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Si vas para Chile

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Film
Titel Si vas para Chile
Produktionsland Chile
Originalsprache Spanisch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 70 Minuten
Produktions­unternehmen Amilcar Films
  • Pejeperro Films
  • Someday Productions
Stab
Regie Sebastián González Méndez
Drehbuch Hernan Saavedra
Produktion Amílcar Infante
Musik Cristián Freund
Kamera Amilcar Infante
  • Sebastián González Méndez
Schnitt Sebastián González Méndez

Si vas para Chile (internationaler Titel: Unwelcomed) ist ein chilenischer Dokumentarfilm von Sebastián González Méndez und Amílcar Infante aus dem Jahr 2025.

Der Film zeigt die Venezolanische Flüchtlingskrise, bei der ab 2019 Millionen von Venezolanern das Land in Richtung Westen verließen. Doch bereits am Grenzübergang von Cúcuta müssen die Menschen korrupten Polizisten Schmiergelder bezahlen. Nur mit dem Nötigsten machen sie sich auf den Weg nach Chile, da der Präsident ihnen Asyl versprochen hatte. Der Film setzt im Jahr 2021 an, als sich die Flüchtlingskrise auf ihrem Höhepunkt befand. Dabei wechseln sich Szenen von Flüchtlingen in argem Elend mit Aufnahmen der weiten, unwirtlichen Landschaften der Anden ab. Viele stranden bereits an der bolivianischen Grenze, wo sie in einem improvisierten Flüchtlingslager leben.

Eine weitere Hürde besteht im chilenischen Colchane an der Grenze zu Bolivien, wo viele Flüchtlinge erneut auf Korruption und die Wut der Einheimischen stoßen. Hier kommt es auch zu einem fremdenfeindlichen Protest von Lkw-Fahrern. Einige Flüchtlinge sind froh, in Chile angekommen zu sein, andere wollen nur weiter in die Hauptstadt Santiago de Chile. Weiter westlich liegt die Hafenstadt Iquique, in der immer mehr Flüchtlinge ankommen. Anwohner berichten von der Zunahme von Raub und Mord. In einem Flüchtlingslager für Familien außerhalb der Stadt betonen die Helfer, dass Chile ein Land voller hilfsbereiter Menschen sei. Danach sieht man allerdings eine fremdenfeindliche Demonstration, bei der Chilenen versuchen, Flüchtlinge zu schlagen, und ihre Sachen verbrennen. Zuletzt sieht man einen jungen Mann, der entlang der Autobahn Ruta 5 nach Süden marschiert. Dort hofft er südlich von Santiago auf eine bessere Zukunft und berichtet von seiner spirituellen Reise.

Der Filmtitel bezieht sich auf das gleichnamige chilenische Lied des Musikers Chito Faró (1915–1986).[1] Der Film feierte 2025 beim Hot-Docs-Filmfestival Premiere. Der Film wurde bei vielen weiteren Festivals gezeigt und gewann beim DOK.fest München den Preis VIKTORIA DOK.horizonte.[2][3] Der Film kam am 9. April 2026 in die chilenischen Kinos.[4]

Ezio Mosciatti schrieb für BioBioChile, dass der Film durch seine dramatischen Bilder zum Nachdenken anrege, und zeige, dass Flüchtlingsdramen nicht nur im Nahen Osten geschehen. Zusätzlich kritisierte er, dass das Thema Korruption nicht ausreichend behandelt werde.[1]

Auszeichnungen (Auswahl)

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  • 2025: Emerging International Filmmaker Award des Hot Docs Festival
  • 2025: Docufest, Nominierung für den Human Rights Award
  • 2026: VIKTORIA DOK.horizonte des DOK.fest München

Einzelnachweise

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  1. 1 2 Ezio Mosciatti: Si vas para Chile: el drama migratorio venezolano frente a nuestros ojos. 7. April 2026, abgerufen am 17. Mai 2026 (spanisch).
  2. Unwelcomed. In: dokfest-muenchen.de. Abgerufen am 17. Mai 2026.
  3. Die Preisträger*innen des 41. DOK.fest München. In: dokfest-muenchen.de. Abgerufen am 17. Mai 2026.
  4. Equipo de Culto: Si Vas Para Chile: confirman estreno de documental sobre crisis migratoria. 21. Februar 2026, abgerufen am 17. Mai 2026 (spanisch).