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Stuart Carrington

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Stuart Carrington (* 14. Mai 1990 in Grimsby, Vereinigtes Königreich) ist ein englischer Snookerspieler. 2011 spielte er erstmals auf der Profitour und gehörte ihr danach in den nächsten beiden Jahrzehnten mit Unterbrechungen an. Ende der 2010er Jahre konnte er bis in die Top 40 der Weltrangliste vordringen und kam bei zwei Ranglistenturnieren bis ins Halbfinale.

Erste Profijahre

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Bereits 2009 stand Stuart Carrington kurz vor der Qualifikation für die Snooker Main Tour über die EASB Pro Ticket Tour. Am Ende wurde er jedoch nur Zweiter hinter Jimmy Robertson und verpasste den Sprung auf die Profitour vorerst.

2011 konnte er sich schließlich über die Q School für die Main Tour qualifizieren, nachdem er in der Vorsaison bereits als Amateur bei einigen Turnieren der Players Tour Championship angetreten war und zweimal den Sprung in die Runde der letzten 32 geschafft hatte. Dabei schlug er auch einige Spieler aus den vorderen Regionen der Weltrangliste, etwa Martin Gould oder Mark King.

Seine Debütsaison 2011/12 verlief hingegen wenig positiv. Lediglich bei der Qualifikation für das German Masters 2012 und dem PTC-Turnier Warsaw Classic 2011 gelang ihm jeweils ein Sieg in seiner Auftaktpartie, bei allen anderen Turnieren schied er jeweils in seinem ersten Match aus. Folglich verlor er seinen Profistatus am Ende der Saison.

Frühe Profizeit

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Im April 2013 gewann Carrington eines der drei Finalspiele der EBSA Qualifying Tour und erhielt somit ein Zweijahres-Tourticket für die Snooker-Saison 2013/14 und 2014/15. Diesmal startete er mit einem Achtelfinaleinzug bei den Bulgarian Open und einigen kleineren Erfolgen bei weiteren PTC-Turnieren in die Profikarriere. Bei der International Championship erreichte er erstmals bei einem Weltranglistenturnier die Runde der letzten 32, ein Ergebnis, das er anschließend bei der UK Championship wiederholen konnte. Zum Saisonabschluss war er bei der Weltmeisterschaft noch einmal sehr erfolgreich und verpasste nur um ein Match den Einzug ins Hauptfeld der besten 32 Spieler, nachdem er drei Runden gewonnen hatte. Zu Beginn der folgenden Saison verpasste er beim Shanghai Masters und den Australian Open ebenfalls zweimal knapp das Hauptturnier. Bei den Ruhr Open und den Gdynia Open konnte er aber zwei weitere Male in seiner Karriere ein PTC-Achtelfinale erreichen, unter anderem mit einem 4:0-Sieg gegen Mark Allen in Mülheim. Nachdem ihm danach nur noch einmal bei den Indian Open der Einzug in das Hauptturnier gelungen war, stand der Engländer vor der Weltmeisterschaft nur auf Platz 69 der Weltrangliste, was nicht für den Tourverbleib gereicht hätte. Dort gelangen ihm aber drei Qualifikationssiege, unter anderem gegen Peter Ebdon. Damit durfte er erstmals im Crucible Theatre antreten, wo er mit 6:10 gegen Judd Trump verlor. Diese Leistung brachte ihm die notwendige Verbesserung um 6 Plätze in der Rangliste, die eine weitere Profisaison für ihn bedeutete.

Die dritte Main-Tour-Saison in Folge begann mit zwei Auftaktniederlagen bei den ersten beiden Weltranglistenturnieren. Beim Paul Hunter Classic 2015 gelang ihm danach unter anderem mit Siegen über Matthew Stevens und Mark Davis erstmals der Viertelfinaleinzug bei einem PTC-Turnier. Bei den Bulgarian Open stand er im Achtelfinale. Beim German Masters erreichte er das Hauptturnier unter anderem mit einem Sieg über Ronnie O’Sullivan. Mit weiteren Erstrundensiegen schaffte er die Punktlandung auf Platz 64 der Rangliste zum Saisonende und den Main-Tour-Verbleib. In der Saison 2016/17 spielte er sich beim Shanghai Masters durch drei Qualifikationsrunden und die Wildcard-Runde ins Hauptturnier und stand nach einem 5:4 über Joe Perry erstmals auch bei einem vollwertigen Ranglistenturnier im Achtelfinale. Bei den Welsh Open 2017 erreichte er das Viertelfinale und verlor gegen Stuart Bingham. Im letzten Qualifikationsspiel der Weltmeisterschaft schlug er Mark Williams und zog um zweiten Mal in die Hauptrunde ein. Dort hielt er das Match gegen Liang Wenbo bis zum 7:7 offen, verlor dann aber 7:10.

Erfolge gegen Ende der 2010er Jahre

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Er begann das nächste Jahr auf Platz 46, konnte aber im Saisonverlauf die Topleistungen nicht bestätigen. Er besiegte zwar Spieler wie Judd Trump und Mark Allen, kam aber außer beim Shoot-Out nicht über die dritte Runde hinaus. Saisonhöhepunkt war ein weiteres Mal der Einzug ins Crucible bei der WM 2018. Doch zum dritten Mal war in der ersten Runde Schluss, diesmal gegen Barry Hawkins. Zum Auftakt der Saison 2018/19 folgte ein neuer Karrierehöhepunkt: Beim Riga Masters kam er zum ersten Mal bei einem Turnier ins Halbfinale. Bei den meisten Turnieren war danach allerdings spätestens in Runde 2 Schluss, ausgenommen die International Championship, wo er das Achtelfinale erreichte, und die Scottish Open, wo er bis ins Viertelfinale kam. Er stieg bis auf Platz 38 in der Weltrangliste und qualifizierte sich sogar für den World Grand Prix, dem Turnier für die Top 32 der laufenden Saison. Bei der Weltmeisterschaft unterlag er allerdings im ersten Spiel gegen Pang Junxu und verlor wieder ein paar Plätze.

