Der Name erscheint als Seename erstmals 1569 („in die Stendelisse“) in den schriftlichen Aufzeichnungen. Für das Fließgewässer ist der Name seit 1603 belegt. Er leitet sich wahrscheinlich vom altpolabischen Wort *stąga für „Band“ und der slawischen Endung -nica ab.[3]
Die Stendlitz entspringt vier Kilometer nordöstlich des Domjüchsees im Moosbruch nahe der Wasserscheide zwischen den Flusssystemen der Elbe und der Peene, die hier über den Dickeberg verläuft. Sie nimmt Wasser aus dem Tiefen Zinow auf und durchfließt danach den Jägerpohl, dessen Wasser heute fast einen Meter höher steht als bis 1932. Vom Wehr am Ausfluss des Domjüchsees durchquert sie den Norden des Strelitzer Bruchs, wo sie von Entwässerungsgräben mit Dükern unterkreuzt wird. Im Neustrelitzer Stadtteil Strelitz-Alt ist sie heute großenteils unterirdisch kanalisiert.[4] Nachdem sie die Bahnstrecke Neustrelitz–Berlin unterquert hat, fließt sie oberirdisch als begradigter Bach durch die südwestliche Strelitzer Niederung, östlich am Naturschutzgebiet Kalkhorst vorbei und mündet 1,5 Kilometer nördlich von Klein Trebbow in den Tiefen Trebbower See,[5] der heute dem Flusslauf des Floßgrabens angehört. Dessen heutiger Unterlauf durch den weitgehend verlandeten Flachen Tebbower See zum Woblitzsee der Havel war bis 1932 der Unterlauf der Stendlitz.
Marlies Steffen: Oben entsteht eine neue Kaufhalle, unten wird die Stendlitz umgeleitet. (online (Memento vom 12. Januar 2014 im Internet Archive)), Neustrelitz, 17. Juli 2013. In: Nordkurier.
↑Klaus Giese: Für Binnenmühle Seen angezapft. In: Nordkurier/Strelitzer Zeitung, Serie: Strelitz vor dem 650jährigen Jubiläum (8), März 1998.
↑Lutz Gebhardt: Rad-, Wander- und Gewässerkarte Wesenberg, Neustrelitz. Havel von Kratzeburg bis zum Röblinsee. 5. aktualisierte Auflage 2010, ISBN 978-386636-090-7.