Sony Alpha 7R VI
| Sony Alpha 7R VI (α7R VI, ILCE-7RM6) | |
| Typ: | Spiegellose Vollformat-Systemkamera |
| Objektivanschluss: | E-Bajonett |
| Bildsensor: | mehrschichtiger Exmor RS-CMOS-Vollformatsensor |
| Sensorgröße: | Vollformat (35,9 mm × 24 mm) |
| Auflösung: | etwa 66 Megapixel |
| Bildgröße: | 9984 × 6656 Pixel |
| Formatfaktor: | 1 |
| Seitenverhältnis: | 3:2 |
| Dateiformate: | JPEG, HEIF, RAW (ARW)[1] |
| Belichtungsindex: | 100 bis 32.000 (erweitert 50–102.400) |
| Sucher: | 1,6 cm großer Sucher (elektrisch, Quad-XGA, OLED) |
| Vergrößerung: | 0,9x |
| Bildschirm: | LCD-TFT |
| Größe: | 8 cm / 3,2" |
| Auflösung: | 2.095.104 Pixel |
| Bildfrequenz: | 10 Bilder pro Sekunde (RAW-Format; mechanischer Verschluss)/30 BpS bei elektrischem Verschluss |
| Autofokus (AF): | Schneller Hybridautofokus (AF-Phasendetektion und AF-Kontrastdetektion) |
| AF-Messfelder: | AF-Phasendetektion (759 Punkte) |
| AF-Betriebsarten: | Automatischer, manueller Autofokus, Einzelbild-Autofokus, kontinuierlicher Autofokus |
| Messbereich: | EV -6 bis EV 20 |
| Korrektur: | Anti-Flimmer-System |
| Verschluss: | Mechanische und elektronische Verschlusssteuerung |
| Verschlusszeiten: | 1/8000 – 30 sec, Bulb |
| Blitz: | TTL-Vorblitz |
| Blitzanschluss: | externe Blitzgeräte wie Zubehörschuh |
| Weißabgleich: | Automatisch, manuell |
| Speichermedien: | 2× SD-Karte (bis zu SDXC), CFexpress Typ A |
| Datenschnittstelle: | USB Typ C (2×) |
| Stromversorgung: | Akkumulator |
| Abmessungen: | 132,7 mm × 96,9 mm × 82,9 mm |
| Gewicht: | 713 Gramm (mit Akku und SD-Karte) |
| Ergänzungen: | Videoaufnahme von bis zu 7680 × 4320 Pixeln bei 30 fps (XAVC HS, 10 Bit, 4:2:2, bei 8.2K-Überabtastung), 3840 × 2160 Pixel bei 120 fps (10 Bit, 4:2:2), BIONZ XR2-Bildprozessor |
Die Sony α7R VI (Modellname: ILCE-7RM6 Interchangeable Lens Camera with E-mount) ist eine spiegellose Systemkamera des Herstellers Sony. Sie wurde im Mai 2026 angekündigt[2] wird mit 5099 € gelistet[3].
Kamerasystem
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Sony a7R VI ist die erste Kamera seit der a7R IV von 2019, die einen Zuwachs in der Pixelzahl hat. Die Sensorfläche beträgt 35,9 mm × 24 mm; dies sind 1,4 % mehr als beim Vorgänger. Der Sensor ist ein Exmor RS-Sensor, wobei „R“ für „rear-illuminated“ (rückwärtige Belichtung) und das „S“ für „stacked“ (gestapelt) steht. Die rückwärtige Belichtung sorgt für höhere Sensibilität und niedrigeres Bildrauschen[4]. Der gestapelte Bildsensor soll eine bis zu 5,6-mal schnellere Sensorauslesegeschwindigkeit im Vergleich zum Vorgänger erreichen. Mit elektrischem Shutter kann die Kamera bis zu 30 vollauflösende Bilder pro Sekunde aufzeichnen; mit mechanischem Shutter 10.
Verbesserungen zum Vorgänger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Hauptaugenmerk der Verbesserungen liegt bei Schnelligkeit – sowohl in der Verarbeitung als auch bei der Motivauswahl. Neben der höheren Sensorauflösung wurde die Sensorauslesegeschwindigkeit bei elektrischem Shutter von 100 ms auf 14 ms reduziert.[5] Dies erlaubt geringere visuelle Auswirkungen des Rolling Shutter-Effekts, vor allem bei beweglichen Motiven oder bei Aufnahmen aus einem Fahrzeug. Gemäß Hersteller wurde der Dynamikumfang von 14,8 auf 16 EVs erhöht, was diesen mehr als verdoppelt. Dies erlaubt weniger Aufwand bei Umsetzung von HDR-Workflows und weniger Bildrauschen bei dunklen Bereichen. Eine Veränderung schlägt sich auch in der Stromversorgung nieder. Neu zum Einsatz kommt der Akku „NP-SA100“ mit anderer Bauform. Die Achsenstabilisierung wurde im Zentrum um eine halbe Belichtungsstufe auf 8,5 erhöht[6]. Wie auch der Vorgänger bietet dieses Modell eine Möglichkeit zur Aufnahme in 8K, mit höherer Bildrate (von 25 auf 30 fps) und einer Farbunterabtastung von 4:2:2, dank schnellerem Auslesen des Sensors wird der Rolling-Shutter-Effekt deutlich reduziert. Eine ununterbrochene Aufnahme von bis zu 120 Minuten wird so möglich (8K). Zur Kühlung wurde eine sigmaförmige Kühlkammer aus Graphit konstruiert.[7]
Barrierefreiheit
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wie in anderen Anwendungen des täglichen Lebens erlebt Barrierefreiheit auch bei Kameras eine größere Bedeutung. Diese zeigt sich bei diesem Kameramodell in taktiler, akustischer und visueller Form. Am Bajonett findet sich eine kleine Erhebung, die die Orientierung und den Austausch von Objektiven erleichtert. Für dunkle Anwendungen ist es nun möglich, die zum Fotografen zeigenden Tasten leuchten zu lassen. Für visuell beeinträchtigte Menschen ist das Vorlesen von Menüpunkten hilfreich.
Kritik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einige Kritiker sehen in den Entwicklungen eine Aufweichung der Serien von Sony. Während die R-Serie für höchstmögliche Auflösung steht und daher tendenziell „langsamer“ als Modelle anderer Serien ist, versucht sie, Eigenschaften der für die Sport- und Tierfotografie ausgerichtete a1-Serie nachzuahmen. Dies verwischt die Serien, ohne die andere dabei qualitativ einzuholen. So greift man eher zur Sony a1 oder a1 II wenn man eine „schnelle“ Kamera braucht, und zur R-Reihe, wenn man höchste Auflösung bei Motiven wie Architektur braucht.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Sony.de: Vollständige technische Daten, ILCE-7RM6
- ↑ Sony A7R VI mit Fully Stacked 66.8 MP Sensor im Praxistest: Besser und günstiger als A1 II? Abgerufen am 15. Mai 2026.
- ↑ α7R VI hochauflösende Vollformatkamera. Abgerufen am 15. Mai 2026.
- ↑ Back-illuminated Structure. Abgerufen am 15. Mai 2026 (englisch).
- ↑ Sony Alpha 7R VI im Sensor-Test - Dynamik, Debayering und Rolling Shutter. Abgerufen am 15. Mai 2026.
- ↑ Sony Alpha 7R VI im Test: Bildqualität satt. Abgerufen am 15. Mai 2026.
- ↑ Sony A7R VI. Abgerufen am 15. Mai 2026.