Beim Auftaktturnier der nächsten Saison, dem Riga Masters 2019, erreichte er wieder das Viertelfinale und gewann dabei mit 4:2 gegen Mark Selby. Es gelang ihm aber wieder nicht, dieses Niveau zu halten. Meist verlor er in Runde 2, beim World Open und den Northern Ireland Open erreichte er jeweils die Letzten 32. Und obwohl er bei der Weltmeisterschaft am Saisonende knapp mit 8:10 gegen Tom Ford die Hauptrunde verpasste, hielt er sich in den Top 48. Die WM war schon Vorbote der Saison 2020/21, die im Zeichen der Corona-Pandemie stand. Trotz Quarantäne und Ausschluss des Publikums waren immer wieder Spieler von COVID 19 betroffen. Carrington selbst musste deswegen auf die English Open verzichten. Beim German Masters profitierte er von einer positiven Testung von John Higgins und rückte kampflos ins Achtelfinale vor. Einen Monat später erreichte er beim Gibraltar Open zum zweiten Mal in seiner Karriere ein Halbfinale, das er nur knapp im Decider gegen Jack Lisowski verlor. 2021/22 verlief danach wieder in relativ normalen Bahnen. Zum Auftakt überstand er in der Championship League die Vorrundengruppe und erreichte die Zwischenrunde der Letzten 32. Es blieb aber sein bestes Saisonergebnis, meist war in der zweiten Runde Schluss und nur mit Glück landete er genau auf Platz 64 und blieb in der Tour.

Verlust des Profistatus und Wiederqualifikation

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Wenig besser erging es ihm in der Saison 2022/23. Zweimal kam er immerhin unter die Letzten 32, aber nur bei kleineren Turnieren. Die übrigen Ergebnisse reichten aber nicht aus, um ihn unter den Top 64 zu halten, und so verlor er am Saisonende seinen Profistatus. Allerdings nur kurzzeitig, denn er bewarb sich unmittelbar danach in der Q School um ein neues Tourticket. Im ersten Turnier unterlag er Iulian Boiko, aber im zweiten Turnier erreichte er ohne namhafte Gegner das Entscheidungsspiel und gewann mit 4:0 gegen Rory McLeod. Es brachte ihm zwei weitere Profijahre. Doch im ersten Jahr gelangen ihm wieder nur einzelne Siege. Erst bei der Weltmeisterschaft 2024 gewann er Runde 2 mit 10:9 gegen Liam Highfield, nur um dann in der nächsten Runde mit demselben Ergebnis gegen sich gegen Stuart Bingham auszuscheiden. Durch die erneute Zwischenrunde in der Championship League zum Auftakt der Saison 2024/25 erhielt er sich seine Chancen, unter die Top 64 zu kommen. Die Ergebnisse blieben aber schlecht und nur einmal kam er noch in Runde 3. Es folgte die erneute Relegation aus der Profitour. Die anschließende Q School blieb diesmal erfolglos.

2025/26 war er zum ersten Mal seit 12 Jahren wieder Amateur und er nahm an der Q Tour teil. Nach mäßigem Start erreichte er bei einem der Turniere der Serie das Finale und einmal das Halbfinale. Das genügte für Platz 6 in der Tourwertung und einen Platz in den Play-offs. Er kam ins Endspiel, verlor aber mit 7:10 gegen Craig Steadman. Während der Saison hatte er auch an der WSF Championship teilgenommen, war aber auch dort kurz vor Schluss im Halbfinale ausgeschieden. Ihm blieb wieder die Q School als letzte Chance der Saison und er trat auch nur im zweiten Turnier an. Die schwersten Gegner bezwang er gleich zu Beginn und im Finale seines Turnierviertels bezwang er Yaron Bodor mit 4:1. Damit kehrte er mit 36 Jahren noch einmal auf die Profitour zurück.[3]

Commons: Stuart Carrington – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Stuart Carrington bei CueTracker (Stand: 31. Mai 2026)
  2. 100+ Centuries bei SnookerInfo, abgerufen am 31. Mai 2026
  3. Higginson, Mann, Carrington and Gong Conquer Q School And Earn Tour Cards. In: wst.tv. World Snooker Tour, 31. Mai 2026, abgerufen am 31. Mai 2026 (englisch).
Stuart Carrington
Stuart Carrington
Stuart Carrington
Geburtstag 14. Mai 1990 (36 Jahre)
Geburtsort Grimsby
Nationalität England England
Profi 2011/12, 2013–2025, ab 2026[1]
Preisgeld 501.877 £[1]
Höchstes Break 141 (3×)[1]
Century Breaks 112[2]
Profitour-Erfolge
Weltmeisterschaften
Ranglistenturniersiege
Minor-Turniersiege
Weltranglistenplatzierungen
Höchster WRL-Platz 38 (Februar 2019)
Beste Ergebnisse
Ranglistenturniere Halbfinale (Riga Masters 2018, Gibraltar Open 2021)
Andere Profiturniere Viertelfinale (Paul Hunter Classic 2015)