten. EinBeitrag (Diskussion) 14:54, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Das ist nicht mein Punkt. --Mandavi מנדבי?¿disk 14:47, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Ich denke, darüber, dass Hamas eine terroristische Organisation ist, gibt es heute keinen Dissenz. --Hardenacke (Diskussion) 14:44, 17. Okt. 2025 (CEST)
Das muss dieser garantiert terrorismusfreie "Arm" sein, der die Lebensmittel erst maßlos verteuert, dann von Verteilern geraubt und sich daran bereichert hat und nun systematisch Gegner der Hamas im Gazastreifen öffentlich exekutiert. Damit alle Welt erkennt, wie überaus zivil und friedlich nichtmilitärische Hamasmitglieder agieren. Das Muster, die Arme getrennt zu betrachten, das zB Grossbritannien seit 7.10.23 verworfen hat, erinnert mich ein wenig an "Hitler hatte auch gute Seiten, siehe Autobahnen". EinBeitrag (Diskussion) 16:34, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Natürlich fehlt das im Intro und ich halte es für klitternd, wenn das ignoriert wird. Ja, der Autobahnvergleich passt da gut. Nichts passiert ohne Bezug und davor die Augen zu verschließen ist mehr als leichtfertig. --Itti 16:41, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Also Croitoru beginnt sein Buch über die Hamas mit den folgenden Worten:
- Am 7. Oktober 2023 wurde das israelische Grenzgebiet zum Gazastreifen Ziel eines terroristischen Überfalls, dessen Ausmaß an Gewalt und Brutalität in Israels Geschichte beispiellos war. Etwa zweitausendfünfhundert bewaffnete palästinensische Terroristen stürmten, gefolgt von einem Mob aus mehreren Hundert Zivilisten, knapp ein Dutzend israelische Militärbasen und fast dreißig Gemeinden und richteten ein verheerendes Blutbad an. ...
- Dieser Schreibstil stellt die Hamas in keiner Weise als „terrorismusfrei“ dar. Croitoru ist ein Autor, der generell positiv rezipiert und in meiner Erfahrung auch hierzuwiki von allen im Themengebiet arbeitenden Ehrenamtlichen hoch geschätzt wird. Der Gedanke, sich an seinem Schreibstil zu orientieren, liegt da doch nahe. --Andreas JN466 16:59, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Es geht nicht um eine Einzelmeinung und bitte keine Leseaufträge. --Itti 17:00, 17. Okt. 2025 (CEST)
- (BK) Ich halte es für eine unzulässige Pauschalisierung, terroristische Kämpfer und den Zivilapparat der Hamas unterschiedslos in einen Topf zu werfen. Klar sind das alles widerliche Antisemiten, aber nicht alle Antisemiten sind Terroristen, wie ja auch nicht alle Nazis Terroristen und Judenmörder waren. Bei denen hat sich seit Ernst Fraenkels Studie Der Doppelstaat die hilfreiche Unterscheidung von „Normalstaat“ und terroristischem „Maßnahmenstaat“ eingebürgert. Aber vielleicht ist es ja typisch deutsch, alles schön sauber in Schwarz und Weiß eingeteilt sehen zu wollen, und Differenzierungen von Graustufen für irritierend zu halten. --Φ (Diskussion) 17:24, 17. Okt. 2025 (CEST)
- „wie ja auch nicht alle Nazis Terroristen und Judenmörder waren“ An dieser Stelle habe ich aufgehört, zu lesen. Man kann es auch so beschreiben: Nicht alle Mitglieder einer terroristischen Vereinigung sind Terroristen. --Hardenacke (Diskussion) 17:40, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Kannst du bitte deine vergiftende Bemerkung zurücknehmen, geht das bitte. Und wen meinst du mit deutsch? Menschen mit der deutschen Staatsangehörigkeit? Wir leben glücklicherweise nicht mehr in einer Zeit, in der Menschen nach ihrer Herkunft beurteilt und ihnen Charaktereigenschaften zugeschrieben werden. --Fiona (Diskussion) 18:01, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Ich weiß nicht, welche Bemerkung du meinst. Die Annahme, dass in der deutschsprachige Wikipedia Deutsche schreiben, ist nicht vergiftend (oder schämt sich jemand, der Nation Bachs und Thomas Manns anzugehören?), und dass die pauschale Subsumierung der Hamas als Terrororganisation und sonst gar nichts undifferenziertes Schwarz-weiß-Denken und damit unterkomplex und in unzulässiger Weise versimpelnd ist, auch nicht. Was willst du also von mir? --Φ (Diskussion) 09:38, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Die Diskussion lässt sich doch leicht abkürzen. Wer das gerne ergänzt sähe, der ist hierzlich eingeladen zu einer Literaturrecherche darüber, wer Hamas als Terrororganisation einstuft, wer nicht, und warum er das jeweils tut. Das wird dann im Artikeltext ausformuliert und dann in der Einleitung ergänzt. Bevor das nicht getan ist, ist hier Weiterzudiskutieren doch Eskalation wegen nichts. --DaWalda (Diskussion) 17:15, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Ich halte nicht viel davon, "Stellen" zu suchen. --Fiona (Diskussion) 18:06, 17. Okt. 2025 (CEST)
- (BK) Ich halte es für eine unzulässige Pauschalisierung, terroristische Kämpfer und den Zivilapparat der Hamas unterschiedslos in einen Topf zu werfen. Klar sind das alles widerliche Antisemiten, aber nicht alle Antisemiten sind Terroristen, wie ja auch nicht alle Nazis Terroristen und Judenmörder waren. Bei denen hat sich seit Ernst Fraenkels Studie Der Doppelstaat die hilfreiche Unterscheidung von „Normalstaat“ und terroristischem „Maßnahmenstaat“ eingebürgert. Aber vielleicht ist es ja typisch deutsch, alles schön sauber in Schwarz und Weiß eingeteilt sehen zu wollen, und Differenzierungen von Graustufen für irritierend zu halten. --Φ (Diskussion) 17:24, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Es geht nicht um eine Einzelmeinung und bitte keine Leseaufträge. --Itti 17:00, 17. Okt. 2025 (CEST)
Jedenfalls erfolgt die Einordnung/Einstufung der Hamas als Terrororganisation/terroristische Vereinigung nicht nur politisch durch 41 Staaten, sondern auch (meist deutlich differenzierter, aber zumindest für wesentliche Teile der Hamas gültig) wissenschaftlich und auch in der journalistischen Öffentlichkeit. Insofern halte ich die derzeitige Formulierung für nicht ausreichend und spreche mich für eine Fionas Anliegen mindestens entgegenkommende Änderung des Einleitungssatzes aus. Grüße - Okin (Diskussion) 18:48, 17. Okt. 2025 (CEST)
- @EinBeitrag,@Hardenacke, @Itti,@Fiona B. und Phi: Ich persönlich würde es wie im Artikel Hisbollah machen. Dieser schreibt: " ist eine islamistisch-schiitische Partei und terroristische Organisation im Libanon....." Was für die libanesische Seite gilt muss auch für die Palästinenser gelten. Die Wohltätigkeit muss im Intro stattfinden. Aber nicht in der "aber auch.." Erwähnung, sondern als geschichtlicher fakt der Massenmanipulation. Die Hamas hat sich so als "Volksliebend" gegeben, was zum Ansehns- und zunehmenden Machtverlust der PLO/Fatah in den Osloer-Friedensprozess-Jahren geführt hat. Kann man damit den Artikel gestalten?
- Gruß --Adam Aboudou (Diskussion) 21:39, 17. Okt. 2025 (CEST)
- Die "Wohltätigkeit" ist aber Geschichte. Es trifft nicht mehr zu. Somit kann man das im Artikel darstellen, gehört aber nichts ins Intro. Eine Partei ist Hamas auch nicht mehr, ihre Herrschaft in Gaza nicht demokratisch legitimiert. Hams besteht noch aus einem politischen Arm und einen militärischen.--Fiona (Diskussion) 09:19, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Die Hamas (arabisch حركة المقاومة الإسلامية, DMG Ḥarakat al-muqāwama al-islāmiyya ‚Islamische Widerstandsbewegung‘, Aussprache: im Arabischen , im Deutschen auch oder ) ist eine palästinensische sunnitisch-islamistische politische und terroristische Organisation. Sie wurde im Dezember 1987 anlässlich der Ersten Intifada im Gazastreifen als regionaler Ableger der Muslimbruderschaft durch Scheich Ahmed Yassin und weitere Muslimbrüder gegründet und wird international von 41 Staaten als terroristische Vereinigung eingestuft.
