Strallegg
Erscheinungsbild
Strallegg | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |||||
| Basisdaten | ||||||
| Staat: | ||||||
| Land: | ||||||
| Politischer Bezirk: | Weiz | |||||
| Kfz-Kennzeichen: | WZ | |||||
| Fläche: | 41,98 km² | |||||
| Koordinaten: | 47° 24′ N, 15° 43′ O | |||||
| Höhe: | 850 m ü. A. | |||||
| Einwohner: | 1.904 (1. Jän. 2025) | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 45 Einw. pro km² | |||||
| Postleitzahlen: | 8190, 8192, 8673 | |||||
| Vorwahl: | 03174 | |||||
| Gemeindekennziffer: | 6 17 50 | |||||
| NUTS-Region | AT224 | |||||
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Strallegg 100 8192 Strallegg | |||||
| Website: | ||||||
| Politik | ||||||
| Bürgermeisterin: | Anita Feiner (ÖVP) | |||||
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2020) (15 Mitglieder) |
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| Lage von Strallegg im Bezirk Weiz | ||||||
Gemeindeamt von Strallegg | ||||||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||||||
| Ratten (Steiermark) | Sankt Jakob im Walde (HF) | |
| Fischbach (Steiermark) | Wenigzell (HF) | |
| Birkfeld | Miesenbach bei Birkfeld |
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Gemeindegebiet war wie das gesamte Land um die oberer Feistritz lange Zeit eine unwirtliche Wildnis, die weder in vorchristlicher noch in römischer Zeit besiedelt war. Auch die Slawen siedelten wahrscheinlich nur einzeln in weiter südlich gelegenen Talbereichen.
Zu Beginn des 12. Jahrhunderts erhielt das Geschlecht der Stubenberger das Waldland „östlich der Feistritz bis zum Gebirgszug einschließlich des Pöllauer Kessels“ vom Markgraf von Steier als Eigentum übertragen. Deren Rodungen erreichten am Ende des 12. Jahrhunderts die Gegend um Birkfeld, der Talbereich von Strallegg wurde 1295 erreicht.
In diesem Jahr wird auch eine Kirche genannt, die dem Hl. Johannes dem Täufer geweiht war. Zur Pfarrkirche erhoben wurde sie um 1500.[3][4]
Später waren die Chorherren von Stift Pöllau Grundherren. Die Aufhebung der Grundherrschaften erfolgte 1848. Die Ortsgemeinde als autonome Körperschaft entstand 1850. Nach der Annexion Österreichs 1938 kam die Gemeinde zum Reichsgau Steiermark, 1945 bis 1955 war sie Teil der britischen Besatzungszone in Österreich.
Bevölkerungsentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Strallegg: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2025 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.495 | |||
| 1880 | 1.286 | |||
| 1890 | 1.305 | |||
| 1900 | 1.328 | |||
| 1910 | 1.399 | |||
| 1923 | 1.437 | |||
| 1934 | 1.671 | |||
| 1939 | 1.645 | |||
| 1951 | 1.685 | |||
| 1961 | 1.794 | |||
| 1971 | 1.932 | |||
| 1981 | 2.052 | |||
| 1991 | 2.063 | |||
| 2001 | 2.026 | |||
| 2011 | 1.996 | |||
| 2021 | 1.907 | |||
| 2025 | 1.904 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||

Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Katholische Pfarrkirche Strallegg hl. Johannes der Täufer
- Bildstock Ausseregg
- Florianikreuz
- Wetterkreuz
Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wirtschaftssektoren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Strallegg ist eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Von den 166 landwirtschaftlichen Betrieben wurden 82 im Haupterwerb geführt. Im Produktionssektor arbeiteten 70 Prozent der Arbeitnehmer im Bereich Herstellung von Waren und ein Viertel in der Bauwirtschaft. Die größten Arbeitnehmer im Dienstleistungssektor waren die Bereiche soziale und öffentliche Dienste, Beherbergung und Gastronomie und der Handel (Stand 2010/2011).[5][6][7]
| Wirtschaftssektor | Anzahl Betriebe | Erwerbstätige | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2021[8] | 2011 | 2001 | 2021[8] | 2011 | 2001 | |
| Land- und Forstwirtschaft 1) | 103 | 166 | 179 | 143 | 171 | 142 |
| Produktion | 17 | 10 | 6 | 94 | 77 | 41 |
| Dienstleistung | 66 | 53 | 39 | 173 | 123 | 147 |
1) Betriebe mit Fläche in den Jahren 2010 und 1999, Arbeitsstätten im Jahr 2021
