swissauto
| Wenko AG, Burgdorf | ||
|---|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft | |
| Gründung | 1987 | |
| Sitz | Burgdorf BE, | |
| Leitung | Beat Kohler (Geschäftsleiter und VR-Präsident) | |
| Mitarbeiterzahl | ca. 30 | |
| Branche | Motorenbau | |
| Website | www.swissauto.com | |
| technische Daten des 500-cm³-Swissauto-V4-Motors | ||
|---|---|---|
| Motortyp | wassergekühlter V4-Zweitaktmotor | |
| Hubraum | 499,27 cm³ | |
| Leistung | ca. 200 PS bei 12.500 min−1 | |
| Gemischbildung | 4 Mikuni-Vergaser | |
| Zündung | Kondensatorentladungszündung | |
| Kupplung | Mehrscheiben-Trockenkupplung | |
| Kraftübertragung | Sechsgang-Kassettengetriebe | |
| Sekundärantrieb | Kette | |
Motorrad-Weltmeisterschaft
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bereits 1992, 1993 und 1994 gewannen die Schweizer Rolf Biland und Kurt Waltisperg den WM-Titel in der Gespann-Klasse. Sie setzten in ihrem LCR-Gespann einen von Swissauto weiterentwickelten Krauser-Zweitakt-Vierzylinder ein.[4][5] 1994 starteten die Schweizer erstmals mit der Motorbezeichnung Swissauto und gewannen neben dem Fahrer-Titel auch den Konstrukteurs-WM-Titel.
Im Jahr 1995 entwickelte man einen eigenen, sehr leichten und kompakten Zweitakt-V4-Motor mit 500 cm³ Hubraum für den Einsatz in der Motorrad-Weltmeisterschaft.
1996 setzten neben Biland / Waltisperg auch die Schweizer Brüder Paul und Charly Güdel sowie einige weitere Duos Swissauto-Motoren unter der Bezeichnung B.R.M.-Swissauto in ihren Seitenwagen ein. B.R.M. stand hierbei für Büchel Renn Motoren. Zwar gewann keines der Swissauto-Gespanne den Fahrertitel, in der Konstrukteurs-WM war man aber wieder erfolgreich.
Ab 1996 wurde der 500-cm³-Motor von verschiedenen Herstellern in der Halbliter-Soloklasse eingesetzt. Den Anfang machte die ELF 500 ROC in den Jahren 1996 und 1997, mit der der Spanier Juan Borja die WM-Ränge 13 und 17 erreichte.
In den Jahren 1998 und 1999 setzte der deutsche Hersteller MuZ den Motor in seiner MuZ 500 ein und erreichte mit Fahrern wie Doriano Romboni, Luca Cadalora, Jürgen van den Goorbergh gegen die drei grossen japanischen Werke beachtliche Erfolge. So standen nach zwei Jahren zwei Pole-Positionen und zwei Schnellste Rennrunden zu Buche. Im Jahr 1999 erfolgte sogar die gesamte Planung sowie der Bau der Maschine in Swissauto-Eigenregie[6].
2001 setzte das neu formierte Pulse-Racing-Team unter der Bezeichnung Pulse 500 aufgekaufte MuZ-Maschinen ein. Das Team hatte jedoch grosse finanzielle Probleme, konnte deshalb keine Tests oder Weiterentwicklung durchführen und zog sich nach nur drei WM-Punkten am Saisonende aus der WM zurück.
Automobilproduktion
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1987 stellte das Unternehmen das Modell Al Capone vor. Dies war ein Hot Rod im Stile der 1930er Jahre. Für den Antrieb sorgte ein V8-Motor von Chevrolet mit 5900 cm³ Hubraum und 511 PS Leistung. Pläne, Fahrzeuge in Deutschland abzusetzen, scheiterten an den deutschen Zulassungsbestimmungen.[7]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Eintrag der «Wenko AG, Burgdorf» im Handelsregister des Kantons Bern ( vom 1. Juli 2012 im Webarchiv archive.today)
- ↑ Golf 5 1.0 HXI. www.swissauto.com, abgerufen am 26. November 2019.
- ↑ Polaris kauft Swissauto Powersports. atv-quad-magazin.com, abgerufen am 7. Oktober 2018.
- ↑ Vincent Glon: Les Championnats du Monde de Courses sur Route – L'année 1994. racingmemo.free.fr, abgerufen am 30. Juni 2010 (französisch).
- ↑ LCR - swissauto. www.swissauto.com, abgerufen am 26. November 2019.
- ↑ MZ - WEBER GP1. www.swissauto.com, abgerufen am 26. November 2019.
- ↑ Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8.