- Einwände? - Okin (Diskussion) 10:08, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Ich finde es tautologisch. Mir gefällt die aktuelle Version besser (obwohl ich dort "eingestuft wurde" zu "eingestuft wird" ändern würde). --Andreas JN466 10:19, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Die aktuelle Version hat aber das beschriebene Defizit [45], dass sie die Einstufung als Terroristische Vereinigung lediglich durch 41 Staaten darstellt und die gleich oder ähnlich gehenden Einordnungen in Wissenschaft und Öffentlichkeit geradezu betont ignoriert - fast so, als sei es der verquere POV von 41 (dort ungenannten) Staaten, in der Hamas eine Terrororganisation zu sehen. Das ist natürlich fernab der Wirklichkeit. Hast Du also bessere Vorschläge, um dieses Defizit zu beheben? - Okin (Diskussion) 10:31, 18. Okt. 2025 (CEST)
- fast so, als sei es der verquere POV von 41 (dort ungenannten) Staaten, in der Hamas eine Terrororganisation zu sehen - das ist lediglich deine persönliche Interpretation. Die hat hier aber keine Bedeutung. Das sie von 41 Staaten als Terrororganisation eingestuft wird entspricht den Tatsachen und wird bereits so geschrieben. --Mandavi מנדבי?¿disk 11:17, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Die aktuelle Version hat aber das beschriebene Defizit [45], dass sie die Einstufung als Terroristische Vereinigung lediglich durch 41 Staaten darstellt und die gleich oder ähnlich gehenden Einordnungen in Wissenschaft und Öffentlichkeit geradezu betont ignoriert - fast so, als sei es der verquere POV von 41 (dort ungenannten) Staaten, in der Hamas eine Terrororganisation zu sehen. Das ist natürlich fernab der Wirklichkeit. Hast Du also bessere Vorschläge, um dieses Defizit zu beheben? - Okin (Diskussion) 10:31, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Ja. Es fehlt nach wie vor die Literaturbasis. Daran ändert es auch nichts, wenn du hier einfachhin statuierst, dass es diese Literatur gäbe. Erst die Recherche, dann die Umformulierung. Daran führt kein Weg vorbei. --DaWalda (Diskussion) 10:36, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Das stimmt doch gar nicht - ich zitiere aus dem Artikel: "Historiker, Politologen und Juristen westlicher Staaten beschreiben die Hamas als Terrorvereinigung oder terroristische Organisation.[1] Matthew Levitt, Professor am Washington Institute for Near East Policy und früherer Staatssekretär im US-Finanzministerium, widmete sein Werk Hamas (2008) dem Nachweis, dass diese von Anfang an den bewaffneten Dschihad gegen Israel anstrebte (Kapitel 1) und ihr sozialer und militärischer Flügel, ihre Wohltätigkeit nach innen und ihr Terror nach außen „symbiotisch“ untrennbar ineinander verwoben seien (Kapitel 2).[2]"
- Ich finde es tautologisch. Mir gefällt die aktuelle Version besser (obwohl ich dort "eingestuft wurde" zu "eingestuft wird" ändern würde). --Andreas JN466 10:19, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Die "Wohltätigkeit" ist aber Geschichte. Es trifft nicht mehr zu. Somit kann man das im Artikel darstellen, gehört aber nichts ins Intro. Eine Partei ist Hamas auch nicht mehr, ihre Herrschaft in Gaza nicht demokratisch legitimiert. Hams besteht noch aus einem politischen Arm und einen militärischen.--Fiona (Diskussion) 09:19, 18. Okt. 2025 (CEST)
- - Okin (Diskussion) 10:47, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Ach, verzeih, ich hab jetzt umseitig gar nicht noch mal nachgesehen und mich auf Eddy verlassen. Dann lass mich kurz noch mal nachsehen. --DaWalda (Diskussion) 10:56, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Ich habe andere Sprachversionen verglichen. Englisch, Spanisch, Französisch und Niederländisch haben das auch nicht im Einleitungsabsatz, haben aber einen eigenen Absatz in der Einleitung darüber, von welchen Staaten Hamas so eingestuft wird und von welchen nicht. Erwägenswert wäre auf Basis des umseitigen Artikels aktuell höchstens ungefähr wie italienisch, die diesen Absatz in kürzer bereits im Einleitungsabsatz integriert haben (ich übersetze direkt):
Hamas (arabisch حَمَاس, "Begeisterung", "Eifer", "Kampfgeist"), Abkürzung für Ḥarakat al-Muqāwama al-Islāmiyya (arabisch حركة المقاومة الاسلامية?, "islamische Widerstandsbewegung") ist eine palästinensische islamistische, sunnitische und fundamentalistische Politik- und Militärorganisation und spielt eine zentrale Rolle im Nahostkonflikt. Von den Vereinigten Staten, der Europäischen Union, Kanada, Australien, Japan und anderen Nationen wird sie als terroristische Organisation eingestuft. Andere Staaten wie Qatar und die Türkei betrachten sie als legitime Widerstandsbewegung, und die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat die Einstufung als "terroristische" Organisation abgelehnt. --DaWalda (Diskussion) 10:55, 18. Okt. 2025 (CEST)
- - Okin (Diskussion) 10:47, 18. Okt. 2025 (CEST)
- @Fiona B. Das die "Wohltätigkeit" geschichte ist ist mir klar. Aber der geschichtliche Fakt muss ins intro, um zu zeigen wie die Hamas ihre Machtbasis erweiterte. Da reichen 3 Sätze. Das sie einen militärischen und politischen Arm hat/hatte ist kein Widerspruch. Er kann in einer differenzierten Art dargestellt werden. --Adam Aboudou (Diskussion) 11:08, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Das Gesundheitsministerium in Gaza, die Krankenhäuser, die Sozialdienste usw. arbeiten (soweit funktionsfähig) meines Wissens nach wie vor unter den Hamas-Strukturen. --Andreas JN466 18:48, 18. Okt. 2025 (CEST)
NEIN, staatliche Einstufungen folgen unterschiedlichsten politischen Interessen und sind für die wissenschaftliche Einstufung im Intro hier nicht maßgeblich. Ebensowenig andere Wikipediaversionen. Aus den xmal genannten Gründen, die ich deshalb nicht wiederholen werde.
Und dass wissenschaftliche Belege fehlen, stimmt auch nicht für den Diskussionsverlauf. Im Juni 2025 hatte ich oben 1. etliche aktuelle Belege verlinkt, 2. vor dem Massaker erschiene Belege in Frage gestellt, 3. Fehldeutungen von einigen Belegzitaten präzise entkräftet. Benutzer, die all das ignorieren und wieder bei Null anfangen, können anderen keine Zirkeldebatten aufzwingen. Die Belegpflicht liegt vielmehr seit Juni 2025 bei denen, die die (eigentlich evidente) Einstufung als islamistische Terrororganisation immer noch bestreiten. Ich habe z.B. hier noch keinen einzigen Beleg dafür gesehen, dass die nichtmilitärischen Zweige der Hamas nichts mit deren Terror zu tun haben / hatten. Wenn dies nicht belegt werden kann, dann sind diese Zweige dem Terror- und Vernichtungsziel der Hamas offensichtlich untergeordnet. EinBeitrag (Diskussion) 11:13, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Dem stimme ich zu. Hinzu kommt, offensichtlich sind diese Zweige dem Terror- und Vernichtungsziel nicht nur untergeordnet, sondern sie sind dabei ein Baustein. Die Bildung wird genutzt, um Kinder früh militant zu radikalisieren. Der Gesundheitssektor wird genutzt, um auf der humanitären Schiene Unterstützungsarbeit zu leisten, wie die Tunnel unter den Krankenhäusern, Schulen, usw. ja gezeigt haben. Es ist und bleibt alles miteinander verwoben und dient den Zwecken der Organisation. --Itti 11:19, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Da scheinst du nicht auf dem aktuellen Stand. --Mandavi מנדבי?¿disk 11:29, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Wikipedia ist kein Beleg für Wikipedia, auch nicht eine strittige Behauptung in einem anderen Artikel. --Hardenacke (Diskussion) 11:37, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Die Belege belegen den Umstand. Dir es ja trotz Bemühen nicht gelungen, die ach so umstrittenen Behauptungen zu widerlegen. --Mandavi מנדבי?¿disk 11:45, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Unbelegte Behauptungen belegen gar nichts. Ich könnte mit hunderten gegenteiligen Behauptungen aufwarten. Im übrigen ist hier nicht der richtige Platz, um über einen anderen Artikel zu diskutieren. --Hardenacke (Diskussion) 11:50, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Aussagen sind dort alle belegt - weißt du auch. --Mandavi מנדבי?¿disk 11:56, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Unbelegte Behauptungen belegen gar nichts. Ich könnte mit hunderten gegenteiligen Behauptungen aufwarten. Im übrigen ist hier nicht der richtige Platz, um über einen anderen Artikel zu diskutieren. --Hardenacke (Diskussion) 11:50, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Die Belege belegen den Umstand. Dir es ja trotz Bemühen nicht gelungen, die ach so umstrittenen Behauptungen zu widerlegen. --Mandavi מנדבי?¿disk 11:45, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Wikipedia ist kein Beleg für Wikipedia, auch nicht eine strittige Behauptung in einem anderen Artikel. --Hardenacke (Diskussion) 11:37, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Da scheinst du nicht auf dem aktuellen Stand. --Mandavi מנדבי?¿disk 11:29, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Du verlangst, dass jemand eine Nichtexistenz von einer Verbindung nachweist? Dir ist hoffentlich klar, dass das völlig unmöglich ist und bleibt? --Mandavi מנדבי?¿disk 11:28, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Die Kapitulation kam aber schnell.
