Das Angerdorf Straduna liegt sechs Kilometer nordöstlich von Walzen, neun Kilometer südöstlich von Krapkowice (Krappitz) und 30 Kilometer südlich von Opole (Oppeln) in der Schlesischen Tiefebene an der Stradunia.
Ortsteile von Straduna sind die WeilerPrzerwa (Dammbruch) und Rybarze (Straduner Fischerei).
Nachbarorte von Straduna sind im Nordwesten Żużela (Zuzella), im Südosten Mechnitz (Mechnica) und im Südwesten Grocholub (Grocholub).
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Straduna, das zum Herzogtum Oppeln gehörte, im Jahre 1228.[2] Für das Jahr 1532 ist es in der Schreibweise Stradin belegt.
Nach der Neugliederung der Provinz Schlesien gehörte die Landgemeinde Straduna ab 1816 zum Landkreis Oppeln, mit dem sie bis 1945 verbunden blieb. 1845 bestanden im Ort eine katholische Schule, zwei Wassermühlen und 78 Häuser, in den 616 Einwohner lebten, davon zwei evangelisch.[3] 1861 zählte Straduna 21 Bauern, 13 Gärtner, 15 Ackerhäusler, 26 Angerhäusler, 34 Auszügler und 40 Einlieger. Die katholische Schule besuchten damals 118 Schüler.[4] 1874 wurde der AmtsbezirkSchloß Krappitz gebildet, dem die Landgemeinden Straduna, Zuzella und Zywodczütz sowie die Gutsbezirke Straduna, Zuzella und Zywodczütz eingegliedert wurden.[5]
Bei der Volksabstimmung in Oberschlesien am 20. März 1921 stimmten 367 Wahlberechtigte für einen Verbleib bei Deutschland und 243 für Polen.[6] Straduna verblieb beim Deutschen Reich. 1922 wurde die katholische Herz-Jesu-Kirche erbaut. 1933 lebten im Ort 1033 Einwohner. Am 10. August 1936 wurde Straduna in Tiefenburg umbenannt. 1939 lebten 1074 Einwohner in Tiefenburg.
Die römisch-katholische Herz-Jesu-Kirche (Kościół Najświętszego Serca Pana Jezusa) wurde 1921–1922 an der Stelle eines Vorgängerbaus errichtet, der 1802 durch ein Feuer zerstört worden war. Die Weihe der Kirche erfolgte am 13. August 1922.[7]
↑Johann Georg Knie: Alphabetisch-statistisch-topographische Uebersicht der Dörfer, Flecken, Städte und andern Orte der Königl. Preuss. Provinz Schlesien. Breslau 1845, S. 663.