Szyldak
| Szyldak | ||
|---|---|---|
| ? | ||
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |
| Powiat: | Ostróda | |
| Gmina: | Ostróda | |
| Geographische Lage: | 53° 37′ N, 20° 4′ O | |
| Einwohner: | 875 (2011[1]) | |
| Postleitzahl: | 14-106[2] | |
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NOS | |
| Wirtschaft und Verkehr | ||
| Straße: | Ostróda–Górka–Grabin ↔ Rychnowo | |
| Wyżnice → Szyldak | ||
| Eisenbahn: | kein Bahnanschluss | |
| Nächster int. Flughafen: | Danzig | |
Szyldak (deutsch Schildeck) ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Ostróda (Landgemeinde Osterode in Ostpreußen) im Powiat Ostródzki (Kreis Osterode in Ostpreußen).
Geographische Lage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Szyldak liegt im Westen der Woiwodschaft Ermland-Masuren, elf Kilometer südöstlich der Kreisstadt Ostróda (deutsch Osterode in Ostpreußen).
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das vor 1820 Schildek genannte Dorf und Gut wurde vor 1335 gegründet.[3] Als Landgemeinde und auch als Gutsbezirk war der Ort ab 1874 in den Amtsbezirk Döhringen (polnisch Durąg) im Kreis Osterode in Ostpreußen eingegliedert.[4] Im Jahre 1910 zählte Schildeck 414 Einwohner, von denen 271 zum Dorf und 143 zum Gut gehörten.[5]
Am 30. September 1928 schloss sich die Landgemeinde Schildeck mit den Gutsbezirken Schildeck und Horst (polnisch Wyżnice) zu neuen Landgemeinde Schildeck zusammen.[4] Die Einwohnerzahl der so formierten Gemeinde, zu der auch noch der Ortsteil Okoniak (1938 bis 1945 Beutnerbaum, polnisch Okoniak) gehörte, belief sich 1933 auf 510 und 1939 auf 527.[6]
In Kriegsfolge wurde 1945 das gesamte südliche Ostpreußen an Polen überstellt. Schildeck erhielt die polnische Namensform „Szyldak“ und ist heute mit dem Sitz eines Schulzenamts[7] (polnisch Sołectwo) eine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Ostróda (Osterode i. Ostpr.) im Powiat Ostródzki (Kreis Osterode in Ostpreußen), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren mit Sitz in Olsztyn (Allenstein) zugehörig. Im Jahre 2011 zählte Szyldak 875 Einwohner.[1]
Kirche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bis 1945 war Schildeck in die evangelische Kirche Döhringen[8] in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union, außerdem in die römisch-katholische Kirche Osterode[9] eingepfarrt.
Evangelischerseits orientiert sich Szyldak heute zur evangelisch-methodistischen Kirche Kraplewo (Kraplau) bzw. zur evangelisch-augsburgischen Kirche Ostróda. Seitens der römisch-katholischen Kirche gibt es seit dem 16. Mai 1990 in Szyldak eine eigene Pfarrei, die wie die neu errichtete Kirche dem St. Andreas Bobola gewidmet und dem Dekanat Ostróda-Wschód (Osterode Ost) im Erzbistum Ermland zugeordnet ist.[10]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Szyldak liegt in einem Abschnitt der einstigen deutschen Reichsstraße 130 und heutigen Nebenstraße zwischen Ostróda (Osterode i. Ostpr.) und Rychnowo (Reichenau) reicht. Eine Anbindung an den Bahnverkehr besteht nicht.
Persönlichkeit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Günther von Niebelschütz (1882–1945), deutscher General der Infanterie, Gutsbesitzer auf Schildeck, hier am 26. Januar 1945 verstorben
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Landwirtschaftliches Adreßbuch der Domänen, Rittergüter, Güter und Höfe in der Provinz Ostpreußen 1932, Kreis Osterode, Niekammer Güter-Adreßbuch GmbH, Leipzig 1932, S. 74.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Polska w liczbach: Wieś Szyldak w liczbach (polnisch)
- ↑ Poczta Polska: Polnisches Postleitzahlenverzeichnis 2022, S. 1277 (polnisch) ( vom 26. Oktober 2022 im Internet Archive)
- ↑ Dietrich Lange: Schildeck, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005)
- 1 2 Rolf Jehke: Amtsbezirk Döhringen
- ↑ Der Landkreis Osterode in Ostpreußen im Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 4. April 2023; abgerufen am 11. Oktober 2025.
- ↑ Michael Rademacher: Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Osterode in Ostpreußen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 10. Mai 2023.
- ↑ UrządGminy Ostróda: Wykaz sołectw ( vom 22. Januar 2022 im Internet Archive) (polnisch, abgerufen am 19. Februar 2022)
- ↑ Walther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 499
- ↑ AGOFF: Kreis Osterode in Ostpreußen
- ↑ Erzbistum Ermland: Pfarrei Szyldak (polnisch)
