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Rivalen unter roter Sonne

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(Weitergeleitet von Soleil rouge)
Film
Titel Rivalen unter roter Sonne
Originaltitel Soleil rouge
Produktionsland Spanien, Italien, Frankreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1971
Länge 112 Minuten
Altersfreigabe
Stab
Regie Terence Young
Drehbuch Laird Koenig
Denne Bart Petitclerc
William Roberts
Lawrence Roman
Produktion Ted Richmond
Robert Dorfmann
Musik Maurice Jarre
Kamera Henri Alekan
Schnitt Johnny Dwyre
Besetzung
Synchronisation

Rivalen unter roter Sonne (Originaltitel: Soleil rouge) ist ein Western des Regisseurs Terence Young aus dem Jahre 1971 mit Charles Bronson, Toshirō Mifune und Alain Delon in den Hauptrollen.

Arizona im Jahre 1870: Eine Delegation des Japanischen Kaisers, die unterwegs ist, um dem US-amerikanischen Präsidenten ein einzigartiges Tachi-Schwert zu überreichen, wird von Zugräubern überfallen und verliert das kostbare Geschenk an deren Anführer Gauche. Als einer der Samurai-Leibwächter des japanischen Botschafters Gauche daran hindern will, erschießt der Bandit ihn kurzerhand. Der Botschafter fordert daraufhin den verbliebenen Samurai, Kuroda dazu auf ihm das Schwert zurückzubringen und seinen Gefährten zu rächen. Sollte er scheitern, so wird von ihm erwartet, dass er sich stattdessen mittels Harakiri selbst richten soll.

Das Tachi ist ein Langschwert, welches typischerweise von Samurai verwendet wurde. Das Exemplar im Film hatte eine goldene

Während des Überfalls jedoch betrügt Gauche einen seiner Komplizen, den Banditen Link, um dessen Anteil der Beute und lässt ihn verwundet am Ort des Überfalls zurück. Um ihm zu helfen, Gauche zu finden, veranlasst der Botschafter, dass Kuroda die Suche nach dem Schwert mit Link als Führer antritt. Dieser macht zuerst nur widerwillig mit: da Gauche sichergestellt hat, dass nur er das Versteck der Beute kennt, würde er ihm daher tot nichts nützen, wobei Kuroda entschlossen ist ihn sofort zu richten, wenn sie ihn finden. Aus diesem Grund und aufgrund seines Misstrauens gegen den „Mann im Rock“ versucht Link mehrfach Kuroda durch Sabotage abzuschütteln oder sich heimlich davonzuschleichen, was ihm jedoch misslingt. Während ihrer gemeinsamen Suche nach Gauche beginnen Link und Kuroda sich nach und nach besser zu verstehen und aus gegenseitiger Achtung voreinander wird schließlich Freundschaft.

Um Gauche zu sich zu locken, entführen die beiden dessen Geliebte Christina und vereinbaren ein Treffen mit ihm. Auf dem Weg kommt es zu einer Auseinandersetzung mit Comanchen (hier falsch als „Komantschen“ bezeichnet), die Christina gefangen nehmen. Es gelingt Link und Kuroda zwar sie zu befreien, die Krieger des Stammes verfolgen das Trio jedoch und kommen zur vereinbarten Zeit an den Treffpunkt, der mit Gauche ausgemacht war. Notgedrungen müssen sich die Gegner zuerst gegen den gemeinsamen Feind zusammenraufen und schaffen es schließlich, die Indianer in die Flucht zu schlagen. Dabei gestattet Gauche Kuroda das Schwert wieder an sich zu nehmen. Link hatte Kuroda schwören lassen, er würde Gauche erst töten, wenn Link ihn dazu auffordert. Nun wendete Gauche sich jedoch gegen Link, der Kuroda, der sich Gauche von hinten nähert, zu verstehen gibt, dass er Gauche töten dürfe. Der hat jedoch die Geste bemerkt und erschießt Kuroda mit mehreren Schüssen. Link reagiert mit einem sofortigen Angriff auf Gauche, wobei er ihn tötet, ohne den Versuch zu unternehmen, herauszufinden wo Gauche die Beute versteckt hat. Dem sterbenden Kuroda verspricht er dem Botschafter das kostbare Schwert zurückzubringen und bestattet Kuroda, wobei er dessen eigenes Schwert als Markierung des Grabhügels zurücklässt.

Synchronisation

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Die Synchronfassung entstand bei der Ultra-Film in München.[1]

Darsteller Rolle Synchronsprecher
Charles Bronson Link Stuart Michael Chevalier
Ursula Andress Christina Rose-Marie Kirstein
Toshirō Mifune Kuroda Jubie Thomas Braut
Alain Delon Gotch „Gauche“ Kink Christian Brückner
Capucine Pepita Liane Hielscher
Barta Barry Paco
(als Bart Barry)
n.n.
Guido Lollobrigida Mace
(als Lee Burton)
n.n.
Anthony Dawson Wyatt
(als Tony Dawson)
n.n.
Gianni Medici Miguel
(als John Hamilton)
n.n.
Georges W. Lycan Sheriff Stone n.n.
Luc Merenda Chato
(als Luke Merenda)
n.n.
Tetsu Nakamura Japanischer Botschafter
(als Satoshi Nakamura)
Herbert Weicker
José Nieto
(als Jo Nieto)
n.n. n.n.
Mónica Randall Maria n.n.

Veröffentlichung

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Der Film feierte am 15. September 1971 in Frankreich seine Weltpremiere. Der Kinostart in der Bundesrepublik Deutschland war am 15. Oktober 1971, dort konnten schätzungsweise 1.975.000 Kinokarten verkauft werden.[2][3][4] Am 12. November 2002 wurde der Film mit deutscher Tonspur erstmals auf VHS, 25. März 2003 auf DVD und am 2. Juli 2015 auf Blu-ray veröffentlicht.[3][5]

„Publikumswirksame Mischung aus Western und Samurai-Film; dank des ironischen Untertons durchgehend unterhaltsam.“

Lexikon des internationalen Films[3]

„Der Film (…) beutet die Exotik des im Westen herumwandelnden Samurais einfach nur aus, statt aus dem Zusammentreffen von zwei exotischen Kulturen (oder drei, wenn man die Indianer extra zählt) irgendeine wirkliche Inspiration zu empfangen. (…) Als reiner Action-Film freilich funktioniert der Exoten-Western fabelhaft.“

Joe Hembus in: Das Western-Lexikon, München, S. 527/8

Einzelnachweise

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  1. Rivalen unter roter Sonne. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 19. April 2025.
  2. Rivalen unter roter Sonne bei Fernsehserien.de, abgerufen am 5. Mai 2025.
  3. a b c Rivalen unter roter Sonne. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 5. April 2025.
  4. Die erfolgreichsten Filme in Deutschland 1971. In: insidekino.de. 18. September 2022, abgerufen am 5. April 2025.
  5. Rivalen unter roter Sonne. In: Schnittberichte.com. Abgerufen am 5. April 2025.