Zum Inhalt springen

Stephan Luca

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Stephan Luca bei Kicken mit Herz 2024

Stephan Luca (* 3. Juli 1974 in Stuttgart; bürgerlicher Name Stephan Hornung) ist ein deutscher Schauspieler.

Leben und Karriere

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und Theater

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stephan Luca, der sich bereits während seiner Schulzeit durch das Schultheater für die Schauspielerei interessierte, absolvierte nach seinem Abitur an der Freien Waldorfschule Uhlandshöhe in Stuttgart von 1997 bis 2001 eine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg.[1] Für seine Darstellung des Romeo in der Diplominszenierung Romeo und Julia (2001) erhielt er den Friedrich-Schütter-Preis zur Förderung des Schauspielnachwuchses in Hamburg. Danach gastierte er am Schauspielhaus Zürich und am Deutschen Schauspielhaus Hamburg.

Film und Fernsehen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1998 wirkt Luca kontinuierlich in Film- und Fernsehproduktionen. Nachdem er zunächst wiederholt kleinere Gastrollen in Fernsehserien wie Aus heiterem Himmel oder In aller Freundschaft übernommen hatte, spielte er in der ARD-Serie Bei aller Liebe in mehreren Folgen die Rolle des Oliver Kreuzer. Sein Filmdebüt gab er 1999 unter Regisseur Hans-Günther Bücking neben Heike Makatsch als Don in der schwarzen Komödie Die Häupter meiner Lieben. In Stefan Krohmers Sie haben Knut, der auf der Berlinale 2003 in der Sektion Perspektive Deutsches Kino seine Uraufführung erlebte, übernahm er die Rolle des Skilehrers Rolf.[2][3] Jorgo Papavassiliou besetzte ihn in der Hauptrolle des Gefangenen Germanus in dem Fernsehfilm Held der Gladiatoren (2003), der die Rachegeschichte eines jungen germanischen Gladiators im 1. Jahrhundert n. Chr. erzählt.

Während der Dreharbeiten zu dem Film Der Bergpfarrer – Liebe und andere Überraschungen nahm er 2005 den Künstlernamen Luca an. 2007 spielte er an der Seite von Yvonne Catterfeld und Sebastian Ströbel in dem Sat.1-Spielfilm Wenn Liebe doch so einfach wär’. Im selben Jahr war er in einer Nebenrolle als Arzt in der erfolgreichen Filmkomödie Keinohrhasen von Til Schweiger zu sehen. In den ARD-Produktionen Der Hochzeitswalzer (2008) und Nichts als Ärger mit den Männern (2009) übernahm er jeweils die Hauptrolle. 2009 verkörperte er die Rolle des Verwaltungsjuristen Tilo von Wilmowsky in dem ZDF-Dreiteiler Krupp – Eine deutsche Familie.

2015 übernahm Luca in Ulli Baumanns Slapstickkomödie Drunter & Brüder als Chirurg Balthasar Sander eine der beiden Hauptrollen und spielte in der ZDF-Fernsehreihe Mordshunger – Verbrechen und andere Delikatessen in dem Episodenfilm Wilder Westen die Rolle des Besitzers der Tabledance-Bar „Wilder Westen“. Von 2015 bis 2017 verkörperte er die Titelrolle in der Krimireihe Zorn. Von 2018 bis 2022 spielte er in der ARD-Reihe Meine Mutter … den Kölner Sternekoch Rufus van Berg. 2019 verkörperte er die Hauptrolle des ermittelnden Kommissars Ralf Adam im Auftaktfilm Der Tote im Stollen der ZDF-Reihe Erzgebirgskrimi.[4] In der 7. Staffel der TV-Serie Die Kanzlei (2026) spielt Luca den Hauptkommissar Tobias Geldermann, der zuvor von Lucas Gregorowicz gespielt wurde.

Stephan Luca hat zwei Töchter und lebt in München.[5] Er unterstützt das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und dessen Benefizaktion „Kicken mit Herz“.

Filmografie (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Commons: Stephan Luca – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Thomas Waldner: Stephan Luca – Zeitreisender mit Eurythmie-Erfahrung (Memento vom 24. August 2011 im Internet Archive)
  2. ↑ Filmdatenblatt der Berlinale 2003: Sie haben Knut | They've Got Knut. In: berlinale.de. Abgerufen am 6. November 2018.
  3. ↑ Sie haben Knut | They've Got Knut. In: Berlinale Katalog 2003. Internationale Filmfestspiele Berlin, abgerufen am 6. November 2018 (deutsch, englisch, französisch).
  4. ↑ Tilmann P. Gangloff: „Erzgebirgskrimi – Der Tote im Stollen“ – Schauergeschichte aus der Provinz. In: tz, 9. November 2019, abgerufen am 7. März 2020.
  5. ↑ Andrea Vodermayr: Stephan Luca über seine Töchter, Hamburg und München. In: Abendzeitung. 9. August 2016, abgerufen am 9. August 2016.