- @Itti: So ist es, und auch die allermeisten oben angeführten Belege von vor Oktober 2023 zeigen das. Man kann es sich aber auch an der aktuellen Situation anschauen: Wer exekutiert gerade 100te Palästinenser öffentlich in Gaza? "Polizeikräfte". Wer hält tote Geiseln weiter fest? "Zivilisten", darunter Lehrer der UNWRA. Wer betreibt mit geraubten Hilfsgütern einen schwunghaften Handel? Die "zivilen" Teile der Hamas. Wer sitzt in staatlich geschützten Luxusvillen in Katar und ruft von dort aus zu neuen Massakern und Morden an Juden weltweit auf? Die Führer der Hamas, denen unsere bemühte Differenzierung völlig am ... vorbeigeht. Beschämend, auf diese Evidenz überhaupt jahrelang hinweisen zu müssen. EinBeitrag (Benutzer Diskussion:EinBeitrag 11:32, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Falls du es nur nicht verstehen willst: ein gewisser Bertrand Russell hat herausgefunden: die Beweislast liegt bei denjenigen, die eine Behauptung aufstellen - nie andersrum. Aus Gründen die dir verschlossen sein mögen. --Mandavi מנדבי?¿disk 11:43, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Wo ist denn die obige Behauptung belegt, die nichtmilitärischen Zweige der Hamas hätten nichts mit der Terrororganisation zu tun? EinBeitrag (Diskussion) 11:52, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Andersrum wird ein Schuh draus - eine Nichtexistenz ist nicht belegbar. Es müsste vielmehr belegt sein, dass die ganze Hamas eine Terrororganisation ist. --Mandavi מנדבי?¿disk 11:58, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Dass die nichtmilitärishen Zweige nichts mit der Terrororganisation zu tun haben, kannst und willst Du also nicht belegen, sondern nur a priori bestreiten. Dann ist das ja geklärt. EinBeitrag (Diskussion) 12:22, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Es war deine Behauptung, dass die die nichtmilitärischen Zweige der Hamas genauso Terrororganisation sind (statt wenn überhaupt von X gesehen werden). Es ist an der Seite, die das im Lemma haben will, zu belegen, dass das so ist. Nie andersherum. --Mandavi מנדבי?¿disk 12:35, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Zitiere doch mal, wann und wo ich "genauso sind" geschrieben haben soll. EinBeitrag (Diskussion) 12:42, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Hier steckts doch drin: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Diskussion:Hamas&diff=prev&oldid=260696144 --Mandavi מנדבי?¿disk 12:46, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Zitiere doch mal, wo Du "genauso sind" drinstecken siehst. EinBeitrag (Diskussion) 12:48, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Wer die Trennung zwischen militärischen und nicht-militärischen Zweigen unterschlagen will, weil die schon irgendwas mit Terror am Hut haben werden, sagt doch genau das. Wozu die Haarspalterei? Dann steh doch dazu. --Mandavi מנדבי?¿disk 12:56, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Ich stehe immer dazu, was ich schreibe, nie dazu, was ich nicht geschrieben habe. Und "genauso sind" hatte ich nie geschrieben. Dass Du keinen Unterschied siehst zwischen Unterordnung oder Gleichsetzung, kannst Du keinem lesekundigen Mitarbeiter weismachen. Dass die nichtmilitärischen Arme nichts mit Terror zu tun haben, behauptet kein einziger Hamasführer, die sind alle vielmehr sehr stolz, dass ihre Zivilisten keine Geiselverstecke verraten haben (z.B.). Mit Ignorieren solcher Tatsachen kann hier keiner Artikelverbesserungen ausbremsen. EinBeitrag (Diskussion) 13:11, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Wir können uns hier natürlich völlig verbeißen, wenn du Wert darauf legst. Wo soll ich dich denn zitiert haben mit genauso sind? --Mandavi מנדבי?¿disk 13:18, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Ich stehe immer dazu, was ich schreibe, nie dazu, was ich nicht geschrieben habe. Und "genauso sind" hatte ich nie geschrieben. Dass Du keinen Unterschied siehst zwischen Unterordnung oder Gleichsetzung, kannst Du keinem lesekundigen Mitarbeiter weismachen. Dass die nichtmilitärischen Arme nichts mit Terror zu tun haben, behauptet kein einziger Hamasführer, die sind alle vielmehr sehr stolz, dass ihre Zivilisten keine Geiselverstecke verraten haben (z.B.). Mit Ignorieren solcher Tatsachen kann hier keiner Artikelverbesserungen ausbremsen. EinBeitrag (Diskussion) 13:11, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Wer die Trennung zwischen militärischen und nicht-militärischen Zweigen unterschlagen will, weil die schon irgendwas mit Terror am Hut haben werden, sagt doch genau das. Wozu die Haarspalterei? Dann steh doch dazu. --Mandavi מנדבי?¿disk 12:56, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Zitiere doch mal, wo Du "genauso sind" drinstecken siehst. EinBeitrag (Diskussion) 12:48, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Hier steckts doch drin: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Diskussion:Hamas&diff=prev&oldid=260696144 --Mandavi מנדבי?¿disk 12:46, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Zitiere doch mal, wann und wo ich "genauso sind" geschrieben haben soll. EinBeitrag (Diskussion) 12:42, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Es war deine Behauptung, dass die die nichtmilitärischen Zweige der Hamas genauso Terrororganisation sind (statt wenn überhaupt von X gesehen werden). Es ist an der Seite, die das im Lemma haben will, zu belegen, dass das so ist. Nie andersherum. --Mandavi מנדבי?¿disk 12:35, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Dass die nichtmilitärishen Zweige nichts mit der Terrororganisation zu tun haben, kannst und willst Du also nicht belegen, sondern nur a priori bestreiten. Dann ist das ja geklärt. EinBeitrag (Diskussion) 12:22, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Andersrum wird ein Schuh draus - eine Nichtexistenz ist nicht belegbar. Es müsste vielmehr belegt sein, dass die ganze Hamas eine Terrororganisation ist. --Mandavi מנדבי?¿disk 11:58, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Wo ist denn die obige Behauptung belegt, die nichtmilitärischen Zweige der Hamas hätten nichts mit der Terrororganisation zu tun? EinBeitrag (Diskussion) 11:52, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Falls du es nur nicht verstehen willst: ein gewisser Bertrand Russell hat herausgefunden: die Beweislast liegt bei denjenigen, die eine Behauptung aufstellen - nie andersrum. Aus Gründen die dir verschlossen sein mögen. --Mandavi מנדבי?¿disk 11:43, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Ach, die kommen von dir. Ja schön, dann kann ich gleich den Richtigen ansprechen. Ich habe mal wieder aufräumen müssen. Die ersten beiden Werke sind bei Selbstverlagen erschienen, die habe ich gestrichen. Levitt ist von WINEP und Zanini von RAND, da fehlt noch eine Standpunktzuweisung. Ergänzt du die selbst? Damit bleibt hier Steininger als politisch unverdächtige Stimme. Bei dem habe ich zwei Seiten gestrichen, auf denen gar nichts "beschrieben", sondern allein das Attribut verwendet wird. Dass er sie im Glossar so bezeichnet, stimmt; die Seite habe ich gelassen und verlinkt. Ein Glossareintrag reicht aber sicher nicht als Literaturrecherche, da müssen wir schon noch mal ran. --DaWalda (Diskussion) 11:44, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Ich hüpfe über keine hingehaltenen Stöckchen und editiere hier nichts, solange die Rückfragen ALLER Beteiligten hier nicht klar und präzise beantwortet wurden. Edits sollen bei laufender Disk bekanntlich möglichst deren Ergebnis abwarten. Und es geht hier um das Intro. Nicht Einzelautoren und Einzelbelege. EinBeitrag (Diskussion) 11:57, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Wenn Belege nicht verwendbar sind oder eine Aussage nicht belegen, müssen sie gestrichen werden, völlig unabhängig von der Disku. Nicht neutrale Quellen müssen entsprechend eingeordnet werden, auch völlig unabhängig von der Disku. Okin argumentiert mit diesem Satz und nimmt ihn zur Basis für eine Intro-Formulierung, also muss er natürlich mitthematisiert werden. --DaWalda (Diskussion) 12:07, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Dann ist Okin "der Richtige"für Deinen Dialog. Und ich bestreite, dass Belegautoren "neutral" sein müssen oder sonst automatisch ungeeignet sind. Das geht bei Terror und Massenmord nicht, da ist Unparteilichkeit nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Solche Unparteilichkeit verlangen die Projektregeln auch gar nicht. Selbst aus einem Regierungsauftrag ergibt sich in Demokratien auch nicht automatisch, dass der Autor nicht neutral sei oder nur liefert, was seine Regierung hören will. Das mag für Autokratien gelten, aber nicht für Demokratien. Levitt z.B. kann man Expertise nicht absprechen, trotz seiner WINEP-Zugehörigkeit. EinBeitrag (Diskussion) 12:29, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Nein, das stimmt. Aber unsere Projektregeln verlangen eine Standpunktzuweisung bei nicht neutralen Quellen. Nach denen habe ich gefragt. --DaWalda (Diskussion) 13:43, 18. Okt. 2025 (CEST)
- "Das geht bei Terror und Massenmord nicht, da ist Unparteilichkeit nicht möglich und auch nicht sinnvoll".
- Doch, das geht durchaus, beispielsweise, wenn man einen analytischen Terrorismusbegriff zugrundelegt, wie dies z.B. Henner Hess, Sebastian Scheerer oder Peter Waldmann tun. Grüße, -- Torte825 (Diskussion) 15:07, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Nein, das stimmt. Aber unsere Projektregeln verlangen eine Standpunktzuweisung bei nicht neutralen Quellen. Nach denen habe ich gefragt. --DaWalda (Diskussion) 13:43, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Dann ist Okin "der Richtige"für Deinen Dialog. Und ich bestreite, dass Belegautoren "neutral" sein müssen oder sonst automatisch ungeeignet sind. Das geht bei Terror und Massenmord nicht, da ist Unparteilichkeit nicht möglich und auch nicht sinnvoll. Solche Unparteilichkeit verlangen die Projektregeln auch gar nicht. Selbst aus einem Regierungsauftrag ergibt sich in Demokratien auch nicht automatisch, dass der Autor nicht neutral sei oder nur liefert, was seine Regierung hören will. Das mag für Autokratien gelten, aber nicht für Demokratien. Levitt z.B. kann man Expertise nicht absprechen, trotz seiner WINEP-Zugehörigkeit. EinBeitrag (Diskussion) 12:29, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Wenn Belege nicht verwendbar sind oder eine Aussage nicht belegen, müssen sie gestrichen werden, völlig unabhängig von der Disku. Nicht neutrale Quellen müssen entsprechend eingeordnet werden, auch völlig unabhängig von der Disku. Okin argumentiert mit diesem Satz und nimmt ihn zur Basis für eine Intro-Formulierung, also muss er natürlich mitthematisiert werden. --DaWalda (Diskussion) 12:07, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Ich hüpfe über keine hingehaltenen Stöckchen und editiere hier nichts, solange die Rückfragen ALLER Beteiligten hier nicht klar und präzise beantwortet wurden. Edits sollen bei laufender Disk bekanntlich möglichst deren Ergebnis abwarten. Und es geht hier um das Intro. Nicht Einzelautoren und Einzelbelege. EinBeitrag (Diskussion) 11:57, 18. Okt. 2025 (CEST)
Internationale Einstufung - Literaturrecherche
[Quelltext bearbeiten]Ich fang mal an, zusammenzutragen. Ergänzt gerne, was ihr erlest. Ich schlage vor: Bloße Attribuierungen als "Terrororganisation" vs. "Widerstandsbewegung" werden ignoriert, da sie für den Artikel nicht helfen, und wir sammeln Argumentationen. --DaWalda (Diskussion) 15:03, 18. Okt. 2025 (CEST)
Terrororganisation:
- Yonah Alexander: Palestinian Religious Terrorism: Hamas and Islamic Jihad. Transnational Publishers, Ardsley 2002, ISBN 1-57105-247-X.
Nicht explizit, aber s. Buchtitel. Einleitend gibt er auf S. v eine der üblichen Definitionen von "Terrorismus", seine "Hamas Timeline" ab S. 12 besteht dann ausschließlich aus Akten, die dieser Definition entsprechen (könnten). Alexander ist ein Neocon vom Foreign Policy Research Institute. - Matthew Levitt: Hamas. Politics, Charity, and Terrorism in the Service of Jihad. Yale University Press, New Haven / London 2006, ISBN 978-0-300-11053-1.
