Send Help
| Film | |
| Titel | Send Help |
|---|---|
| Produktionsland | Vereinigte Staaten |
| Originalsprache | Englisch |
| Erscheinungsjahr | 2026 |
| Länge | 113 Minuten |
| Altersfreigabe | |
| Produktionsunternehmen | Raimi Productions |
| Stab | |
| Regie | Sam Raimi |
| Drehbuch | |
| Produktion |
|
| Musik | Danny Elfman |
| Kamera | Bill Pope |
| Schnitt | Bob Murawski |
| Besetzung | |
| |
| → Synchronisation | |
Send Help ist ein US-amerikanischer Spielfilm aus dem Jahr 2026 mit Rachel McAdams und Dylan O’Brien, der unter der Regie von Sam Raimi nach einem Drehbuch von Damian Shannon und Mark Swift entstand.[3]
Handlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Büroangestellte Linda Liddle wird von ihrem neuen Vorgesetzten Bradley Preston links liegen gelassen, obwohl sie sich schon seit längerem eine höhere Firmenposition erhofft hat. Nach einem Flugzeugabsturz stranden die beiden als einzige Überlebenden auf einer einsamen Insel.
Der einstige Chef ist am Bein verletzt und hilflos. Sein Überleben hängt nun bis zu seiner Genesung von den (durchaus beeindruckenden) Survival-Geschicken seiner ehemaligen Angestellten ab. Durch die gezwungene Abhängigkeit auf der Insel treten nicht nur alte Konflikte wieder auf, die von gegenseitigem Misstrauen und Animosität geprägt sind, sondern bei gemeinsamer Suche nach Schutz, Nahrung und Rettung zeigen sich auch neue Spannungen und Gegensätze. Nicht zuletzt findet Linda allmählich Gefallen an dem Leben in der Wildnis, während Bradley nicht einen Moment länger in dieser ihm feindlichen Welt der verhassten Frau ausgeliefert sein will.[3][4]
Für Linda erfüllt Bradley im Laufe der Geschichte immer mehr die Rolle eines Unterhalters, um der eigenen Einsamkeit zu entfliehen; denn sie teilt ihm mit, dass sie gar nicht mehr weg möchte und versucht, ihn von dem Paradies zu überzeugen, gewissermaßen für das neue Leben zu domestizieren. Bradley hingegen versucht in drei sich steigernden Anläufen, Linda und der Insel zu entkommen.
Im ersten Anlauf trennt Bradley sich von Linda, noch physisch angeschlagen, um eine eigene Behausung am Strand aufzubauen. Der Versuch scheitert armselig beim nächsten Sturm.
Im zweiten Anlauf versucht er, Linda zu vergiften - er lernte zuvor von ihr, die gesunden von den giftigen Beeren zu unterscheiden - und er ergreift die Flucht mit einem heimlich gebauten Floß. Dieses hält allerdings den einbrechenden Wellen nicht Stand. Für den Vergiftungsversuch will Linda ihn kastrieren, belässt es aber bei einer makabren Vorführung der Operation an einer Ratte.
Im dritten Anlauf beschließt Bradley, Linda gewaltsam zu töten. Dem ging voraus, dass sie allein auf Bradleys Verlobte Zuri trifft, die mit dem Rettungsboot eines Einheimischen eine Suchaktion begonnen hatte. Linda kann sich nicht eingestehen, dass die Rettung das Ende ihres Aussteigerlebens mit Bradley in der Wildnis bedeuten würde, für den sie mittlerweile Liebesgefühle entwickelt hat. In ihrer Verzweiflung lockt sie die beiden Retter an einen Abhang und stößt sie dort herunter. Als Bradley später die Leiche seiner Verlobten am Strand findet, verliert er die Nerven und es beginnt eine Hetzjagd auf Linda.
