Stadersand
Stadersand Stadt Stade | ||
|---|---|---|
| Koordinaten: | 53° 38′ N, 9° 32′ O | |
| Fläche: | 7,39 km²[1] | |
| Eingemeindung: | 1. November 1924 | |
| Postleitzahl: | 21683 | |
| Vorwahl: | 04141 | |
Lage von Stadersand in Niedersachsen | ||
Stadersand ist ein beiderseits der Mündung der Schwinge in die Elbe gelegener Ortsteil der Stadt Stade im Landkreis Stade in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1924 eine eigenständige Gemeinde im Kreis Stade der preußischen Provinz Hannover

Geschichte und Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Stadersand ist aus der Verlandung und dem Zusammenwachsen mehrerer alter Inseln und Sandbänke der Elbe entstanden. Dieses Gebiet war der bei Brunshausen gelegenen alten Schwingemündung in die Elbe vorgelagert. Seine Verlandung führte dazu, dass der Schiffsverkehr von und nach Stade zwischen Brunshausen und der Elbe über die sogenannte Binnenelbe geführt werden musste, bis schließlich 1820 ein direkter Schwingedurchbruch zwischen Brunshausen und der Elbe angelegt wurde.[2] Bis auf einige Gebäude an der heutigen Schwingemündung blieb das Gebiet von Stadersand bis ins 20. Jahrhundert unbesiedelt, dann setzte aber eine großflächige Industrialisierung ein.
Das Gebiet von Stadersand nördlich der Schwinge gehört zwar zum ChemCoastpark Stade, besteht aber hauptsächlich aus verwildertem Brachland.[3] Direkt südlich der Schwinge befanden sich früher die Saline Stade sowie das große Tanklager der Hamburger Mineralöl-Werke Ernst Jung. Heute dient dieses Gelände zur Zwischenlagerung von Klei. Südlich an das Kleilager schließt das Gelände des ehemaligen Kernkraftwerks Stade an, dessen kompletter Rückbau bis zum Jahre 2027 vollendet sein soll. Noch weiter südlich befand sich das Gelände des Ölkraftwerks Schilling, das bis 2006 rückgebaut wurde.
Stadersand gehörte seit 1814 zum Königreich Hannover und dort zunächst zum Amt Stade-Agathenburg, dann ab 1852 zu Amt Stade und ab 1859 zum Amt Himmelpforten. 1867 fiel die Gemeinde Stadersand mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte sie zum Kreis Stade. Am 1. November 1924 wurde Stadersand zusammen mit der Nachbargemeinde Brunshausen in die Stadt Stade eingemeindet.
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1845 | 19 | [4] |
| 1871 | 111 | [5] |
| 1885 | 122 | [6] |
| 1895 | 92 | [1] |
| 1910 | 102 | [7] |
Baudenkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das alte Wachgebäude Stadersand 1a und das alte Zollgebäude Stadersand 1a, beide in den 1840er Jahren erbaut, stehen unter Denkmalschutz.[8][9]
Verkehr
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]An der Nordseite der Schwingemündung befindet sich ein Schiffsanleger, der momentan nicht genutzt wird und durch einen Neubau ersetzt werden soll.[10]
Auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Stadersand stehen stromabwärts gesehen vier Leuchtfeuer für die Elbschifffahrt:
- das Oberfeuer Stadersand auf dem Gelände des ehemaligen KKW Stade
- das Unterfeuer Stadersand südlich der Mündung der Schwinge in die Elbe
- das Unterfeuer Bützflethersand nördlich der Mündung der Schwinge in die Elbe
- das Oberfeuer Bützflethersand etwas südlich der Bützflether Süderelbe
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Volkszählung 1895
- ↑ W. H. Jobelmann, W. Wittpenning: Versuch einer Geschichte der Stadt Stade. Pockwitz´sche Buchhandlung, Stade 1869 (staatsbibliothek-berlin.de).
- ↑ Webseite ChemCoastpark Stade
- ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 139 (google.de).
- ↑ Volkszählung 1871
- ↑ Volkszählung 1885
- ↑ Kreis Stade. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 12. August 2022; abgerufen am 20. Februar 2026.
- ↑ Denkmalatlas Niedersachsen: Wachgebäude Stadersand
- ↑ Denkmalatlas Niedersachsen: Zollgebäude Stadersand
- ↑ Meldung des NDR vom 11. Februar 2026