Dass Hamas eine Terrororganisation sei, ist seine Grundthese; er argumentiert dabei nach dem üblichen Muster. Erlanger fasst zusammen:
"His main theme is that Hamas is a terrorist organization that uses its extensive charitable and educational work to promote its foremost aim: driving Israel into the sea." Dass man zwischen einem politischen und militärischen Arm unterscheiden könne, sei "ein Mythos". + "Further, Levitt asserts that Hamas's charitable work -- including clinics, hospitals and religious centers -- is intended to recruit new soldiers to its jihad, or holy war, against Israel, which it steadfastly refuses to recognize. He calls Hamas-sponsored mosques, schools, orphanages and sports leagues 'integral parts of an overarching apparatus of terror."
Levitt ist von WINEP; Erlanger weist außerdem darauf hin, dass er bei dem Buch offenbar kooperiert habe mit der israelischen GONGO Intelligence and Terrorism Information Center. - Wilhelm Dietl, Kai Hirschmann, Rolf Tophoven: Das Terrorismus-Lexikon. Täter, Opfer, Hintergründe. Eichborn, Frankfurt a.M. 2006, ISBN 978-3-8218-5642-1. S. 149-151:
Wird nicht explizit so bezeichnet, die Rede ist aber mehrfach von ihren "terroristischen Aktivitäten" und auf S. 155 von ihrem "Spagat zwischen Terrorismus und Politik". Die nächste Gruppe, PIJ, wird eingeleitet mit "Eine weitere Terrororganisation" (meine Hervorhebung). Begründet wird mit der 1988er Charta; politische und soziale Aktivitäten seien nur vorgeschoben:
"Die Ziele der HAMAS sind in ihrer Charta von 1988 definiert. Darin wird ganz offen die Dschihad-Ideologie angesprochen und die Zerstörung des Staates Israel als politisches Ziel genannt. [...] Ferner ruft die HAMAS ihre Anhänger zum Mord an Juden auf: 'Jeder Jude ist ein Siedler und es ist unsere Pflicht, ihn zu töten.' [...]
Ungefähr 80-90 % der Arbeit der Organisation befasst sich mit Aktivitäten in sozialen, kulturellen, pädagogischen und gesundheitlichen Bereichen. [...]
Zusätzlich zu ihren militärischen und terroristischen Aktivitäten unterhält die HAMAS diverse Ausbildungs- und Hilfsprogramme, die als Teil einer integrierten Propaganda und als Rekrutierungsmaßnahmen angesehen werden." - Jonathan Schanzer: Hamas vs. Fatah. The Struggle for Palestine. Palgrave Macmillan, New York 2008, ISBN 978-0-230-60905-1.
Wohl wie Levitt. Er macht das allerdings seltsam wenig explizit, sondern das wird ein bisschen hineingemogelt: Die sozialen Organisationen werden bereits im Abschnitt über die Muslimbruderschaft zu "Rekrutierungseinrichtungen" erklärt, die religiöse Seite von Hamas sei mit Yassin gestorben. Und im Abschnitt nach Yassirs Tod bezeichnet er Hamas dann das erste mal nebenbei als Terrororganisation:
"For the next 15 years, [Yassins Islamic Center] served as a political and cultural center for most Brotherhood activities in the Gaza Strip. More important, it provided a vehicle through which Yassin could reach out to all Palestinians. The center boasted an aggressive network of health services, day care, youth activities, and even food services that won the support and loyalty of the destitute Palestinians living in Gaza's refugee camps. These services were part of a long-term strategy of dawa, or outreach, to the Palestinian people. [...] [Yassin] saw his role as one of a cultural and educational mentor, preparing future generations of Palestinians to wage jihad, or holy war, against Israel. This was the foundation for his center's network, which would in turn become the infrastructure of Hamas by 1988. [...] By the mid-1980s, his network included numerous mosques, charities, and schools that later served as Islamist recruiting grounds for Palestinians throughout the territories. These institutions also became meeting points for Hamas operations, fundraising centers, and even safe houses. [...]
Thus, Yassin's death made Hamas increasingly vulnerable to the widely held perception that it was a blunt and violent terrorist organization that sought only to inflict violence on Israel. Under Yassin, Hamas was traditionally viewed as fighting with a gun in one hand and a Quran in the other; now it was viewed as toting a gun in each hand. [...]
To protect the subterranean supply lines, Haams and the other terrorist groups burrowed more than 60 feet beneath the earth's surface..." (S. 20f., 83, 87)
Schanzer ist Direktor der Neocon-Denkfabrik Foundation for Defense of Democracies. Ein Teil des Buches ist entstanden, als er Direktor des en:Jewish Policy Center war, ein anderer Teil am Middle East Forum; Daniel Pipes hat dann auch das Vorwort geschrieben. Vgl. Hroubs Verriss. - Wolfgang Kraushaar, Israel: Hamas – Gaza – Palästina: Über einen scheinbar unlösbaren Konflikt, CEP Europäische Verlagsanstalt, 2024: [46].
- Denn die „Organisation des islamischen Widerstands“, wie sie am liebsten gesehen werden möchte, ist auch eine Art islamischer NGO mit einem karitativen Zweig, der Schulen, Waisenhäuser und Kliniken betreibt, sie st auch Teil eines Netzwerks, sie ist eine politische Partei, die Repräsentantin verschiedener lokaler Behörden und sie stellt sogar die letzte demokratische legitimierte Vertretung des Gaza-Streifens dar. All diese Facetten können jedoch in keiner Weise darüber hinwegtäuschen, dass es sich um eine extrem radikalisierte islamische Terrororganisation handelt, die man mit dem Islamischen Staat (IS), der ebenfalls noch nicht ganz von der Bildfläche verschwunden ist, zumindest im Hinblick auf seine vor keiner Grausamkeit zurückschreckende Ideologie und Praxis auf eine Stufe stellen kann. --Andreas JN466 16:05, 18. Okt. 2025 (CEST)
Nicht Terrororganisation:
- Azzam Tamimi: Hamas. A History from Within. Olive Branch Press, Northampton 2007, ISBN 978-1-56656-689-6. S. 268:
Nein, da ausschließlich Kampf in pal. Gebieten gegen Besatzer:
"Contrary to the experience of most other Palestinian factions during the 1970s, Hamas's armed struggle originates in Palestine and is restricted to its territory, which Hamas considers the legitimate battlefield. By limiting its armed struggle to resisting occupation, the movement has successfully averted Israeli attempts to drag it into battle outside Palestine. The assasssination attempt on the life of Khalid Mish'al, Hamas's political head, was clearly intended to embroil the movement in a war of attrition outside Palestine, a battle Hamas has continuously tried to avoid. Hamas's adherence ot this position has made it difficult for the Israelis and their allies, especially in the United States, to convince the world's public opinion that Hamas is a terrorist group. By all standards, Hamas is a national liberation movement whose military effort is directed solely and exclusively at the foreign occupiers." - Shaul Mishal, Avraham Sela: The Palestinian Hamas. Vision, Violence, and Coexistence. Columbia University Press, New York 2006, ISBN 0-231-14007-X
Wenn ich richtig sehe, das meistzitierte Buch über Hamas überhaupt. Mishal/Sela sprechen mehrfach von "terrorist attacks" von Hamas, bezeichnen sie aber nie als "Terrororganisation", denn ihre Grundthese ist:
"A close scrutiny of Hamas's roots and its record since its establishment at the outbreak of the Palestinian uprising (Intifada) in December 1987, however, reveals that contrary to this description, it is essentially a social movement. As such, Hamas has directed its energies and resources primarily toward providing services to the community, especially responding to its immediate hardships and concerns. As a religious movement involved in a wide range of social activities, Hamas is deeply rooted in the Palestinian society in the West Bank and Gaza Strip [...]." (S. vii).- Helga Baumgarten: Hamas. Der politische Islam in Palästina. Diederichs, München 2006, ISBN 978-3-7205-2820-7
schließt sich ihnen in dieser Hinsicht an.
S. S. 178: "Die Hamas wird, vor allem außerhalb der arabischen Region, ausschließlich aus terroristische bewegung wahrgenommen und auf dieser basis geächtet, verfemt und de-legitimiert. Die Realität ist jedoch eine sehr viel komplexere. Die beiden israelischen Politologen Shaul Mishal und Avraham Sela haben das am überzeugendsten in ihrer detaillierten und analytischen Studie der hamas, gerade für die Osloer Jahre, gezeigt." usw.
- Helga Baumgarten: Hamas. Der politische Islam in Palästina. Diederichs, München 2006, ISBN 978-3-7205-2820-7
- Michael I. Jensen: The Political Ideology of Hamas. A Grassroots Perspective. I.B. Tauris, London / New York 2009, ISBN 978-1-84511-059-8. S. 141 f.144.148:
Nein, da Terrorismus nicht dominant und bereits im Wahlprogramm von 2006 Betonung anderer Taktiken:
"Because of its actions towards Israel(ies) Hamas is perceived by many in the West as a terrorist organization, and their social organizations are seen as a place for indoctrination and even as recruiting ground for terrorist activities. All too often when dealing with movements using political violence the political, economic and social context nin which they operate is omitted. This is claerly the case in regard to Hamas. This omission has led ot the conclusion, by some researchers, that Hamas is one of the leaast understood social movements in the region. With Hamas in power (in the Gaza Strip) the time is ripe for a broader perspective on the movement. [... Beschreibung diverser politischer und sozialer Aktivitäten ...]
Participant observation combined with numerous interviews with players in an Islamic football club closely linked to Hamas and university students at the most important Islamist instiuttion in the Gaza Strip (the University of Gaza), reveal that the young Islamists in Gaza do not fit the image of dangerous, fanatical, and evil terrorists. [... S. 144]
These forms of 'enterprise' at IUG and in the sports club represent only some of the many activities the Hamas movement has initiated within Palestinian society -- albeit these are among the most important on an ideological and cultural level. However, many Palestinians consider the social aid of the various Hamas-related NGOs as being of even greater importance in their daily lives. [... S. 148]
Compared to the charter of Hamas from 1988 this [Wahlprogramm von 2006] is a different tone. In article 13 of the Charter it is stated: 'There is no solution to the Palestine problem except through struggle (Jihad).' Two decades later hamas is ready to use 'all means' to find a solution. [...] Hence, the resemblance to the route taken by the PLO in the 1970s is unmistakable. It is interesting, bearing in mind that at the time the PLO embarked on the route towards negotiations it was regarded a terrorist oganization by United States. It was not until 1993, just before the signing of the Oslo agreement, that the PLO got rid of this predicate and officially became salonfhige [sic]. Hamas is following the same path [...]. However, recognition will not occur until a Palestinian state has been established within the 1967 borders." - Eli Berman: Radical, Religious, and Violent. The New Economics of Terrorism. Massachusetts Institute of Technology, Cambridge / London 2009, ISBN 978-0-262-02640-6. S. 131 f.