Diese stellt sich jedoch schnell als eine ihm überlegene Kämpferin heraus. Verletzt und selbst gejagt, muss er auf die andere Seite der Insel fliehen, von der Linda zuvor behauptete, dass sie nichts Heimisches an sich hätte. Doch tatsächlich findet Bradley dort eine verlassene Ferienvilla. Er bricht dort ein, Linda folgt ihm, und bevor er eine Hilfemeldung abschicken kann, kommt es zu der finalen Begegnung, aus der Linda als Siegerin hervorgeht: Sie erschlägt ihn mit einem Golfschläger. (Ironischerweise hatte er ihr noch beim Indoor-Putting in seinem Büro eine Abfuhr für die höhere Firmenposition erteilt.)
Die Schluss-Szenen zeigen Linda, ein Jahr nach dem Unglück, zurück in der Zivilisation als erfolgreiche und glückliche Schriftstellerin.
Synchronisation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Rolle | Darsteller | Synchronsprecher[5] |
|---|---|---|
| Linda Liddle | Rachel McAdams | Ranja Bonalana |
| Bradley Preston | Dylan O'Brien | Ozan Ünal |
| Chase | Chris Pang | Florian Clyde |
| Franklin | Dennis Haysbert | Oliver Stritzel |
| Mr. Preston | Bruce Campbell | stumm |
Produktion und Hintergrund
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Film wurde von Raimi Productions produziert, als Produzenten fungierten Sam Raimi, Zainab Azizi und Nicholas Simon. Den Vertrieb übernahmen die 20th Century Studios.[3][6] Die Dreharbeiten fanden bis April 2025 in Los Angeles im US-Bundesstaat Kalifornien, in Australien sowie Thailand statt.[7]
Die Kamera führte Bill Pope, die Montage verantwortete Bob Murawski. Mit beiden hatte Regisseur Raimi schon mehrfach zusammengearbeitet. Das Production-Design gestaltete Ian Gracie und das Kostümdesign Anna Cahill.[3] Komponist Danny Elfman steuerte zum siebten Mal die Filmmusik für ein Projekt von Regisseur Sam Raimi bei.[8]
Veröffentlichung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ein erster Trailer wurde im Oktober 2025 veröffentlicht.[9] Premiere war am 21. Januar 2026 im TCL Chinese Theatre in Los Angeles.[10]
Der Kinostart war in Deutschland und Österreich am 29. Januar 2026.[3][4][9] In den USA kam der Film am Folgetag in die Kinos.[6]
Rezeption
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kritiken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Am 27. Januar 2026 waren 47 der 51 bei Rotten Tomatoes aufgeführten Kritiken positiv.[6] Bei Metacritic erhielt der Film am 27. Januar 2026 einen Metascore von 73 von 100 möglichen Punkten, der auf 16 Rezensionen basierte.[11]
filmfutter.com vergab 3,5 von 5 Sternen. Der Film sei eine durchgehend charmante und amüsante Abrechnung mit dem Patriarchat, die zum Ende in einen düsteren Modus schalte und mit Ekel in Form diverser Körperflüssigkeiten nicht geize. Die eine oder andere Plot-Überraschung sei auch drin.[12]
Oliver Armknecht bewertete die Produktion auf film-rezensionen.de mit sieben von zehn Punkten. Diese sei zwar nicht das angekündigte Horror-Comeback von Sam Raimi, sondern vielmehr eine Abenteuerkomödie mit Thrillerelementen und habe auch mit Längen zu kämpfen. Das Ganze mache aber schon Spaß, auch weil die Besetzung die pure Spielfreude sei.[13]
Peter Osteried (vier von fünf Sterne) bezeichnete den Film auf kinofans.com als sehr amüsanten Überlebensfilm mit grimmigem Humor, Figuren, die man gleichsam lieben und hassen könne, und ein paar Wendungen, die die Sympathien immer wieder neu verteilen ließen.[14]
mucke-und-mehr.de (7 von 10 Punkte) nannte den Streifen einen soliden Survival-Thriller, in dem es hin und wieder auch mal blutig zugehe, und das so trocken serviert, dass man stellenweise sogar schmunzeln müsse. Aber auch sonst werde in puncto Story einiges nicht immer Erwartbares verabreicht, und mit dieser Mischung inklusive diverser Psychospielchen wisse der Streifen gut zu unterhalten.[15]
