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Steven Nzonzi

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Steven Nzonzi
Steven Nzonzi (2018)
Personalia
Voller Name Steven Nkemboanza Mike Nzonzi
Geburtstag 15. Dezember 1988
Geburtsort La Garenne-Colombes, Frankreich
Größe 196 cm
Position Defensives Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
1994–1999 SC Levallois
1999–2002 Paris Saint-Germain
2002–2003 CA Lisieux
2003–2004 SM Caen
2004–2005 AS Beauvais
2005–2007 SC Amiens
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2007–2009 SC Amiens 37 (1)
2007–2009 SC Amiens B 29 (4)
2009–2012 Blackburn Rovers 86 (5)
2012–2015 Stoke City 109 (6)
2015–2018 FC Sevilla 90 (6)
2018–2021 AS Rom 30 (1)
2019–2020 → Galatasaray Istanbul (Leihe) 10 (0)
2020–2021 → Stade Rennes (Leihe) 39 (1)
2021–2023 al-Rayyan SC 39 (3)
2023–2024 Konyaspor 32 (4)
2024–2025 Sepahan FC 24 (1)
2025–2026 Stoke City 30 (1)
2026– USL Dunkerque 2 (0)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2009–2010 Frankreich U21 6 (0)
2017–2020 Frankreich 20 (0)
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: 6. Oktober 2026

Steven Nkemboanza Mike[1] Nzonzi[2] (* 15. Dezember 1988 in La Garenne-Colombes) ist ein französischer Fußballspieler. Der defensive Mittelfeldakteur hat kongolesische Wurzeln und steht seit August 2026 bei USL Dunkerque unter Vertrag.

Bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland wurde er mit der französischen Nationalmannschaft Weltmeister.

Nzonzi wurde in der Peripherie der französischen Hauptstadt in Colombes geboren. Ab dem Alter von nur fünf Jahren begann er, für Sporting Levallois gegen den Ball zu treten, und fünf Jahre später wurde er in das „Camp des Loges“, die Kinder- und Jugendschule von Paris Saint-Germain, aufgenommen. Dort agierte der groß gewachsene Nzonzi zunächst auf der Stürmerposition und anschließend als offensiver Mittelfeldspieler. Sesshaft wurde er bei dem Pariser Renommierverein aber nicht und so wechselte er im Juli 2002 zum normannischen CA Lisieux, wo er allerdings genauso nur ein Jahr verbrachte wie danach beim SM Caen und der AS Beauvais.

Im Sommer 2005 folgte mit dem nordfranzösischen SC Amiens der nächste Verein. Dort sammelte Nzonzi zunächst Erfahrung in der Amateurliga CFA und nach einer ersten Einwechslung im französischen Pokal gegen Raismes-Vicoigne (7:0) kam er am 15. April 2008 gegen den korsischen Verein SC Bastia (0:1) zu seinem Debüt in der Ligue 2. Nach insgesamt drei Ligaauftritten zum Ende der Saison 2007/08 stattete ihn der SC Amiens mit einem Profivertrag aus und Nzonzi bekleidete in der anschließenden Spielzeit 2008/09 gleich 34 Mal die Rolle des zentral-defensiven Mittelfeldspielers. Obwohl der Klub am Ende mit dem Abstieg den Gang in die Drittklassigkeit antreten musste, zollte ihm die Fachwelt Anerkennung für die gezeigten Leistungen und schnell mehrten sich die Gerüchte über einen bevorstehenden Wechsel nach England.

Im Juli 2009 stellte der englische Erstligist Blackburn Rovers Nzonzi als Neuzugang vor; über die Höhe der Ablösesumme behielten die beteiligten Parteien Stillschweigen.[3] Schnell zeigte sich der Neuling als große Verstärkung im Team der „Rovers“. Mit 33 Ligaeinsätzen hatte der „kleine Vieira“ – neben der ähnlichen Spielweise gab Nzonzi an, Vieira seit dem Gewinn der WM 1998 als Idol nachgeeifert zu haben[4] – erheblichen Anteil an dem sicheren zehnten Mittelfeldplatz in der Premier League. Besondere Beachtung fand sein Weitschusstor gegen den FC Everton kurz vor Ende der Spielzeit 2009/10 und für seine Leistungen ehrte ihn sein Klub anschließend als besten Spieler der abgelaufenen Saison. Zudem statteten die Rovers ihren neuen Hoffnungsträger im August 2010 mit einem neuen langfristigen Fünfjahresvertrag aus.[5] Zur Saison 2015/16 wechselte Nzonzi zum FC Sevilla.