Nein; grob wie Jensen:
"The Hamas theology is not jihadist, in Qutb’s sense. Indeed, Hamas has generally distanced itself from Al Qaeda and global jihadists. Like the original Muslim Brotherhood in Egypt, their political aspirations are domestic. Hamas aspires to solve the problems of Muslim Palestinians by establishing an Islamic state. Their first step was to set up a social service provision network, just as al-Banna had done in Ismailia, which was accomplished by the early 1980s. After that, they were poised to seek political power, by violence if necessary, and with the help of Iranian allies if it suits their purposes. In this sense, Hamas is not a terrorist organization using social service provision as a front to disguise its other activities, as is sometimes claimed. The social services came first. As recently as 2001, Israeli terrorism expert Reuven Paz wrote of Hamas, “Approximately 90 percent of its work is in social, welfare, cultural and educational activities. [...]”" - Paola Caridi: Hamas. From Resistance to Government. Seven Stories Press, New York 2012, ISBN 978-1-60980-382-7. S. 20 f.:
Nein, da Terrorismus aufs Ganze gesehen nicht dominant:
Why did Hamas win on January 25, 2006? [...] The first answer -- the hardest, the most controversial, but also the most clearly backed by both facts and experts -- is that Hamas is not a terrorist organization, but rather a political movement that has used terrorism, particularly during a certain phase of its history spanning over two decades. (zitiert dafür als Gewährsmann auch Segev 2008, in Haaretz als a man who cannot be accused of either collusion or sympathy toward the members of the Harakat al-Muqawwama al-Islamiyya). - Tareq Baconi: Hamas Contained. The Rise and Pacification of Palestinian Resistance. Stanford University Press, Stanford 2018, ISBN 978-0-8047-9741-2. S. xviii-xx:
Argumentiert ausführlich gegen diese Einstufung, er entscheidet sich letztendlich de facto, aber nicht explizit für "armed resistance movement". Gründe: (1) "Terrorismusbezeichnung" = politische Waffe, nichts Objektives (xviii), (2) grundsätzliche Schwierigkeit der Us. zwischen Terrorismus und "legitimate armed resistance aimed at securing internationally sanctioned rights" (xviii); (3) fortwährender Kriegskontext aus palästinensischer Perspektive, der mit der "Terrorismus"-Bezeichnung übergangen wird (xix).
=> "In thinking of the morality of Palestinian armed struggle, the knowledge that violence has animated numerous anticolonial liberation trajectories somehow dissipates. The historical context within which Hamas operates, and which has given rise to Hamas as an armed resistance movement in the first place, is overlooked." (xix).
Argumentiert gleichzeitig auch wie die "Komplexer"-Gruppe unten: "Stepping away from polemics associated with the use of a deeply charged and ultimately ineffective term such as 'terrorism,' this book describes violence, military attacks, occupation, suicide bombings, assassinations, rocked fire, and air-aids in their most basic characteristics ..." (xx). - Leila Seurat: The Foreign Policy of Hamas. Ideology, Decision Making and Political Supremacy. I.B. Tauris, London u.a. 2019, ISBN 978-1-8386-0745-6. S. 236 f.:
Nein, wegen Perspektive der Critical Terrorism Studies:
"In any case, these elements confirm that Hamas must be seen as a political player like any other. This is what this book has attempted to demonstrate, going against many written works produced by experts and their academic institutions, describing Hamas as a terrorist organization. By no means has the author’s goal been to rehabilitate Hamas; she has rather wished to expose the movement’s political practices for what they are, with neither prior judgements nor preconceived ideas. From a scientific viewpoint, there is moreover no consensual definition of ‘terrorism’. [...] As a form of political violence like any other,6 ‘terrorism’ would deserve to be grasped not as a function of political and media demands but as a social and discursive construction circulating beyond national borders. In a framework where, since 9/11, the struggle against ‘Islamist’ terrorism has taken a global dimension,7 labelling Hamas as such reflects the wish to blur and conflate national liberation with terrorism." - Jeroen Gunning (entwickelte seine Position mit der Zeit; 2007 gehört eher runter nach (3), 2024 aber klar hierher):
- Hamas in Politics. Democracy, Religion, Violence. Hurst & Company, London 2007, ISBN 978-1-85065-876-4. S. 26:
Enthält sich eines Urteils und definiert für sein Buch folgende Sprachregelung:
"I will use the term 'paramilitary' to denote those organisations whose chief task is to perpetrate political violence against Israeli targets. In the context of the Israeli-Palestinian conflict, this term is less ideologically loaded than either 'terrorist' or 'resistance'." - in Helena Cobban, Rami G. Khouri: Understanding Hamas and why that Matters. OR Books, New York / London 2024, ISBN 978-1-68219-635-9. Kap. 3:
Versch. Gründe: (1) "[T]he terrorism narrative strips violence of its historical and political context. It is portrayed as coming out of nowhere. And it delegitimizes anyone who seeks to contextualize this violence as misguided at best or a terrorist lover at worst. [...] I think what’s important here is that [the focus on terrorism] elides the right to resist. Under UN resolutions and international law, Palestinians have every right ot resist occupation violently. [...] But the terrorism label reduces all violence to illegitimate and barbaric violence, even violence against Israeli soldiers."
(2) "[...] I think terrorism reduces a very complex movement like Hamas to one dimension. It’s all about violence. It’s also portrayed as illegitimate and barbaric. But as we know, [...] Hamas is not just about violence, it grew out of the Palestinian Muslim Brotherhood, which long opposed resistance and was focused on welfare and preaching, and Hamas has participated in elections."
(3) "[The terrorism label] means that there’s no political solution. There’s just a military or a surveillance policing solution. [... It] cuts out any possibility of resolving the conflict politically. So, then you only have left a military solution, total eradiction, which for a grassroots movement like Hamas, which has a lot of support, means having to commit genocide to achieve that aim. Among those practicing peace negotiations, it’s well established that the term 'terrorism' hinders the possibility of negotiations."
- Hamas in Politics. Democracy, Religion, Violence. Hurst & Company, London 2007, ISBN 978-1-85065-876-4. S. 26:
Komplexer:
- Khaled Hroub:
- Hamas. Political Thought and Practice. Institute for Palestine Studies, Washington 2000, ISBN 0-88728-276-8. S. 4.6:
"Terrorist" wäre unterkomplex, Hamas ist noch viel mehr und ist eine einseitige Sicht:
"The common image of Hamas in the West, even among intellectuals and politicians, is that of a terrorist organization involved in suicide bombings and attacks on passenger buses. This book, in contrast, presents Hamas as Palestinians view it. Primarily, they see Hamas as a multidimensional political movement that is involved in wide scale of social, cultural, and charitable activities and as an organization with a network of political ties to parties, organizations, and states. [...]
When dealing with highly sensitive issues that pertain to the violation of the rights of millions of people, the practice of 'issueing' verdicts and 'labeling' groups leads to a crude simplification of rather complicated phenomena. For example, the abstract debate of who is or is not a 'terrorist' has little value, if not complete uselessness, when one tries to assess realities on the ground that counter-pose the internal image of the heroic 'freedom fighter' to the external image of the same as a cold-blooded 'terrorist.' The recent past bears witness that many of today's peace negotiators, allies, and statemeen were yesterday's terrorists." - Hamas. A Beginner's Guide. Pluto Press, London / Ann Arbor 2006, ISBN 0-74533-2591-2. S. vii f.
"What went wrong [in the 2006 election], indeed, was the persistent and prevailing misconception of Hamas and the belittling of its power and leverage. Hamas in the eyes of many Westerners, official and lay alike, has always been reduced to a mere 'terrorist group' whose only function is and has been to aimlessly kill Israelis. [...]
This book sets forth to tell the story of the 'real Hamas', not the misperceived and distorted one. By 'real Hamas' I mean the reality of Hamas as it has been on the ground in all its aspects - debunking any reductionist approach. Yet there is no intention here to provide an apologetic treatise about Hamas. It is up to the reader to shape her or his own opinion on this Palestinian movement."
Hroub verwendet dann im Folgenden "Terror(ismus)" konsequent nur in Zitaten und Anführungszeichen. Einzige Ausnahme: S. 4: "Zionist terrorist attacks"
- Hamas. Political Thought and Practice. Institute for Palestine Studies, Washington 2000, ISBN 0-88728-276-8. S. 4.6:
- Beverley Milton-Edwards / Stephen Farrell: Hamas. The Islamic Resistance Movement. Polity Press, Cambridge / Malden 2010, ISBN 978-0-7456-4295-6. S. 4:
Formuliert wie Hroub, Begründung dafür soll wohl diese Passage sein:
"Semantics are of immeasurable importance. 'Terrorism' versus 'resistance' is only one of the tortuous linguistic disputes characteristic of the Palestinian-Israeli conflict [...]. One person's Arab terrorist murdering Jewish innocents to conquer Israel's eternal capital Jerusalem is another's Palestinian freedom fighter avenging the blood of innocents murdered by Israel to liberate occupied al-Quds from Zionist military occupation." [=Natürlich Anspielung auf das Diktum "One man's freedom fighter is another man's terrorist.") - Joshua L. Gleis, Benedetta Berti: Hezbollah and Hamas. A Comparative Study. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2012, ISBN 978-1-4214-0614-5.
Zu Hamas (ähnlich zu Hezbollah): "[Hamas] has grown to become a terrorist organization, political party, and a socioreligious movement all in one." (S. 2). Mit dieser Beschreibung wollen sie gegen eien "reductionist interpretation" anschreiben. Legen ihren Fokus dabei aber klar auf den Terrorismus-Aspekt; beide Buchteile haben ein eigenes Kapitel zur Strategie "Terrorism".