Arbeitsmarkt, Pendeln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Von den über 1000 Erwerbstätigen, die 2011 in Strallegg lebten, arbeiteten etwas über 300 in der Gemeinde, siebzig Prozent pendelten aus.[9] Fremdenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Birkfeld, Fischbach, Miesenbach, Rettenegg, Ratten, St. Kathrein am Hauenstein, St. Jakob im Walde, Waldbach-Mönichwald, Wenigzell und Vorau den Tourismusverband „Joglland-Waldheimat“. Dessen Sitz ist die Gemeinde St. Jakob im Walde.[10] Die Gemeinde zählt jährlich etwa 5000 Übernachtungen, wobei der Großteil auf den Sommer entfällt.[11] |
Arbeitsmarkt |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Gemeinderat
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Gemeinderat setzt sich aus 15 Mandataren zusammen:
| Partei | 2020[12] | 2015[13] | 2010[13] | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Prozent | Mandate | % | Mandate | % | Mandate | |
| ÖVP | 70,17 | 11 | 60,68 | 9 | 56,75 | 9 |
| SPÖ | 14,20 | 2 | 25,02 | 4 | 33,36 | 5 |
| FPÖ | 15,63 | 2 | 14,30 | 2 | 9,90 | 1 |
Bürgermeister
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Bürgermeisterin ist Anita Feiner.[14]
Wappen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Wappen der Gemeinde wurde 1989 verliehen. Blasonierung: „Im schwarzen mit einem rechts gebogenen silbernen Mistelzweig belegten Schild ein silbernes rechtes Obereck, darin eine schrägrechte schwarze Pfeilspitze.“[15]
Der Mistelzweig steht für die Chorherren des Stiftes Pöllau, die Grundherren der Neuzeit. Die Farben Schwarz und Silber symbolisieren die Verbundenheit mit den Stubenbergern im Mittelalter.[16]
Persönlichkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ehrenbürger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1981: Hubert Baumegger (1942–2014)
- 1982: Franz Wegart (1918–2009), Landeshauptmann-Stellvertreter
- 1983: Josef Krainer (1930–2016), Landeshauptmann
- Peter Kern, Altbürgermeister von Strallegg[17]
- Hermann Schützenhöfer (* 1952), Landeshauptmann[18]
Söhne und Töchter der Gemeinde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Alois Mosbacher (* 1954), Bildender Künstler
- Johannes Ebenbauer (* 1963), Organist, Chorleiter, Dirigent, Komponist und Kirchenmusiker
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Walter Brunner: Strallegg. Geschichte des Lebensraumes und seiner Bewohner. Strallegg 1995.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Commons: Strallegg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Strallegg, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. Februar 2021.
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Fritz Posch: Das obere Feistritzgebiet und die Fischbacher Alpen. (PDF) Sonderbände der Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark 13 (1967). 1967, abgerufen am 21. Februar 2021.
- ↑ Pfarre Strallegg. Abgerufen am 21. Februar 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Strallegg, Land- und forstwirtschaftliche Betriebe. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. Februar 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Strallegg, Arbeitsstätten. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. Februar 2021.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Strallegg, Erwerbstätige. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. Februar 2021.
- 1 2 STATcube. Statistik Austria, abgerufen am 7. November 2023.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Strallegg, Berufspendler. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. Februar 2021.
- ↑ Grazer Zeitung, Amtsblatt für die Steiermark. 30. Dezember 2014, 210. Jahrgang, 52. Stück. Nr. 307. ZDB-ID 1291268-2 S. 626.
- ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Strallegg, Übernachtungen. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 21. Februar 2021.
- ↑ Wahlen 2020. Land Steiermark, abgerufen am 21. Februar 2021.
- 1 2 Wahlen 2015. Land Steiermark, abgerufen am 21. Februar 2021.
- ↑ Politik. Gemeinde Strallegg, abgerufen am 21. Februar 2021.
- ↑ Landesgesetzblatt für die Steiermark. In: bka.gv.at. 27. Dezember 1989, S. 229, abgerufen am 23. Februar 2019.
- ↑ Die Gemeinde, Zahlen und Fakten. Gemeinde Strallegg, abgerufen am 21. Februar 2021.
- ↑ Schützenhöfer zu Gast in Strallegg und Ratten. In: soj.at. Abgerufen am 6. April 2021.
- ↑ Schützenhöfer zu Gast in Strallegg und Ratten. In: soj.at. Abgerufen am 6. April 2021.




