Stocko Contact
| STOCKO CONTACT GmbH & Co. KG | |
|---|---|
| Rechtsform | GmbH & Co. KG |
| Gründung | 1901 |
| Sitz | Wuppertal, Deutschland |
| Leitung | Selahattin Servi (seit 2007)[1] |
| Mitarbeiterzahl | 750 weltweit (Stand 2026) |
| Umsatz | ca. 130 Millionen Euro |
| Branche | Hersteller Elektrotechnik / Elektronik |
| Website | www.stocko-contact.com |
| Stand: 2017 | |
Die Stocko Contact GmbH & Co. KG (Eigenschreibweise STOCKO) ist ein deutsches Unternehmen auf dem Gebiet der Elektrotechnik mit Sitz in Wuppertal. Das Unternehmen entwickelt und produziert elektromechanische Verbindungselemente, darunter Steckverbindersysteme, Crimpkontakte sowie kundenspezifische Sonderlösungen. Zum Leistungsumfang zählen außerdem Verarbeitungssysteme für die eigenen Produkte. Hauptabnehmer dieser Bauteile sind die Hausgeräte- und Heizungsindustrie, Automobilindustrie, Beleuchtungsindustrie und der Maschinenbau.[2]
Der Hauptsitz befindet sich in Wuppertal. Weitere Werke befinden sich außerdem in Hellenthal, Andlau und Kunshan; die vollautomatische Montage von Steckverbindersystemen erfolgt zudem laut Unternehmensangaben in Hellenthal und Kunshan.
Seit 1998 ist Stocko neben der in Bamberg ansässigen Wieland Electric GmbH Teil der Wieland Holding.
Im Verbund mit der Wieland Holding bestehen 17 Standorte in verschiedenen Ländern mit insgesamt 2.300 Mitarbeitern, darunter 750 bei Stocko.
Nach eigenen Angaben ist das Unternehmen an mehreren Standorten nach verschiedenen Management- und Qualitätsnormen zertifiziert, darunter ISO 9001, ISO 14001, IATF 16949, DIN EN ISO/IEC 27001 und ISO 50001.
In der offiziellen Unternehmenschronik werden unter anderem die Erweiterung des Standorts Hellenthal (2017 und 2024), die Neugründung von Gesellschaften in Shanghai (2018), die Inbetriebnahme eines neuen Logistikzentrums (2020) sowie der Umzug und Ausbau des China-Standorts nach Kunshan (2025) genannt.
Unternehmensstruktur
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| Wieland Holding[3] | |
|---|---|
Wieland Electric GmbH
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Stocko Contact GmbH & Co. KG
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Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anfänge
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Alfred Aders, Heinrich Pfeiffer und Johann August Stock gründeten 1901 in Wuppertal-Sonnborn die Firma Stock & Co. In ihrer Fabrik stellten sie in erster Linie Hohlnieten, Ösen und Druckknöpfe her. Sie fanden unter anderem an Schuhen oder in Sportgürteln mit Ledertaschen Verwendung und wurden bis nach Ostasien, Südamerika und Afrika exportiert. 1911 entstand in Hellenthal ein Zweigwerk. Stock & Co. beschäftigte zu dieser Zeit 110 Mitarbeiter. In den folgenden zwei Jahrzehnten wurde die Knopffabrik zu einer Kleinmetallwarenfabrik ausgebaut. Der Name Stocko, der bereits als Markenname verwendet wurde, wurde ab 1923 Bestandteil des Firmennamens. Neben den weiterhin bestehenden Stock & Co. KG Metallwaren- und Celluloidwaren-Fabriken entstand die Stocko GmbH.
Ab Mitte der 1920er Jahre trieb Stock & Co. KG die Vollautomatisierung bei der Serienfertigung voran und entwickelte hierfür spezielle Ansetzmaschinen sowie eigene Werkzeuge. 1926 gab es mit dem neu gegründeten Fertigungswerk in Leningrad erste Expansionsbestrebungen ins Ausland. Ein zweites Werk folgte 1933 mit Stocko Metal Works in England, nachdem das Werk in Leningrad an den russischen Staat verkauft worden war. 1929 entwickelte Stock & Co. KG aus der Schuhöse in Verbindung mit einer Lötfahne die Lötöse.
1930 bis 1945
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den 1930er Jahren bis zum Zweiten Weltkrieg wuchs das Unternehmen, eröffnete Zweigwerke in Malmedy und Antwerpen sowie in Frankenstein. 1935 beschäftigte es über 500 Mitarbeiter; zwei Jahre später über 1.000. Im Jahr 1937 wurden die beiden Firmen Stock & Co. KG und Stocko zu einer Offenen Handelsgesellschaft namens Stocko Metallwarenfabriken Hugo und Kurt Henkels vereinigt.[4]


1940 arbeiteten 1.800 Menschen bei Stocko. Als Folge der nationalsozialistischen Politik und des daraus resultierenden Zweiten Weltkriegs gingen die Werke in Belgien, Schlesien und England für die Firma verloren; die Mitarbeiterzahl sank mit Ende des Krieges auf 300.