Gleis gehörte damals zum Belfer Center und schrieb für das Gatestone Institute; Berti gehört zu INSS. - Sara Roy: Hamas and Civil Society in Gaza. Engaging the Islamist Social Sector. Princeton University Press, Princeton / Oxford 2011, ISBN 978-0-691-15967-6.
Komplex. Roy schreibt klar, dass Hamas "terroristische Akte" begeht (S. 205: "[Hamas] has engaged in military policies -- terrorist attacks against Israeli civilians -- that proved devastating to Palestinian society."). Gleichzeitig ist die Grundthese ihres Buchs, dass es jedenfalls nicht richtig ist, den sozialen Flügel als Teil einer Terrororganisations-Infrastruktur zu begreifen (S. 4: "[I seek to challenge] the accepted assumption that all Islamic institutions are part of a larger terrorist infrastructure and that the people who use them are passive victims of religious fanaticism joined in a desire to inflict harm." Noch mal angekündigt auf S. 100: "[T]he equation of Islamist soical institutions with violence and the belief that the work of these institutions is merely a guise for promoting terrorism and its attendant agenda as well as other forms of abuse remains deeply embedded and uncritically embraced at many levels of American society including the U.S. Supreme Court. The reality, however, is far more complex and, I would argue, challenges some key common assumptions.")
=> S. 186 f.: "Thus, the dominant conceptualization of Islamic social activism in Palestine as a channel for political violence and Islamic terrorism is highly oversimplified, stereotypical, and at odds with the actual facts on the ground. In reality, this sector has been quite varied, encompassing a range of institutions and individuals who speak with diverse voices -- not just one -- and not always to each other." (nicht signierter Beitrag von DaWalda (Diskussion | Beiträge) 00:30, 19. Okt. 2025 (CEST)) - Muriel Asseburg: Der 7. Oktober und der Krieg in Gaza Hintergrund, Eskalation, Folgen. C.H.Beck 2025.
- Verwendet die Begriffe „Terrororganisation“ und „terroristische Gruppierung“ ausschließlich im Zusammenhang mit offiziellen staatlichen Einstufungen und spricht ansonsten von einer „bewaffneten Gruppierung“ (gelegentlich auch „militanten Gruppierung“). Der 7. Oktober wird als „Terrorakt“ und „Terrorangriff“ bezeichnet. --Andreas JN466 16:36, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Joseph Croitoru: Die Hamas: Herrschaft über Gaza, Krieg gegen Israel, C.H.Beck 2024, ISBN 9783406816970
Bezeichnet Hamas als „islamistische palästinensische Kampfmiliz“, „Islamisten-Organisation“ usw., verwendet „Terrororganisation“ nur in direkten und indirekten Zitaten, spricht beim 7. Oktober aber von einem „Terrorangriff“, spricht von „Guerilla- und Terroraktionen“ der Hamas und bezeichnet die Al-Qassam-Brigaden als „Kampf- und Terrorgruppen der Hamas“. Beispielhafte Passage: Die Hamas, die zugleich politische Bewegung, Wohlfahrtsorganisation und Miliz ist, nutzte ihre Alleinherrschaft in Gaza, um die traditionell ausgerichtete palästinensische Gesellschaft des Gazastreifens noch weiter zu durchdringen und die militärischen Fähigkeiten ihrer Qassam-Brigaden auszubauen. Ihre Ziele, über alle Palästinensergebiete zu herrschen und nach Möglichkeit dem «zionistischen Wesen» ein Ende zu setzen, gab sie nicht auf, auch wenn sich ihre Anführer 2017 bereit erklärten, den vollständigen Rückzug Israels aus der Westbank als Grundlage für einen künftigen Dialog zu akzeptieren. Solche Signale der Mäßigung stießen jedoch in Israel, besonders bei Ministerpräsident Netanjahu, auf taube Ohren. In seiner langen Amtszeit rückte die israelische Parteienlandschaft immer weiter nach rechts. «Die Besatzung», wie Israel nicht nur von Palästinensern im Gazastreifen bezeichnet wird, festigte sich zunehmend, ob durch die strenge Abriegelung des Küstenstreifens oder den Ausbau der israelischen Siedlungen in der Westbank. Beides diente der Hamas und ihren verbündeten Milizen als Rechtfertigung dafür, Israel mit Raketen und das Grenzgebiet auch mit Mörsern zu beschießen. Jerusalem antwortete auf diesen wahllosen Beschuss immer wieder auch mit Bombardements von Wohngebieten im Gazastreifen. Sie wurden damit begründet, dass die Hamas Zivilisten und zivile Einrichtungen als Schutzschilde missbrauche, und kosteten zwischen 2008 und September 2023 schon rund dreitausendachthundert palästinensische Zivilisten das Leben. Auf israelischer Seite waren im gleichen Zeitraum knapp hundertachtzig zivile Todesopfer zu beklagen. Sollte etwa der brutale Terrorangriff des 7. Oktober diese Asymmetrie aufbrechen? Durch Israels vernichtenden Gegenschlag wird sie jedenfalls aufrechterhalten, obwohl er sich offiziell nur gegen die Hamas und ihre Verbündeten richtet. --Andreas JN466 16:54, 18. Okt. 2025 (CEST)
Diskussion
[Quelltext bearbeiten]- Was soll das? Wir machen keine Forschung. Soll jetzt zunächst jede Position zerlegt werden in a) wie reputabel ist Autor/Autorin, b) was wurde überhaupt geschrieben, c) welche Position wird dargestellt, d) welche Positionen werden mehrheitlich dargestellt, e) wie viele haben die Position übernommen f) wo auf der Welt wird diese Position geteilt, g) wer teilt diese Position nicht h) warum wird diese Position nicht geteilt und das in drei bis vier Sprachen? Wie soll das leistbar sein? Ist die Absicht dahinter andere in der Diskussion zu überfordern und rauszudrängen, dann mit dem Argument, es wurde nicht mindestens 1 Woche eingesetzt, um alles zu lesen und zu analysieren? --Itti 16:43, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Schon auf der Basis des oben Zusammengetragenen könnte man z.B. formulieren:
Ob Hamas als "Terrororganisation" einzustufen ist, ist in der Forschung umstritten. Es hängt erstens davon ab, welches Gewicht Forscher der Tatsache beimessen, dass Hamas überwiegend (Dietl u.a.: zu 80-90 %; Berman: zu 90 %) eine politische und soziale (im Gegensatz zu: eine militante) Organisation ist, und zweitens davon, ob sie "Terrorismus" überhaupt für eine sinnvolle Kategorie halten, der Organisationen objektiv zugeordnet werden können. Jensen, Berman und Caridi zum Beispiel stufen Hamas nicht als Terrororganisation ein, weil der bewaffnete Kampf für Hamas nur eine untergeordnete Rolle spiele; Kraushaar dagegen ist der Ansicht, dass der karivative Zweig von Hamas, "der Schulen, Weisenhäuser und Kliniken betreibt", und die Tatsache, dass Hamas "die letzte demokratisch legitimierte Vertretung des Gaza-Streifens" darstellt, "in keiner Weise darüber hinwegtäuschen [kann], dass es sich um eine extrem radikalisierte islamische Terrororganisation handelt". Eine dritte Gruppe Forscher enthält sich -- oft mit Verweis auf das Diktum "One man's freedom fighter is another man's terrorist." -- eines Urteils und beschränkt sich darauf, Hamas als eine "militante" oder "paramilitärische" Organisation zu beschreiben.
So oder so ähnlich wäre die Forschung adäquater wiedergegeben als mit dem aktuellen "Historiker, Politologen und Juristen westlicher Staaten beschreiben die Hamas als Terrorvereinigung oder terroristische Organisation". Mal sehen, ob z.B. Tamimis Argumentationsfigur sich auch noch mal findet -- je nachdem, welche Begründungen wir noch finden, ließe sich der Forschungsstand dann noch besser beschreiben. --DaWalda (Diskussion) 17:13, 18. Okt. 2025 (CEST)- Ein Forschungstand wird mir selektiven Zitaten nicht beschrieben. --Fiona (Diskussion) 17:16, 18. Okt. 2025 (CEST)
- So ähnlich wurde der Forschungsstand 2004 in Islamic Activism: A Social Movement Theory Approach (Indiana University Press) vor dem Hintergrund des Intifada-Terrors zusammengefasst: [47]. Dort wird zudem argumentiert, es sei
- „always problematic to speak of terrorist groups (or states), as opposed to groups (or states) that periodically use acts of terror for tactical political reasons. By understanding terrorism in tactical terms rather than as a genetic group attribute, rational responses become potentially more effective and less obviously politically hypocritical.“
- Robinson liefert hier den Grund, weshalb die (beispielsweise von Joseph Croitoru und Muriel Asseburg gewählte) Darstellungsweise seiner Meinung nach zielführender ist. --Andreas JN466 17:32, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Alles Meinungen, nichts als persönliche Meinungen. --Itti 17:36, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Ja, Itti, sicherlich Meinung, aber eine Meinung, die von einem Universitätsverlag veröffentlicht und hundertfach rezipiert worden ist: [48] Das ist einer der am meisten zitierten wissenschaftlichen Texte über die Hamas. (Umseitig natürlich gar nicht vorhanden. Dafür hatten wir dort bis vor ein paar Wochen Dutzende Zitationen für eine im Eigenverlag erschienene, von niemandem zitierte Magisterarbeit.) --Andreas JN466 00:33, 20. Okt. 2025 (CEST)
- Ah, den kannte ich noch nicht. Hier die betreffenden Seiten für die, die Andreas Google Books-Seite auch nicht lesen können. Mir scheint aber, dass er da nicht "den Forschungsstand zusammenfasst", sondern dass Hamas mehr soziale als militante Organisation ist, ist sein eigenes Obiter dictum, und dass die "Terrororganisation"-Kategorie grundsätzlich problematisch ist, ist seine These, die dann entwickelt wird (und von der er am Ende auch ausgeht, dass er sie am Beispiel von Hamas hinlänglich aufgezeigt hat). Ich halte das für eine Variante der Critical Theorism Studies-Grundthese, oder? --DaWalda (Diskussion) 18:01, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Nach Google-Books-Seiten, Stellen und Snipets arbeite ich nicht. --Fiona (Diskussion) 18:07, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Robinson hebt hervor (S. 112–113), dass die (damals) neueren Veröffentlichungen das Thema anders angingen als ihre Vorgänger, insofern hatte sich der Forschungsstand verschoben. (Critical Terrorism Studies kamen ein paar Jahre später, aber die Stoßrichtung war dieselbe.) --Andreas JN466 18:30, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Alles Meinungen, nichts als persönliche Meinungen. --Itti 17:36, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Meinem Eindruck nach ist allerdings sehr unumstritten, dass die Hamas eine islamistische politische und militante Organisation ist, die vielfach als terroristisch eingestuft und eingeordnet wird - politisch und wissenschaftlich. Im Übrigen sind die hier zusammengetragenen Ausführungen zum Teil an die 20 Jahre alt - sicherlich war die Tendenz, die Militanz der Hamas als Guerillaaktivität statt als Terrorismus einzuordnen, vor dem 7. Oktober 2023 stärker als danach. - Okin (Diskussion) 08:09, 19. Okt. 2025 (CEST)
- Meinem Eindruck nach auch -- ich bin ja auch mit deutscher Presse sozialisiert. Aber die meisten Bücher, die oben zusammengetragen sind, gehören zu den Standardwerken über Hamas. Deren Perspektiven sind die für die Umseite entscheidenden, nicht unsere.