Am 14. August 2018 schloss er sich der AS Rom an.[6] Nur ein Jahr später wechselte er auf Leihbasis zu Galatasaray Istanbul in die türkische Süper Lig.[7] Bis zum Ende der Saison 2019/20 hatte Galatasaray eine Kaufoption in Höhe von 16 Millionen und eine Option für ein weiteres Leihgeschäft, welche 500.000 Euro betragen hätte. Am Ende der Saison 2020/21 hatte Galatasaray eine weitere Kaufoption in Höhe von 13 Millionen Euro.[8] Nzonzi wurde Mitte Dezember auf unbestimmte Zeit von Cheftrainer Fatih Terim suspendiert. Der Grund sei disziplinloses Verhalten während einer Trainingseinheit gewesen.[9] Galatasaray Istanbul löste den Leihvertrag mit Nzonzi Ende Januar 2020 auf.[10]

Infolgedessen wurde Nzonzi von der AS Rom gegen Ende der Transferphase an Stade Rennes ausgeliehen.[11] Nach Ablauf dieser Leihe wechselte er ablösefrei nach Katar zu al-Rayyan SC.[12] Dort kam er regelmäßig zum Einsatz und nahm mit der Mannschaft auch an der AFC Champions League teil. Nach zwei Spielzeiten verließ er Katar im Sommer 2023 und schloss sich ablösefrei dem türkischen Erstligisten Konyaspor an.[13] In der Saison 2023/24 absolvierte Nzonzi 33 Ligaspiele und erzielte dabei vier Tore.

Im August 2024 wechselte Nzonzi zum iranischen Klub Sepahan FC. Mit der Mannschaft gewann er den iranischen Supercup und kam in der Saison 2024/25 sowohl in der Liga als auch auf internationaler Ebene zum Einsatz.[14] Nach nur einer Spielzeit verließ er den Verein wieder und kehrte im August 2025 zu Stoke City zurück, für das er bereits zwischen 2012 und 2015 gespielt hatte.[15] In der Saison 2025/26 bestritt er 30 Partien in der EFL Championship und erzielte ein Tor.

Nach dem Ende der Saison 2025/26 lief sein Vertrag bei Stoke City aus. Seit August 2026 spielt er für den französischen Zweitligisten USL Dunkerque.[16]

Nationalmannschaft

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Nach erfolgreichem sportlichen Durchbruch in der höchsten englischen Spielklasse nominierte ihn Frankreichs U-21-Trainer Erick Mombaerts erstmals im Oktober 2009 für die anstehenden Europameisterschaftsqualifikationsspiele. Dort feierte Nzonzi gegen Malta (2:0) seinen Einstand und ließ vier Tage später gegen Belgien (0:0) das zweite Spiel folgen.[17]

Im November 2017 wurde er erstmals für die A-Nationalmannschaft Frankreichs nominiert. Sein Debüt gab er am 10. November 2017 beim 2:0-Sieg gegen Wales.[18]

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2018 in Russland gehörte Nzonzi zum französischen Aufgebot.[19] Während des Turniers kam er in fünf der sieben Spiele zum Einsatz. In der Gruppenphase spielte er gegen Peru und Dänemark, ehe er in den K.-o.-Spielen gegen Uruguay und Belgien eingewechselt wurde. Auch beim 4:2-Finalsieg gegen Kroatien kam er zum Einsatz und wurde in der 55. Minute für N’Golo Kanté eingewechselt.[20] Nach dem Gewinn des Weltmeistertitels blieb Nzonzi Teil der französischen Nationalmannschaft. In der UEFA Nations League 2018/19 absolvierte er drei Spiele und wurde unter anderem gegen die Niederlande und Deutschland eingesetzt. Auch in den folgenden Jahren wurde er von Nationaltrainer Didier Deschamps regelmäßig berücksichtigt, wobei er während der Qualifikation zur Europameisterschaft 2021 nicht auf dem Platz zum Einsatz kam. Im Jahr 2020 kehrte Nzonzi wieder häufiger in die Mannschaft zurück. Im September und Oktober bestritt er mehrere Spiele in der Nations League sowie ein Freundschaftsspiel gegen die Ukraine. Auch im November gehörte er zum französischen Aufgebot. Gegen Finnland stand er über die gesamte Spielzeit auf dem Platz, beim 1:0-Auswärtssieg gegen Portugal blieb er ohne Einsatz auf der Ersatzbank.

