Signa Holding
| Signa Holding GmbH | |||
|---|---|---|---|
| Rechtsform | GmbH | ||
| Gründung | 2000 | ||
| Sitz | Innsbruck und Wien, | ||
| Leitung | Christoph Stadlhuber, Marcus Mühlberger | ||
| Branche | Immobilien, Handel | ||
| Website | www.signa.at | ||
| Berlin | Kaufhaus des Westens | Im September 2013 mit den beiden anderen Kaufhäusern der Karstadt Premium Group sowie den 28 Karstadt-Sporthäusern durch Signa übernommen.
Im April 2024 von der thailändischen Central Group gekauft.[81] |
Signa Prime Selection |
|---|---|---|---|
| Upper West | Im Februar 2025 für 450 Millionen Euro an die Schoeller Group verkauft[82] | Signa Prime Selection | |
| BEAM / Schicklerhaus | Im November 2023 verkauft[83] | Signa Development Selection | |
| Schönhauser Allee 9 | Luxus-Gewerbeneubau, die der Signa gehörende Objektgesellschaft Schönhauser Allee 9 stellte im Dezember 2024 einen Insolvenzantrag[84][85] | Signa Development Selection | |
| Stream Tower | Signa Development Selection | ||
| UP! | Signa kaufte das ehemalige Einkaufszentrum Ost-Berlins „Centrum Warenhaus“ und lies es von Jasper Architects in ein Bürogebäude umgebauen.[86] | Signa Development Selection | |
| Hamburg | Alsterarkaden | Januar 2025 verkauft[87] | Signa Prime Selection |
| Alsterhaus | Geschäftsbetrieb von der Central Group ab Juni 2024 weiter geführt, Mietvertrag mit Signa Insolvenzverwalter ausgehandelt[88] | Signa Prime Selection | |
| Kaufmannshaus | Im Januar 2025 für 165 Millionen Euro von dem Londoner Vermögensverwalter Attestor gekauft.[87][89] | Signa Prime Selection | |
| Flüggerhöfe | 2019 kaufte Signa das Flüggerhaus sowie Nachbarbauten, die als „Flüggerhöfe“ bezeichnet werden. Im Oktober 2023 stoppte das beauftragte Bauunternehmen aufgrund ausstehender Zahlungen die Arbeiten; am 27. Dezember 2023 stellte die Hamburg, Flüggerhöfe Immobilien GmbH & Co. KG Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. | Signa Development Selection | |
| Elbtower | Baustopp, 2025 Verhandlungen des Insolvenzverwalters mit dem „Becken-Konsortium“ von Dieter Becken (Becken Gruppe) zu dem auch der Milliardär Klaus-Michael Kühne gehört. | Signa Prime Selection | |
| Frankfurt a. M. | Hauptwache 1 | Die Frankfurter Sparkasse übernahm am 21. Juni 2024 für einen öffentlich unbekannten Millionenbetrag das Grundstück und will dort ihre neue Zentrale bauen.[90] | Signa Prime Selection |
| Opernplatz 2 | Signa und die RFR Holding GmbH erwarben Jahr 2019 zu gleichen Anteilen von der Allianz Real Estate GmbH das Haus Opernplatz 2 um ein Hochhaus zu bauen.[91][92] 2024 von einer Gruppe von „Family Offices“ für einen nicht öffentlich bekannten Betrag gekauft.[93] | Signa Prime Selection | |
| Stuttgart | ZWEI HOCH FÜNF
Ecke Königstraße / Schulstraße |
Baustelle im Januar 2025 von der DIBAG Industriebau AG für einen unbekannten Betrag von der Signa gekauft. | Signa Development Selection |
| Wolfsburg | Wolfsburg Connect | Von der Stadt Wolfsburg und dem Wolfsburger Investor Harald Vespermann 2024 von der Signa für einen unbekannten Betrag übernommen. | Signa Development Selection |
| Innsbruck | Kaufhaus Tyrol | Im August 2025 an KHT AcquiCo Sarl verkauft[94] | Signa Prime Selection |
| Lech am Arlberg | Chalets N | Zukunft unklar. | Signa Luxury Hotels |
| München | Oberpollinger | Zukunft unklar. | Signa Prime Selection |
| Romy Rosenstraße | Im März 2024 für einen öffentlich unbekannten Betrag (Signa bot für 100 Mio. Euro an) an den deutschen Bauunternehmer Alfons Doblinger verkauft.[95] | Signa Prime Selection | |
