Somali (Sprache)
| Somali Somalisch | ||||||||||||||||||||
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Gesprochen in |
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| Sprecher | 24 Mio. | |||||||||||||||||||
| Linguistische Klassifikation |
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| Offizieller Status | ||||||||||||||||||||
| Amtssprache in | ||||||||||||||||||||
| Sonstiger offizieller Status in | ||||||||||||||||||||
| Sprachcodes | ||||||||||||||||||||
| ISO 639-1 | so | |||||||||||||||||||
| ISO 639-2 | som | |||||||||||||||||||
| ISO 639-3 | som[2] | |||||||||||||||||||
| Konsonanten | bilabial | labio- dental |
alveolar | post- alveolar |
retroflex | palatal | velar | uvular | pha- ryngal |
glottal | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | stl. | sth. | |
| Plosive | b | t | d | ɖ (dh) | k | g | ɢ (q) | ʔ (') | ||||||||||||
| Nasale | m | n | ||||||||||||||||||
| Vibranten | r | |||||||||||||||||||
| Frikative | f | s | ʃ (sh) | χ (kh) | ħ (x) | ʕ (c) | h | |||||||||||||
| Approximanten | j (y) | w | ||||||||||||||||||
| laterale Approximanten | l | |||||||||||||||||||
| Affrikaten | dʒ (j) | |||||||||||||||||||
Das Somali besitzt ein Zehn-Vokal-System mit den Vokalen a, e, i, o, u sowie ihren langen Entsprechungen aa, ee, ii, oo, uu. Alle Vokale werden im Standard-Somali gespannt (also wie Langvokale im Deutschen) realisiert.
Grammatik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Somali ist als kuschitische Sprache eine flektierende Sprache. Eine Besonderheit im Vergleich zu europäischen Sprachen ist die Existenz einer inklusiven und einer exklusiven Form der ersten Person Plural. Weiterhin besitzt das Somali Fokusmarker, die die Fokussierung eines bestimmten Satzgliedes ermöglichen, und es gibt Linguisten, die das Somali für eine Tonsprache halten.
Morphologie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Substantiv
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Substantiv im Somali wird – wie in verwandten Sprachen auch – nach Genera (männlich und weiblich), Numerus (Einzahl und Mehrzahl) und Kasus (Absolutiv, Nominativ, Genitiv und Vokativ) flektiert. Außerdem kann es mit einem Artikel bestimmt werden. Die meisten Affixe, die an ein Substantiv treten, verändern sich durch relativ komplexe Assimilationsregeln.
Artikel / Determination
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die lexikalische Form des Substantivs steht, außer bei Kollektiva oder unzählbaren Dingen, in der Einzahl. Um ein Substantiv zu bestimmen (determinieren), wird der Artikel suffigiert:
buug (M. Sg.) "(ein) Buch" buug-ga (statt *buug-ka) "das Buch" gacan (F. Sg.) "(eine) Hand" gacanta "die Hand"
Der Artikel für männliche Substantive lautet ka/ki und der für weibliche ta/ti. Das k respektive t sind hier die eigentlichen Determinationsmarker je nach Genus, wobei der nachfolgende Vokal sich je nach Kasus des Substantivs ändert. Die Artikel sind in Singular und Plural gleich.
Kasus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Grundform des Substantivs ist der Absolutiv. Wenn das Substantiv mit einem Artikel (oder auch ein Demonstrativum) bestimmt wird, trägt dieser Artikel den finalen Vokal a (siehe Beispiele für Determination).
