Der Höhenzug ist dem Naturraum Dümmer-Geestniederung im Süden des westlichen Teils der Norddeutschen Tiefebene zugeordnet. Wie die angrenzende Gemeinde Stemwede erhielt er seinen Namen von der mittelalterlichen Freigrafschaft Stemwede.
Die geschlossene Waldfläche des Höhenzuges umfasst 10,3km², davon befinden sich 7,4km² in Ostwestfalen und 2,9km² im nördlich angrenzenden Teil Niedersachsens.
Der Stemweder Berg hat eine annähernd pultartige Gestalt mit den höchsten Lagen in der Südhälfte des HöhenzugesDie steilsten Hanglagen finden sich überwiegend in der Südhälfte des Höhenzuges
Große Teile des Berges sind mit Wald bestanden. Den Berg umgibt siedlungsreiches Ackerland
Im Gegensatz zu den nahen Dammer Bergen und der etwas weiter entfernten Ankumer Höhe, die aus eiszeitlichem Geschiebe aufgebaut sind und eine Moräne repräsentieren, besteht der bewaldete Stemweder Berg im Kern aus rund 85Mio.Jahre altem ehemaligem Meeresboden, der sich unter Druck in Millionen Jahren zu kalkhaltigem Sedimentgestein verfestigte und infolge von tektonischen Bewegungen aus dem Untergrund empor gedrückt wurde. Der Stemweder Berg kann daher als geologische Exklave des Niedersächsischen Berglandes gesehen werden. Das kreidezeitliche Gestein enthält Fossilien urzeitlicher Meerestiere.
Die unteren Hänge sind mit eiszeitlichem Löß bedeckt, aus dem fruchtbare Böden hervorgegangen sind.
Früher bildete der Stemweder Berg einen Teil der Staatsgrenze zwischen den Königreichen Hannover und Preußen. Einige Grenzsteine aus jener Zeit, die noch im Wald existieren, zeigen auf der preußischen Seite ein eingemeißeltes „P“ und auf der hannoverschen Seite ein „H“.[6]
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Der Bergkamm bildet eine Isoglosse (Dialektscheide). Es sind zudem deutliche Unterschiede erkennbar zwischen den seewärts gelegenen kleinen Bauernhäusern mit ihren mageren Weiden und den viel breiter dastehenden Gehöften, wie sie sich ab Dielingen finden, wo die Böden ertragreicher werden.
Wanderweg „Weißer Weg“ auf dem Kamm des Stemweder BergsBlick vom Nordhang des Stemweder Berges nordwestwärts zum Dümmer
Neben der Waldlandschaft, über deren Baumbestand man sich im Rahmen eines Waldlehrpfads informieren kann, ist am Stemweder Berg ein großes Hügelgrab aus der frühen Bronzezeit sehenswert. Außerdem gibt es am Nordhang in Lemförde eine interessante und sehenswerte Orchideenzucht. Über den Höhenzug verläuft der Ems-Hase-Hunte-Else-Weg und über seinen Kamm der Wanderweg Weißer Weg. Die exponierte Lage erlaubt weite Ausblicke, unter anderem vom Nordhang zum Dümmer.
Im Stemweder Berg gab es mehrere Gasthäuser, von denen nur noch der „Berggasthof Wilhelmshöhe“ (ca.166m; zu Haldem) in Betrieb ist. Das „Preußische Berghaus“ (ca.108m; auch zu Haldem) und das „Hannoversche Berghaus“ (ca.90m; zu Lemförde) sind heute in Privathand. An der nordnordwestlich des Scharfen Bergs gelegenen Waldwegkreuzung „Haldemer Kreuz“ (158,2m) steht eine Schutzhütte (alle Höhen in Meter (m) über Normalhöhennull (NHN)[2]).
↑In Kartenwerken der Preußischen Landesaufnahme findet sich die Bezeichnung „Stemmer Berge“ in der abgekürzten Form „Stemmer Bge.“ [einsehbar im Global Net FX Umweltkarten (Mementodes Originals vom 9. November 2017 im Internet Archive)Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.umweltkarten-niedersachsen.de-WebGIS-Viewer des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz– Referat14 Umweltinformation, DVOrganisation, eGovernment– realisiert durch GISCON; als Basiskarte „Preußische Landesaufnahme“ einstellen], ebenso in der topographischen Übersichtskarte des Deutschen Reiches 1:200000 mit Nachträgen von 1955 [einsehbar unter giersbeck.de (PDF-Datei; 4,49MiB)]. In der aktuellen DTK25, DTK100 und DTK200 findet sich die Bezeichnung „Stemweder Berge“, in der aktuellen DTK50 und DTK500 hingegen die Bezeichnung „Stemweder Berg“ [einsehbar im Global Net FX Umweltkarten (Mementodes Originals vom 9. November 2017 im Internet Archive)Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.umweltkarten-niedersachsen.de-WebGIS-Viewer; im „Layer Manager“ unter „Verfügbare Daten“→ „Basisdaten“→ „Karten SW“ die entsprechende Karte einstellen, der Maßstab im Kartenviewer muss dabei jeweils auf die Hälfte des Verkleinerungswertes der DTK, bei der DTK100 jedoch auf 1:26.000 eingestellt werden].
↑Die Dielinger Klei kann im weiteren Sinn als beherrschende Höhe des Stemweder Raums gerechnet werden; sie zählt aber zum direkt benachbarten Naturraum Wehdemer Vorland (582.02).