| Wien | Freyung 8 | Das Gebäude beherbergt den Verfassungsgerichtshof der Republik Österreich (langfristiger Mietvertrag) und das Bank Austria Kunstforum, dessen Existenz durch den Austritt von Signa und Bank Austria in Frage gestellt ist. Verkauft im Dezember 2024. | Signa Prime Selection |
| Park Hyatt Vienna | Zukunft unklar. | Signa Luxury Hotels | |
| Goldenes Quartier Wien | Signa Prime Selection | ||
| Wiener Postsparkasse | Signa Prime Selection | ||
| Graben 19 | Dezember 2023 verkauft | Signa Prime Selection | |
| Kärntner Straße 11 | Im Mai 2023 für 94,5 Mio. Euro verkauft.[96] | Signa Prime Selection | |
| Bel & Main Vienna | Von der BAI Bauträger Austria Immobilien entwickelt, die 2017 von Signa übernommen wurde. Zukunft unklar. | Signa Development Selection | |
| Hotel Andaz Vienna
Am Belvedere |
Das Hotel erhielt mittels Signa Coronahilfen in Höhe von 3,690 Mio. Euro vom Österreichischen Staat.[97] Im Februar 2026 für 92 Mio. Euro an eine Gesellschaft der DekaBank verkauft.[98] | Signa Development Selection | |
| Parkapartments Am Belvedere | Zukunft unklar. | Signa Development Selection | |
| The Icon Vienna | Zukunft unklar. | Signa Development Selection | |
| Vienna Twentytwo | Zukunft unklar. | Signa Development Selection | |
| Schiffswerft Korneuburg | Zukunft unklar. | Signa Development Selection | |
| Lamarr | Im 2024 von der einer Tochterfirma der Stumpf Gruppe - Georg Stumpf für unbekannten Betrag vom Signa Insolvenzverwalter gekauft.[99] | Signa Development Selection | |
| Bozen | Gries Village | Signa Development Selection | |
| Venedig | Hotel Bauer Palazzo | Im April 2024 verkauft[100] | Signa Luxury Hotels |
| Gardone Riviera | Eden Luxury Resort | Signa Luxury Hotels | |
| New York City | Chrysler Building in Manhattan | Für 150 Mio. US-Dollar erworbene; die Anteile wurden im Februar/März 2025 an den Partner RFR verkauft. | Signa RFR US Selection |
| Umbauten | Carsch-Haus, Düsseldorf | 2025 von der thailändischen Central Group gekauft.[101] | |
| Alte Akademie, München | |||
| Corbinian, München | |||
| Gänsemarkt-Passage, Hamburg | Januar 2025 verkauft[87] | ||
| In Bau | Waltherpark, Bozen | April 2024 verkauft[100] | |
| Planungen | P1 Berlin | ||
| Karstadt am Hermannplatz, Berlin | |||
| Museumsquartier am Virgl, Bozen |
Signa Prime Selection
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Unternehmenssegment Signa Prime Selection AG sollte laut Eigendarstellung „außergewöhnliche Immobilien in besten Innenstadtlagen“ beinhalten. Das Unternehmen firmiert als Aktiengesellschaft. Signa Holding bzw. Benko Privatstiftung halten insgesamt 58 %.[67] Als weitere Anteilseigner werden u. a. genannt: die Privatstiftung von Hans-Peter Haselsteiner, Niki Laudas Family-Office, die RAG-Stiftung, die LVM Versicherung in Münster, Klaus-Michael Kühne, die französische Beteiligungsgesellschaft Société Foncière, Financière et de Participations, die mehrheitlich im Besitz der Peugeot-Familienholding ist, und die Madison International Realty.[102] Der Wert der Immobilien wurde 2023 vom Unternehmen selbst auf 20,4 Mrd. Euro geschätzt.[103] Das Unternehmen wurde bis zur Insolvenz von einem dreiköpfigen Vorstand geführt, der an einen 10-köpfigen Aufsichtsrat berichtet hat. Die im Herbst 2023 bekannt gewordene Liquiditätskrise der Signa-Gruppe führte auf den verschiedenen Baustellen zu einer Einstellung der Errichtungstätigkeit. Am 28. Dezember 2023 stellte die Signa Prime Selection AG einen Antrag auf Eröffnung eines Sanierungsverfahrens mit Eigenverwaltung beim Handelsgericht Wien.[104] Als Sanierungsverwalter wurde der Wiener Rechtsanwalt Norbert Abel bestellt. Aufgrund des Einspruchs der Finanzprokuratur erfolgte die Umwandlung in ein Insolvenzverfahren, nunmehr mit Norbert Abel als Insolvenzverwalter.[105]