Wenn ein Substantiv im Nominativ (oder auch Subjektiv) steht, ist es Subjekt des Satzes. Wenn es einen Artikel trägt, ändert sich der Vokal des Artikels von a zu u. Wenn das Subjekt nicht aus einem einzelnen Nomen, sondern aus einer ganzen Nomenphrase besteht, so steht nur das letzte Wort im Nominativ:
nin (mann.SG.M.ABS) "(ein) Mann" nin-ka (mann.SG.M-DET:ABS) "der Mann" nin-ku (mann.SG.M-DET:NOM) "der Mann" nin-ka iyo wiil-ku (mann.SG.M-DET:ABS und junge-DET:NOM)
Männliche, unbestimmte Substantive werden mittels einer Tonveränderung in den Nominativ gesetzt. Dieser Ton findet allerdings in der standardisierten Orthographie keine Ausdruck – er wird nur vereinzelt, vornehmlich in wissenschaftlicher Publikation, durch Akzente über Vokalen markiert. Diese Tonveränderung hängt aber von der Silbenstruktur ab. Hier nur ein Beispiel:
nín (mann.SG.M.ABS) "(ein) Mann (Absolutiv)" nin (mann.SG.M.NOM) "(ein) Mann (Nominativ)" (Saeed 1993:143) (Der steigende Akzent steht für einen steigenden Ton)
Weibliche, unbestimmte Substantive werden durch eine Tonveränderung und manchmal auch zusätzlich durch ein suffigiertes -i bestimmt: náag (frau.SG.F.ABS) "(eine) Frau (Absolutiv)" naag-i (frau.SG.F-NOM) "(eine) Frau (Nominativ)" (Saeed 1993:142)
Substantive werden durch eine Tonveränderung in den Genitiv gesetzt. Für manche weibliche Substantive gibt es zusätzlich ein Genitiv-Suffix, -eed/-aad/-od, (je nach finalem Vokal):
libàax (löwe.SG.M.ABS) "(ein) Löwe (Absolutiv)" libáax (löwe.SG.M.GEN) "(ein) Löwe (Genitiv)" áf Carabeed "Sprache der Araber, Arabisch" (Saeed 1993:148f)
Den Vokativ eines Substantivs bildet man im Somali entweder mit einer Tonveränderung oder mit Suffixen:
| Männlich | Weiblich | |||
|---|---|---|---|---|
| Einzahl | Mehrzahl | Einzahl | Mehrzahl | |
| -òw | -yohow | -èey/-àay/-òoy | -yahay | |
Beispiele:
Hassanòw "Hassan!" Ayaanèey "Ayaan!"
Geschlecht / Genus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Substantive können im Somali entweder männlich oder weiblich sein. In der indeterminierten Form wird das Genus von Substantiven nicht markiert: buug "ein Buch" (m), dagegen gacan "Hand" (f).
Das grammatische Geschlecht (Genus) von Substantiven ist in der Regel äußerlich nicht erkennbar. Es hat meist keine Beziehung zum natürlichen Geschlecht, sondern ist vielmehr variabel (siehe unten).
Zahl / Numerus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Substantive bilden auf drei Arten den Plural (unter anderem auch durch Teilreduplikation), wobei die Pluralbildung jedoch durch viele Assimilationsprozesse verkompliziert wird. Plurale werden mit den gleichen Suffixen determiniert wie Singulare. Substantive wechseln oft ihr Geschlecht, wenn man sie aus dem Singular in den Plural setzt. Dieses Phänomen ist als Gender Polarity oder Genuspolarität bekannt. Dabei werden maskuline Substantive im Plural feminin und umgekehrt als z. B.: buug-ga (m.) "das Buch" – buugag-ta (f.) "die Bücher".
Pronomina
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die wichtigsten Pronomina des Somali bilden die Personalpronomina, von denen zwei Reihen, die Subjektpronomen und die Objektpronomen, und von jeder Reihe eine emphatische und eine kurze Form existieren. Bei den Objektpronomen existieren wiederum zwei Reihen, eine kürzere und eine mit dem durch Lautwandel oft unkenntlich gemachtem Suffix -u abgeleitete. Bei der 1. Person Plural werden zwei Formen unterschieden: eine inklusive ("wir mit dir/euch") und eine exklusive ("wir ohne dich/euch"):
| Subjektpronomen | Objektpronomen | |||
|---|---|---|---|---|
| Person | Emphatisch | Kurz | Emphatisch | Kurz |
| 1. Sing. | anigu | aan | aniga | i(i) |
| 2. Sing. | adigu | aad | adiga | ku(u) |
| 3. Sing. m. | isagu | uu | isaga | (u) |
| 3. Sing. f. | iyadu | ay | iyada | (u) |
| 1. Pl. (inklusiv) | innagu | aynu | innaga | ina/inoo |
| 1. Pl. (exklusiv) | annagu | aannu | annaga | na/noo |
| 2. Pl. | idinku | aad | idinka | idin/idiin |
| 3. Pl. | iyagu | ay | iyaga | (u) |
Verb
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Verb im Somali kennt neben einigen zusammengesetzten Tempora im Indikativ vier synthetische Tempora, dabei für Präsens und Präteritum jeweils zwei Aspektformen, sowie für Präsens und Futur einen subjunktivischen Modus. Die gewöhnlichen Verben werden wie auch in anderen ostkuschitischen Sprachen wie dem Oromo mit personen- und tempusspezifischen Suffixen konjugiert; lediglich eine geringe Anzahl an häufigen Verben hat die Präfixkonjugation bewahrt. Verben können außerdem durch Stammerweiterungen verbale Ableitungen bilden, wie z. B. einen Reflexiv.
