Akani Songsermsawad wurde schon früh gefördert, er wurde von der Schule genommen und bekam Privatunterricht, damit ihm mehr Zeit für das Snookertraining blieb.[2] Bereits mit 12 Jahren bekam er eine der Wildcards, als sein Heimatland die Amateurweltmeisterschaft ausrichtete. Er kam zwar nicht über die Gruppenphase hinaus, konnte aber vier seiner elf Partien gewinnen. Ein Jahr später durfte er am 6-Red Snooker International in Bangkok teilnehmen, wobei ihm ein Sieg mit 5:2 gegen den Snookerprofi Matthew Selt gelang. Mit 16 Jahren wurde er der jüngste Spieler des Thailand Professional Circuit.[2] Im selben Jahr gewann er die U21-Meisterschaft seines Landes[3] und spielte daraufhin auch bei der U-21-Weltmeisterschaft in Kanada, wo er das Viertelfinale erreichte. 2012 nahm er an der U21-Asienmeisterschaft teil, wo er nach überstandener Gruppenphase im Achtelfinale gegen Zhang Anda verlor. Bei der U21-Weltmeisterschaft im selben Jahr schied er in der Runde der letzten 32 aus.
Bei den Landesmeisterschaften von Thailand erreichte er 2014 das Halbfinale. Ein Jahr später gewann er in Peking die U21-Asienmeisterschaft mit 6:4 gegen den Chinesen Yuan Sijun. Als Turniersieger qualifizierte er sich automatisch für die Snooker Main Tour. Damit erhielt er Profistatus und die Berechtigung, in den folgenden beiden Spielzeiten an den Weltranglistenturnieren teilzunehmen.[4]
In seiner ersten Profisaison nahm Songsermsawad lediglich an der in Thailand ausgetragenen 6-Red World Championship und an der Snookerweltmeisterschaft teil. Bei ersterer siegte er in zwei von fünf Partien, für ein Weiterkommen reichte es dennoch nicht. In der ersten Qualifikationsrunde für die Snookerweltmeisterschaft verlor er in einem rein thailändischen Duell mit Thepchaiya Un-Nooh mit 9:10. Er beendete die Saison auf Weltranglistenplatz 123.
Direkt in der nächsten Saison zeigte Songsermsawad seine Qualitäten. Zwar verlor er in der Qualifikation für das Riga Masters mit 3:4 gegen Mark Selby, doch direkt im zweiten Saisonturnier – den Indian Open – zog er nach Siegen über Ben Woollaston, Jamie Burnett, Mark Davis und Gary Wilson ins Viertelfinale ein, wo er mit 2:4 gegen Kyren Wilson verlor. Nach einer 4:5-Auftaktniederlage bei den World Open erreichte er bei der 6-Red World Championship direkt das nächste Viertelfinale, was er mit 4:7 gegen Stuart Bingham verlor. Bei den Shanghai Masters verlor er in der Runde der letzten 96 gegen Rod Lawler, bei den European Masters in der Qualifikation gegen Anthony McGill. Bei den English Open – dem ersten von vier Turnieren der neu eingeführten Home Nations Series – verlor er nach einem Whitewash gegen Kurt Dunham mit 3:4 gegen Ali Carter. Bei der International Championship verlor er nach überstandener Qualifikation in der ersten Hauptrunde mit 4:6 gegen Marco Fu. Auch bei den Northern Ireland Open kam er weit, diesmal schied er in der Runde der letzten 32 gegen Kyren Wilson aus. Nach einer Auftaktniederlage bei der UK Championship zog er in die Runde der letzten 64 bei den Scottish Open ein, wo er Li Hang unterlag. In der Qualifikation für das German Masters besiegte er mit Graeme Dott einen Weltmeister und nachdem er auch Jack Lisowski besiegt hatte, zog er in die Runde der letzten 32 ein, wo er mit 0:5 gegen Zhao Xintong verlor. Bei den Welsh Open und den China Open verlor er jeweils seine erste Partie, zwischendurch erreichte er beim Shoot-Out die zweite Runde, wo er gegen David Gilbert verlor. In der Qualifikation für die Snookerweltmeisterschaft erreichte er nach einem 10:5 gegen Mei Xiwen und einem 10:9-Sieg über Joe Perry die letzte Qualifikationsrunde, wo er mit 3:10 gegen David Grace verlor. Auch wenn er seine Weltranglistenposition deutlich verbessern konnte, reichte Platz 79 nicht für eine Qualifikation für die nächste Saison. Doch eine erneute zweijährige Startberechtigung für die Main Tour erhielt er über die Ein-Jahres-Rangliste, sodass er auf der Main Tour verbleiben konnte.