Signa Development Selection
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Bereich Signa Development Selection AG investierte laut Eigenaussage in Entwicklungsprojekte in guten Ballungszentrumslagen, besonders im deutschsprachigen Raum und in Norditalien. Potentielle Projekte sind Bürogebäude, Wohnanlagen, zukunftsorientierte Handelsflächen und Hotels. Das Unternehmen beschrieb seine Strategie als „Kaufen – Entwickeln – Verkaufen“. Die Bilanzsumme der Gesellschaft betrug Ende 2022 4,6 Mrd. Euro. Vorstand und Aufsichtsrat waren bis auf wenige Ausnahmen personenidentisch mit Signa Prime Selection.[106] Signa Holding hält direkt und indirekt 58 % an der Gesellschaft.[67]
Angesichts des Halbjahresberichts 2023 stufte die Ratingagentur Fitch Signa Development Selection AG am 6. November 2023 auf CCC ein, was gleichbedeutend mit hochriskant ist.[107] Am 29. Dezember 2023 beantragte die Gesellschaft beim Handelsgericht Wien ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung.[108]
Signa RFR US Selection
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Die Signa RFR US Selection AG hat den Fokus auf New York City und weitere US-Innenstädte. Die Standorte sollen prestigeträchtig sein und Wertsteigerungspotenzial beinhalten.[109] Die Gesellschaft besteht aus einer Kooperation mit dem amerikanischen Immobilienentwickler RFR. Bisher einziges Objekt mit einem Beteiligungsanteil von 50,1 % ist das im März 2019 für rund 150 Mio. US-Dollar erworbene Chrysler Building in Manhattan, New York.[110] Die Anteile wurden im Februar/März 2025 an den Partner RFR verkauft.[111]
Signa Luxury Hotels
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zum Bereich Signa Luxury Hotels gehören Hotels im Luxussegment in ausgewählten Lagen Mitteleuropas. Das Portfolio besteht aus folgenden Objekten:[112]
- Chalets N in Lech, Österreich
- Park Hyatt Vienna in Wien, Österreich
- Eden Luxury Resort, Gordone, Italien
- Hotel Bauer Palazzo, Venedig, Italien (April 2024 verkauft)[100]
Signa Retail
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Signa Retail besteht aus den drei Handelsplattformen Signa Premium, Signa Department Store Group sowie Signa Food & Restaurants. In jedem Segment strebt Signa das Ziel einer führenden Marktposition im deutschen wie auch europäischen Einzelhandel an. Die Gruppe erzielte 2020 einen Umsatz von 7,2 Mrd. Euro.[113] Stand 2020 betrug die Zahl der Mitarbeiter rund 45.000.[114] Unter den 250 umsatzstärksten Einzelhandelsgruppen der Welt nahm Signa Retail in den Jahren 2019/20 nach einer Untersuchung von Deloitte den Platz 124 ein.[115]
Signa Premium
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zum Bereich Signa Premium gehörten zum Zeitpunkt der Insolvenzanmeldung 2023:
- die KaDeWe Group (49,9 %) mit den drei Kaufhäusern, KaDeWe in Berlin, Oberpollinger in München und Alsterhaus in Hamburg sowie dem im Bau befindlichen Lamarr in Wien,
- Globus wurde 2020 von der Migros für über eine Mrd. Schweizer Franken je zur Hälfte durch das Joint Venture Signa Retail Selection AG[116] der Signa und Central Group erworben. Globus betreibt in der Schweiz mehrere traditionsreiche Warenhäuser mit besten Innenstadtlagen sowie ein Kaufhaus am Flughafen Zürich
- die in England beheimatete Selfridges Group (45 %).