Präfixkonjugation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die im Afroasiatischen verbreitete Konjugation mit Präfixen (und Suffixen) ist außer bei 4(5) Verben verloren gegangen. Diese vier Verben sind (hier in 3.sg.m. einfache Vergangenheit):
| Verb | Übersetzung |
|---|---|
| yidhi | "sagen" |
| yimi | "kommen" |
| yiil | "sein (lokal)" |
| yiqiin | "wissen" |
Weiterhin gibt es noch das Verb yahay "sein", das jedoch nur in einigen Formen (Präsens) mit Präfixen und Suffixen konjugiert wird.
So wird bspws. yimi "kommen" in der einfachen Vergangenheit folgendermaßen konjugiert:
| Person | Form | Übersetzung |
|---|---|---|
| 1. Sing. | (n) imid | "ich kam" |
| 2. Sing. | timid | "du kamst" |
| 3. Sing. m. | yimid | "er kam" |
| 3. Sing. f. | timid | "sie kam" |
| 1. Pl. | nimid | "wir kamen" |
| 2. Pl. | timaaddeen | "ihr kamt" |
| 3. Pl. | yimaaddeen | "sie kamen" |
und im allgemeinen Präsens:
| Person | Form | Übersetzung |
|---|---|---|
| 1. Sing. | imaaddaa | "ich komme" |
| 2. Sing. | timaaddaa | "du kommst" |
| 3. Sing. m. | yimaaddaa | "er kommt" |
| 3. Sing. f. | timaaddaa | "sie kommt" |
| 1. Pl. | nimaadnaa | "wir kommen" |
| 2. Pl. | timaaddaan | "ihr kommt" |
| 3. Pl. | yimaaddaan | "sie kommen" |
Indikativische Formen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Allgemeines Präsens
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das allgemeine Präsens drückt eine gegenwärtige Handlung aus, die im Gegensatz zum aktuellen Präsens nicht unmittelbar jetzt stattfindet. Das allgemeine Präsens wird verwendet, um einen Habitus auszudrücken, also Dinge die üblicherweise, gewöhnlicherweise oder auch regelmäßig durchgeführt werden. Das allgemeine Präsens von keen "bringen" lautet:
| Person | Form | Übersetzung |
|---|---|---|
| 1. Sing. | keenaa | "ich bringe" |
| 2. Sing. | keentaa | "du bringst" |
| 3. Sing. m. | keenaa | "er bringt" |
| 3. Sing. f. | keentaa | "sie bringt" |
| 1. Pl. | keennaa | "wir bringen" |
| 2. Pl. | keentaan | "ihr bringt" |
| 3. Pl. | keenaan | "sie bringen" |
Allgemeines Präteritum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das allgemeine Präteritum wird, wie das allgemeine Präsens, für habituelle Handlungen benutzt, allerdings in der Vergangenheit. Im Gegensatz zum aktuellen Präteritum ist die Handlung punktuell bzw. zeitlich begrenzt. Die Formen von keen "bringen" lauten:
| Person | Form | Übersetzung |
|---|---|---|
| 1. Sing. | keenay | "ich brachte" |
| 2. Sing. | keentay | "du brachtest" |
| 3. Sing. m. | keenay | "er brachte" |
| 3. Sing. f. | keentay | "sie brachte" |
| 1. Pl. | keennay | "wir brachten" |
| 2. Pl. | keenteen | "ihr brachtet" |
| 3. Pl. | keeneen | "sie brachten" |
Anm. Das finale -ay wird auch -ey gesprochen und geschrieben.
