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Simon Levi

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Simon Levi (* 21. April 1817 in Kirchheimbolanden; † 21. Dezember 1900 in Landau in der Pfalz) war ein deutscher Kaufmann und Mitglied der Bayerischen Ständeversammlung.

Simon Levi wurde als zweites von vierzehn Kindern der Eheleute Daniel David Levi (1781–1864, Großgrundbesitzer und Kaufmann) und Rebecca Kaufmann (1787–1852) in Kirchheimbolanden geboren und zog nach seiner Heirat im Jahre 1848 nach Landau in der Pfalz, wo er als Weinhändler[1] tätig war und dort in der Kommunalpolitik wirkte. Von April 1868 bis 1900 hatte er ein Mandat im Stadtrat von Landau in der Pfalz.

Seit 1857 hatte er den Vorsitz des „Fabrik- und Handelsrathes“ für das Bezirksamt Landau[2] inne und setzte sich für die wirtschaftliche Entwicklung der Pfalz ein. 1866 wurde er zum Präsidenten der pfälzischen Handelskammer gewählt. Doch zwei Jahre später musste er dieses Amt nach gravierenden Umstrukturierungen niederlegen.

Von 1860 bis 1881 gehörte er dem Vorstand der Synagoge in Landau an und setzte seine ganze Kraft für den Neubau einer Synagoge ein, denn der aus dem Jahre 1792 stammende Sakralbau war viel zu klein geworden. Als sich zeigte, dass der Neubau um ein Drittel teurer würde, steuerte Levi aus privatem Vermögen einen beträchtlichen Teil bei. Am 5. September 1884 fand dann die feierliche Eröffnung der neuen Synagoge statt.

Synagoge in Landau, 1884 eröffnet, 1938 zerstört

Von 1869 bis 1875 hatte er als Mitglied der Deutschen Fortschrittspartei, die sich als erste deutsche Partei ein Parteiprogramm gegeben hatte, ein Mandat für die Kammer der Abgeordneten, die neben der Kammer der Reichsräte der Krone Bayerns den bayerischen Landtag bildete. Er wurde gewählt im Wahlbezirk Landau-Neustadt[3] und gehörte neben David Morgenstern, Fischel Arnheim und Karl Maison zu den bayerischen Parlamentariern jüdischen Glaubens.[4]

Daneben engagierte er sich im Hauptkomitee des Vereins zur Unterstützung hilfsbedürftiger israelitischer Lehrer in Deutschland[5] und begründete eine Stiftung für ein Stipendium für hilfsbedürftige Studierende des Landauer Gymnasiums ohne Rücksicht auf die Konfession. Darüber hinaus richtete er eine Stiftung von 10.000 Mark für das Lang'sche Waisenhaus ein. Dies war der ausdrückliche Wunsch seines Vaters. Mit den Zinserträgen konnte Mädchen des Waisenhauses eine Berufsausbildung finanziert werden.

Am 12. September 1848 heiratete er in Kirchheimbolanden Franziska Roos (* 1822, Tochter des Bürgermeisters Bernhard Roos). Aus der Ehe gingen die Söhne Hugo Alfred David (* 1851, im Kindesalter verstorben) und Georg (* 1856), der später als Richter tätig war, hervor.

Mitgliedschaften

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Simon Levi in der Parlamentsdatenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte in der Bavariathek.

Einzelnachweise

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  1. Bayerische Zeitung 1862. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungsbezirkes der Pfalz. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. Hof- und Staatshandbuch des Königreichs Bayern. 1875 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Deutschsprachige jüdische Gemeinden, Zeitungen, Zeitschriften, Jahrbücher, Almanache und Kalender. Unveröffentlichte Memoiren und Erinnerungsschriften. 1970 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  5. Achawa, Jahrbuch für 1865. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungsbezirkes der Pfalz. 1874 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).