Bei allen Objekten der Signa-Premium-Gruppe bestand bereits vor der Insolvenz eine enge, auch kapitalmäßige Verflechtung mit der Central Group.
Die KaDeWe-Gruppe mit ihren Kaufhäusern hieß zuvor „Karstadt Premium GmbH“ und war Teil des Warenhauskonzerns Karstadt. Im September 2013 veräußerte der damalige Eigentümer des Konzerns, Nicolas Berggruen, 75,1 % von Karstadt Premium an Signa. Ebenfalls verkauft wurden dabei die Karstadt Sporthäuser.[117] Den Kaufpreis für das operative Geschäft in Höhe von 300 Mio. Euro beabsichtige Berggruen, in die Modernisierung seiner Karstadt Warenhäuser zu investieren.[118] Signa änderte den Namen in KaDeWe Group und verlegte deren Sitz von Essen nach Berlin. Im Juni 2015 veräußerte Signa einen Mehrheitsanteil von 50,1 % an die italienische Warenhauskette La Rinascente, die wiederum Teil der Central Group ist. Die Immobilien waren nicht Bestandteil dieser Transaktion.[119] Die KaDeWe-Gruppe meldete am 29. Jänner 2024 Insolvenz an,[120] am 2. Februar 2024 folgte die Kaufhausgesellschaft Lamarr.[121] Im April 2024 hat die Central Group die KaDeWe Immobilie in Berlin übernommen und im Juni 2024 hat sie einen Vertrag unterzeichnet, um die Signa-Anteile an der KaDeWe-Gruppe zu übernehmen.[122]
Ende September 2024 wurde bekannt, dass die Central Group den Anteil der Signa Holding an Globus vollständig übernommen hat.[123]
Die Kaufhauskette Selfridges wurde 2021/22 mit 18 Objekten einschließlich einiger Immobilien und mehreren Online-Shops zu einem Preis von 4 Mrd. brit. Pfund mehrheitlich erworben. Sieben Selfridges Objekte in Kanada sind bei der kanadische Eigentümerfamilie Weston geblieben.[124] Im November 2023 wurde bekannt, dass die Central Group ihre Beteiligung auf 60 % an der Selfridges Group aufgestockt hat.[125] Im Oktober 2024 hat der staatliche Investmentfonds Saudi-Arabiens von der Signa Group deren Anteile an der Selfridges Group erworben und hält nun 40 %.[126]
Im Oktober 2024 gab die Stumpf Development GmbH um Investor Georg Stumpf den Kauf des unfertigen Kaufhauses Lamarr aus der Insolvenz der Signa bekannt.[127] Stumpf bezahlte 100,5 Millionen Euro für das unfertige Kaufhaus Lamarr. Zuvor wurden 290 Mio. Euro für den Rohbau ausgegeben, weitere 200 Mio. Euro soll die Fertigstellung kosten.[128]
Signa Department Store Group
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zum Bereich Signa Department Store gehören:
- der Warenhauskonzern Galeria, der 2019 aus dem Zusammenschluss von Kaufhof und Karstadt entstanden ist (siehe oben Geschichte),
- der deutsche Online-Marktplatz Hood.de,
- der deutsche Onlinehändler für Markenbekleidung dress-for-less
Galeria hat am 9. Jänner 2024 beim Amtsgericht Essen Insolvenz beantragt. Es war nach 2020 und 2022 die dritte Insolvenzanmeldung, diesmal als Regelinsolvenz.[129] Am 10. April 2024 wurde bekannt, dass ein Konsortium aus dem US-Investmentgesellschaft NRDC Equity Partners, hinter der Richard Baker, Miteigentümer der nordamerikanischen Handelskette Hudson’s Bay Company, steht, und dem Unternehmer Bernd Beetz ca. 70 Warenhäuser des insolventen Konzerns Galeria Karstadt Kaufhof zu übernehmen beabsichtigen.[130]
Hood.de ist eine Internet-Plattform im deutschsprachigen Raum für den Handel von Waren aller Art. Die Hood Media GmbH vermittelt den Kontakt zwischen Verkäufer und Käufer, sie ist nicht selbst Händler. Das Unternehmen wurde im Jahr 2000 von Ryan Richter-Hood gegründet, um auf der Grundlage einer attraktiven Gebührenstruktur eine nachhaltige Marktposition aufzubauen. 2017 hat Signa 70 % der Anteile übernommen.[131]
Dress-for-less ist ein Designeroutlet für modische, preisgünstige Designer- und Markenware auf Onlinebasis.[132] Das Unternehmen wurde 1999 als Start-up in Kelsterbach gegründet. 2004 erwarb es die Otto Group, 2011 wechselten die Anteile zu Finanzinvestoren.[133] Im Juni 2016 musste es mit 260 Mitarbeitern Insolvenz anmelden. Signa wurde danach neuer Eigentümer.[134]
Signa Food & Restaurants
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Nach der Veräußerung der Anteile an dem Münchner Restaurantbetrieb Eataly Deutschland besteht der Bereich aus den beiden Sparten Galeria Markthallen und Galeria Restaurants.