Aktuelles Präsens
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das aktuelle Präsens wird mit dem Infix -ay- / -na- (Verwendung dialektal bedingt) und (im Wesentlichen) den Personalendungen des allgemeinen Präsens gebildet. Das aktuelle Präsens von keenid "bringen" lautet:
| Person | Form | Übersetzung |
|---|---|---|
| 1. Sing. | keenayaa | "ich bringe gerade" |
| 2. Sing. | keenaysaa | "du bringst gerade" |
| 3. Sing. m. | keenayaa | "er bringt gerade" |
| 3. Sing. f. | keenaysaa | "sie bringt gerade" |
| 1. Pl. | keenaynaa | "wir bringen gerade" |
| 2. Pl. | keenaysaan | "ihr bringt gerade" |
| 3. Pl. | keenayaan | "sie bringen gerade" |
Aktuelles Präteritum
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das aktuelle Präteritum wird mit dem Infix -na / -ay und den Endungen des allgemeinen Präteritums gebildet: keen+ay+ey = keenayey "ich brachte. Es wird bei vergangenen Handlungen verwendet, die auf eine bestimmte Zeitspanne beschränkt waren oder in der Vergangenheit sich wiederholten oder andauerten: Intuu akhrinayey wargeyska wuu quracanayey. "Während er die Zeitung las, frühstückte er.
Futur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Futur wird mit dem Infinitiv des entsprechenden Verbs und dem allgemeinen Präsens von doonid "wollen" gebildet:
| Person | Form | Übersetzung |
|---|---|---|
| 1. Sing. | keeni doonaa | "ich werde bringen" |
| 2. Sing. | keeni doontaa | "du wirst bringen" |
| 3. Sing. m. | keeni doonaa | "er wird bringen" |
| 3. Sing. f. | keeni doontaa | "sie wird bringen" |
| 1. Pl. | keeni doonaa | "wir werden bringen" |
| 2. Pl. | keeni doontaan | "ihr werdet bringen" |
| 3. Pl. | keeni doonaan | "sie werden bringen" |
Subjunktiv
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Modus Subjunktiv wird im Gegensatz zum Indikativ nur in Nebensätzen benutzt, namentlich nach unterordnenden Konjunktionen, in einigen Relativsätzen und in der Verbindung waa + in + Personalsuffix in der Bedeutung "müssen".
Präsens
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Subjunktiv der Präsensformen unterscheidet sich von den entsprechenden Indikativformen dadurch, dass der Endvokal -a des Indikativs im Subjunktiv zu -o wird.
Futur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Subjunktiv Futur wird mit dem Subjunktiv des allgemeinen Präsens von doonid und dem Infinitiv des entsprechenden Verbs gebildet: keeni doono "ich werde / würde bringen; er werde bringen"; keeni doontaan "ihr werdet / würdet bringen".
Infinitiv und Verbalnomen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Infinitiv wird – je nach Verbalklasse – entweder mit einem Suffix -i oder -n gebildet: keen-i "bringen", neben sii-n "geben". Der Infinitiv wird selbstständig nur mit dem Modalverb karid "können" gebraucht, ansonsten wird es in den zusammengesetzten Tempora (s. o.) benutzt.
Eine andere nominale Form des Verbs ist das sog. Verbalnomen, das mit den Suffixen -id, -n und -sho gebildet wird: keen-id "das Bringen"; sii-n "das Bringen"; bara-sho "das Lernen". Es wird als Subjekt oder Objekt verwendet und wird wie ein normales Substantiv determiniert.
Syntax
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Fokussierung im Somali
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Fokussierung bestimmter Satzglieder verfügt das Somali über die drei Satzpartikeln waa, baa und ayaa. Diese Partikeln sind im affirmativen Aussagesatz obligatorisch (sic! Dies führte zu relativ großem Interesse speziell an der Syntax des Somali), während sie im Relativsatz fehlen.
Der Unterschied zwischen diesen drei Fokuspartikeln (auch Fokusmarker) ist schwer erklärbar. Deren Gebrauch ist pragmatisch bedingt und hängt mit dem Dialekt des Sprechers zusammen. Grundsätzlich wird die Partikel waa eher bei neutralen Aussagesätzen verwendet (verwandt), bei denen eine Neuerung vorliegt (bspws. neues Subjekt). Die Partikel baa hingegen wird eher bei weiterführenden Sätzen ohne Neuerungen verwandt. Die Partikel ayaa wird normalerweise genau so wie die Partikel baa verwandt.
An alle Partikel können enklitische Personalpronomina angehängt werden, welche dann zur Referenzierung des Fokussierten dienen (Kopfmarkierung). Grundsätzlich kann jedes Substantiv, das vor dem Verbal Piece (dem finalen Verbal Complex) steht, fokussiert werden, wobei als Faustregel gilt: Das Substantiv neben der Fokuspartikel ist dasjenige, welches im Fokus steht (Ausnahme ist, wenn das Subjekt im Fokus steht).
