Das Quellgebiet des Oued Sebou liegt im Mittleren Atlas. Von dort fließt er – wasserarm – nach Norden in Richtung Fès und dann nach Westen durch die Region Gharb-Chrarda-Béni Hsen, wo er die fruchtbare Gharb-Ebene bewässert. Er mündet schließlich westlich des Industriehafens von Kénitra bei Mehdia in den Atlantik. Die letzten 17km des Flusslaufs sind schiffbar.
Die Angaben zur Länge des Oued Sebou schwanken zwischen 450km und 614km, was mit Messungenauigkeiten, aber in erster Linie wohl mit der unklaren Miteinbeziehung der Quellflüsse zu tun hat.
In der Gharb-Ebene werden Reis und Weizen sowie Zitrusfrüchte, Weintrauben und Oliven angebaut. Durch die Einleitung von Haus- und Industrieabwässern gehört der Sebou jedoch auch zu den stark verschmutzten Flüssen der Region.
Der Oued Ouerrha ist zwar kürzer, aber deutlich wasserreicher als der Sebou und speist den al-Wahda-Stausee, den größten Stausee Marokkos. Ein weiterer Nebenfluss, der Oued Inaouen, wird vom Idriss I-Damm aufgestaut und schließlich erreicht kurz vor der Mündung von Süden noch der Oued Beht (in der Karte Oued Bahat) den Sebou.