Das Straßendorf Sulechowo liegt im südlichen Tal der Grabowa (Grabow) auf einer flachwelligen Grundmoräne auf einer Höhe von etwa 30 Metern über dem Meeresspiegel. Die höchsten Erhebungen sind 105 Meter (Schwarzenberg) und 103 Meter (Groß Soltikower Berg) südlich des Ortes, von denen man bei klarem Wetter bis zur Ostsee blicken kann.
Die Schreibweise Soltikow hat sich erst seit dem 18. Jahrhundert eingebürgert. Vorher schrieb man Soldekow, Zoldekow und auch – ähnlich dem heutigen Namen – Sulechowe.
Die beiden – später zu einer Gemeinde zusammengefassten – Siedlungen Groß- (Sulechowo) und Klein Soltikow (Sulechówko) bestanden wohl schon im Mittelalter. 1267 wird Soltikow erstmals erwähnt, als es in einer Aufzählung von Orten erscheint, die der Camminer BischofHermann von Gleichen der Kirche in Nemitz (heute polnisch: Niemica) unterstellte. 1295 schenkte der Ritter Virchewitz dem Kloster Buckow 50Hufenbey dem wüsten Dorfe Soltikow. Und 1409 unterschreibt Hennynk Mandüwel von Zoldekow einen Sühnebrief. Von den Manteuffel geht das Lehen an die von Rahmel. Danach wird Hans der Jüngere Schlieffen als Besitzer genannt.
Im Jahre 1784 hat Groß Soltikow 11 Bauern, 2 Kossäten und 1 Schulhaus. 1818 leben hier 159Einwohner, deren Zahl 1864 bereits auf 447 anstieg und 1925 schon 474 betrug. Groß- und Klein Soltikow hatten 1939 als zusammengehörige Gemeindeteile insgesamt 683Einwohner in 175Haushaltungen.
Am 2. März 1945 wurde Groß Soltikow von der Roten Armee besetzt. Die deutsche Bevölkerung konnte zunächst hier wohnen bleiben, bis polnische Familien kamen. Am 1. September 1946 wurden die Groß Soltikower über Sławno und Stettin ausgesiedelt.
In den Jahren 1920 bis 1924 wurde von der Norddeutschen Bergbau Aktien Gesellschaft (NoBAG) unter Leitung des Bergwerksdirektor Richard Koch in Groß Soltikow Kohlenbergbau betrieben: südlich des Dorfes konnte Braunkohle abgetragen werden. Sie lag etwa zehn Meter unter der Erdoberfläche, und ihre Schicht war 7 bis 8 Meter stark. Die Kohle, die später zu Brikett verarbeitet wurde, bezeichneten Fachleute als qualitätsvoll, doch erwies sich ihr Abbau als unwirtschaftlich und wurde daher eingestellt.
Das Schulgebäude lag am östlichen Ortsausgang von Groß Soltikow und war in den 1930er-Jahren als Volksschule mit Lehrerwohnung neu errichtet worden. Die Schule wurde von den Kindern aus Groß und Klein Soltikow besucht. Letzter deutscher Schulhalter war Artur Bunde.