Zum Inhalt springen

Siegfried Goebel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Siegfried Goebel (* 24. März 1844 in Winningen; † 16. Dezember 1928 in Bonn) war ein deutscher evangelischer Theologe und Hochschullehrer.[1]

Leben und Wirken

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siegfried Goebel studierte von 1863 bis 1867 Evangelische Theologie an den Universitäten Erlangen, Halle und Berlin und legte die Pfarramtsprüfung ab. Von 1868 bis 1889 arbeitete er als evangelischer Pfarrer in Posen und Halberstadt. 1889 wurde er in Münster zum Konsistorialrat ernannt. Im Jahr 1894 erwarb er an der Universität Greifswald die theologische Doktorwürde. 1895 wurde er ordentlicher Professor für Neues Testament an der Universität Bonn und versah diesen Lehrstuhl bis zu seiner Emeritierung 1905. 1908 wurde Goebel zum Geheimen Konsistorialrat ernannt. Seine Veröffentlichungen über das Neue Testament haben überwiegend erbaulichen Charakter und richten sich an ein breites Leserpublikum. 1926 erschienen seine Lebenserinnerungen.

Veröffentlichungen (Auswahl)

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  • Die Parabeln Jesu. Methodisch ausgelegt von Siegfried Goebel. Drei Teile. Perthes, Gotha 1879/1880.
  • Neutestamentliche Schriften, griechisch. Mit kurzer Erklärung von Siegfried Goebel. Zwei Bände. Perthes, Gotha 1887/1893.
  • Das „Christentum Christi“ und das kirchliche Christentum. Bertelsmann, Gütersloh 1896.
  • Johannes der Täufer. Dichtung und Wahrheit. Bertelsmann, Gütersloh 1899.
  • Die Reden unseres Herrn nach Johannes. Im Grundtext ausgelegt. Zwei Bände. Bertelsmann, Gütersloh 1906/1910.
  • Das Alte Testament in Lesestücken für das christliche Haus. Verl. d. Buchhandl. d. Erziehungsvereins, Neukirchen 1911.
  • Das Neue Testament. Handbuch für fortlaufende Schriftlesung. Verl. d. Buchhandl. d. Erziehungsvereins, Neukirchen 1917.
  • Kindheitsgeschichte Jesu Christi. Eine öffentliche akademische Vorlesung. Verl. d. Buchhandl. d. Erziehungsvereins, Neukirchen 1920.
  • Leidensgeschichte Jesu Christi. Eine öffentliche akademische Vorlesung. Verl. d. Buchhandl. d. Erziehungsvereins, Neukirchen 1921.
  • Auferstehungsgeschichte Jesu Christi. Eine öffentliche akademische Vorlesung. Belser, Stuttgart 1922.
  • Erinnerungen eines alten Professors an namhafte Zeit- und Lebensgenossen. Furche-Verlag, Berlin 1926.
  • Die Inspiration der Bibel. Dörffling & Franke, Leipzig 1927.

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. ↑ Zum Gedenken an D. Siegfried Goebel, Geheimer Konsistorialrat, Professor der Theologie in Bonn. Merkel, Erlangen 1929; Goebel, Siegfried. In: Otto Wenig (Hrsg.): Verzeichnis der Professoren und Dozenten der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn 1818–1968. Bouvier, Bonn 1968, S. 90f.