Sein letztes Länderspiel absolvierte Nzonzi am 17. November 2020 im Stade de France gegen Schweden. Beim 4:2-Sieg Frankreichs wurde er in der 78. Minute für Adrien Rabiot eingewechselt.[21] Anschließend wurde er nicht mehr für die französische A-Nationalmannschaft berücksichtigt. Neben dem Weltmeistertitel 2018 war er ebenfalls Teil der französischen Mannschaft während der Nations-League-Saison 2020/21.[22] Frankreich gewann den Wettbewerb im Oktober 2021, Nzonzi kam in der Endrunde jedoch nicht mehr zum Einsatz. Seine internationale Laufbahn endete somit mit 20 A-Länderspielen und ohne Torerfolg.

Erfolge und Auszeichnungen

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FC Sevilla
Nationalmannschaft
Individuelle Auszeichnungen

Fußnoten & Einzelnachweise

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  1. ↑ Décret du 31 décembre 2018 portant promotion et nomination, legifrance.gouv.fr, abgerufen am 13. Februar 2019 (französisch)
  2. ↑ lequipe.fr: Steven Nzonzi s'écrit sans apostrophe (2. Nov. 2017), abgerufen am 15. Dezember 2017
  3. ↑ Rovers capture French ace (Memento vom 3. Juli 2009 im Internet Archive) (Blackburn Rovers FC)
  4. ↑ Sam Allardyce: Patrick Vieira will be a big player for Manchester City In: Daily Telegraph.
  5. ↑ Steven Nzonzi agrees new five-year Blackburn deal. auf BBC Sport.
  6. ↑ http://www.asroma.com/en/news/2018/8/steven-nzonzi-completes-roma-move
  7. ↑ Steven Nzonzi - Transferhistorie. Abgerufen am 16. August 2019.
  8. ↑ asrom.com: Nzonzi joins Galatasaray on initial loan, abgerufen am 16. August 2019.
  9. ↑ galatasaray.org: Steven Nzonzi süresiz olarak kadro dışı bırakıldı, abgerufen am 14. Dezember 2019.
  10. ↑ hurriyet.com.tr: Galatasaray Steven Nzonzi'nin sözleşmesini feshetti, abgerufen am 31. Januar 2020.
  11. ↑ Engagement bei Galatasaray vorzeitig beendet – Roma verleiht Nzonzi nach Rennes. In: Transfermarkt.ch. Abgerufen am 31. Januar 2020.
  12. ↑ France’s FIFA World Cup winner Nzonzi joins Al Rayyan. In: the-afc.com. Asian Football Confederation, 29. September 2021, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  13. ↑ Hoş geldin Steven Nzonzi. In: konyaspor.org.tr. Konyaspor, 25. August 2023, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  14. ↑ Sepahan Crowned Champion of Iran’s Super Cup. In: tasnimnews.ir. Tasnim News Agency, 17. Januar 2025, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  15. ↑ World Cup winner Steven Nzonzi returns to Stoke City. In: efl.com. English Football League, 8. August 2025, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  16. ↑ Après avoir parcouru le monde, Steven arrive à Dunkerque. In: usldunkerque.com. USL Dunkerque, 31. Juli 2026, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  17. ↑ Steven Nzonzi - Profil Fédération Française de Football. In: fff.fr. Fédération Française de Football, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  18. ↑ Première sélection pour Benjamin Pavard et Steven Nzonzi, entrés en jeu face au pays de Galles. In: lequipe.fr. L’Équipe, 10. November 2017, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  19. ↑ Deschamps names provisional France squad. In: fifa.com. FIFA, 17. Mai 2018, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  20. ↑ Frankreich holt sich den zweiten Stern. In: fifa.com. FIFA, 17. Mai 2020, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  21. ↑ France 4-2 Suède. In: fff.fr. Fédération Française de Football, 17. November 2020, abgerufen am 7. Oktober 2026.
  22. ↑ 2021 UEFA Nations League Finals Press Kit. In: uefa.com. UEFA, abgerufen am 7. Oktober 2026.