Zum Inhalt springen

Song Ping

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Song Ping (chinesisch 宋平, Pinyin Sòng Píng, W.-G. Sung P'ing; * 24. April 1917 im Kreis Ju, Provinz Shandong;[1]4. März 2026 in Peking[2]) war ein Politiker der Volksrepublik China. Er war Mitglied des ständigen Ausschusses des Politbüros.

Song Ping war von 1977 bis 1979 Gouverneur und von 1977 bis 1981 Parteiführer in der Provinz Gansu. Anschließend stieg er auf die nationale Ebene auf und leitete von 1983 bis 1987 die Staatliche Planungskommission und war von 1983 bis 1988 als Staatskommissar hochrangiges Mitglied des Staatsrates. 1987 wurde er Leiter der Organisationsabteilung des Zentralkomitees und war damit für die Versetzung und Beförderung von Funktionären in Partei und Staatsapparat zuständig. Song Ping gehörte zu denen, die die Führungskräfte der Provinzen von der Richtigkeit der Verhängung des Kriegsrechts über Peking 1989 überzeugten (Tian’anmen-Massaker) und verantwortete den Ausschluss von Parteimitgliedern, die mit den Studierendenprotesten sympathisiert hatten.

Auf der 4. Plenartagung des XIII. Zentralkomitees am 24. Juni 1989, kurz nach Niederschlagung der Proteste, wurde Song Ping Mitglied des ständigen Ausschusses des Politbüros; auf dieser Sitzung wurden Zhao Ziyangs Gefolgsleute, unter anderem Hu Qili, Rui Xingwen und Yang Mingfa, ihrer Parteiposten enthoben. Bei der Neuwahl des XIV. ständigen Ausschusses 1992 wurde er nicht mehr berücksichtigt.

Song Ping galt als konservativ und soll zu dem Parteiveteranen Peng Zhen und dem Politbüromitglied Yao Yilin, einem ehemaligen Kommilitonen und sein Nachfolger in der Planungskommission, gute Beziehungen unterhalten haben.

Im Oktober 2022 besuchte er im Alter von 105 Jahren als ältester Teilnehmer die Eröffnungsveranstaltung des 20. Nationalen Parteikongresses der KPCh.[3]

Commons: Song Ping – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 「说道」山东人. 中国社会出版社, 1995, S. 159/160 eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  2. Todesnachricht. In: news.cn. 4. März 2026, abgerufen am 4. März 2026 (chinesisch).
  3. Party elders attend CPC congress opening; former president Jiang Zemin absent (Memento vom 2. November 2022 im Internet Archive). In: The Straits Times, 16. Oktober 2022