1945 bis 1990
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach dem Krieg stellte das Unternehmen Filmspulen aus Kunststoff her und erweiterte die Produktpalette beispielsweise um Tonbandspulen oder Diarahmen. Auch Wecker wurden gefertigt. Aus den Erfahrungen in der Kunststofftechnik entwickelte sich in Verbindung mit den vorhandenen Einrichtungen später die Fertigung von Isoliergehäusen für Mehrfach-Steckverbinder, die heute das Kerngeschäft bilden. 1951, dem Jahr des 50-jährigen Bestehens, beschäftigte Stocko wieder 1.000 Mitarbeiter. In den 1950er Jahren folgten die Gründungen von Tochtergesellschaften in Frankreich und England und 1960 in Zürich die Stocko Metallwaren AG.
In den Jahren darauf setzte sich die Expansion im Ausland fort. 1971 wurde Stocko France S.A. von Barr im Elsass ins benachbarte Andlau verlegt. Ein Jahr später folgte die Gründung der belgischen Tochtergesellschaft Stockobel S.P.R.L. in Malmedy, wo bereits vor dem Krieg ein Werk von Stocko bestanden hatte.
Anfang der 1980er Jahre zählte die Gesamtbelegschaft im In- und Ausland 1.700 Mitarbeiter. Pro Tag verließen fast 60 Millionen Teile die verschiedenen Werke. Das Werk in Andlau wurde 1980 um 2.000 m² vergrößert, 1987 die Produktionsfläche in Malmedy mehr als verdoppelt. Seit 1982 wurden die damals neuen Videoarchivkassetten gefertigt.
Umstrukturierungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1994 wurde der Geschäftsbereich Verschlusstechnik an den japanischen Konzern YKK verkauft und unter dem Namen Stocko Fasteners GmbH im Wuppertaler Stadtteil Sonnborn weitergeführt. Das im Stadtteil Vohwinkel verbliebene Stocko-Kerngeschäft ging weiter dem Bereich Verbindungstechnik nach. 1997 wurde für die Firma ein Vergleichsantrag gestellt, der aber abgewendet werden konnte. 1998 übernahm die Wieland Gruppe in Bamberg die Stocko Metallwarenfabriken Henkels & Sohn GmbH & Co. Der Geschäftsbetrieb wurde unter dem neuen Namen Stocko Contact GmbH & Co. KG fortgesetzt.
2001 feierte Stocko sein 100-jähriges Bestehen. An vier Standorten (Wuppertal, Hellenthal, Andlau und Malmedy) arbeiteten nun insgesamt 550 Beschäftigte.
2009 wurde das Werk in Malmedy im Zuge der Finanzkrise geschlossen und die Produktion nach Hellenthal verlagert.
Geschäftsfelder und Produktportfolio
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Das Unternehmen ist hauptsächlich in vier Märkten vertreten:
- Home Appliance
- HVAC
- Automotive
- Industry
Im Bereich Hausgerätetechnik bezeichnet sich Stocko als führender Hersteller von elektromechanischen Bauteilen, die dort in Leistungs- bzw. Steuerkreisen eingesetzt werden.
Hergestellt werden insbesondere Steckverbindersysteme mit Schneidklemm-, Crimp- oder Lötanschluss, RAST-Steckverbinder, lötfreie Verbinder, Crimpkontakte, kundenspezifische Sonderentwicklungen sowie Verarbeitungssysteme für alle Stocko-Produkte.[5] In der Beleuchtungstechnik fertigt das Unternehmen Komponenten zum Einsatz in Scheinwerfern, im Motorraum, im Armaturenbrett oder in elektrischen Spiegeln. Die Produktion ist vielfach automatisiert.[6]
Der Umsatz des Gesamtportfolios lag im Jahr 2016 bei etwa 115 Millionen Euro, 2017 bei knapp 130 Millionen Euro.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin Vogler (Hrsg.): Weltklasse – Bergische Marktführer. Wuppertal 2014, ISBN 978-3-00-039203-0
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Impressum, auf stocko-contact.com
- ↑ Unsere Märkte. stocko-contact.com, abgerufen am 15. Juni 2018.
- ↑ Wieland Holding GmbH im Überblick | Wieland Electric. Abgerufen am 15. Juni 2018.
- ↑ Stock Contact | Unternehmen | Firmenprofil. Abgerufen am 15. Juni 2018.
- ↑ STOCKO CONTACT | Produktprogramm. Abgerufen am 15. Juni 2018.
- ↑ Franz Küpper: Stockos Expansion in Hellenthal 8000-Quadratmeter-Neubau und 40 neue Stellen. In: Kölnische Rundschau. 30. September 2017, ehemals im (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 18. Juni 2018. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )
