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Stadtknecht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Ein Stadtknecht Von An̄o 1600, Zeichnung von Johann Rudolf Huber (18. Jahrhundert)

Ein Stadtknecht war in spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Städten, insbesondere den ehemaligen Reichsstädten und Königlichen Freistädten, der niedrigste Rang der Polizei und der Stadtgerichte.

Zu den Aufgaben der Stadtknechte gehörte das Verhaften von Verbrechern, Unruhestiftern etc., sie wachten über Sicherheit und Ruhe der Straßen und verrichteten andere niedrige Dienste. Sie waren auch am Prozedere von Hinrichtungen beteiligt (Abtransport der Leiche, Bestattung). Eine ebenfalls übliche Bezeichnung für Stadtknechte war „Häscher“. Diejenigen Stadtknechte, die mit der Kontrolle von Bettlern und Armen beauftragt waren, wurden als Armen- oder Bettelvogte bezeichnet.[1]

Einzelnachweise

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  1. Johann Christoph Adelung: Bettelvōgt, der. In: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart. Band 1. Leipzig 1793, S. 951 (zeno.org).