Spirostachys-Arten wachsen als Bäume oder Sträucher. Es ist ein weißer Milchsaft vorhanden. Alle Pflanzenteile sind kahl.[2][3]
Die wechselständig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Am oberen Ende des Blattstieles befinden sich ein oder zwei Drüsen. Die einfache Blattspreite ist fiedernervig. Der Blattrand ist gekerbt. Es sind Nebenblätter vorhanden.[2][3]
Spirostachys-Arten sind einhäusig (monözisch) oder zweihäusig (diözisch) getrenntgeschlechtig. Die seitenständigen, sitzenden, ährige und kätzchenförmigentraubigenBlütenstände enthalten entweder nur Blüten eines oder beider Geschlechter; meist hauptsächlich männliche und an ihrer Basis ein bis drei weibliche Blüten. Die Tragblätter können an ihrer Basis Drüsen besitzen und über ihnen steht je eine Blüte.[2][3]
Den Blüten fehlen immer Diskus und Kronblätter. Die sitzenden, relativ kleinen männlichen Blüten besitzen selten nur zwei, meist fünf sich dachziegelartig überlappende Kelchblätter. Die drei Staubblätter sind frei oder verwachsen und überragen die Kelchblätter. Die kurz gestielten, relativ kleinen weiblichen Blüten besitzen drei bis fünf Kelchblätter, die auch schon in der Blütenknospe geöffnet sind. Zwei bis meist drei Fruchtblätter sind zu einem zwei- oder meist dreifächerigen Fruchtknoten verwachsen. Jedes Fruchtknotenfach enthält nur eine Samenanlage. Die selten zwei, meist drei Griffel sind höchstens an ihrer Basis verwachsen.[2][3]
Die selten zwei- oder meist dreilappigen Kapselfrüchte öffnen sich zweifächerig, wobei bei sich die Fruchtklappen nicht vollständig trennen. Sie besitzen ein glattes Exokarp und ein dünnes, hartes Endokarp. Die kugeligen oder eiförmigen Samen besitzen eine spröde, harte Samenschale (Testa) und ein fleischiges Endosperm. Die zwei Keimblätter (Kotyledonen) sind breit und flach.[2][3]
Die Gattung Spirostachys wurde 1850 durch Otto Wilhelm Sonder in Beiträge zur Flora von Südafrika in Linnaea. Ein Journal für die Botanik in ihrem ganzen Umfange. Band 23, S. 106[5] aufgestellt. Typusart ist Spirostachys africanaSond.[6] Der Gattungsname Spirostachys leitet sich von den altgriechischen Wörtern speira für spiralig und stachys für Ähre ab, dies bezieht sich auf die spiralige Anordnung der Blüten im ährigen Blütenstand.[7] Ein Synonym für SpirostachysSond. ist ExcoecariopsisPax.[8][1]
Die GattungSpirostachys gehört zur Subtribus Hippomaninae der Tribus Hippomaneae in der Unterfamilie der Euphorbioideae innerhalb der Familie der Euphorbiaceae.[1] Die Gattung Spirostachys bildet innerhalb der Subtribus Hippomaninae mit den Gattungen Excoecaria und Sebastiania eine Verwandtschaftsgruppe, die von Wurdack et al. 2005 durch molekulargenetische Untersuchungen der Plastiden-DNA-Sequenzen rbcL und trnL-F nachgewiesen wurde.[4]
Spirostachys venenifera(Pax) Pax (Syn.: Excoecaria veneniferaPax, Excoecaria glomerifloraPax, Spirostachys glomeriflora(Pax) Pax): Sie kommt nur im südlichen Somalia, in Kenia sowie Tansania vor.[8]
Bei manchen Autoren ist auch eine dritte Art Spirostachys madagascariensisBaill. zu finden, sie ist heute ein Synonym von Excoecaria madagascariensis(Baill.) Müll.Arg. Wegen dieser Art werden manchmal auch Fundorte von Spirostachys in Madagaskar genannt.[8]
1234Spirostachysim Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.Abgerufen am 9. Januar 2014.
12Kenneth J. Wurdack, Petra Hoffmann, Mark W. Chase:Molecular phylogenetic analysis of uniovulate Euphorbiaceae (Euphorbiaceae sensu stricto) using plastid rbcL and trnL-F DNA sequences. In: American Journal of Botany. Band92, Nr.8, 2005, S.1397–1420, doi:10.3732/ajb.92.8.1397.
↑Spirostachys bei Tropicos.org.Missouri Botanical Garden, St. Louis,abgerufen am 9.Januar 2014.
↑Umberto Quattrocchi:CRC World Dictionary of Plant Names: Common Names, Scientific Names, Eponyms, Synonyms, and Etymology. R–Z. (=IV.). CRC Press LLC, Boca Raton 2000, ISBN 0-8493-2678-8 (eingeschränkte Vorschauin der Google-Buchsuche).
1234Spirostachys. In: POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science,abgerufen am 21.März 2020.