Signa Sports United
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Sportartikelplattform Signa Sports United (SSU) befindet sich seit Ende Oktober 2023 in Insolvenz.[30] SSU ist eine international tätige Online Handelsplattform mit Sitz in Deutschland. An der Unternehmensgruppe ist Central Group ebenfalls beteiligt. Nachdem Signa Holding am 16. Oktober 2023 die Eigenkapital-Bestandsgarantie für SSU gekündigt hat, hat SSU am 27. Oktober 2023 Insolvenz angemeldet.[135] Zur Gesellschaft gehören mehrere Marken bzw. Tochtergesellschaften:
- Internetstores, ein Online-Anbieter für Outdoor- und Fahrradartikel mit folgenden Marken:
- fahrrad.de
- Probikeshop: Online Bike-Retailer in Frankreich und Südeuropa
- Bikester
- Brügelmann
- Addnature
- Campz
- Wiggle, ein britischer Fahrradhändler mit folgenden Marken:
- Wiggle
- Chain Reaction Cycles
- Tennis-Point, ein Multi-Channel-Retailer im Tennisbereich
- Tennis-Pro
- Tennis Express
SSU wurde 2021 mit einer Bewertung von gut 3 Mrd. US-Dollar an die New Yorker Börse gebracht. Aufgrund starken Kursverfalls nahm Signa das Unternehmen nach zwei Jahren wieder von der Börse.[39]
SportScheck
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Dezember 2019 hat Galeria Karstadt Kaufhof den Sporthändler SportScheck von der Otto Group übernommen. Dadurch wurde das Handelsgeschäft bei Signa um weitere 1300 Mitarbeiter und 300 Mio. Euro Jahresumsatz ausgeweitet.[136] Der britische Sport- und Modehändler Frasers teilte Mitte Oktober 2023 mit, das er eine verbindliche Vereinbarung mit der Signa Retail Department Store Holding GmbH zur Übernahme von SportScheck getroffen habe.[137] Das Unternehmen wollte die 34 Filialen übernehmen, die zuletzt rund 350 Mio. € Umsatz machten.[138] Ende November 2023 hat SportScheck Insolvenz angemeldet, der Vollzug der Vereinbarung mit Frasers wurde in diesem Zusammenhang hinfällig.[139] Ende März 2024 wurde bekannt, dass der italienische Spothändler Cisalfa seitens des Insolvenzverwalters im Bieterverfahren den Zuschlag zum Erwerb von SportScheck erhalten hat.[140]
Weiterer Unternehmensbereich Signa Media
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im November 2018 erwarb Signa Holding von der deutschen Funke Mediengruppe 49 % der Anteile an der WAZ Auslands Holding. Diese Gesellschaft besitzt 50 % an der österreichischen Tageszeitung Kronen Zeitung und 49,44 % an der Zeitung Kurier.[141] Dies war die erste Investition von Signa im Medienbereich.[142]
Ehemalige Engagements
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]kikaLeiner
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mitte 2018 erwarb Signa die finanziell angeschlagene Möbelkette Kika/Leiner.[143] Mitte 2023 verkaufte Signa die Kika/Leiner-Immobilien an das Immobilienunternehmen Supernova von Frank Albert.[144] Das operative Geschäft ging am 31. Mai 2023 für einen symbolischen Betrag von einem Euro je Gesellschaft, also insgesamt drei Euro, an den ehemaligen Geschäftsführer Hermann Wieser. Am 12. Juni 2023 stellte Wieser einen Insolvenzantrag für die Leiner & Kika Möbelhandels GmbH, um einen Schnitt bei den Gesamtverbindlichkeiten in Höhe von 340 Mio. Euro zu erreichen.