Der Parkway wurde nach dem InvestmentbankerJames J. Storrow benannt, der eine Kampagne zur Einrichtung des Charles River Basin sowie zum Ausbau der Flussufer zu einem öffentlichen Park ins Leben rief. Allerdings unterstützte er nie einen den Fluss entlang führenden Parkway, und seine Witwe stellte sich auch öffentlich dagegen.[2]
Auf dem Storrow Drive wird häufig zu schnell und aggressiv gefahren, da es für die Polizei aufgrund einer fehlenden Standspur schwierig ist, Verkehrssünder anzuhalten. Daneben besteht bei heftigem Niederschlag, insbesondere in den Wintermonaten, Überflutungsgefahr, wenn eine hohe Niederschlagsmenge pro Zeiteinheit bzw. Schnee und eine gefrorene Fahrbahn das Wasser davon abhalten, in die Abflüsse zu fließen.[3] Ein weiteres Problem besteht in den schmalen Fahrspuren.
Während der Sommernachtskonzerte in der Hatch Shell parken viele Besucher ihre Autos in den Abfahrten des Storrow Drive. Die kostenfreien Konzerte und Feuerwerke ziehen regelmäßig etwa 200.000 Besucher an, und viele nutzen die kostenfreien Parkmöglichkeiten auf den Abfahrten.[1]
Der Storrow Drive führt nur in geringem Abstand unter Brücken hindurch, was jedoch nicht ausgeschildert ist. Daher kommt es ab und zu vor, dass sich ein Lkw oder ein anderes größeres Fahrzeug unter einer Brücke verkeilt und dadurch einen mehrere Meilen langen Stau verursacht. Es kam bereits vor, dass ein mit Scheren beladener Lkw mit einer Brücke kollidierte und seine Ladung verlor, woraufhin mehr als 30 nachfolgende Pkws einen Platten bekamen, zwei davon sogar an allen vier Rädern.[1] Auch im Tunnel, durch den der Highway führt, bleiben regelmäßig Fahrzeuge stecken.[4]
Bei früheren Projekten entlang des Charles River stand James Storrow im Mittelpunkt, insbesondere beim Bau des Charles River Dam. Dabei legte er auf landschaftliche Gestaltungen und Grünflächen wert und war stets gegen einnehmende Bauwerke. In den 1930er Jahren konnten Anbauten zur Esplanade nur durchgeführt werden, indem ein wichtiger Teil des Ausbauprojekts – ein Highway von der Longfellow Bridge bis zur Boston University Bridge – aufgrund von enormen Protesten nicht realisiert wurde.[5] Nachdem seine Witwe Helen Storrow eine Gruppe der Highway-Gegner unterstützte, wurde das Vorhaben zunächst aufgegeben, jedoch wurde bereits kurz nach ihrem Tod im Jahr 1944 ein neuer Antrag zum Bau des Highways an die Verwaltung herangetragen. Trotz immer noch starker Vorbehalte und aufgrund nicht mehr nachvollziehbarer Vorgänge im Parlament wurde das Gesetz zum Bau des Highways und zur Benennung nach James Storrow im Jahr 1949 verabschiedet.[6]
Die Bauarbeiten begannen zum Jahreswechsel 1950/1951. Als Teil des Versuches, Parkland und Grünflächen zu bewahren, musste jeder vom neuen Highway belegte Quadratmeter Land durch neugewonnene Landflächen entlang der Küste ersetzt werden.[7] Der Storrow Drive wurde offiziell am 15. Juni 1951 im Rahmen einer Feier vom damaligen Gouverneur Paul A. Dever eröffnet.[8]
1234Ira Gershkoff, Richard Trachtman:The Boston driver's handbook. the almost post big dig edition. 3. Auflage. Da Capo Press, Cambridge, MA 2004, ISBN 0-306-81326-2, S.27–29 (Onlinein der Google-Buchsuche).
↑Nancy Parsons, Dick Amsterdam:Morsels from the Better mousetrap. tips, tricks and tales about corporate communications for small businesses. Xlibris, 2000, ISBN 0-7388-1673-6.
↑Nancy S. Seasholes:Gaining ground. a history of landmaking in Boston. The MIT Press, Cambridge 2003, ISBN 0-262-19494-5 (Onlinein der Google-Buchsuche).