Chris Schelb (4,5 von 6 Sterne) schrieb auf outnow.ch, dass Rachel McAdams und Dylan O’Brien vollen Körpereinsatz in einem satirisch überspitzten, herrlich fiesen und immer wieder äußerst blutigen Film zeigten. Wer Misery, Triangle of Sadness und Sam Raimis Drag Me to Hell mochte, werde an Send Help große Freude haben.[16]
Karsten Munt meinte auf Filmdienst.de, dass die satirische Horrorkomödie mit einer „Umkehr von Machtverhältnissen“ in einer „spätkapitalistischen Gesellschaft“ spiele. Als Altmeister des Horrors gelinge es Raimi dabei, so manchen Konflikt innerhalb dieses Themas als „kleine fiese, groteske und komische Idee umzusetzen“.[3]
Valerie Dirk bezeichnete den Film auf derstandard.at als den lustigsten Film des neuen Jahres, der durch kreatives Geschichtenerzählen und mit einer großartigen Rachel McAdams besteche.[17]
Einspielergebnis
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den USA spielte der Film am Startwochenende 20 Millionen US-Dollar an den Kinokassen ein und erreichte damit die Spitze der US-Kinocharts. Weltweit spielte der Film 28,1 Millionen US-Dollar am Startwochenende ein, bei kolportierten Produktionskosten von 40 Millionen US-Dollar.[18] In der zweiten Spielwoche blieb der Film an der Spitze der US-Charts, weltweit spielte der Film inklusive der zweiten Spielwoche 53 Millionen US-Dollar ein.[19]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Send Help bei IMDb
- Send Help in The Movie Database
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Freigabebescheinigung für Send Help. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüfnummer: 276523).
- ↑ Alterskennzeichnung für Send Help. Jugendmedienkommission.
- ↑ a b c d e f Send Help. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ a b Send Help. In: filmstarts.de. Abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ Send Help (2026). In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 10. Februar 2026.
- ↑ a b c Send Help. In: Rotten Tomatoes. Fandango, abgerufen am 8. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Alex DiVincenzo: Sam Raimi’s ‘Send Help’ Starring Rachel McAdams & Dylan O’Brien Wraps Production. In: bloody-disgusting.com. 24. April 2025, abgerufen am 8. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Send Help: Wissenswertes. In: filmstarts.de. Abgerufen am 8. Januar 2026.
- ↑ a b Franco Schedl: "Send Help"-Trailer: Sam Raimis neue Horror-Komödie. In: film.at. 16. Oktober 2025, abgerufen am 7. Januar 2026.
- ↑ Aaron Perine: Send Help’s World Premiere Lights Up Los Angeles with Stars. In: thathashtagshow.com. 22. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Send Help. In: Metacritic. Abgerufen am 27. Januar 2026 (englisch).
- ↑ Send Help (2026) Kritik. In: filmfutter.com. 26. Januar 2026, abgerufen am 26. Januar 2026.
- ↑ Oliver Armknecht: Send Help. In: film-rezensionen.de. 26. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026.
- ↑ Peter Osteried: Send Help Filmkritik: Sam Raimis bösartiger Mix aus ‚Misery‘ und ‚Cast Away‘. In: kinofans.com. Abgerufen am 27. Januar 2026.
- ↑ “Send Help” – Sam Raimi bietet einen soliden Survival-Thriller mit Horror-Elementen. In: mucke-und-mehr.de. 26. Januar 2026, abgerufen am 27. Januar 2026.
- ↑ Chris Schelb: Filmkritik: Abstürzen mit dem Chef. In: outnow.ch. 28. Januar 2026, abgerufen am 28. Januar 2026.
- ↑ Valerie Dirk, Sam Raimis »Send Help« ist der lustigste Film des neuen Jahres. In derstandard.at, Abruf am 30. Januar 2026.
- ↑ Daniel Fabian: Keine Chance für Jason Stathams neuen Action-Kracher: Horror-Hit "Send Help" und Trump-Doku "Melania" lassen US-Kinokassen klingeln. In: filmstarts.de. 2. Februar 2026, abgerufen am 2. Februar 2026.
- ↑ «Send Help» ist weiterhin Top an den US-Kinokassen. In: outnow.ch. 9. Februar 2026, abgerufen am 9. Februar 2026.