[145] Im November 2024 meldete die Leiner & kika Möbelhandels GmbH erneut Insolvenz an und kündigte ein erneutes Sanierungsverfahren an, zog dieses aber wenige Wochen später selbst wieder zurück, da kein Investor gefunden wurde. Im Dezember 2024 wurde über das angeschlagene Möbelhaus ein Konkursverfahren eröffnet. Am 29. Jänner 2025 wurden endgültig alle verbleibenden 17 Filialen inklusive der 16 Restaurants und 5 Lager dauerhaft geschlossen. Über 1350 Mitarbeiter wurden entlassen. Die Schuldensumme beläuft sich auf über 250 Millionen Euro.
Outfitter
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im April 2016 beteiligte sich Signa Retail mehrheitlich an Outfitter, einem Anbieter im Sportbereich mit dem Schwerpunkt Fußball. Im Rahmen dieser Beteiligung hat Signa 60 % von Outfitter erworben – die übrigen 40 % verblieben bei Ron Berger.[146] Anfang Oktober 2023 übernahm die Primus-Versand Karlsruhe GmbH die Anteile.[147]
Eataly Deutschland
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In Deutschland eröffnete das im Oktober 2015 gegründete Joint Venture zwischen Eataly und Signa Retail am 25. November 2015 in der Münchner Schrannenhalle Viktualienmarkt einen Eataly-Store mit einer Fläche von 4.600 Quadratmetern.[148] Im November 2023 gab die Signa-Gruppe ihren 45%igen Anteil am Joint Venture an Eataly zurück.[149]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rainer Fleckl und Sebastian Reinhart: Inside Signa. Aufstieg und Fall des René Benko. Edition a, Wien 2024, ISBN 978-3-99001-771-5.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Familie Benko Privatstiftung, Österreich
- Laura Privatstiftung, Österreich
- Arual Stiftung, Liechtenstein
- Ingbe-Stiftung, Liechtenstein
- Liste von Unternehmenszusammenbrüchen und -skandalen
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Anmerkungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Titus Heyme: Die Karriere des René Benko. In: Handelsblatt. 3. November 2023, abgerufen am 3. November 2023.
- ↑ Thomas Steinmann, Monika Dunkel, Georg Fahrion: René Benko – der Wunderwuzzi. In: capital.de. 20. Mai 2019, abgerufen am 12. November 2023.
- ↑ Sören Jensen: Bubenstück – was Benko vorhat. In: Manager Magazin. 22. November 2013, abgerufen am 12. November 2023.
- ↑ BAWAG P.S.K. verkauft Immobilienpaket an Signa Holding. OTS, 29. November 2007, abgerufen am 11. November 2023.
- ↑ 1,1 Mrd. Euro für Kaufhausholding. 22. Dezember 2012, abgerufen am 12. November 2023.
- ↑ Berggruen versilbert Karstadt-Perlen. In: n-tv Nachrichten. 16. September 2013, abgerufen am 30. November 2023.
- ↑ Karstadt bekommt neuen Eigentümer. Benko übernimmt – Berggruen steigt aus. In: tagesschau.de. 15. August 2014, abgerufen am 12. November 2023.
- ↑ Thomas Thieme: KaDeWe-Gruppe: Karstadt-Eigner schmiedet Premium-Allianz. In: Stuttgarter Zeitung. 9. Juni 2015, abgerufen am 30. November 2023.
