Seidentuch
Ein Seidentuch (entstanden aus mittelhochdeutsch seidīn tuoch, später auch seyden tuch;[1] auch Foulard oder silk scarf genannt) ist ein zur weiblichen oder auch männlichen Kleidung gehörendes Accessoire, welches meist als quadratisches Stück Stoff aus reiner Seide gefertigt ist.
Verwendung
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Ein Seidentuch kann auf verschiedene Art und Weise getragen werden:
- als Kopftuch
- als Halstuch
- als Armband
- kleinformatige Seidentücher als Einstecktuch für Männer
Verarbeitung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seidentücher gibt es in vielen Größen: Ein kleines sogenanntes Nickituch hat etwa die Größe 50 cm × 50 cm. Andere klassische Standardgrößen sind 70 cm × 70 cm, 90 cm × 90 cm oder 110 cm × 110 cm. Ein längliches Seidentuch wird im Allgemeinen als Schal oder Seidenschal (frz. Foulard) bezeichnet. Seidentücher können einfarbig, selbstbemalt oder aufwändig bedruckt sein. Auch gibt es unzählige Seidenarten und -qualitäten: Crêpe Satin, Chiffon, Crêpe de Chine, Twill, Satin, Habotai, Pongée, Jacquard, Bourée, Georgette oder Wildseide. Das klassische Seidentuch ist quadratisch, aus reinem Seidentwill und 90 cm × 90 cm groß. Es kann äußerst vielfältig gebunden werden.
Binde-Anleitungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seidenmalerei
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Ein beliebtes Hobby ist die Seidentuchmalerei, eine Technik zur Verschönerung einfarbiger Tücher. Ein bekannter Internetanbieter listet alleine etwa 250 verschiedene Bücher zu dieser Freizeitbeschäftigung auf. Die klassische Grundlage der Hobby-Seidenmalerei ist Pongée, aber auf Crêpe Satin und Chiffon können stärkere Farbeffekte und schärfere Konturen erzielt werden. Die Konturmittel können farbig oder farblos (Gutta) sein, letzteres lässt sich nach dem Malen auswaschen, wodurch interessante farblose Konturen erreicht werden können. Man kann zuerst die Konturen zeichnen und nach dem Trocknen die Flächen ausmalen – die Seidenmalfarbe zerläuft schnell, färbt aber die Stellen, auf die Konturmittel aufgetragen worden sind, nicht an. Moderne Seidenfarben kann man einfach durch Bügeln fixieren. Sie sind meistens farb- und waschecht.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 459 (zu seidentuch und seydin: ‚seiden‘, ‚aus Seide, den abgehaspelten, entbasteten Kokons des Seidenspinners bestehend‘).



