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Shin Daewe

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Shin Daewe (birmanisch ရှင်ဒေဝီ; * 1973 in Rangun als Cho Cho Hnin (ချိုချိုနှင်း)) ist eine myanmarische Dokumentarfilmerin. Mehrere ihrer Filme sorgten international für Anerkennung.[1] Im April 2026 wurde sie im Zuge einer Massenamnestie der Militärregierung aus dem Insein-Gefängnis in Yangon entlassen.[2]

Shin Daewe wuchs in einem politisch und sozial turbulenten Umfeld auf.[1] Früh wandte sie sich dem Dokumentarfilm als Mittel des künstlerischen und politischen Ausdrucks zu.[1] Im Lauf ihrer Karriere drehte sie mehr als 15 Dokumentarfilme und etablierte sich damit als eine bedeutende Dokumentarfilmerin Myanmars.[1]

Shin Daewes Dokumentarfilme, darunter Now I Am 13, Rahula, Take Me Home und Brighter Future, wurden international gezeigt und behandeln häufig soziale und politische Themen in Myanmar.[1] Bereits Anfang der 1990er-Jahre wurde sie zweimal kurzzeitig inhaftiert, nachdem sie an prodemokratischen Demonstrationen teilgenommen hatte.[1]

Im Oktober 2023 wurde sie in Yangon festgenommen, als sie eine Drohne für Filmaufnahmen abholen wollte.[1] Ein von der Militärjunta kontrolliertes Gericht verurteilte sie 2024 wegen angeblicher „Finanzierung und Beihilfe zum Terrorismus“ zu lebenslanger Haft.[1][2] Berichten zufolge wurde Shin Daewe nach ihrer Festnahme verhört und gefoltert.[1]

Wegen ihres Engagements für politische Freiheit in ihrem Heimatland wurde sie 2024 in die Liste BBC 100 Women aufgenommen, die jährlich einflussreiche und inspirierende Frauen auszeichnet.[3] Am 17. April 2026 wurde sie im Rahmen einer zum Neujahrsfest Thingyan verkündeten Massenamnestie aus dem Insein-Gefängnis in Yangon entlassen.[2]

Filme

  • 2008: An Untitled Life
  • 2009: Brighter Future
  • 2010: Robe
  • 2013: Take Me Home
  • 2013: Now I'm 13
  • 2017: Yangon, the City Where We Live

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Lebenslange Haft für Filmemacherin: Im Gefängnis wegen einer Drohne. In: taz.de. 11. Januar 2024, abgerufen am 11. Januar 2024.
  2. 1 2 3 Sven Hansen: Massenamnestie der Militärregierung: Myanmars Ex-Präsident frei. In: taz.de. 17. April 2026, abgerufen am 18. April 2026.
  3. ↑ BBC 100 Women 2024: Who is on the list this year? - BBC News. Abgerufen am 21. Dezember 2025 (britisches Englisch).