- ↑ Christoph Giesen, Max Hägler, Silvia Liebrich, Stefan Weber: Die Stunde des Diamantenhändlers. In: SZ. 13. November 2013, abgerufen am 12. November 2023.
- ↑ Peter Sempelmann: Signa-Chef René Benko: Ausverkauf beim Immobilienmagnat und Kaufhauskönig. In: trend.at. 6. Juli 2023, abgerufen am 12. November 2023.
- ↑ Andreas Lampl: Das Reich von René Benko und der Drang nach Größe. In: Trend Ausgabe 28/2018. trend.at, 18. Juli 2018, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 18. Juli 2018; abgerufen am 30. November 2023 (österreichisches Deutsch).
- ↑ Michael Kläsgen: Fusion zwischen Kaufhof und Karstadt könnte scheitern. In: sueddeutsche.de. 27. August 2018, abgerufen am 30. November 2023.
- ↑ Warenhaus-Zusammenschluss: Kartellamt stimmt Karstadt-Kaufhof-Fusion zu. In: Der Spiegel. 9. November 2018, abgerufen am 15. Mai 2024.
- ↑ investor.hbc.com/news-releases/news-release-details/hbc-agrees-sell-remaining-european-real-estate-and-divest
- ↑ Galeria Karstadt Kaufhof beendet das Schutzschirmverfahren. In: spiegel.de. 30. September 2020, abgerufen am 12. November 2023.
- ↑ Gläubiger stimmen Galeria-Sanierungsplan zu. In: tagesschau. 27. März 2023, abgerufen am 12. November 2023.
- ↑ Benko könnte Galeria wieder in die Insolvenz schicken. In: SZ. 8. Juni 2023, abgerufen am 13. November 2023.
- ↑ Angelika Fleischl: Signa Retail übernimmt 87 Prozent von internetstores. In: www.immoversum.com. Archiviert vom am 30. März 2017; abgerufen am 10. April 2017.
- ↑ Mega-Deal: Benkos Signa Retail übernimmt Internetstores. In: www.sazsport.de. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 11. April 2017; abgerufen am 10. April 2017.
- ↑ Signa übernimmt mehrheitlich Tennis-Point. In: derstandard.at. Abgerufen am 10. April 2017.
- ↑ BAI an Signa und Investorengruppe verkauft. In: immobilien.diepresse.com. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 11. April 2017; abgerufen am 10. April 2017.
- ↑ Größter Immobiliendeal in Deutschland in 2017: RFR Holding verkauft herausragendes Immobilienportfolio an SIGNA Prime. Abgerufen am 30. November 2023.
- ↑ Carolin Brühl: Aktuelle Nachrichten aus Berlin und der Welt. In: Berliner Morgenpost. 9. November 2017, abgerufen am 30. November 2023.
- ↑ René Benko plant Dividendenausschüttung in Millionenhöhe. Handelsblatt, 6. Oktober 2020, abgerufen am 6. Oktober 2020.
- ↑ Thomas Thuma: Benkos Geldregen: Signa Holding meldet überraschend hohen Gewinn. Handelsblatt, 25. März 2021, abgerufen am 25. März 2021.
- ↑ Signa Holding meldet überraschend hohen Gewinn. Immobilienkanzlei FREITAG, 27. März 2021, abgerufen am 27. März 2021.
- ↑ Wirtschaftskrimi rund um René Benko. In: OMR Podcast. Abgerufen am 16. März 2025.
- ↑ Martin Mehringer, Martin Noé, Margret Hucko: Signa: Absturz eines Immobilienkonzerns. In: Manager Magazin. 18. Oktober 2023, abgerufen am 18. Oktober 2023.
- ↑ Tim Bartz, Kristina Gnirke, Ansgar Siemens: Immobiliengruppe Signa: Wer würde René Benko jetzt noch Geld geben? In: Der Spiegel. 6. November 2023, ISSN 2195-1349 (spiegel.de [abgerufen am 6. November 2023]).
- 1 2 René Bender: Sporthändler Signa Sports United ist insolvent. In: Handelsblatt. 27. Oktober 2023, abgerufen am 27. Oktober 2023.
- ↑ Claudio Kummerfeld: Rene Benko-Imperium: EZB drängt Banken zu Kredit-Abschreibungen. In: finanzmarktwelt.de. 29. August 2023, abgerufen am 9. Februar 2024.
