Die Drohne kann sowohl eine Sprengladung tragen als auch andere Ausrüstung, zum Beispiel Raketenwerfer.
Im Dezember 2025 meldete der SBU, er habe zum ersten Mal mit einem U-Boot namens Sub Sea Baby (tauchfähige Variante der Seedrohne Sea Baby) im Hafen von Noworossijsk ein russisches U-Boot der Kilo-Klasse angegriffen und schwer beschädigt. U-Boote der Kilo-Klasse können Marschflugkörper vom Typ Kalibr starten, mit denen Russland unter anderem Kraftwerke in der Ukraine zerstört.[2]
Laut Angaben des SBU stammt die Idee zur Entwicklung von unbemannten Angriffsdrohnen von einem Brigadegeneral des SBU mit dem Pseudonym „Hunter“. Die ersten Modelle wurden bis Juli 2022 in Zusammenarbeit mit Experten der ukrainischen Marine und einem privaten Unternehmen entwickelt. Später entschied sich der SBU, die Drohnen eigenständig zu entwickeln, was zur Entwicklung des Sea Baby führte, während das private Unternehmen später die MAGURA-V5-Drohnen für den Militärnachrichtendienst der Ukraine (HUR) entwickelte.[3]
Anfang März 2024 stellte das SBU eine Weiterentwicklung ihrer Drohne vor – Sea Baby 2024. Zur Finanzierung der Produktion sammelten die staatliche Spendenorganisation United24 und die ukrainische Bank monobank fast 300 Millionen Hrywnja. Am 6. März zeigte Brigadegeneral Iwan Lukaschewitsch, Leiter der militärischen Gegenspionage des SBU, die erste von insgesamt 35 geplanten Drohnen. Sie erhielt den Namen der ukrainischen Stadt Awdijiwka.[4]
Am 17. Juli 2023 um 3:04 Uhr und 3:20 Uhr Ortszeit beschädigten zwei Sea-Baby-Drohnen die Krim-Brücke, wodurch eine Stütze und die Fahrbahn der Brücke beschädigt wurden.[5]
Am 14. September 2023 wurde die Samum, eine Korvette der Bora-Klasse, getroffen. Später tauchte ein Video auf, das zeigte, wie das Schiff mit deutlicher Schlagseite abgeschleppt wurde.[6]
Im Oktober 2023 beschädigten Angriffe von Sea-Baby-Drohnen die Korvette Pawel Derschawin der Wassili-Bykow-Klasse und den Rettungsschlepper Professor Nikolaj Muru sowie im Dezember den MinenjägerWladimir Kositskii.[7][8][9]
Am 15. Dezember 2025 meldete der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) die Beschädigung eines russischen U-Boots der Kilo-Klasse im Hafen von Noworossijsk an der russischen Schwarzmeerküste. Das U-Boot habe vier Abschussvorrichtungen für Kalibr-Lenkwaffen, die zum Angriff auf die Ukraine eingesetzt wurden. Erstmals sei mit einer Unterwasservariante der Drohne Sea Baby ein U-Boot außer Gefecht gesetzt worden. Die russische Seite dementierte den Erfolg der Aktion.[10]
Frühere Versionen der Sea Baby verwendeten Starlink als Hauptkommunikationskanal. Als zusätzlicher Backup-Kommunikationskanal wurde am Heck eine Antenne installiert, um mit dem Satellitenkommunikationsbetreiber Kymeta kommunizieren zu können.
Die äußeren Spanten auf dem Deck wurden entfernt, um die Drohne unauffälliger zu machen.