Strachau
Strachau Gemeinde Amt Neuhaus | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 53° 9′ N, 11° 6′ O | |
| Fläche: | 3,64 km²[1] | |
| Einwohner: | 46[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 13 Einwohner/km² | |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1950 | |
| Eingemeindet nach: | Tripkau | |
| Postleitzahl: | 19273 | |
| Vorwahl: | 038845 | |
Lage von Strachau in Niedersachsen | ||
Strachau ist ein Ortsteil und eine Gemarkung der Gemeinde Amt Neuhaus im Landkreis Lüneburg in Niedersachsen. Bis 1950 bildete Strachau eine eigenständige Gemeinde, die bis 1945 Strachau-Vergünne hieß. Innerhalb von Amt Neuhaus gehört Strachau zur Ortschaft Tripkau.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Strachau ist ein kleines Dorf vier Kilometer südlich von Tripkau direkt hinter dem Elbdeich. Der an das Dorf im Nordwesten anschließende Wohnplatz hieß früher Vergünne.



Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Strachau gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Hitzacker des Kurfürstentums Hannover.[2] Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort zu Frankreich und dort zum Kanton Neuhaus im Departement der Elbmündung.[3] 1814 fiel Strachau an Hannover zurück und gehörte dort zunächst wieder zum Amt Hitzacker und ab 1859 zum Amt Neuhaus im Lauenburgischen.[4] 1867 fiel die Gemeinde Strachau mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und gehörte dort seit 1885 zum Kreis Bleckede. Etwa seit 1890 hieß die Gemeinde Strachau-Vergünne, da sie um den Weiler Vergünne erweitert worden war.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Gemeinde wieder als Strachau bezeichnet und dem Landkreis Hagenow im Land Mecklenburg der Sowjetischen Besatzungszone zugeschlagen, der ab 1949 zur DDR gehörte. Am 1. Juli 1950 wurde Strachau nach Tripkau eingemeindet.[5] Seit 1952 gehörte Tripkau zum Kreis Hagenow im Bezirk Schwerin der DDR. Tripkau gehörte ab 1990 zum Land Mecklenburg-Vorpommern der Bundesrepublik Deutschland und wechselte am 30. Juni 1993 in den Landkreis Lüneburg des Landes Niedersachsen. Am 1. Oktober 1993 wurde Tripkau mit Strachau Teil der Gemeinde Amt Neuhaus.
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1845 | 192 | [6] |
| 1871 | 171 | [7] |
| 1885 | 156 | [8] |
| 1895 | 136 | [9] |
| 1905 | 125 | [10] |
| 1925 | 109 | [11] |
| 1933 | 82 | [11] |
| 1939 | 79 | [11] |
Bau- und Bodendenkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Fachwerk-Hallenhäuser Elbstraße 2, 6 und 7 stehen unter Denkmalschutz. Mehrere Abschnitte des alten und des jetzigen Elbdeichs sind geschützte Bodendenkmale.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Daten und Karte der Gemarkung Strachau
- ↑ Christoph Barthold Scharf: Der Politische Staat des Churfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Johann Georg Berenberg, Lauenburg 1777 (google.de).
- ↑ Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813 (google.de).
- ↑ Verordnung, die Bezirke der unteren Verwaltungsbehörden betr., vom 27. März 1859, Nr. 86
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
- ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848 (google.de).
- ↑ Volkszählung 1871
- ↑ Volkszählung 1885
- ↑ Volkszählung 1895
- ↑ Volkszählung 1905
- 1 2 3 Michael Rademacher: Lueneburg. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