- ↑ Chaos bei Benkos Signa. In: Handelsblatt. 5. November 2023, abgerufen am 5. November 2023.
- ↑ René Benko zieht sich zurück. In: Handelsblatt. 8. November 2023, abgerufen am 13. November 2023.
- ↑ Die 10,8 Mrd. Euro Schulden der Signa. Abgerufen am 4. November 2023.
- ↑ Kid Moechel, Dominik Schreiber: Fitch stuft Signa Development auf "hochriskant" ein. 7. November 2023, abgerufen am 30. November 2023.
- ↑ André Müller: Julius Bär: Benko und Signa-Gruppe schulden 606 Millionen Franken. In: Neue Zürcher Zeitung. 27. November 2023, ISSN 0376-6829 (nzz.ch [abgerufen am 9. Februar 2024]).
- ↑ Taumelnder Immobilienkönig – Benkos Signa schuldet Julius Bär mehr als eine halbe Milliarde. In: srf.ch. 27. November 2023, abgerufen am 27. November 2023.
- ↑ Florian Kolf, Arno Schütze, Kirsten Ludowig, Sebastian Matthes: René Benko räumt in seinem Imperium auf. In: Handelsblatt. 24. Oktober 2023, abgerufen am 8. November 2023.
- 1 2 René Benko: Tarnen und Täuschen. In: News. 9. November 2023, abgerufen am 9. November 2023.
- ↑ René Bender, Florian Kolf, Arno Schütze: Signa Holding stellt Insolvenzantrag. In: Handelsblatt. 19. November 2023, abgerufen am 29. November 2023.
- ↑ Signa meldet Insolvenz an. In: Standard. Abgerufen am 29. November 2023.
- ↑ Helmut Kipp: Signa-Gesellschaften berufen Sanierer. In: boersen-zeitung.de. 1. Dezember 2023, abgerufen am 2. Dezember 2023.
- ↑ Signa kündigt wichtigen Manager – "Verdacht auf grobe Pflichtverletzungen". In: derstandard.de. 11. Dezember 2023, abgerufen am 11. Dezember 2023.
- ↑ Signa Holding beantragt Sanierung ohne Eigenverwaltung. In: orf.at. 25. Januar 2024, abgerufen am 29. Januar 2024.
- ↑ Nachlassstundung gescheitert – Signa Retail Department Store Holding GmbH ist konkurs. In: srf.ch. 29. Januar 2024, abgerufen am 29. Januar 2024.
- ↑ Benko will viel Geld von Benko. In: Süddeutsche Zeitung. 30. Januar 2024, abgerufen am 16. Februar 2024.
- ↑ Zukunft der Signa-Gruppe: Österreich wird Sanierungsplänen nicht zustimmen in www.tagesschau.de vom 18. März 2024
- ↑ Mieten belasten Geschäft – Deutsche KaDeWe-Gruppe meldet Insolvenz an. In: srf.ch. 29. Januar 2024, abgerufen am 29. Januar 2024.
- ↑ Nach Signa-Debakel – CEO von Julius Bär tritt zurück. In: srf.ch. 1. Februar 2024, abgerufen am 1. Februar 2024.
- ↑ Signa Holding beantragt Konkurs. In: BR24. Bayerischer Rundfunk, 11. April 2024, abgerufen am 11. April 2024.
- ↑ Sanierungsplan zurückgezogen – Signa Holding meldet Konkurs an. In: Handelsblatt. 11. April 2024, abgerufen am 11. April 2024.
- ↑ Großrazzia bei Benko, seiner Familie, Signa und deren (Ex-)Geschäftsführern profil am 25. Juni 2024
- ↑ Signa-Gründer festgenommen – Ermittler hörten Telefone ab. In: Handelsblatt. 24. Januar 2025, abgerufen am 24. Januar 2025.
- ↑ ORF at/Agenturen red: Signa-Pleite: Manager sollen für eine Milliarde Euro haften. 8. Januar 2025, abgerufen am 9. Januar 2025.
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Koordinaten: 47° 15′ 55,3″ N, 11° 23′ 40,5″ O