Beispiele: Isagu wuu keenaa buuggan. „Er bringt dieses Buch.“
Fragesatz
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Entscheidungsfragen werden mit einer der beiden Fragepartikeln ma oder miyaa gebildet: Adigu ma keenaysaa buug? "Bringst du ein Buch?" oder Miyaad keenaysaa buug? "dass."
Sachfragen werden mit dem Interrogativpronomen kee/tee "wer/was" gebildet.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- David D. Laitin: Politics, Language, and Thought: The Somali Experience. University of Chicago Press, 1977, ISBN 0-226-46791-0.
Grammatiken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- John Ibrahim Saeed: Somali Reference Grammar. 2. Auflage. Dunwoody Press, Kensington 1993, ISBN 0-931745-97-7.
- Jörg Berchem: Referenzgrammatik des Somali. OMIMEE Intercultural Publishers, Köln 1991, ISBN 3-921008-01-8.
Lehrbücher
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin Orwin: Colloquial Somali. A complete language course. Routledge, London 1995, ISBN 0-415-10009-7.
- Catherine Griefenow-Mewis: Lehrbuch des Somali. Eine praktische Einführung. (= Afrikawissenschaftliche Lehrbücher. Band 16). 2. Auflage. Köppe, Köln 2004, ISBN 3-89645-571-0.
- R. David Zorc, Abdullahi A. Issa: Somali Textbook. Dunwoody Press, Kensington 1990, ISBN 0-931745-48-9.
Wörterbücher
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- R. David Zorc, Madina Osman: Somali–English Dictionary with English Index. 3. Auflage. Dunwoody Press, Kensington 1993, ISBN 0-931745-94-2.
- Mohamed Ali Farah, Dieter Heck: Somali Wörterbuch Deutsch–Somali / Somali–Englisch–Deutsch. 4. Auflage. Buske, Hamburg 2015, ISBN 978-3-87548-055-9.
- Francesco Agostini (Hrsg.): Dizionario Somalo-Italiano. Gangemi, Roma 1985, ISBN 88-7448-001-6.
- Annarita Puglielli (Hrsg.): Dizionario Italiano-Somalo. Carocci, Università degli Studi de Roma Tre – Dipartimento di Linguistica, Roma 1998, ISBN 88-430-1115-4.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Umfangreiche Literaturliste ( vom 12. Februar 2008 im Internet Archive) von Mohamed Diriye Abdullahi (Oktober 2002)
- Neu aufdatierte Literaturliste von Morgan Nilsson
- Online-Wörterbuch Somali-Englisch
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Basisinformationen des äthiopischen Parlaments zur Somali-Region ( vom 26. September 2007 im Internet Archive)
- ↑ som
- ↑ David D. Laitin: Politics, Language, and Thought: The Somali Experience. University of Chicago Press, 1977, ISBN 0-226-46791-0.
- ↑ Mohamed Haji Mukhtar: Historical Dictionary of Somalia. New Edition. Scarecrow Press, 2003, ISBN 0-8108-4344-7, S. 176f.
- 1 2 3 4 Marcello Lamberti: Die Nordsomali-Dialekte. Eine synchronische Beschreibung. (= Studia linguarum Africae orientalis. 1). 1988, ISBN 3-533-04008-9.
- ↑ Bernd Heine: The Sam Languages. A History of Rendille, Boni and Somali. In: Afroasiatic Linguistics. 6(2), 1978, S. 1–92.
- ↑ Christopher Ehret, Mohamed Nuuh Ali: Soomaali Classification. In: Thomas Labahn (Hrsg.): Proceedings of the Second International Congress of Somali Studies. Band 1, Buske Verlag, Hamburg 1983, S. 201–269.
- ↑ Christopher Ehret: The Eastern Horn of Africa, 1000 B.C. to 1400 A.D.: The Historical Roots. In: Ali Jimale Ahmed (Hrsg.): The Invention of Somalia. Red Sea Press, 1995, ISBN 0-932415-99-7, S. 233–256.
- ↑ Marcello Lamberti: Die Somali-Dialekte. Eine vergleichende Untersuchung. (= Kuschitische Sprachstudien. 5). Buske Verlag, 1986, ISBN 3-87118-775-5.
- ↑ Marcello Lamberti: The Origin of the Jiiddu of Somalia. In: Proceedings of the Third Congress of Somali Studies. 1988.
- ↑ The Transitional Federal Charter of the Somali Republic. ( vom 25. Juni 2008 im Internet Archive)
- ↑ Jacques Leclerc, Trésor de la langue française au Québec (TLFQ): Politique linguistique en Djibouti