Bei den älteren überrascht es mich übrigens eigentlich noch mehr als bei den jüngeren, wenn sie gegen die Terrororganisations-Deutung anschreiben. Erstens begannen die Critical Terrorism Studies erst ab den 2000ern zu entstehen. Zweitens war 1992 - ~2002 die Selbstmordattentatsphase von Hamas; Hroubs erstes Buch z.B. erschien noch während die lief. Entsprechend schreibt auch jeder der obigen, der dagegen anschreibt, einleitend etwas wie "... wird gemeinhin angesehen als Terrororganisation, aber...". --DaWalda (Diskussion) 16:14, 21. Okt. 2025 (CEST)- Mishal/Sela (Columbia University Press, New York 2006) hat in Google Scholar an die 1.000 Zitationen. Umseitig eine (für das Antizionismus-Label in der Infobox). --Andreas JN466 08:18, 23. Okt. 2025 (CEST)
- Meinem Eindruck nach auch -- ich bin ja auch mit deutscher Presse sozialisiert. Aber die meisten Bücher, die oben zusammengetragen sind, gehören zu den Standardwerken über Hamas. Deren Perspektiven sind die für die Umseite entscheidenden, nicht unsere.
- Schon auf der Basis des oben Zusammengetragenen könnte man z.B. formulieren:
- Ich erlaube mir die Frage zu stellen: wurde die gesamte Literatur, jedes Buch, jeder Text, der hier aufgeführt wird, vollständig gelesen? Mit selektiven Zitate kommt man nicht zu einem enzyklopädischen Intro, das das Lemma definiert.--Fiona (Diskussion) 17:17, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Eigentlich wäre es Aufgabe derjenigen gewesen, die das Intro geändert haben wollen, eigene Literatur anzuführen, sie zu lesen, auszuwerten und das Ergebnis hier vorzustellen. Wo lese ich ähnlich ausführliche Literatur-Übersichten von Seiten der Befürworter einer Änderung des Intros? Die müssen mir wohl entgangen sein.
- Denn eines steht fest: Ohne eine umfangreiche Untermauerung durch Literatur-Quellen wird eine Änderung des Intros keinen Zuspruch finden, jedenfalls nicht von meiner Seite. Denn eigene Gedanken, wie sie hier in der Diskussion bereits zuhauf ausgebreitet wurden, spielen eigentlich keine Rolle. --Eddy 97 (Diskussion) 18:27, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Ich erlaube mir die Frage zu stellen: wurde die gesamte Literatur, jedes Buch, jeder Text, der hier aufgeführt wird, vollständig gelesen? Mit selektiven Zitate kommt man nicht zu einem enzyklopädischen Intro, das das Lemma definiert.--Fiona (Diskussion) 17:17, 18. Okt. 2025 (CEST)
vgl. auch die Encyclopaedia Britannica. Die Definition beginnt mit " militant Palestinian nationalist and Islamist movement ". Terror kommt nur insofern vor, dass terroristische Handlungen erwähnt werden "embraced the use of violence, including acts of terrorism" [49] Von "terroritischer Organisation" als Definition der Hamas als Ganzes lese ich da erstmal nichts. --Eddy 97 (Diskussion) 18:36, 18. Okt. 2025 (CEST)
- Ja, gutes Beispiel. Das entspricht exakt dem Sprachgebrauch von Croitoru, Asseburg u. a. Für mich ist das die wissenschaftliche Mainstreamposition. --Andreas JN466 16:12, 19. Okt. 2025 (CEST)
Derzeit ist im Abschnitt Internationale Einstufung die Textmenge unausgewogen. Der bei Weitem größere Textteil gibt Auskunft über die internationale Einstufung als Terrororganisation, der bei Weitem kleinere Teil gibt Auskunft über die Einstufung als keine Terrororganisation. Das entspricht nicht den realen Verhältnissen. Die Textaufteilung muss natürlich nicht genau stimmen, aber derzeit ist das Verhältnis m. E. zu unausgewogen. -- Hans Koberger 09:33, 19. Okt. 2025 (CEST)
- Die Einstufung, setzt voraus, dass eine Handlung vollzogen wurde, ein Ereignis stattgefunden hat. Bei Nichteinstufung ("Einstufung als keine Terrororganisation"?) gibt`s auch nicht unbedingt was zu berichten. - Okin (Diskussion) 10:32, 19. Okt. 2025 (CEST)
- Ja, es ist schon richtig, dass Handlung/Ereignis stattgefunden haben müssen. Ich bin mir auch sicher, dass die stattgefunden haben und es dafür Quellen gibt. -- Hans Koberger 10:43, 19. Okt. 2025 (CEST)
- Welche konkreten Ereignisse siehst Du denn unzureichend beachtet? - Okin (Diskussion) 10:51, 19. Okt. 2025 (CEST)
- Beispielsweise die strategische Entscheidung der Schweiz und Norwegens um ihre Rolle als neutrale Vermittler wahrnehmen zu können. Auch die Kritik an Österreich, das trotz "immerwährender Neutralität" eindeutig Partei (auch durch Einstufung der gesamten Hamas als Terrororganisation) im israelisch-palästinensischen Konflikt nimmt, usw. -- Hans Koberger 11:48, 19. Okt. 2025 (CEST)
- Die Schweiz gab ihre Neutralität im Dez. 2024 auf: [50] --Andreas JN466 16:06, 19. Okt. 2025 (CEST)
- Danke, ja stimmt. -- Hans Koberger 18:05, 19. Okt. 2025 (CEST)
- Die Schweiz gab ihre Neutralität im Dez. 2024 auf: [50] --Andreas JN466 16:06, 19. Okt. 2025 (CEST)
- Es gibt z.B. über die Einstufung durch die EU, die unter politischem Druck und z.B. gegen den Willen Deutschlands geschah, ein Buch, das sich zum größten Teil, und ein weiteres Buch, das sich zu einem großen Teil damit befasst. Die Einstufung der USA ist auch komplexer; Chehab z.B. schreibt da ausführlich drüber. Über die Hintergründe davon, warum Russland, China und Qatar Hamas nicht so einstufen, hat z.B. Abdullah Einiges geschrieben. Da fehlt schon vieles, aber das ist mit einigem Rechercheaufwand verbunden, das zu beheben. --DaWalda (Diskussion) 18:42, 19. Okt. 2025 (CEST)
- Auch von der EU gibt es natürlich eine neuere Einstufung als die dort behandelte (Januar 2024). [51] --Andreas JN466 00:26, 20. Okt. 2025 (CEST)
- Beispielsweise die strategische Entscheidung der Schweiz und Norwegens um ihre Rolle als neutrale Vermittler wahrnehmen zu können. Auch die Kritik an Österreich, das trotz "immerwährender Neutralität" eindeutig Partei (auch durch Einstufung der gesamten Hamas als Terrororganisation) im israelisch-palästinensischen Konflikt nimmt, usw. -- Hans Koberger 11:48, 19. Okt. 2025 (CEST)
- Welche konkreten Ereignisse siehst Du denn unzureichend beachtet? - Okin (Diskussion) 10:51, 19. Okt. 2025 (CEST)
- Ja, es ist schon richtig, dass Handlung/Ereignis stattgefunden haben müssen. Ich bin mir auch sicher, dass die stattgefunden haben und es dafür Quellen gibt. -- Hans Koberger 10:43, 19. Okt. 2025 (CEST)
Textvorschlag
[Quelltext bearbeiten]Ich mach mal einen Vorschlag. Ich denke, am besten fügt man auch das / so etwas bei "Internationale Einstufung" ein, formuliert diese Überschrift um zu "Einordnungen und Einstufungen" und macht dann zwei Unterabschnitte draus: So was wie das gleich Vorgeschlagene als "wissenschaftliche Einordnungen", und das, was aktuell schon da steht, als "internationale Einstufungen".
Wegen der vielfältigen und heterogenen Aktivitäten von Hamas[1] ist es keine triviale Frage, als welche Art von Organisation sie einzuordnen ist. Einige Forscher verzichten daher auf eine einfache Einordnung und beschreiben Hamas stattdessen zum Beispiel wie folgt:
„Hamas gleicht einer Chimäre aus der griechischen Mythologie; ihr eignen Züge verschiedener Entitäten: Sie agiert als soziale Bewegung, militärische Organisation, Rebellengruppe, Regierungsorgan sowie als politische Partei und ist sowohl als Terrororganisation als auch als Befreiungsbewegung bezeichnet worden. Ein derartiges Facettenreichtum ist selten und ermöglicht es ihr, eng mit der palästinensischen Gesellschaft verwoben zu sein und ihre Form und Funktion je nach Herausforderung und Gelegenheit anzupassen.“
Bei westlichen Wissenschaftlern, die sich auf nur ein Attribut festlegen, sind hauptsächlich zwei verschiedene Charakterisierungen verbreitet.[4] Eine Gruppe orientiert sich daran, dass Hamas sich mehrfach gewandelt habe, und beschreibt sie daher als flexible „soziale Bewegung“, die je und je neu auf Herausforderungen und Chancen reagiert habe.[5] Eine zweite Gruppe beschreibt Hamas als Terrororganisation oder Insurrektionsbewegung,[6] bei der Militanz konstant ihr Wesen bestimme.[7]
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--DaWalda (Diskussion) 18:27, 30. Okt. 2025 (CET)
- Danke für die Zusammenstellung.
