Arlington Hall (Foto ca. 1943) war für die meiste Zeit des Krieges der Hauptsitz der SSAMitarbeiterinnen in Arlington (ca. 1943)Die von den Amerikanern als „Purple“ bezeichnete Maschine (japanisch: 九七式欧文印字機, kyū-nana-shiki ōbun injiki, deutsch„Lateinbuchstaben-Schreibmaschine Typ 97“) wurde im diplomatischen Dienst eingesetzt.
Weitere Angriffsziele der SSA waren darüber hinaus die Aufklärung der Kommunikation von neutralen Staaten wie beispielsweise der Schweiz. Diese setzte ihrerseits eine Variante der EnigmaK mit eigener Verdrahtung der Walzen ein. Auch französische Funksprüche, beispielsweise verschlüsselt mithilfe der B-211 des schwedischen Erfinders Boris Hagelin, wurden abgefangen und kryptanalysiert.
Außer den beschriebenen Tätigkeitsfeldern der sogenannten offensiven Kryptologie, gehörte auch die defensive Kryptologie, also die Überprüfung und Wahrung der Festigkeit der eigenen kryptographischen Verfahren, zu den Aufgaben der SSA.[1]
Die Personalstärke dieser bemerkenswert erfolgreichen Behörde wuchs von wenigen Hundert militärischen und zivilen Mitarbeitern am Tag des japanischen Angriffs auf Pearl Harbor, dem 7.Dezember 1941, auf mehr als 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am „V-J Day“, als am 15.August 1945 mit der Kapitulation Japans der Zweite Weltkrieg endete.[2] Geleitet wurde sie während dieser Zeit von Robert Orestes Ferner. Mit den Umstrukturierungen nach dem Krieg ging die SSA zunächst in die Army Security Agency (ASA) auf und ist heute ein Bestandteil der modernen National Security Agency (NSA).