Tablasdrongo
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Tablasdrongo | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Dicrurus menagei | ||||||||||||
| (Bourns & Worcester, 1894) |
Der Tablasdrongo (Dicrurus menagei), Syn. Chibia menagei, ist ein Singvogel aus der Familie der Drongos (Dicruridae).[1][2]
Der Vogel ist endemisch auf der Tablasinsel, Philippinen.
Die Art wurde früher als konspezifisch mit dem Haarbuschdrongo (Dicrurus hottentottus) angesehen und als Dicrurus hottentottus menagei bezeichnet[3] und wurde dann als eigenständige Art anerkannt.[4][5][6]
Der Lebensraum umfasst Wälder mit hohen Bäumen und geschlossenem Wipfeldach, gelegentlich auch Ränder von Lichtungen, meist im mittleren Wipfelbereich, gern in der Nähe von Wasserläufen.
Der Artzusatz bezieht sich auf Louis Francois Menage (1850 – 1924).[7]
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Vogel ist 35–36 cm, ein auffallender Drongo mit 16–19 cm langem und 7 cm tief gegabeltem Schwanz, die äußeren Steuerfedern sind weit nach außen und etwas nach oben gebogen. Auf einem Ansitz bevorzugt die Art eine horizontal geneigte Haltung mit herabhängendem Schwanz. Das Gefieder ist matt schwarz purpurfarben überhaucht und samtartig, weniger glänzend. Sichtbar sind kleine Nackenfedern und kurze, einzelne Brustfedern. Die Iris ist dunkelbraun, Schnabel und Beine sind schwarz.
Die Geschlechter unterscheiden sich nicht, das Weibchen ist etwas kleiner. Jungvögel sind an Kopf und Unterseite bräunlich schwarz mit blauschwarzem Schimmer an Rücken und Flügeln, die Schwanzspitze ist gespreizt.
Vom Haarbuschdrongo unterscheidet sich der Vogel hauptsächlich durch die Schwanzform und -länge.[8]
Geografische Variation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art ist monotypisch.[1][8][9][10]
Stimme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art wird als nicht sonderlich ruffreudig beschrieben, der Gesang unterscheidet sich wohl von dem des D. Hottentottus palawanensis. Die Rufe erinnern an Zikaden, auch an ein typisches Kratzgeräusch „dzak-tsee-ik“ auch im Wechselgesang mit kurzem „jieeh“. Begleitend wird mitunter der Schwanz scherenartig bewegt.[8]
Lebensweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Art ist ein Standvogel. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, die im Fluge gefangen werden, auch im Laub und am Stamm gesucht werden. Das Nest ist eine kleine Schale aus dünnen Zweigen und Pflanzenfasern, grob kugelartig gewoben, tiefer als typische Drongonester, und hängt an dünnen Ästen im Laub, hoch oben über Gewässern, außen in einem großen Baum.[8]
Gefährdungssituation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Tablasdrongo gilt als stark gefährdet (Endangered) aufgrund des Habitatverlustes.[11]
Viele Jahrzehnte war die Art nicht mehr beobachtet worden und galt im Jahre 1997 als wohl bereits ausgestorben,[12] bevor sie wieder gesichtet werden konnte.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- F. S. Bourns und D. C. Worcester: Chibia menagei. In: Occasional Papers of the Minnesota Academy of Natural Sciences, Band 1, Heft 1, S. 15, 1894, Biodiversity Library
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- xeno-canto: Tonaufnahmen – Tablasdrongo (Dicrurus menagei)
- Tablasdrongo (Dicrurus menagei) auf eBird.org
- BirdLife International: Species Factsheet – Tablas-drongo (Dicrurus menagei)
- Macaulay Library
- Tablasdrongo auf oiseaux.net (französisch)
- Dicrurus menagei im Integrated Taxonomic Information System (ITIS). Abgerufen am 16. Mai 2026.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Tablasdrongo (Dicrurus menagei) bei Avibase; abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
- ↑ J. E. du Pont: Philippine Birds. In: Monograph series (Delaware Museum of Natural History), Band 2, 1971, S. 248, Biodiversity Library
- ↑ N. J. Collar: Species limits in some Philippine birds including the Greater Flameback Chrysocolaptes lucidus. In: Forktail, Band 27, S. 29–38, 2011, PDF
- ↑ G. J. Rocamora und D. Yeatman-Berthelot: Family Dicruridae (drongos), In: J. del Hoyo, A. Elliott & D. A. Christie (Herausgeber): Handbook of the Birds of the World, Band 14, S. 172–226, 2009, ISBN 978-84-96553-50-7
- ↑ Archive Splits & Lumps to 2015
- ↑ J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
- 1 2 3 4 G. Rocamora und D. Yeatman-Berthelot: Tablas Drongo (Dicrurus menagei), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Dicrurus menagei
- ↑ World Bird List 15.2 Orioles, drongos, fantails
- ↑ AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
- ↑ Dicrurus menagei in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2024. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am 16. Mai 2026.
- ↑ N. J. Collar: Taxonomy and conservation: chicken and egg. In: Bulletin of the British Ornithologists' Club. Band 117, S. 122–136, 1997, Biodiversity Library