- Zu dem letzten Absatz muss ich aber mal direkt fragen: Ist es denn wirklich so, dass sich die Einordnung der paramilitärischen und gewaltvollen Aktivitäten hauptsächlich um die Frage "Terrororganisation" vs. "Widerstands-" oder "Befreiungsbewegung" dreht?
- Jedenfalls wirkt der letzte Satz auf mich zu sehr zugeschnitten auf diese zwei extremen "Alternativen", damit zu sehr wie ein Falsches Dilemma.
- Ich würde mich eher an der Sekundärliteratur von Martin Kear orientieren und die Unterscheidung "Terrororganisation vs. Insurrektionsbewegung" machen. Das wirkt auch neutraler als dieses plakative "Widerstands-" oder "Befreiungsbewegung", das doch eher in aktivistischen Kreisen verbreitet ist.
- Außerdem wundert es mich, dass kaum ein Forscher auf die Unterdrückung und Gewalt im Inneren eingeht (Unterdrückung der eigenen Bevölkerung), was ja durchaus auch ein Aspekt der Hamas ist. --Eddy 97 (Diskussion) 21:13, 30. Okt. 2025 (CET)
- Bei Kear ist "Insurrektionsbewegung" nicht der Gegenpol zu "terroristische Bewegung". Beides sind seine alternativen Termini für dieselbe israelische versicherheitlichte Perspektive auf Hamas (z.B. S. 14: "Because Israel sees Hamas as a terrorist/insurgent movement"). Auf S. 30 ist das sein Gegensatz zur (legitimen) "antikolonialen Bewegung": Eine von Nationalstaaten als illegitim wahrgenommene "Insurrektionsbewegung" oder "nationale Befreiungsbewegung". Er fasst die Literatur mit dieser Position auch zusammen als "securitised literature" (S. 4). Seine paradigmatischen Beispieltexte für diese Perspektive sind:
- Levitt 2006. Zu dem s.o.; der steht klar für "Terrorismus"
- Bartal 2016. Das Buch selbst habe ich noch nicht gelesen, aber mehrere Aufsätze von Bartal. Er vertritt die Position, Hamas sei am ehesten als "dschihadistische Bewegung" zu bestimmen und lasse sich ideologisch und praxeologisch nicht wirklich differenzieren von den Muslimbrüdern, die auch eine "dschihadistische Bewegung" seien. Vom Buchtitel her vermute ich stark, dass er das so auch in seinem Buch vertritt.
- Davis 2016. Der hat "Insurgency" sogar im Titel, aber im Buch selbst ist sein Grundverständnis sehr klar "armed/violent resistance movement". Bei diesen dreien ist ganz dominant, welchen zentralen Stellenwert sie den militanten Aktivitäten von Hamas beimessen.
- (Milton-Edwards / Farrel 2010, Kears viertes Beispiel, gehört eigentlich nicht in diese Reihe, sondern am ehesten in die Gruppe, die sich nicht auf ein Label festlegen will (z.B. S. vi f.: "It ill behoves either enemy of friend to make simplistic generalizations about an organization that, whatever its true nature, in 2006 became the first Islamist movement to ascent to power in the Middle East by democratic means. ... It is Islamist, but nationalist; Sunni, yet supported by a Shi´a regional power; democratic, yet opaque; Populist, yet cruel. ... Part political, part social, part military, [Hamas] has proved adaptable and resilient in the face of opposition from regional and world superpowers.").)
D.h., für Kear sind die beiden Pole: "soziale Bewegung" vs. "militante Bewegung". Und bei "militante Bewegung" gibts aber in der Standardliteratur (s. anfanghaft die Klappbox oben) wiederum zwei Pole, nämlich eben die, in die ich das oben aufgesplittet habe.
Unterdrückung und Gewalt: Mich wundert das nicht. Es gibt wahnsinnig viel Literatur über Hamas, aber nicht sehr viel über Hamas als regierende Kraft. Übrigens thematisiert auch das Kear; er nennt das einen "Gap in the literature": "While there is a growing body of literature that analyses Hamas's time in government, most continue to classify Hamas as an armed non-state actor, seemingly ignoring that the 2006 election result made Hamas a legitimate state actor in Palestinian politics [...]." Ich kenne nur ein Buch, das sich schwerpunktmäßig damit auseinandergesetzt hat, nämlich Mukhimer 2016: Hamas Rule in Gaza: Human Rights under Constraint. Andere, die sich schwerpunktmäßig mit Hamas als regierende Kraft befassen, gehören nämlich regelmäßig zur "social movement"-Gruppe und stellen dann z.B. Universitäten, Vereine usw. in den Fokus, nicht eine Gewaltherrschaft. Bei der ich mittlerweile übrigens gar nicht mehr genau weiß, wieviel davon überhaupt in der palästinensischen Wahrnehmung dominant ist. --DaWalda (Diskussion) 23:18, 30. Okt. 2025 (CET)- Dann sollte man sich vielleicht an Kear orientieren und schreiben, dass es zwei Denkrichtungen gibt. Einmal als soziale Bewegung, eine zweite als Terrororganisation / Insurrektionsbewegung.
- Ob die Bezeichnung "Widerstands-“ oder "Befreiungsbewegung" in der Literatur großen Anklang gefunden hat, bleibt ohne Sekundärquelle unklar. Es könnte die Gefahr einer False Balance entstehen, wenn man schreibt "die einen sagen so, die anderen so".
- Dass sehr wenig zu Hamas innenpolitischen Tätigkeiten geforscht wurde, ist interessant. Wenn es dazu sogar Statements über Forschungslücken gibt, man könnte dies ebenso erwähnen. --Eddy 97 (Diskussion) 16:11, 31. Okt. 2025 (CET)
- Ich habe mittlerweile auch noch 1,5 andere Texte gefunden, die die Literatur ähnlich sortieren. Hsiu-Ping nennt neben Levitt noch Schanzer (s.o.), Hamoud nennt neben Levitt ebenfalls Milton-Edwards. Seltsam, ich habe sie nicht so gelesen. Aber dann müssen wir das wohl so machen. Ich ändere das oben, aber ich werde noch weiter-recherchieren. --DaWalda (Diskussion) 16:38, 31. Okt. 2025 (CET)
- Das Buch von Milton-Edwards und Farrell heißt „Hamas: the Islamic Resistance Movement“, und es stimmt schon, dass es sich erster Linie auf die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Hamas konzentriert und weniger auf die islamistischen Interna. --Andreas JN466 19:27, 31. Okt. 2025 (CET)
- Sieht inzwischen sehr gut aus, ich unterstütze den Textvorschlag. --Eddy 97 (Diskussion) 17:36, 1. Nov. 2025 (CET)
- Mir wäre Croitoru lieber als Alijla. Oder vielleicht könnten wir Croitoru zitieren und dann Alijla als eine ausführlichere Variante. Aber alles in allem einverstanden. --Andreas JN466 20:47, 7. Nov. 2025 (CET)
- Ich bin davon ausgegangen, dass eine Version, die "Terrororganisation" nicht wenigstens in der Liste dabei hat, nicht konsensfähig ist. Magst du deinen zweiten Vorschlag mal ausformulieren? --DaWalda (Diskussion) 21:24, 7. Nov. 2025 (CET)
- ... Einige Autoren verzichten daher auf eine einfache Einordnung. Für Joseph Croitoru etwa ist sie „zugleich politische Bewegung, Wohlfahrtsorganisation und Miliz“. Abdalhadi Alijla nimmt weitere Perspektiven in seine Beschreibung auf: ... --Andreas JN466 21:42, 7. Nov. 2025 (CET)
- Kaufe ich. Ich setze das mal um, mein Vorschlag ist ja nun schon ne Woche alt. --DaWalda (Diskussion) 21:49, 7. Nov. 2025 (CET)
- ... Einige Autoren verzichten daher auf eine einfache Einordnung. Für Joseph Croitoru etwa ist sie „zugleich politische Bewegung, Wohlfahrtsorganisation und Miliz“. Abdalhadi Alijla nimmt weitere Perspektiven in seine Beschreibung auf: ... --Andreas JN466 21:42, 7. Nov. 2025 (CET)
- Ich bin davon ausgegangen, dass eine Version, die "Terrororganisation" nicht wenigstens in der Liste dabei hat, nicht konsensfähig ist. Magst du deinen zweiten Vorschlag mal ausformulieren? --DaWalda (Diskussion) 21:24, 7. Nov. 2025 (CET)
- Mir wäre Croitoru lieber als Alijla. Oder vielleicht könnten wir Croitoru zitieren und dann Alijla als eine ausführlichere Variante. Aber alles in allem einverstanden. --Andreas JN466 20:47, 7. Nov. 2025 (CET)
- Ich habe mittlerweile auch noch 1,5 andere Texte gefunden, die die Literatur ähnlich sortieren. Hsiu-Ping nennt neben Levitt noch Schanzer (s.o.), Hamoud nennt neben Levitt ebenfalls Milton-Edwards. Seltsam, ich habe sie nicht so gelesen. Aber dann müssen wir das wohl so machen. Ich ändere das oben, aber ich werde noch weiter-recherchieren. --DaWalda (Diskussion) 16:38, 31. Okt. 2025 (CET)
- Bei Kear ist "Insurrektionsbewegung" nicht der Gegenpol zu "terroristische Bewegung". Beides sind seine alternativen Termini für dieselbe israelische versicherheitlichte Perspektive auf Hamas (z.B. S. 14: "Because Israel sees Hamas as a terrorist/insurgent movement"). Auf S. 30 ist das sein Gegensatz zur (legitimen) "antikolonialen Bewegung": Eine von Nationalstaaten als illegitim wahrgenommene "Insurrektionsbewegung" oder "nationale Befreiungsbewegung". Er fasst die Literatur mit dieser Position auch zusammen als "securitised literature" (S. 4). Seine paradigmatischen Beispieltexte für diese Perspektive sind:
